Bräuchte euren Ratschlag.

Sabr

Captain
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Hi zusammen,

hatte mir die GH5 gekauft, um neben der Fotografie einige kurz Filme zu drehen. Ich hatte auch die Absicht die Sigma 18-35mm zu kaufen.

Die GH5 ist wirklich eine sehr gute Kamera bin auch eigentlich recht zufrieden, top Bildqualität, top Ibis, 4K 60 Fps(war eines der Kaufgründe) 10bit etc pp. was will man mehr?
Mit der Sigma 18-35mm wollte ich eigentllich mein perfektes Filmmaker Kamera zusammenstellen, bis ich jetzt aber von vielen mitbekommen habe, dass die Sigma + Metabones Speedbooster im AFC beim filmen nicht so besonders gut ist, besser ist es manuell zu fokussieren. Die GH5 ja schon mit den nativen Objektive im AFC zu kämpfen.

Ich aber bin eher der Run and Gun Typ der neben guten Bokeh sehr viel auf AFC setzt. Es muss schnell gehen und hab da ehrlich gesagt keine Zeit ständig manuell zu fokussieren.

Hatte mir jetzt überlegt, die GH5 zu verkaufen/tauschen gegen die Sony a6300/a6500 (evtl. zusätzlich noch ein Zhiyun Crane). Es hat sich auch eine Person gefunden, die ihren Sony a6500 tauschen möchte.

Was sagt ihr? Ist die Sony a6300/a6500 genau das was ich suche?
 
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Wohl eher nicht !
 
Nun ja, weil die Sony auch nicht schneller einstellen kann und weil das, was Du machen willst, musst Du immer manuell lösen, denn keine Automatik kann Dir ins Hirn schauen und dann wirklich so fokusieren, wie Du das gerne hättest, insbesondere, wenn es Dir auf Geschwindigkeit bei den Aufnahmen ankommt.
 
Den AFC bediene ich schon mit dem 1-Area AF, heißt dort wo ich das Feld hinpositioniere, möchte ich beim filmen automatisch scharf gestellt haben und das funktioniert mit der a6500 wesentlich besser.
 
Wenn du am Sigma festhalten willst, ist halt die Frage ob der Metabones für E-Mount besser arbeitet.
 
Pittiplatsch4 schrieb:
Wenn du am Sigma festhalten willst, ist halt die Frage ob der Metabones für E-Mount besser arbeitet.

Laut einige Youtube Videos soll das Sigma MC-11 sehr gut damit arbeiten.
 
Also ich hab jetzt nicht viele GH5 reviews gesehen, aber du wirst bei beiden Kameras Kompromisse machen müssen. Nur die Hauptpunkte: Die Sony ist vom Rauschen und (vermutlich) AF besser, die Panasonic von der Ergonomie und der Akkuleistung. Wenn du viel Bewegung und schnelle Kameraschwenks in den Videos hast, solltest du auch noch den Rolling shutter vergleichen. Ich kenn den von der GH5 nicht, aber bei der A6500 ist der aufgrund des full sensor readouts zumindest in Extremsituationen störend.
 
Man kriegt was und verliert was, so ungefähr ist das.
Rolling Shutter der GH5 ist wesentlich besser als die von der a6500. (Es gibt ein Test von Max Yuryev)
Ich glaube, ich muss mich schweren Herzens von der GH5 trennen. Da mir AFC + Bokeh sehr wichtig ist.
 
Meiner bescheidenen Meinung nach liegt das Problem, dass du gerade hast, nicht an einer einzelnen technischen Komponente. Es ist die Erwartungshaltung gegenüber Adapterlösungen. Die GH5 ist mit Eicherheit eine geniale Kamera zum professionellen Filmen, samt den Objektiven und entsprechenden Zubehör dafür. Für was sie aber NICHT gemacht ist, ist ein Drittherstellerobjektiv über die Adapterlösung (mit Optik!) eines weiteren Herstellers anzusteuern.

Wenn du auf eine Sony-Kamera wechselst, und dann immer noch einen Adapter dazwischen hängen hast, ist die Chance nicht unerheblich, dass du auf ähnliche Probleme stoßen wirst. Der Sigma-Adapter scheint zwar derzeit die beste Lösung zu sein, aber auch damit funktioniert nicht jede Kombination. Schlimmstenfalls ist das ein Zufallsprodukt.

Was mir aber unabhängig von der Technik Sorgen macht ist deine Einstellung ... du nimmst gerade sehr viel Geld in die Hand, um dir professionelle Ausrüstung anzuschaffen, aber dann sprichst du von "Gun and Run" - Filmen/Draufhalten und dann weitergehen. Und das kommt mir wenig seriös bzw. professionell vor. Ich weiß ja nicht, was du das filmst. Aber ggf. bist du gut beraten dir darüber Gedanken zu machen bevor dir irgendwelche Klagen wegen der Verletzung von Persönlichkeitsrechten ins Haus flattern.
 
Man muss nicht immer manuell fokussieren, um professionelle Ausrüstung gerecht zu werden. Wenn du dir einige bekannte Filmmaker in Youtube anschaust, beruhen ihre Aufnahmen meistens auf dieses Run and Gun und von den meisten deren Ausrüstung bestehen aus a6500, A7rii bis zu A7sii.

Aber du hast recht, ich war mit der GH5 zu voreilig, meiner Meinung nach ist die a6300 bzw a6500 die richtige Kamera.
Das einzige was mir bei der GH5 fehlt ist ein gutes Bokeh, was auch einfach am MFT liegt. Um ein gutes Bokeh zu erhalten, kommen wir wieder zu Thema Sigma 18-35mm + Speedbooster.

Wie du es angesprochen hast, wird der AFC mit dem MC11 auch nicht 100% laufen und den nativen Objektive zurücklegen, dementsprechend ist mein Plan, das GH5 verkaufen/tauschen und ein a6300/a6500 mit einem nativen Objektiv ohne Adapter zu kaufen.
 
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Meine persönliche Meinung: Vieles was auf YouTube populär ist ist technisch Schrott, aber die Typen reißen es halt raus. Es ist ja auch nicht nur YouTube, japanisches Fernsehen (von dem ich in der letzten Zeit VIEL gesehen hab) ist auch viel "wir laufen mit der Kamera umher"... nur da ist alles von vorne bis hinten scharf.

IMHO: Wenn dir Bokeh wichtig ist, führt am Vollformat eigentlich kaum ein Weg vorbei. Der Punkt ist aber auch, dass viel Unschärfe zwangsweise mit einer geringen Schärfentiefe einher geht; und das macht dir das Leben nicht einfacher.
 
Run and Gun und manuell fokussieren schließt sich ja nicht unbedingt aus, wenn mans halbwegs kann. Ich filme gelegentlich bspw. auf Festivals mit meiner C100 und der Autofokus von dem Ding ist bestenfalls als vorsintflutlich zu bezeichnen, daher eigentlich immer manuell. Sobald du eine Kamera mit Peaking hast, ist das ja eh nurmehr eine Fingerübung. Und ich mache das mit einem 70-200/2.8 bei maximaler Brennweite und Offenblende, das ist etwas komplizierter als bei 35mm.

Ich glaube auch, dass es hier nicht am Equipment scheitert, sondern an einer falschen Erwartungshaltung gepaart mit mangelnder Recherche vor dem Kauf. Und z.B. ich finde Videos, wo sich eigentlich nix tut, aber permanent der Autofokus spazieren fährt, extrem trashig, eben weil manuell fokussieren mit heutigen Kameras eh schon verdammt leicht ist.
 
... und genau dabei stimme ich Dir voll und ganz zu ! Man kann die Technisierung und Vollautomatisierung auch irgdwann übertreiben und wo bleibt denn da noch Raum für Reiz und Herausforderung ?
 
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Naja, in meinem Fall ist definitiv ein guter AFC sehr wichtig. Wie ich schon erwähnte, man muss ja nicht immer manuell fokussieren, um die professionelle Ausrüstung gerecht zu werden. Und wo der Reiz bleibt ist natürlich geschmacksache. Ist ja genau wie mit dem Autofahren, automatik und manuell haben beide ihren Reiz. :D

Muss aber M.Ing in einem Punkt recht geben, ich hätte besser recherieren müssen, dass es mit MFT Sensoren allgemein schwerer ist einen guten Bokeh hinzukriegen und das der AFC in Verbindung mit einem Speedbooster auch schlecht ist.

Aber was solls, ich hab die GH5 für nicht so viel Verlust verkauft und mir jetzt die Sony a6500 + Sony 24mm 1.8 gekauft und die Kombo ist genau das was ich suche.
 
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M.Ing schrieb:
Run and Gun und manuell fokussieren schließt sich ja nicht unbedingt aus, wenn mans halbwegs kann. Ich filme gelegentlich bspw. auf Festivals mit meiner C100 und der Autofokus von dem Ding ist bestenfalls als vorsintflutlich zu bezeichnen, daher eigentlich immer manuell. Sobald du eine Kamera mit Peaking hast, ist das ja eh nurmehr eine Fingerübung. Und ich mache das mit einem 70-200/2.8 bei maximaler Brennweite und Offenblende, das ist etwas komplizierter als bei 35mm.

Ich glaube auch, dass es hier nicht am Equipment scheitert, sondern an einer falschen Erwartungshaltung gepaart mit mangelnder Recherche vor dem Kauf. Und z.B. ich finde Videos, wo sich eigentlich nix tut, aber permanent der Autofokus spazieren fährt, extrem trashig, eben weil manuell fokussieren mit heutigen Kameras eh schon verdammt leicht ist.

Was an einem MFT-Objektiv aber auch wieder der Vorteil wäre. Man bekommt zwar kein so gutes Bokeh, aber dafür ist es auch nicht so schwer den Fokus zu treffen ;)

Gerade wenn du ein Weitwinkel benutzt.
An meiner A6000 habe ich ein 12 mm (MF) Objetkiv von Tamron und selbst bei F2.8 stellst du manuell auf 1m ein und ab dort ist alles scharf.
Also wenn du dir vorstellen könntest etwas weitwinklig zu filmen, würde die Kombi MFT+Weitwinkel+Manuell Fokussieren sogar Sinn machen
 
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