Bewertung Arbeitszeugnis - Was haltet ihr davon?

blackiwid schrieb:
"unserer vollen Zufriedenheit" hier gibts glaub auch noch ne bessere Form "vollsten" hab ich mal so im Kopf.
Das ja so gestickt das man selbst bei ner 4 oder 5 noch nix schlechtes über jemanden Sagen muss, sonst könnte der ja noch klagen ^^. Daher ist ne 1 ne Lobung im Super-Superlativ.

Genau:

Note 1 - vollsten Zufriedenheit
Note 2 - vollen Zufriedenheit


Die verarschen einen ganz gut :D
 
@Heen: arum soll es wichtigt sein, zu wissen um welche Ausbildung es sich handelt? Und warum musst du alle Stationen seiner Ausbildung kennen? Es geht hier um das Zeugnis und NICHT um die Ausbildung.

@@ares!

So leider auch noch nicht ganz korrekt:
1. stets vollste Zufriedenheit
2.vollste ...
3.volle ...
 
Dass ein Azubi nicht übernommen wird, heisst heute nichts Negatives mehr. Häufig ist in kleinen Unternehmen der Azubi regelmäßig als Stelle (=Billige und motvierte Arbeitskraft) eingeplant. Traurig aber Fakt.

Ich stimme übrigens zu: Ein Zeugnis muss Konkretes zum Inhalt der Tätigkeit enthalten. Ansonsten würde ich höflich reklamieren. Personaler könnten ja auf den Gedanken kommen: Der ehem. Chef hat sich ja gar keine Mühe für den Bewerber gegeben, hat ihn also nicht gemocht.
 
Zuletzt bearbeitet:
mrcrabs schrieb:
@@ares!

So leider auch noch nicht ganz korrekt:
1. stets vollste Zufriedenheit
2.vollste ...
3.volle ...


Ach ja, das "stets" gab es ja auch noch. Diese Formulierung ist übrigens ebenfalls überall anwendbar:

"brachte stets eigene Idee ein"
"kam stets pünktlich"
"wollte stets ohne Entlohnung 24 Stunden am Tag arbeiten"
 
Also das ist niemals ein sehr gutes Arbeitszeugnis, kann man schon dran sehen, dass das Wort "sehr" selbst nur einmal drin steht, und dann wurde es auch sofort wieder relativiert.
Wichtige Kernaussage ist "zu unserer vollen Zufriedenheit", was dann eben eher oberes Mittelmaß ist.
"Zunehmender Selbständigkeit" wurde ja auch schon genannt, das ist einfach schon relativ negativ.
Ein sehr gutes Arbeitszeugnis liest sich anders, da ist viel mehr sprachliches Lametta drin, und das in jedem Einzelbereich.
Insgesamt ist das Zeugnis in Schulnoten ausgedrückt in meinen Augen eine 2 bis 3.
 
DivX schrieb:
Herr X erwarb während seiner Ausbildungszeit umfassende und vielfältige Fachkenntnisse, welche er stets mit gutem Erfolg (zeitliche Komponente plus gut = 3) in den weiteren Ausbildungsprozess und in seine tägliche (öfters mal gefehlt) Arbeit einbringen konnte.
Die ihm übertragenen Aufgaben erledigte Herr X mit zunehmender (braucht Anlaufzeit/Starthilfe) Selbstständigkeit zu unserer vollen (3, vollste ist 2, stets vollste 1, weobei manche noch stets volle einschieben, dann wäre es eine 4) Zufriedenheit. Er konnte sich schnell in neue Aufgabengebiete einarbeiten und eignete sich hierfür auch selbständig weiterführende Kenntnisse an (unschlüssig, eher 3).
Interne Schulungen nutzte er engagiert und erfolgreich, um seine Fertigkeiten und Kenntnisse zu erweitern (versucht, aber nicht sonderlich erfolgreich).
Herr X war ein engagierter Auszubildender (er hats immerhin probiert). Sowohl in qualitativer als auch in quantitativer Hinsicht (verzettelt sich gerne bzw. übernimmt sich) erzielte er gute bis sehr gute Arbeitsergebnisse.
Sein Verhalten gegenüber Ausbildern, Vorgesetzten, Kollegen und Kunden war stets einwandfrei. Durch sein hilfsbereites Wesen und seine fachliche Kompetenz wurde er von allen geschätzt (drängte anderen sein (Pseudo-)Wissen auf).


Herr X besuchte während seiner Ausbildung regelmäßig die Berufsschule (wenn er mal Lust hatte, s.o.). Er nutzte auch die Gelegenheit auf freiwilliger Basis die Fremdsprachenprüfung (KMK) abzulegen.
Die Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer XY hat Herr X am XY 20X mit Erfolg abgelegt.

Wir bedanken uns für sein Engagement und die erfolgreiche Zusammenarbeit und wünschen ihm für seine berufliche und private Zukunft alles Gute und viel Erfolg.
Nur kurz überflogen, mir kommt das Wort Engagement zu oft vor, kleinere Firma? Recht inkonklusiv, aber ich würde es bei einer 3(-) einordnen.
 
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Bitte demnächst selber nach dem Zeugniskode "googeln" um die wichtigsten Informationen schon im Vorfeld zu erhalten. Mehr als Standardantworten bekommst du kaum noch.
 
habe die tage ein arbeitzeugnis von vw bekommen das hörte sich jedenfalls noch ne ecke positiver an, würde auch sagen das das so ne 2-3 ist
 
Hier noch eine Information, die man nur schlecht googlen kann:

Viele Personaler und Chefs lassen mit sich sprechen und verändern oder erklären zumindest ein Zeugnis.

Das Zeugnis sagt auch etwas dazu aus, wie gut man sich gegenüber seinem Chef behauptet. Vielleicht kann man einige Urteile ja auch widerlegen ("Fragen Sie doch mal den xy, für den habe ich die ganze Zeit das und das gemacht und der war immer sehr zufrieden...")
 
@ Heen

Wir bedanken uns für sein Engagement und die erfolgreiche Zusammenarbeit und wünschen ihm für seine berufliche und private Zukunft alles Gute und viel Erfolg.

Dieser Satz sagt doch zu 100 % das er nicht weiter in seinem Ausbildungsbetrieb beschäftigt wird.

Lest doch mal richtig, danke !!
 
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Wie Heen bereits erkannt hat, ist das nicht der komplette Auszug meines Zeugnisses. Das Arbeitsverhältnis besteht noch für mind. 1 Jahr, die Aussichten für ein unbefristetes Arbeitsverhältnis stehen gut.

Es ist so, dass wir unser Arbeitszeugnis selbst erstellen müssen (mit Unterstützung einer Arbeitszeugnissoftware) und die Ausbildungsleitung ggf. "nur" absegnen muss. Ich war bei der Bewertung ziemlich großzügig, nun kam diese Version als "Verbesserungsvorschlag" zurück, da ich noch andere Angaben vernachlässigt hatte. Es scheint so, als hat man mich in fast allen Bereichen um eine Note verschlechtert, was mich ehrlich gesagt etwas überrascht, da ich bezüglich meiner Entwicklung während der Ausbildung von Kollegen als auch der Ausbildungsabteilung durchweg positives Feedback erhalten habe. Entwicklung deshalb, weil ich anfangs ein ganz anderes Auftreten hatte und auch sonst nicht mit meinem jetzigen Ich zu vergleichen war. Meiner Meinung nach zählt doch aber, was ich aus meiner Ausbildung gemacht habe und nicht, was für ein Überflieger ich seit Anfang meiner Ausbildung (16J) bin.

Es handelt sich übrigens um die Ausbildung "Informatikkaufmann" in einem großen Konzern.

Großes Danke für die vielen Antworten
 
Meine Meinung:

Erstmal Glückwunsch zu deinem Werdegang. Also ich würde das Zeugnis abhaken. Relevant für künftige Arbeitsverhältnisse ist das Zeugnis nach dem Zeitvertrag. Ein eher gedämpftes Ausbildungszeugnis kann dir sogar nützlich sein, wenn du jetzt richtig auf die Pauke haust. Dann wird mit einem besseren Zeugnis im nächsten Jahr dann eine Entwicklung deutlich, die jedem guten Personaler sofort auffallen wird.
 
zumal das Zeugnis eine Sache ist, dein Auftreten das andere. Solang man nicht persönlich überzeugt, nutzt das beste Zeugnis nichts. Ich finde es aber ungewöhnlich, dass du dein Zeugnis selbst schreiben sollst obwohl du in einer größeren Firma bist.
 
Nunja, "schreiben" kann man es wohl nicht wirklich nennen. Es war viel mehr eine Selbstbewertung in Form von Schulnoten in diversen Bereichen, der Rest wurde tatsächlich automatisch generiert.

@Heen
Vielen Dank. Auch ich bin der Meinung, dass mein Ausbildungszeugnis mit der Zeit zunehmend an Relevanz verlieren wird. Was im Endeffekt zählt ist, wie du ja bereits erwähnt hast, die Entwicklung zwischen einzelnen Lebensabschnitten. Neben dem bestehenden Arbeitsverhältnis werde ich drei Jahre das Abendgymnasium besuchen, anschließend folgt ein Studium + Master. Ob dann mein Ausbildungszeugnis von vor 8 Jahren (wenn alles glatt läuft, hoffentlich) eine Rolle spielt, wage ich zu bezweifeln, da die Zeitspanne dazwischen einfach viel zu groß ist.
 
DivX schrieb:
Neben dem bestehenden Arbeitsverhältnis werde ich drei Jahre das Abendgymnasium besuchen, anschließend folgt ein Studium + Master.

Wow, ziemlich optimistisch ;)
 
Das ist grammatikalisch doch simpel. Hinterfrage bei jedem Satz, ob eine positivere Formulierung möglich gewesen wäre? (Betonenendes "stets" lasse ich mal raus.)
Dann denke nach, was am schlimmstenfalls reininterpretieren könnte.

Das klassische "bemühte sich" heißt eben, dass Du zwar schon irgendwie da gewesen wärst, auch grob die Sache gemacht hast, die man von Dir wollte, erfolgreich war es aber aus irgendwelchen Gründen gar nicht.

Von der Gesamtkomposition ausgehend würde ich etwas im oberen Mittelfeld anssetzen. 2-3 also.

PS: Wenn Du Abendgymnsium + 8 Stunden Job schaffst, dann wird Dich das Studium kaum umhauen.
 
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