Beratung bei Upgrade/Umbau Heimnetz

crank_hank

Cadet 2nd Year
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Guten Abend liebe Community!

Wir sind aktuell am Renovieren eines EFH und ich spiele mit dem Gedanken, die vorhandene Netzwerk-Infrastruktur ein wenig zu modernisieren. ich bin allerdings beim Thema Netzwerk eher Laie und hoffe, dass mir eventuelle Anfängerfehler von euch verziehen werden :).

Der Grund für das Upgrade liegt in meinem Plan, zeitnah einen NAS als Home Server aufzusetzen, den ich gerne mit mindestens 2.5Gbit einbinden möchte - und damit das gesamte Netzwerk gleich mit. Grundsätzlich hat das Projekt keine Eile, da ich durch die Renovierung an sich und Familie schon gut genug ausgelastet bin. Aber in ein paar Zimmern werden demnächst Wände neu verspachtelt und da würde ich gerne die aktuell verlegten Kabel (Aufputz) unter dem Putz verschwinden lassen - und wenn es neue werden sollen, müsste das jetzt passieren.

Der aktuelle Aufbau sieht wie folgt aus: Im Keller kommt der Glasfaseranschluss an und geht derzeit noch über ein ONT in einen Fritzbox-Router (demnächst erhalten wir hier eine Fritzbox mit eigenem SFP Modul und zumindest 1x 2,5Gbit LAN). Vom Keller aus gehen dann 3 Cat.5e Kabel gemeinsam in Aufputz-Kabelkanälen durch die Decke bis zum Dachboden und durchqueren dabei Erd- und Obergeschoss. Vom Dachboden gehen zwei der Kabel dann über Spalten in der Dachschräge zurück in den Drempel vom Obergeschoss und enden letztlich in den Netzwerkdosen der Kinderzimmer. Ein Kabel nimmt einen ähnlichen weg und landet nach Durchquerung der Zwischendecke im Erdgeschoss/Büro.
Ich hoffe, meine Erklärung ist verständlich. Ansonsten reiche ich gerne eine Zeichnung nach.

Ich weiß, dass mit etwas Glück die alten Kabel für 2,5Gbit ausreichend sein können. Aber es gibt leider keine Garantie und die Preise für Cat.7 Kabel finde ich jetzt nicht so exorbitant teuer, um nicht zumindest eine zukunftstaugliche Erneuerung umzusetzen. Jetzt frage ich mich allerdings, ob man sich bei diesem Plan sogar noch weitere Arbeit sparen könnte: Da alle Kabel derzeit sternförmig vom Dachboden aus verstreuen, könnte man nicht hier einen Switch installiert werden, welcher dann mit lediglich einem Cat.7 Kabel zum Router in den Keller führt (und natürlich mit Cat.7 zu den Zimmern)? Oder ist es aufgrund von Witterungseinflüssen (Dachboden ist trocken, aber nicht isoliert) doch empfehlenswerter, alle Kabel in der gleichen Form wie bisher bis runter in den Keller zu ziehen?

Im Keller würde ich ein Patchpanel installieren und von hier aus in einen Switch und dann zum Router.
(aktuell gehen die Cat.5e Verlegekabel direkt und ohne Patchpanel in die 1 Gbit Ports des Routers 🫣).

Aus dem Bauch heraus finde ich die Idee mit dem Switch auf dem Dachboden schon fast besser. Insbesondere, wenn später noch weitere Netzwerkanschlüsse dazukommen, muss nicht jedes Mal die gesamte Strecke bis zum Keller überquert werden. Aber über eure Hinweise und Ratschläge wäre ich dankbar!

VG
 
Du möchtest vollkommen ausreichende Kabel gegen ein zusätzliches Gerät tauschen, welches dauerhaft Strom verbraucht. Würde ich nicht tun.

Auch der Plan mit dem Glasfaser-Router ist riskant. Es gibt derzeit keine zukunftsfähige Glasfaser-Fritz!Box ohne Abstriche. Im schlimmsten Fall wird's für teuer Geld eine 5690 Pro, deren einziger Vorteil des 6 GHz WLAN dann im Keller versandet und die den zukünftigen Glasfaser-Standard XGS-PON nicht unterstützt.

Ich würde das nochmal neu denken, ich habe ein Setup wie du es vorhast schon einmal zurückgebaut, weil es keinen Sinn ergeben hat. Bis auf dass die Kabel nicht getauscht worden sind. Derzeit ist meiner Meinung nach genau der richtige Zeitpunkt, zu warten.

Wenn du irgendwas machst, weil du einfach das Gefühl hast, etwas machen zu müssen, dann ersetze halt die Kabel, aber dann so viele wie möglich und ausgerechnet da nicht sparen. Sparen kann man später wieder bei WLAN/Router-Hardware, weil die eine Generation ältere Hardware immer deutlicher günstiger und gut genug sein wird. Das gilt auch für Switches, die kosten gebraucht dann später fast nix mehr, wenn man sie wirklich braucht.
 
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crank_hank schrieb:
dass mit etwas Glück die alten Kabel für 2,5Gbit ausreichend sein können. Aber es gibt leider keine Garantie
8 adern reicht im Heimnetz fuer 10 Gbit/s, so lange die kabel unter ~40m lang sind
2.5 geht da durch.
Bei allem oberhalb von 5 Gbit/s lohnt es sich schnell Glasfaser zu nehmen. Ist billiger und sparsamer.
 
Ist gehupft wie gesprungen.
Selbst wenn du auf dem Dachboden keine Steckdose hast um den Switch zu Betreiben, könnte man dort einen durch PoE gespeisten installieren und sich den Strom entweder von einem anderen Switch mit PoE holen oder mit nem PoE Splitter Strom einspeisen.

Weniger aktive Geräte machen es aber einfacher. Die Kabel musst du ja nur einmal verlegen.

Wenn du perspektivisch mehr als nur 2.5G brauchst, vielleicht gleich Glasfasern vom Keller zu jeder Etage legen?
 
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Mit dem zusätzlichen Gerät ist in diesem Fall der Switch gemeint? Den brauche ich perspektivisch auch so, da die aktuelle Fritzbox keine weiteren Ports zur Verfügung stellt. Der neue Router wird uns ohne Aufpreis und ohne zusätzliche Kosten zur Miete vom Internetanbieter gestellt.
 
DLMttH schrieb:
Mit dem zusätzlichen Gerät ist in diesem Fall der Switch gemeint?
Ja genau. Kann sein, dass ich da ein bisschen zu geizig bin, aber jedes zusätzliche Geräte frisst Strom. Jedes Watt aufs Jahr gerechnet 2.50 EUR. Also ganz grob ein kleiner Switch mit 5-10W um die 15-25 EUR, einfach weil er 24/7 läuft.
 
madmax2010 schrieb:
8 adern reicht im Heimnetz fuer 10 Gbit/s, so lange die kabel unter ~40m lang sind
2.5 geht da durch.
Bei allem oberhalb von 5 Gbit/s lohnt es sich schnell Glasfaser zu nehmen. Ist billiger und sparsamer.

Ja, das mit dem Glasfaser habe ich auch schon gelesen. Aber da mache ich mir Sorgen bei der Verlegung. Ich kann leider auf keine Leerrohre zurückgreifen und frage mich, wie robust so ein Glasfaserkabel dann wirklich ist? Die alten Netzwerkkabel ließen sich zumindest damals einigermaßen gut durch die Spalten der Dachschräge zwängen.

DLMttH schrieb:
Was wird denn das für ein Router und was ist es für ein Anbieter?

Wenn der Switch perspektivisch gebraucht wird, dann würde ich den trotzdem erst kaufen, wenn es tatsächlich so weit ist.

Ich kann es aktuell nicht genau sagen, welcher Router verschickt wird. Der Anbieter für Glasfaser bei uns im Dorf ist DNS:Net und ich tippe mal auf eine Fritzbox 5690 oder auch nur 5590. Und ja, der Switch kann natürlich auch warten. Mich hatte es bloß interessiert, ob bestimmte Dinge bei der Ortswahl unbedingt berücksichtigt werden müssten. Strom im Dachgeschoss wäre sogar vorhanden.
 
Überall Installationsrohre verputzen ist immer gut. Dort kannst du dann einziehen, was du möchtest. Natürlich brauchst du dafür dann neue Verlegekabel.

Ein zentraler großer Switch wäre am Besten. Ist sowas möglich, dass du im Keller einen 24 Port Switch hast und von dort dann sämtliche Leitungen überall hin ziehst? Oder sollte pro Stockwerk ein eigener Switch aufgestellt werden, die dann mit jeweils einer Leitung mit dem Keller verbunden sind?
Bei separaten Switches pro Etage solltest du irgendwie Strom in den Dachboden bekommen. Dann kannst du auch sehr einfach einen Switch anschließen. Oder andere Geräte.

Oftmals sind die Temperaturen im Dachboden sehr hoch. Wie sieht es da bei dir aus?

Werden die Aufputz-Kanäle vom Keller bis Dachboden auch verschwinden und mit Rohre in die Wände verputzt? Wenn ja, mache mehrere größere Rohre bis zum Dachboden. Und Ersatzrohre für die Zukunft. Ideal wäre ein größerer Installationsschacht - also einfach eine Vorbauwand einziehen und dahinter dann der Schacht. Oder ein alter Kamin, der nicht mehr gebraucht wird.
 

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