Bildgröße = Printqualität

thedot

Lieutenant
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März 2005
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Hallo Leute,

ich habe gestern ein Bild von meiner Cousine bekommen, welches gerade mal 2500x1200px (3MP, 300dpi eingescanntes Bild) groß ist. Sie wollte es von mir bearbeitet haben (ihr Ex sollte rausretuschiert werden), damit sie das auf 60x40cm ausdrucken kann. Nun hab ich ihr gesagt, dass wohl die Qualität nicht gerade brauchbar sein wird. Sie wollte es nicht verstehen und ich konnts auch nicht richtig erklären/nachweisen. Gibts da nicht eine einfache Formel oder ähnliches?

Danke
 
warum sollte die qualität nicht brauchbar sein?

n bild mit 200mpixel kann auch schei** aussehen wenn die optik / dateiformat / datenverarbeitung der kamera oder der chip der kamera einfach nur schlecht verarbeitet ist...

es kommt auf das gesammtpacket der kamera an nicht auf die megapixels.
3mpixel auf der größe dürfte noch brauchbar aussehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
300 dpi? Dann skaliere es mal und spendiere Deiner Schwester Cousine einen Drink. :p.
 
Zuletzt bearbeitet: (Verwandtschaft verwechselt.)
Eingescannt?
Dann sieht man in der Vergrösserung sicher die Papierstruktur, oder Scan-Artefakte.
Mehr als 18x X würde ich da nicht ausarbeiten lassen, wenn es sowas wie Fotoqualität sein soll.

Für lumpige Posterqualität langts, weils da auf den Betrachtungsabstand ankommt.
Plakatwände haben auch 5mm große Farbkleckse als Dots und sehen im vorbeifahren gut aus.
:)
 
also 300dpi sind eigtl nen recht hoher wert zum drucken.
wenn du nen beispiel-druck haben willst mach ne 60*40 große datei auf, skalier das bild da rein. kopier das ganze bild wie es ist (in 60*40) und füg es auf nen a4 großes dokument ein(ebenfalls mit 300dpi). normalerweise sollte erst die originalauflösung genommen werden(ein bildausschnitt halt) und nich sofort skalieren...somit kannst du auf nem a4 blatt die quali sehen wie sie auch in 60*40 wäre
 
Also allein als Scan sieht es solala aus, wie Marius schon gesagt hat. Es wurde mit 300 DPI gescannt (sagt zumindest das Eigenschaften Fenster). Es ist ein JPG und 200KB groß, allein schon von der Dateigröße her hätte ich gleich gedacht, dass die Qualität nix ist... hmm.
Ergänzung ()

@Twin_Four
Vielen Dank für den Link, wenn ich so die Daten eingebe komme ich auf gerade mal 21x10cm... Nichts mit 60x40cm...
 
Hallo,

es ist doch ganz einfach: Der DPI Wert im digitalen Image hat erst mal keine Aussagekraft. Wenn Du ein 1 inch mal 1 inch großes Bild zB mit 600 dpi einscannst, dann bekommst Du ein digitales Bild von 600 mal 600 Pixeln. Aber bereits da hängt die Qualität zum Einen von der Vorlage und zum Anderen vom Scanner ab. Wenn Du dann aber das 600 mal 600 Pixel Grosse Bild auf eine Leinwand mit 6x6 Metern ausdrucken würdest, dann hätte jeder Pixel 1 mal 1 cm Größe. Aus der nähe wäre das recht "körnig".

Also:
1. Je höher die Pixel mal Pixel, also die Auflösung des Bildes, desto größer kannst Du das drucken, ohne die Pixel zu erkennen. Das allein bringt aber nichts, wenn die Vorlage Mist war. Es bringt auch nichts, ein 300x300 Bild auf 30000x30000 hochzuskalieren, denn wo keine Detailinformationen vorhanden sind, kann man auch keine bekommen (ausser man ist Jack Bauer und kann aus einer schrottigen Videoaufzeichnung per Image-Enhancement Gesichtskonturen mit Bartstoppeln bekommen.).

Alles klar?

P.S.: Wenn das, was Du oben geschrieben hast, stimmt (2500x1200 bei 300 dpi), dann war die Vorlage ca. 20 cm mal 10 cm groß. Dass man daraus ohne Qualitätsverluste kein einen halben Meter (!) großes Bild ausdrucken kann, ist ja wohl klar. Wo sollen denn die Details herkommen?
 
Zuletzt bearbeitet:
haha Jack Bauer :) Cooles Beispiel. Danke für das PS :)
 
Hoffe es hilft. Ist kein leichtes Thema.
 
Hmmm, bei der Auflösung so eine kleine Datei?
Man kann auch bei hoher Auflösung miese Bilder produzieren, wenn das jpg zu stark komprimiert wird.
Hier mal ein Beispiel:
800px-Jpegartefakt90-20.jpg
(Quelle: Wikipedia)

Der dazugehörige Artikel beleuchtet das auch ganz gut.

Natürlich hilft dir das alles nichts, was ich hier schreib. Wahrscheinlich wird es aber das beste sein, dass deine Freundin das Bild nochmal scannt und dir dann z.B. als tiff schickt. Damit umgehst du das Problem schon mal.

Btw. ich hab selber schon die Erfahrung gemacht, dass man ein (visuell) deutlich besseres Ergebnis bekommt, wenn man ein Bild mit extrem hoher Auflösung scannt und dann runter rechnet, als wenn man es gleich mit der endgültigen Auflösung scannt.
 
Aus einer kleinen Vorlage kann man sehr wohl riesige Bilder in höchster Qualität machen.
Siehe Analoge Dias/Negative, feinkörnige Schwarzweiß-Analogfotos mit nach heutigem (Kompaktkamera-)Maßstab irrer Detailtiefe!
:)

Aber nicht mit einem schwachen 300DPI Scan der noch dazu auf 200KB komprimiert ist.
Für ein gutes Ergebnis("normale" Posterqualität) in der Größe braucht man mindestens ein 5MP Bild bester Qualität.
Einen Scan eines Ausdrucks oder Digital-Ausarbeitung(200DPI in der Regel) kann man da vergessen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Gibts da nicht eine einfache Formel oder ähnliches?

Doch die gibt es: Je weiter der Betrachter vom Ausdruck entfernt ist, desto geringer darf die Auflösung sein.
Große Banner (2m hoch) werden z.B. nur mit 50dpi gedruckt und sehen trotzdem toll aus.

Für Dich heißt das: Am besten das vorhandene Bild auf die zweifache Größe mit PhotoZoom hochskalieren
(damit keine Treppen entstehen) und dann drucken lassen.

Du kannst mir aber auch gerne die Datei zukommen lassen - ich skaliere sie dann für Dich.
 
Danke allen für die Beiträge, ich werde versuchen meine kleine Cousine aufzuklären :)
 
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