Bewertung Ausgangssituation (Ausbildung, Studium)?

Notebookfjunkie

Cadet 2nd Year
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Feb. 2012
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Hallo,

in kürze habe ich mein Studium (b.a) nach einer Ausbildung und anschließendem Zivildienst abgeschlossen. Eine Stelle mit Bestehen des Studiums habe ich auch schon. Dennoch würde mich mal interessieren wie gut ich eigentlich für das richtige Arbeitsleben positioniert bin. Vielleicht können die älteren oder der ein oder andere in der ähnlichen/gleichen Situation ihre Erfahrungen bzw. Erwartungen mal schildern.

Was ist für einen 25 Jährigen eine gute Eigenkapitalbasis? Ich hab während des Abis und zuletzt während des Studiums neben bei gejobbt ein bisschen was habe ich also gespart. Jedoch wohne ich noch zuhause und hab so gesehen keinen Hausrat abgesehen von PC, TV, Möbel und einem alten gebrauchten Auto. Bausparvertrag und Riesterrente habe ich seiner zeit schon abgeschlossen, für das alter habe ich so gesehen schon begonnen vor zu sorgen, jedoch sind die summe in anbetracht der zeit 6,5 jahre eher nüchtern zu sehen.

Wenn ich mir so die Mietpreise anschaue und das auch bei uns draußen auf dem Land, bin ich am Überlegen eventuell direkt zubauen bzw. zu kaufen und von Anfang an lieber in die Tilgung zu investieren. Ist das sinnvoll? Dieser direkte sprung von null (zuhause bei eltern) ins eigenheim? Kann das jemand empfehlen? (Wie man wäscht, kocht etc. weiß ich, meine Eltern sind sehr reiße freudig, jedoch habe ich auch bedenken da es ja was anderes zwei bis drei Wochen ober am nun dauerhaft alles selber zu organisieren.)

Gibt es sonst noch dinge die man beachten sollte?
 
Bei deiner dünnen Eigenkapitaldecke würde ich davon Abstand nehmen gleich zu bauen. Vor allem weißt du nicht wo es dich mal hin verschlägt. Mobilität wird heute meist groß geschrieben.
 
Heutzutage ist im Arbeitsleben meiner Meinung nach nichts wichtiger als räumliche Flexibilität, gerade als junger Akademiker. Daher würde ich dringend davon abraten, sich in so jungen Jahren mit noch ungewisser beruflicher Zukunft bereits räumlich derartig festzulegen. Mal ganz abgesehen davon, dass ich mir kaum vorstellen kann, dass du in deinem Alter ohne nennenswertes Eigenkapital überhaupt einen größeren Kredit bekommst.
 
20 - 30% Eigenkapital von den Gesamtkosten beim Immobilienkauf / Bau musst du schon aufbringen. Weiterhin möchte die Bank einen unbefristeten Arbeitsvertrag und Minimum 3 Steuerbescheide die belegen, dass du die Kreditraten auch bezahlen kannst. Normalerweise sollte dabei die Kreditrate 40% des Nettoeinkommens nicht übersteigen.
Sind die groben Richtlinien die man auch in der Presse nachlesen kann.

ok?

Empfehlung - erstmal Job, dann Frau, dann Haus! ;-)
 
Moin.

Umso mehr Eigenkapital du hast um so besser. Sowie ich dich verstehe hast du auch schon was gespart. Ich sag mal für den Anfang um dir den hausrat zuzulegen 10.000 bis 20.000 euro eine gute grundlage. Mit dem Bauen/kaufen kommt drauf an. Wenn du dir sicher bist das du dir vorstellen kannst und dir die möglichkeit geboten wird, dass du dort dauerhaft arbeiten kannst dann wäre es schon eine sinnvolle entscheidung. vielleicht erst eine kleine eigentumswohnung die könntest du später auch vermieten und dir so zusätzliches Einkommen sichern und sicherheiten für ein hauskauf bzw. bau.

Vorallem bei haushaltsgeräten hab ich die erfahrung gemacht, dass sich qualitätsprodukte deutlich rentieren. Lieber etwas mehr investieren aber dann hast du auch längere zeit was davon.

z.B. Kühlgefrierkombi mit nofrost. hast du weniger arbeit mit und stromverbrauch bleibt konstant, da sich kein eis mehr bildet. Beim normalen kühlschrank musst mindestens einmal im jahr abtauen etc. dann ist man auch unter zug zwang alles muss weg zum zeitpunkt oder aber woanders hin aber wer hält sich gleich mehrere kühlschränke????

Jedoch währe ich bei den energie effizients angaben vorsichtig. a+++ lohnt sich meist erst nach mehr als 20 jahren gegenüber a+ oder a++ trotz berücksichtigung von preissteigerungen beim strom.
 
ehm sorry 10.000 - 20000 als grundlage zum zulegen eines Haustand?

Is doch sehr viel und auch übertrieben.

Selbst wenn er sich ne Küche kaufen muss sollte er sich entscheiden eine wohnung zu Mieten reichen hier aber mal dicke 3000 - 4000€.

Bin gerade in der gleichen Situation und kann das deshalb gut überblicken.

Klar wenn man sich Nur komplette Marken Geräte kauft wirds mehr aber gottseidank gibt es auch geräte die nicht Siemens/Bosch etc draufstehen haben aber genau baugleich sind.

Würde dir im Moment aber auch nicht raten ne Wohnung/Haus zu kaufen dafür fehlen einfach die Vorrausetzungen.

Gruß

Alex
 
awo schrieb:
ehm sorry 10.000 - 20000 als grundlage zum zulegen eines Haustand?

Is doch sehr viel und auch übertrieben.

je nach dem wieviel Zimmer ist das durchaus realistisch (wenn damit auch Tapeten, Farben usw usf gemeint sind)
 
naja farben etc ist kein Haustand :). Aber mal erlich die erste eigene bude und dann am besten mal 5000€ für ne Nolte Küche ausgeben weil das ja für eine sehr sehr lange zeit seine küche bleiben wird..... .

Man sollte schon realistisch bleiben und er sagte ja möbel etc sind vorhanden.

gruß
 
wir redet doch vom Eigenheim und nicht von einer kleinen Bude ;)
 
Binde dir, in deiner Ausgangsposition, kein Eigenheim ans Knie.
Das könnte eine Entscheidung sein, die du schon in kürzester Zeit bereuen könntest.
Beruflich bist du ja gerade erst "im Markt"...warte mal ab, was die nächsten Jahre bringen - leg dir ein wenig Geld auf Seite, dann hast du, wenn es mal darauf ankommt, schon mal eine gute Ausgangssituation!
 
@ blade war mir schon klar :) dachte das das Thema eigenheim vom Tisch ist deshalb
 
also mal zu den 10.000 - 20.000 - das halte ich durchaus auch fuer richtig. ich habe mir eine kueche fuer 4500 eur gekauft - die ist weder besonders gross noch besonders "aussergewoehnlich" - sie ist wohl geschmackvoll, aber die schraenke sind von ikea und nur die geraete markengeraete, aber auf keinen Fall High-Endgeraete sondern nur AEG, Neff und Gorenje (da kommt gleich mal was zusammen mit Kuehslchrank, Spuelmaschine, Induktionskochfeld, Backofen, ...). Dann kamen 3000 EUR fuers Wohnzimmer (Couch, Tisch mit Stuehlen, TV und eine Stehlampe), 1000 EUR fuers Buero (OK, mein Stuhl war da recht teuer, aber sonst nix aussergewoehnliches) und 2500 EUR fuers Schlafzimmer (da hab ich mir auch ein bisschen was gegoennt zugegeben). Fuer den Rest (Bangkiraiboden auf der Terrasse, Bad und Gang fielen dann nochmal 2000 EUR an) - da sind wir dann schon in diesem Bereich und ich habe immer noch keine Lampen (bis auf die Stehlampe), mein Wohnzimmer ist immer noch relativ leer und ich wuesste auch in den anderen Raeumen noch einiges zu investieren - also ist das keineswegs unrealistisch.

Zur Frage Eigenheim: Hmm, ich habe auch ein Eigenheim ohne ernstzunehmendes Grundkapital, aber war bei mir die Situation ein bisschen anders. Meine Eltern haben mir die Wohnung gekauft und ich muss im Laufe der Zeit die Haelfte meinen Bruder zurueckzahlen (dass er quasi nicht um dieses Erbe gebracht wird) ... allerdings laeuten bei mir ein wenig die Alarmglocken wenn ich "auf dem Land" und "bauen" lese. Das Problem, das ich darin sehe, ist, dass wenn man Mal wirklich weg will, erst einen Mieter finden muss - hier in Muenchen ist die Situation ein wenig anders. Und du darfst nicht vergessen, dass die Kosten fuer "bauen" beinahe immer massiv zu niedrig geschaetzt werden und die Zeiten nie eingehalten werden. Selbst bauen wuerde ich eigentlich nur sehr handwerklich begabten Menschen (die das auch beruflich machen) und einen dementsprechend grossen Bekanntenkreis in der selben Branche haben, empfehlen.
 
Manch einer gibt 10.000 für einen Schrank aus, anderen reichen 1000€ für die Erstaustattung der ganzen Wohnung.

Hab damals auch so angefangen, mit ~1300€ Netto für 2 machte man halt keine großen Sprünge und dann warns eben:
- 250€ Selbstbau Küche (+ 3 Tage aufbauen)
- 150€ Essecke mit Stühlen für Gesamt 6 Personen(!)
- 250€ Waschmaschine
- 200€ Couch

Der Rest komplett aus Altbeständen von uns oder von Verwandten...alter Fernsehschrank, alter Fernseher, alter Kleiderschrank, altes Bett, alter Kühlschrank, alter E-Herd.

Und.. oh Wunder, über die Jahre ist davon noch nix kaputt. Sollte das passieren tausche ich gegen was hochwertigeres, nur warum wegschmeißen solange es noch gut taugt?


Was ich damit sagen will:

nicht bei der ersten Wohnung gleich auf den Putz hauen. Auch im eigenen Haus muss das nicht sofort sein, insbesondere je mehr man finanzieren muss.
 
Ganz ehrlich, willst du auch mal leben?

Ich würde nie direkt so groß ins "Erwachsenenleben" einsteigen. Selbst wenn es sich rechnen würde, wo bleibt der Spaß, das Leben, die Freiheit?

Vor der Küche kaufe ich mir erstmal nen 55" TV und statt der Anzahlung fürs Eigenheim erstmal ein Motorrad.

Jetzt mal vom Privaten abgesehen, so früh räumlich festlegen? Ich könnte mir nie vorstellen mir jetzt ein Haus zu kaufen und mein Leben lang in den gleichen Wänden zu bleiben und beim selben Laden zu schaffen.
 
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