Basteltipp für alten Towerkühler: Eiswasser-Klimaanlage

OMG ich muss eine Anleitung schreiben... Als ich von der Arbeit kam hatte meine Schwiegermutter das GANZE Teil im Gefrierfach eingefroren!!!

Habt ihr schonmal einen tiefgefrorenen PWM-Lüfter gestartet? Das rattert ordentlich, bis er sich wieder einkriegt...

Im Gegenzug war die Kühlleistung doch beachtlich nach der Aktion :-)
 
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Hab mir tatsächlich vor 2 Jahren eine ähnliche Konstruktion gebastelt (mit Spannungswandler von USB 5V auf 12V an den Lüfter)

Und joa, das geht ganz gut :).

Da komme ich glatt wieder in Bastellaune.
Ich glaub, es wird Zeit für 2 getrennte Kammern in meinem Define R5.

Auf auf :D

Ich beoachte hier mal weiter :)
Besonders nach der "Gefrieraktion" :D
 
Ja, ich habe das Ding am WE viel benutzt :-)

Ich kam leider nicht dazu den Startpost zu überarbeiten, aber ich habe einige Erfahrungen gesammelt, die ich hier einfach mal reinschreiben kann:

Ich habe den Lüfter jetzt mit verschiedenen Spannungen getestet und stelle fest, das die gefühlte Temperatur der Luft sich kaum ändert. Nur die Lautstärke und der Luftstrom. Für mich am angenehmsten war hier eine Spannung von 9V, die ein Netzteil für einen LCD-Bilderrahmen lieferte. (Der 5,5mm x 2,1mm/2,5mm Holstecker ist derart weit verbreitet, dass ich auf Anhieb 6 verschiedenen Netzteile in verschiedenen Spannungen daheim gefunden habe.)

Was sehr gut funktionierte war das Einfrieren von Wasser im Eimerchen. Es bildet sich ein großer Eisblock, der sich nach kurzem Antauen vom Boden löst und nach oben treibt. (Braucht manchmal ein wenig Fingerdruck von außen, bis er sich wirklich löst). Oben treibt er dann an den Fuß vom Kühler und beginnt ihn durch den Schmelzvorgang zu umschließen. Und sobald der Fuß vom Eisblock umschlossen ist, geht die Kühlleistung drastisch nach oben. Das war viel besser, als das Eiswasser mit Eiswürfeln.

Im Übrigen stellte ich fest, das mein Gefrierfach ein Joghurteimerchen in ca. 3 Stunden einfriert, während ein gefrorenes Eimerchen einen Betrieb von ca. 1 Stunde ermöglichte. Somit könnte man mit 4 Eimerchen einen kontinuierlichen Betrieb einrichten. (Aber man muss halt jede Stunde einmal sein Gefrierfach auf und zu machen. Das halte ich für nicht so gut!)

Ich habe mir Gedanken zur Ökonomie von dem Ding gemacht:
Ich denke es steht außer Frage, dass eine auf den Anwendungszweck abgestimmte Klimaanlage effizienter arbeitet. Allerdings hat dieser Kühler einige Vorteile, die ihn denke ich ziemlich Konkurrenzfähig machen:
1) Es ist sozusagen ein Prepaid Prozess: Ich kann nur die Energie verbrauchen, die ich vorab reingesteckt habe: Anlassen und vergessen gibt es nicht. Wenn das Eis geschmolzen ist, wird nicht mehr gekühlt.
2) Der Bedienungsaufwand sorgt für wohlüberlegten Einsatz: Da ich zum Kühlschrank laufen muss, das gefrorene Eimerchen rausholen muss, Wasser auffüllen muss, alles zusammestecken und dann zum Einsatzort tragen muss, benutze ich es nur punktuell und da, wo ich es wirklich brauche: Derzeit, wenn ich abends am Tisch sitze und auf meine Prüfung lerne. Das schränkt den Einsatz deutlich mehr ein als den einer Klimaanlage, die man aus Gewohnheit einschaltet.
3) Einige Energie geht über die Eimerwand verloren, wo Kälte für das auskondensieren von Luftfeuchtigkeit verbraucht wird. Ich habe bereits einen Plan einen Isolierfuß zu basteln: Dazu nehme ich ein weiteres Eimerchen und klebe es in eine kleine Versandschachtel, die mit Schaumstoffschnipseln gefüllt ist, denn so eine habe ich von der letzten Amazon-Lieferung herumfahren. Dann kann ich den Kühler da einfach reinstellen und es geht keine Kälte mehr über die Wände verloren. Ich berichte, wenn ich das auch gebaut habe :-)

Anbei noch ein Bild in dem man den aufgeschwommenen Eisblock mit eingeschlossenem Kühlerfuß erkennen kann.

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