Nach Abitur Ausbildung/Studium - Vorschläge

Ausserdem, ab wann ist denn ein Abiturschnitt "gut"? Ab <2,5?
 
Das mit dem lernen ist so ne Sache, gerade was das Studium angeht.
Ich selbst hatte ein Abi von 3,1 und hab direkt angefangen zu studieren, da die Aufstiegschancen und das Gehalt mit einem abgeschlossenen Studium deutlich besser sind als mit Ausbildung.
Fürs Studium zu lernen ist einfach was ganz anderes.
Im Abi hat man seine Fächer die man belegen muss und breit gefächert sind (Bio, Mathe, Deutsch, Englisch, Geschichte, etc.). Im Studium hat man ja eine Richtung (die einem Spaß machen sollte) und es fällt leichter sich zu motivieren...
 
Deutlich besser ist untertrieben. Ohne Hochschulabschluss hat man (fast) gar keine Chance, einen Job zu bekommen, wo man ernst genommen wird und evtl. auch noch anständig bezahlt.

Aber heute ist das echt extrem. Man braucht ja schon mittlere Reife um ne Verkäufertussi bei irgendnem Klamottenladen zu werden. Wozu zum Teufel muss so jemand gute Mathe/Englisch/Geschichtskenntnisse haben? Kann er damit den Umsatz steigern?!
 
Was man auch beachten sollte ist das die ganze Design/Werbebranche völlig überlaufen ist. Daraus resultieren niedrige Gehälter, unbezahlte Überstunden, Wochenendarbeiten etc.
Es gibt einfach viel zu viele die in diesen Bereich wollen, daher herrscht natürlich ein großen Angebot an Bewerbern und die Unternehmen können Gehälter drücken bzw. sich nur die besten rauspicken.

Ich würde nur in diesen Bereich gehen wenn man in irgend einer Weise besonders talentiert ist, sonst könnte es später im Berufsleben sehr schwierig werden.
 
Ich würde auf jeden Fall studieren gehen, evtl. vorher vielleicht ein Praktikum absolvieren, um mal wirklich ausgiebig in den Beruf reinzuschnuppern.
Als Studiengang würde sich z.B. Medieninformatik anbieten. Das wollen zu Anfang wohl recht viele studieren (viele mit einer falschen Vorstellung), deshalb wird an der einen oder anderen Uni/FH auch gesiebt. Also anstrengen! Oder wechseln, wenns wirklich der falsche Studiengang ist.

Den Studiengang einmal zu wechseln, interessiert nachher keinen mehr, genauso wenig wie deine Abi Note. Später interssiert in erster Linie deine Abschlussarbeit bzw. deren Note.

Von einer Ausbildung würde ich abraten, ich kenne einige die haben eine Ausbildung gemacht (weil sie das Geld haben wollten) und sind später im Beruf geblieben und ärgern sich jetzt. Auch wenn man nach der Ausbildung studieren geht, sind die 2-3 Jahre Ausbildung doch verlorene Zeit (und auch Geld).
 
natürlich ist eine ausbildung keine verschwendete zeit! man lernt dabei eine menge, vor allem soziale kompetenzen. wenn jemand allerdings früh weiß, dass er studieren möchte, sollte er meiner meinung nach sofort mit dem studium beginnen. einfach wegen folgenden beispiels:

abiturient A macht eine ausbildung (3 jahre) und danach den master (3 + 2 jahre). er benötigt 8 jahre, hat 3 jahre ausbildungsgehalt bezogen, beginnt mit einem einstellungsgehalt für hochschulabsolventen, hat 3 jahre berufserfahrung als azubi.

abiturient B macht direkt das masterstudium (3 + 2 jahre), danach ist er 3 jahre im beruf als ingenieur/kaufmann/etc.. bis zu diesem zeitpunkt hat er natürlich wesentlich mehr verdient als A und liegt nun auch auf einem höheren niveau. außerdem wiegen diese 3 jahre berufserfahrung mehr als die azubi-zeit. schließlich war er 3 jahre genau in dem bereich tätig, in dem er nun immer noch ist und musste nicht einen teil seiner arbeitszeit fegen, u-stücke feilen oder excel-tabellen abtippen. (auch wenn man selbst das für eine zumindest kurze zeit gemacht haben sollte).

abiturient A hat durch die ausbildung scheinbar nur dann vorteile, wenn sie ihm im studium helfen kann. nach meiner erfahrung ist das aber nicht immer der fall. den vorsprung an fachwissen bei einschlägigen ausbildung kann man an der uni fast vernachlässigen. ich habe maschinenbau studiert und bei uns war es so, dass das basiswissen der gelernten technischen zeichner, werkzeugmechaniker, etc. innerhalb kürzester zeit aufgebraucht war. auf der anderen seite sind studenten mit ausbildung tendenziell fleißiger und disziplinierter, zumindest im durchschnitt. dennoch hatten in meinem studium wesentlich mehr leute mit ausbildung ernstere probleme als die ohne.
 
Bei uns im Studiengang sind die Leute mit Ausbildung (natürlich nicht alle) am ehesten "untergegangen". Sie waren einfach zu überheblich, weil sie ja "alles schon hatten". Das Studium ist aber viel tiefgründiger als eine Ausbildung (was man ja schon an den Anforderungen siehen kann).
 
Generell ist eine Ausbildung in der Richtung in die man gehen will nicht verkehrt. Ein paar Grundlagen lernt man dort und es ist nicht weggeworfene Zeit, sondern man hat etwas grundsolides hinter sich gebracht. Wenn dann das Studium nicht klappt hat man immer noch einen ausgelernten Beruf, während man bei einem nicht abgeschlossenem Studium nichts hat, was wiederum auch verschwendete Zeit wäre.

Also ich würde mir an des Threaderstellers Stelle erst einmal wirklich fragen, ob ich nochmal ein paar Jahre Theorie oder lieber 3 Jahre Theorie + Praxis machen würde. Was er letztendlich entscheidet ist seine Sache. Auch würde ich empfehlen mal in die Arbeitsagentur zu gehen und dort einfach mal nachzufragen, welche Richtungen er dort einschlagen kann. Selbst wenn die Leute dort, und das will ich nicht verallgemeinern sondern nur damit ausdrücken, dass selbst ein Sachbearbeiter nicht alle Berufe kennen kann, keine Ahnung haben können sie einem wenigstens in der Richtung weiterhelfen.
 
meph!sto schrieb:
Den Abi-Schnitt als Hinweis auf die Lernbereitschaft zu werten, finde ich sehr mutig!
Ich bin im 6. Semester Elektrotechnik und gehöre zu den 20% die das in der Regelstudienzeit schaffen werden mit einer 2 vor dem Komma.
Der Abi-Schnitt sagt rein gar nix über die Person und seinen Fähigkeiten aus.

Und du hattest ein >3,3 Abi?

Mal ehrlich, wer in der Schule richtig gut sein wollte, der musste Zeit investieren = Lernbereitschaft. Ich denke immer noch an all diejenigen zurück, die erst vor dem Abi gemerkt haben, dass Arbeit pro Zeit Leistung ist, und eben jene sich in Noten ausdrückt. Einige wenige haben es geschenkt bekommen (die Intelligenten), der Rest musste arbeiten um gut oder sehr gut zu sein. Wenn beides zusammen kommt, ist es natürlich am besten. ;)

Aber wer sich statt dessen sagte "kann ich ja alles schon" (theoretisch, es aber nicht übt), der gehört mit Glück zu den Schlechten. Ist jetzt an der Uni auch nicht anders, viele in der Klausureinsicht müssen sich eingestehen, dass sie mit mehr Übung (Zeiteinsatz) eine bessere Note bekommen hätten. Wenn einem das Studium Spaß macht, ändert sich natürlich die Situation weil hoffentlich Begeisterung zu Intelligenz und Opferbereitschaft dazukommt (die vielleicht in der Schule gefehlt hat).

Woran es beim Zeiteinsatz bzw. der Lernbereitschaft scheitert, ist natürlich sehr individuell (viele parallele Vorlesungen, schnell statt gutem Studium, etc. -- bei einigen vielleicht auch Faulheit)...

Aber das führt etwas weit weg vom Ursprungsthema. :D
 
Wenn man nach dem Abitur direkt studieren will, dann sollte man sich auf jeden Fall für ein Stipendium bewerben. Ich habe es damals dummerweis nicht gemacht und später sehr bereut. Ein Stipendium ist wirklich das Beste, was man bekommen kann. Und da die Anzahl der Stipendienanbieter immer mehr ansteigt, hat man im Prinzip ganz gute Karten ein Stipendium zu bekommen. Versuchen sollte man es auf jeden Fall!
 
Und jeder bekommt ein Stipendium hinterher geworfen ;)
An sich eine schöne Sache, aber die wenigsten sind für Stipendien qualifiziert.
 
HiLogic schrieb:
Völliger Unsinn. Wenn klar ist das man Studieren gehen will, dann ist das einfach nur verschwendete Lebenszeit. Strenggenommen ist es auch noch Geldverschwendung da man erst später ein anständiges Gehalt einstreichen kann.


Es gibt Unternehmen, die stellen Leute ohne Berufserfahrung gar nicht erst ein ;)

Eine Ausbildung vor dem Studium ist immer eine gute Sache. Wenn man dann Ende 20 ist und Ausbildung + Studium hinter sich hat, seh ich nicht, weshalb man da Nachteile des Alters wegen haben soll.

Vor allem da die Ausbildung, wenn man hinterher den selben Bereich im Studium anpeilt, durchaus auch ein gewisses Maß an Wissen vermittelt, was es später dann halt einfacher machen kann.

Wenn man das Studium nicht packt, hat man gar nichts in der Hand. Dann hat man ein Problem.
Mit nem Abischnitt 3,3 würde ich niemals so ein Risiko eingehen.
Wenn man ne Ausbildung findet, dann machen und etwas haben. Findet man nichts, kann man direkt studieren.

Verschwendete Lebenszeit .. das ich nicht lache.

(ich hab nicht studiert und das auch nicht vor).
Ergänzung ()

Alphacrypt schrieb:
Ich würd zuerst auch einmal das Studium wagen. Weil einen Job kann man sich nachher immer noch suchen. Und wenn einem das Studium nicht taugt bzw. nichts für einen ist, dann kann man das bei einer Bewerbung immer noch plausibel erklären und sich herausreden ...


Jop, macht sich gut im Lebenslauf, wenn man sich jahrelang erfolglos an ein Studium rangewagt hat.
Auf solche Leute warten die Personalleiter ja nur :p
 
Zuletzt bearbeitet:
Wollte nochmal einwerfen, dass ein Freund von mir Industriedesign studiert und damit sehr glücklich ist. Um da einen Studienplatz zu bekommen muss man allerdings schon ein paar gute Arbeiten vorweisen können.
 
chico-ist schrieb:
Hey Leute,

habe seit gestern mein Abi in der Tasche (3.3 :freak:) und stehe jetzt vor der Entscheidung, wie es weitergehen soll. Ich möchte gerne irgendetwas in Richtung Web/Werbe-Design machen, da ich mich sehr für die Arbeit mit Photoshop etc. begeistern kann und generell an kreativen Aufgaben Spaß finde. Web-Design erfordert aber u.A. sehr gute Programmierfähigkeiten, weshalb ich mich gerne auf Layout/Foto-Design beschränken würde.

Was gibt es da für Berufsmöglichkeiten? Ausbildung oder doch erst lieber Studium? Wie sind die Verdienst/Aufstiegschancen in dem Segment? Praktikum wäre natürlich auch 'ne Lösung, allerdings befürchte ich, dass ich da ganz schnell zum Kaffee holen degradiert werde und letzten Endes kaum etwas lernen kann.

Meine Eltern sitzen mir schon die ganze Zeit im Nacken und zwingen mich, langsam eine Entscheidung zu fällen, weil sie wissen, dass ich das ganze ohne Druck gerne etwas hinauszögere. Also, vielleicht könnt ihr mir ja ein paar gute Denkansätze liefern, um meine Zukunftspläne etwas konkreter darstellen zu können.

Danke!

Mein Tipp: Mach eine Ausbildung zum Mediengestalter bzw. Gestaltungstechnischen Assistenten an einer Berufsfachschule (dauert meist zwei Jahre, da du ja bereits die Hochschulberechtigung besitzt, aonsonten drei Jahre). Diese Ausbildungen leiten teilweise unmittelbar ins Studium weiter und anders herum werden Ausbildungsabsolventen teilweise sogar bevorzugt angenommen. Als ich meine Ausbildung abgeschlossen habe, hätte ich bspw. sofort auf die FH Aachen gehen können, ohne mich weiteren Prüfungen stellen zu müssen (hab dann aber doch in Düsseldorf studiert). Die zwei Jahre, die du "verlierst", müssen dich nicht bekümmern. In dem Bereich steigen viele nicht vor 25 in den Beruf ein.

Der Vorteil ist, dass du bereits über eine Ausbildung verfügst, und die Chancen auf dem Arbeitsmarkt sind auch nicht mehr so schlecht wie vor einigen Jahren (aber eine "Wer nichts wird, wird Mediengestalter"-Sparte ist es auch nicht). Tipp: Spätestens im Studium spezialisieren! Ein bisschen Web und Photoshop kann quasi jeder. Wenn du am Ende des Studiums aber in der Lage bist, Interfaces für allerlei Endgeräte o.Ä. zu gestalten und umzusetzen , steigen deinen Chancen gewaltig an.

Nachtrag: Wenn es Webdesign heißt, dann brauchst du keine umfassenden Fähigkeiten als Programmierer. Das sind nämlich die Webentwickler. In kleinen Agenturen findet da meistens keine Trennung statt. Dort ist dann ein Allrounder gefragt (als Freelancer sollte man auch beides beherrschen). In "richtigen" Web-Agenturen wird aber sehr wohl zwischen den Webdesignern, die die Designkonzepte entwickeln und höchstens noch in HTML und CSS umsetzen, und den Webentwicklern, die den technischen Unterbau entwickeln, differenziert.
 
Zuletzt bearbeitet:
meph!sto schrieb:
Ja,
3,3 um genau zu sein.
Und jetzt ?

...gehe ich davon aus, dass dir im Gegensatz zur Schule das Studium Spaß macht. ;)
 
Dem ist so ;)
 
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