Begriffserklärung zwecks Optimierung

Snibbo

Cadet 2nd Year
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Feb. 2006
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25
Hallo ForumBase Gemeinschaft,

Ich bin vor kurzem auf folgende Begriffe gestossen:

MTU

Rwin

MSS

TLL

Ich weiss nur so viel: Windows benutzt Durchschnittswerte für diese Begriffe die nicht zwingend optimal sind,speziell wenn der Benutzer eine etwas besser Internetanbindung besitzt.

Ich bin sehr daran interessiert diese Werte für mein System und meine Bandbreite zu optimieren.

Was steckt hinter diesen Bezeichnungen,und vorallem in welchem Verhältnis stehen die Zahlen zur tatsächlichen Bandbreite?

Ich würde mich extrem freuen wenn Ihr mir helfen könntet.
 
Schon mal auf Wikipedia nach den Begriffen gesucht, dort werden sie recht gut erklärt:

MTU, RWin, MSS, TTL.

Der einzige Wert, den man ggf. ändern sollte, ist RWin, vor allem, wenn man TDSL6000 oder höher hat, aber per WLAN maximal 250 kByte/s Downloadrate hat. Dann sollte man RWin erhöhen. MTU sollte im Netzwerk (dazu gehört auch ein PC, der mit Router verbunden ist) auf 1500 stehen. Die anderen Werte sollte man nur ändern, wenn man weiss, was man tut.
 
Hallo Snibbo,

solltest Du Produkte von AVM einsetzen, so ist eine Änderung eigentlich nicht nötig.
Ich hatte mal diesbezüglich beim Support nachgefragt.
Dort sagte man mir, dass dies durch das Traffic-Shaping intern geregelt wird.

Da ich über die Transferraten nicht klagen kann, muß man das wohl glauben. ;)
 
Diverse Zeitschriften und Anleitungen in Webforen versprechen, durch „Tuning“ von RWin und einiger anderer Werte mehr Geschwindigkeit etwa aus einem DSL-Anschluss herauszuholen. In der Praxis ist die erreichbare Beschleunigung – außer bei sehr breitbandigen Anbindungen – oft zu vernachlässigen, da der vom Betriebssystem vorgegebenen Standardwert von meist 16 Kilobyte für übliche Anwendungsfälle angemessen dimensioniert ist.[1]

Das RWin hängt unmittelbar mit der Größe der MSS zusammen. Empfehlenswert ist eine Mindest-Größe von MSS*44 (Byte). Beispielsweise ist bei einer MTU von 1500 die MSS höchstens 1460. Dadurch ergibt sich eine empfehlenswerte Mindest-RWin-Größe von 64240 (knapp 8 KByte). Bei langsameren Verbindungen (analoge Modem-Verbindung, DECT-Data-Verbindung) werden meist geringere MTU-Größen verwendet (576 oder 296). Dann sind auch RWin-Größen von 23584 (( 576 - 40) * 44) bzw. 11264 ( (296 - 40) * 44) einstellbar.

Die Deutsche Telekom empfiehlt für T-DSL-Anschlüsse einen RWin-Wert von 16 oder 32 Kilobyte Größe. Für Modem- und ISDN-Anschlüsse sollte der Wert maximal 8 Kilobyte betragen.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/RWin
 
Hallo Netzwerker,

es gibt ja so Programme wie DFÜ-Optimierer etc...
Lohnt es sich wirklich bei XP Pro, diese zu nutzen?

Edit: Mein Posting hat sich mit TeKKno´s überschnitten.
Die Frage dürfte damit wohl beantwortet sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
TeKKno schrieb:
da der vom Betriebssystem vorgegebenen Standardwert von meist 16 Kilobyte für übliche Anwendungsfälle angemessen dimensioniert ist. (aus Wikipedia)

Das stimmt leider nicht. Die mögliche TCP-Performance eines Links kann man bestimmen, indem man die Window Size durch die RTT teilt. Und mit einem RWIN von 16kB lässt sich ein DSL16000 nicht sättigen. Details in meinem Artikel Long Fat Networks.

Gerdade bei hohen Bandbreiten und langen Laufzeiten sollte man also die Window Size erhöhen.

Mirko
 
Da der Kollege weiter unten nicht so viel Erfahrung hat, solltest Du im auch noch erklären, wie er das einstellen kann....;)
 
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