Batterie Effekt bei Wasserkühlung mit unterschiedlichen Metallen?

BMB

Lieutenant
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Batterie Effekt?

Hallo!


Ich hatte mir vor ein paar Tagen einen Kühler von einem Golf 3 geholt (Alu [nehme ich ma ganz stark an]) da ich mir eine Wakü abuen möchte die fast ohne Blüftung auskommt! (so silent halt zzzzzzzz)

aber ich habe schon öfters gelesen das es wohl Probs gibt wenn ich mir nun ein Kupfer Kühler hole für die CPU und die NB! (das wäre nemlich die nächste Anschaffung! die EHem 1046 habe ich mir auch schon gesichert(o gut wie;))

Also Bitte um Erklärung warum das so schlecht sein sollte und was ich da nun noch dagegen machen kann! (Radi sollte schon bleiben und kühlen solls auch fein)

THX CIA
 
Das mit der Batterie stimmt zum Teil es entsteht eine Galvanische Zelle.

Zitat:
"Kombiniert man unterschiedliche Metalle in einer Wasserkühlung, so verbindet man zwei unterschiedliche Metalle mit einem elektrisch leitfähigen Fluid. Das Ergebnis ist ein galvanisches Element, oder trivial gesprochen: eine Batterie.
Über das Fluid können Elektronen wandern; da aber Metalle charakteristischerweise beim Übergang zum Ion Elektronen abgeben, gehen sie als Ion in Lösung. Das fatale an diesem Effekt ist, dass bei einer Kombination von unterschiedlichen Metallen das Bestreben des unedleren Metalls, in Lösung zu gehen, stärker ist, als die des Edleren. Das unedlere Metall gibt also seine Elektronen ab und geht in Lösung, das edlere Metall nicht - und damit korrodiert die unedle Komponente verstärkt, nämlich so lange, bis kein unedles Metall mehr vorhanden ist, erst dann kann das edlere Metall beginnen, sich zu lösen. Dieser Effekt wird z.B. im Automobilbau genutzt, wo durch eine Zinkbeschichtung Karosserien aus Stahl gegen Durchrostung geschützt werden. Umgekehrt bedeutet dieser Effekt, dass bei einer Beschichtung mit einem edleren Metall auf einem unedleren bei einer noch so geringen Beschädigung der Schutzschicht das darunterliegende Material korrodiert (weil ja dann wieder ein galvanisches Element vorliegt) und damit ein extrem starker, lokaler Lochfraß und ein Abplatzen der Schutzschicht erfolgt.
Es empfiehlt sich daher generell, derartige Kombinationen von Materialien nach Möglichkeit zu vermeiden."

hoffe das hilft
 
Helfen? du bist gut!

das heißt soviel nach ein paar Tagen habe ich ein Loch in meinem Radi oder wie kann ich das verstehen? Ich meine ich würde doch dest. Wasser nehmen!? (ich weiß das leitet auch aber lange nicht so gut wie "normales" Leitungswasser)

Bitte um Hilfe!

(gibt es da keine Mittel damit sowas nicht passiert!?)

Habe gerade Alu CPU-Kühler gesehen sind die da so viel schlechter als Cu Kühler? Wennja kann man die Effekt mit einem Cu-Spreader ausgleichen? oder besteht da auch die geafhr? (kann ja eigentlich nicht sein oder?)

 
Zuletzt bearbeitet:
Also auf die schnelle ungefähr.
Zusätze die gut für Alu (korrosionsbeständigkeit) sind sind beim Kupfer nicht so prickeln was reaktionsfähigkeit betrifft.
Umgekehrt genauso.
Von "unbehandelten" Alukühlern ist sowieso abzuraten. Ich weiss ja nicht ob
der Golf Kühler beschichtet... unbeschichtet ist Alu sehr anfällig.

Wie lange das dauert bis sich dein Kühler zerlegt oder ob er sich überhaupt zerlegt ist schwer zu sagen. Wie gesagt der Kühler ist für ein Aute spezifiziert.
hoffe das hilft dir weiter

NACHTRAG:

eben es kann nur sein dass die CPU AluKühler eloxiert sind! und bei dem Golf Kühler weiss ich eben nicht bescheid.
Wenn das Teil eloxiert ist dann ist es auch beständiger...
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Leutz!

Also ich sehe da keine Probleme. Ein galvanisches Element entsteht nur wenn die beiden Metalle (edles/unedles)
elektrisch leitend miteinander verbunden sind (der Stromkreis 'quasi' geschlossen wird).
Aber da ich annehme das du (BMB) Schläuche aus Kunststoff nutzt (nicht el. leitend) gibt's da aus meiner Sicht
keine Probleme.


bye Da Chips

PS:Hab jetzt seit zwei Jahren ne WaKü (interner Radi) und bin super zufrieden!
 
ja sicher Kunststoffschlauch!

aber Welcher? da gibt es ja den PVC und den Silikon schlauch! nur welchen soll ich nehmen? ich dachte so an 10 mm "innen" Durchmesser? da ich mal gelesen habe das dies besser für die Pumpe ist sowie es weniger verwirbelungen gibt also besser fließte automatisch besser kühlt!?
 
Trotzdem leitet auch Dest. Wasser (zwar wenig, aber durch verunreinung im Kühler oder ähnlich wird das mehr) den Strom und schon haste wieder nen Leiter.... Vielleicht überlegst du mal ob eine Öl kühlung nicht besser wäre... da der Radiator ja ziemlich groß zu sein scheint könnte das auch gehen... und da leitet meines Wissens nach nichts... musste halt mal schauen...


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Naja prinzipiell kann man sagen, dass ein größerer Schlauchdurchmesser für einen höheren Durchsatz sorgt und somit die Fließgeschwindigkeit reduziert wird, was wiederrum die Druckverluste minimiert. Deine Pumpe muss weniger arbeiten für den gleichen Durchsatz als dies bei dünnen Schläuchen der Fall ist (+weniger Geräusche).
Dicker als 12 mm würd ich sie aber auch nicht nehmen, da die Querschnitte besonders in den Kühlern (CPU,NB) wesenlich kleiner sind, und somit insgesamt die höchsten Durchflusswiderstände aufweisen.

bye Da Chips
 
destilliertes wasser? - ich nie!!

soweit ich weiß, ist destilliertes wasser von allen sachen das größte gift, die stärkste gefahr:


begründung: wasser ist weltweit das universalste lösungsmittel. (man schaue sich nur um, "was so alles in wasser kreucht und ...) und das bestreben von wasser, aus der umgebung teilchen aufzunehmen, seine fähigkeit aus metallen teilchen, also ionen, herauszulösen, ist um so größer, je weniger teilchen sich (anfänglich) im wasser befinden.

und dest. wasser ist ja eben sehr teilchenarm. nahezu frei. und will, muß, mit macht, eine gesättigte lösung werden.


daher kommt ja in kfz's auch immer eine mischung aus 60/40 wasser und frostschutz zum einsatz, weil der frostschutz schon so stark angereichert ist mit inhibitoren, dass der verbleibende wasseranteil gleich mit teilchen mit abgesättigt wird. dann kann das wasser nicht mehr aggressiv sein.


dest. wasser ist hochaggressiv und zerstörerisch für metalle. (etwas übertrieben vielleicht, aber weit weg von zivilisation und kühlerfrostschutz gälte für mich: "im notfall würde ich eher gesiebte rostbrühe in den autokühler fülllen, wenn ich ansonsten nur dest. wasser zur verfügung hätte, halt kein normales leitungswasser da wäre.")


ich würde daher in meine wakü genau so eine mischung machen: 60% normales leitungswasser (natürlich sauber und frei von dreckpartikeln) und 40% kfz-frostschutz.

meine, dann könnte es auch mit einem (alu-?)golfkühler gehen, auch wenn der cpu-kühler aus messing. (aber genial ist die kombination nicht)

soweit kenne ich das, meine ich zumindest


p.


 
Zuletzt bearbeitet:
moin,

@ perfekt!57, so einen blödsinn habe cih noch nie gelesen. schon mal was von elektischen spannungsreihen gehört ? schau doch mal in einem chemielexikon oder im brockhaus oder im inet nach.
warum wird wohl forstschutzmittel frostschutzmittel genannt, weil es die "aggressivität ???" von wasser dämpfen soll oder weil es das einfrieren von wasser verhindern soll ? hast du schon mal erlebt, dass irgendwo geschreiben stand, in den kühler gehöre etwas anderes als destilliertes wasser ? was meinst du, wie schnell der kühler dicht ist, wenn du da mineralisiertes/mit batkerien versetztes = leitungswasser einfüllst ? destiliertes wasser ist reaktinsträge, weil da nichts dring ist, was reagieren könnte. warum meinst, wird zb im chemieunterricht destilliertes wasser verwendet ?
was du da beschreibst, sind osmotische effekte, darum sollst du kein destillieress wasser trinken, weil das die demineralisierung des körpers bewirken kann, in den zellen ist isotonische lösung, aussen destilliertes wasser (vereinfacht ausgedrückt), die unterschiedlcihen konzentraktionen haben das besterben, sich auszugleichen, mineralien diffudieren aus der zelle, das wasser wird aus dem körper dann auf nat. wege ausgeschieden, die lösung in der zelle ist nciht mehr isotonisch, funktiniert umgekehr auch mit starken salz- oder zuckerlösungen.

wer mal ein fischerboot auf trockendock gesehen hat, der hat bestimmt die bleistücke am rumpf gesehen, sog anoden, hier wird die spamnungsreihe verscheidener metalle ausgenutzt, das niederwertige wird von dem (nord)seewasser zuerst zersetzt, der rumpf bleibt heil, warum ist das so, weil die nordsee stark salzhaltig ist und nun mal nicht mit destilierten wasser gefüllt ist.


also, destilliertes wasser benutzen, dann klappts auch mit der wakü.

ciao.
 
@perfekt!57 und kleiner Max
Bitte kriegt euch ned in die Haare, das ist's nicht wert :)

Hab in meiner WaKü auch destilliertes H2O und Kühlerfrostschutz vom Auto im Mischungsverhältniss 50/50.

Entscheidend für das 'in Lösung gehen' der Metallionen ist letzendlich der Osmotische Druck. Aber der kann nur
nur abgebaut werden wenn beide Metall über die Lösung und elektrisch leitend verbunden sind.
Eine weitere (aber wesentlich geringere) Lösungsmöglichkeit besteht in der chemischen Argressivität der Verwendeten Lösung, also durch chemische
Zersetzung. Diese bestimmt sich durch die Lösung selbst.
Deshalb wäre ich mit einer pauschalen Aussage "hauptsache hoher mineralischer Anteil" wie perfekt!57 sagt nicht
einverstanden. Inwieweit das 'in Lösung gehen' durch das ungesättigte dest. H2O beschleunigt wird kann ich aber
auch nicht beurteilen.

Fazit: Eine Mischung aus beidem, mineralisch freiem dest. H2O und dem mit Inhibitoren angereicherten Kühlerfrostschutz
bietet einen sicheren, preiswerten und langen Schutz.

just my two cents

ciao Da Chips
 
bleibe bei meiner aussage

kleinermax hat ja nicht ganz unrecht, mit den opferanoden z.b..


aber: wie lange bleibt denn das dest. wasser, das ich einfülle, frei von ionen? keine sekunde: dest. wasser ist eben kein elektrischer isolator. oder zumindest nicht lange. oder irre ich mir hier? beginnt nicht sofort, im moment des einfüllens der prozeß des in-lösung-gehens von metallionen aus den metallischen komponenten der wakü? und mit jeder stunde wird das wasser ionenreicher, damit leitfähiger usw., usf.? und führt nicht dieser prozess sogar zu metallischem abtrag an den komponenten, je schneller, je ionenärmer das wasser im moment des einfüllens ist? und würde ich nicht den prozess (spricht man nicht von korrosivem angriff?) dadurch sogar noch dramatisch beschleunigen, dass ich täglich neues, frisches destilliertes wasser einfüllte?


auch wenn vielfach dest. wasser empfohlen wird: ich war und bin der meinung, dass dies einer der vielen veröffentlichten kunstfehler ist. (basierend auf dem irr?glauben, dadurch würde ich einen (dauerhaft wirkenden) isolator einfüllen?)


und wiederum ist die opferanode sicherlich ein gutes argument. aber ist es hier auch zutreffend? ich bin mir da nicht ganz sicher.


man freut sich immer über jeden temperamentvollen beitrag. :evillol:


grüße

p.
 
Zuletzt bearbeitet:
@ perfekt!57

Wie stark die Neigung des dest. H2O zur Ionenaufnahme ist kann ich nicht beurteilen. Aber ich denke der Effekt wird bei weitem nicht so stark sein, wie du das darstellst.
Was mir noch zum nachfüllen eingefallen ist: weniger ist mehr , will heissen durch jedes neu befüllen kriege ich ne Menge frischen Sauerstoff in's System, und der Verbindet sich bekanntlich sehr gern zu Metalloxid.
Also das Wasser lieber länger drin lassen und nicht aus Reinlichkeit aller 2 Monate wechseln!

bye
 
ich bilde mir ein etwas ahnung von chemie zu haben und frage mich jetzt aber doch: wieso sollte denn das distellierte wasser sich denn spalten (das muss es erst um metall anzugreifen)? Das passiert doch höchstens da wo es heiß wird (CPU) aber da sollte man eh ein möglichst edeles Metall verwenden da edlere metalle bessere wärme-leiter sind.

und @ thread-ersteller: ich würde dir vorschlagen nachzugucken wie hoch die spannungsdifferenz zwischen deinen beiden seiten der galvanischen zelle ist. wenn die Metale ähnlich edel sind und eine differenz von ca. 0.2-0.5V haben kann man das IMO vernachlässigen, da der hohe widerstand des destilierten Wassers kaum zulässt dass etwas oxidiert. Wenn du dir unsicher bist, kannst du ja 1 monat laufen lassen (so schnell rostet eh nix ganz durch) und dann noch mal nachgucken. im schlimmsten fall gibt es ncoh die möglichkeit dass man an eine dieser seiten eine gerade so hohe spannung anlegt, dass die spannungsdifferenz genau 0V ist. das ist aber IMO unnötig.

CU
 
destilliertes wasser? - ich nie!!

sorry übrigens, wenn denn ich wa in obigem beitrag mißverständlich bis etwas undeutlich war. mir ist inzwischen aufgefallen, dass ich quasi als kopfzeile noch etwas über den "dest.-nie!!beitrag" hätte schreiben müssen, was ich aber bloß dachte/empfand.:


ich hielt die sache mit dem batterie-effekt nämlich zu dem zeitpunkt meines damaligen posts inzwischen für längst geklärt: der batterieeffekt existiert, wenn ein messing-cpu-kühler mit einem alu-außenkühler und leittfähigem wasser kombiniert wird.

ich wollte im grunde bloß eine randbemerkung machen des inhalts: ....und trotzdem würde ich ausschließlich dest. wasser nicht verweden, sondern immer frostschutz zusetzen....


war also sicherlich hauptsächlich mein fehler die aufregung. eine kurze einleitbemerkung hinsichtlich der intention meines beitrages von mir wäre sicherlich hilfreich gewesen.


thx,

p.
 
Zuletzt bearbeitet:
ionenbildung in wasser

also wasser (H2O) ist gar nie frei von ionen. (gerade im chemieunterricht gehabt!) es sind immer geladene teilchen drin. -> autoprotolyse nennt sich das. deshalb hat wasser den ph-wert 7 (wird an den OH-Minus-Ionen gemessen!)
doch diese menge ist soooooooooo gering, dass sie vernachlässigt werden kann. denn das vehältnis zwischen ungeladenen und geladenen teilchen im wasser ist 1:550'000'000!!!
doch wie sich das verändert, wenn es mit den metallen in berührung kommt weiss ich nich. keine ahnung wie schnell alu oxidiert. aber es ist einfach so, dass wasser das element ist, mit der besten wärmeleitfähigkeit. d.h. es kann am besten wärme entziehen!!
bei vielen rechnern läuft die wakü mit 100%dest. wasser wunderbar. hab selber keine gebaut, will zwar auch ma eine, aber ich denk, ich werd auch dest. wasser benützen. wenn man normales wasser nimmt, hätt ich nicht angst von den ionen da drinn, sondern vom kalk der abgelagert wird. wenn er auf den kühlern sich ablagert, kann nicht mehr gekühlt werden...
so. hab meinen senf auch noch dazu geben müssen.
aber ich denk ihr wisst schon was ihr tut.
 
@ gizmo_one
Ja du hast absolut recht, das größte Problem bei reinem Leitungswasser ist der Kalk (maßzahl ist die 'Härte des Wassers').
Wenn man in einem Gebiet mit hohem Kalkanteil wohnt kann's sein das die WaKü mit reinem Wasser kein Jahr durchhält.
Denn Kalk scheidet besonders an den warmen/heissen Stellen aus, und dort (CPU) soll ja gerade Wärme abgeführt werden.

Noch was zum Alu: Alu bildet verdammt schnell eine Oxidschicht (quasi direkt nach der Herstellung), diese ist aber im
Vergleich zu Stahl nicht porös und fällt deshalb auch nicht als Rost ab --> das Alu schütz sich sozusagen selbst!
Dennoch bietet auch dies Schicht keinen dauerhaften Schutz gegenüber elektrochemischer Zersetzung.

Ciao
 
um noch was anzuhängen: die abnutztungen der kühler ist sehr gering. es sei denn man macht irgendwas falsch (falsche kühlflüssigkeit oder so).
aber was ich sagen wollte ist, dass die kupfer-kühler besser külen als aluminium!
denn die wärmeleitfähigkeit von kupfer ist um einiges grösser. um zahlen zu nennen: bei 20grad ist die wärmeleitfähigkeit von kupfer bei: 390 (Wm^-1)(K^-1). wobei aluminium nur auf 239(Wm^-1)(K^-1) kommt. ->(Wm^-1)(K^-1)ist die einheit der wärmeleitfähigkeit...
d.h. dass kupfer die wärme um ca 61% besser wegleitet. also ich würd mir todsicher kuperkühler kaufen. und am besten benutzt man die misch-kühlflüssigkeiten aus dem fachmarkt. die werden schon wissen, was sie verkaufen.
 
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