ToXiD schrieb:
er Wirtschaftszweig Bundesliga lebt schon lange über seine Verhältnisse. Aberwitzige Spielergehälter, überteuerte "Stars" und völlig astronomische Ablösesummen zeigen klar auf, worum es im (deutschen) Fussball geht: Geld, Geld und nochmals Geld.
Natürlich geht es um Geld. Aber nachdem die Fernsehgelder stark gesunken sind, hat sich einiges geändert. Die Vereine werfen nicht mehr arglos Geld zum Fenster hinaus.
Dortmund ist ein sehr hohes Risiko eingegangen, und das wurde nicht bezahlt, weil der Erfolg ausgeblieben ist.
Mit Risiko meine ich so Aktionen wie mit dem Rosicky: die Bayern waren auch dran, aber die Dortmunder sind immer höher gegangen. Irgendwann hat der Uli Schluss gemacht, sollen die Dortmunder doch machen. 20 Mio. (warens noch DM?), Fehleinkauf.
Kehl: hatte bei Bayern schon zugesagt, und Dortmund steckt ihm dann ein Handgeld von 5 Mio. € zu, und er unterschreibt beim BVB => Fehleinkauf.
Wenn sie Erfolg gehabt hätten, wär alles in Ordnung gewesen. Dann hätten wir jetzt eine zweite etablierte Macht neben den Bayern. Sie hatten aber keinen Erfolg. Der war aber in die Ausgaben einkalkuliert, und das ging gründlich in die Hose.
Sowas zieht sich aber durch alle Klassen. Ein Dorfverein aus meiner Heimatstadt hatte mal einen sehr potenten Sponsor. Da wurden teuer Spieler gekauft, auch Ex-Bundesligaprofis. Die Landesliga war schon erreicht, und es war nur eine Frage der Zeit, wann die Verbands- und dann Oberliga kommen würde. Das Potential war da.
Dumm nur, dass dieser Hauptsponsor nebenbei noch Pleite gegangen und wegen Steuerhinterziehung eingefahren ist, plötzlich fand sich der Verein in der Kreisklasse wieder. So kanns eben kommen, und das ist kein Einzelfall.
stax schrieb:
Sport ist, wenn Spieler aus Dortmund ( = die kommen von da und sind da aufgewachsen) gegen Spieler aus zb. München ( = dito) antreten und Fussball spielen.
Ach komm, das ist doch ein bisschen naiv. Dann dürfte ich auch nicht für meinen beruflichen Erfolg umziehen.
13thAngel schrieb:
Ihr, die ihr hier allesamt schreibt und quasi fordert, dass der BVB nicht anders behandelt wird als beispielsweise Kaiserslautern oder seinerzeit Eintracht Braunschweig und dass eine Erstligalizenz für die kommende Saison ein Unding sei, sollten sich doch einmal vor Augen führen, was eine Degradierung in die Regionalliga und der damit verbundene wirtschaftliche Abstieg für die Region und auch für Deutschland bedeuten würden. Nirgendwo sonst in Deutschland stürmen Menschmassen > 70000 Samstag für Samstag (respektive Sonntag) an ein und denselben Veranstaltungsort. Was dort an Geld umgesetzt wird sucht denke ich seinesgleichen (Was mit den Einnahmen gemacht wurde sehe ich im übrigen auch als grob fahrlässig an!).
Da hast Du recht, und obwohl ich es unfair finde wenn Dortmund anders behandelt wird, werden sie es aus diesem Grund.
Gruß
Morgoth