Man kann ziemlich sicher sagen, dass viele Angriffe von Chinesen stammen, aber deswegen zu sagen, der chinesische Staat hätte irgendwas damit zu tun, ist der alteingesessene Schwachsinn von Leuten, die sich nicht vorstellen können, dass Terroristen mitunter auch ohne einen großen Parteichef/Führer/Kaiser oder was auch immer handeln. Leute, die zu blöde sind in der Realität aufzuwachen und zu erkennen, dass der Cyberkrieg seit jeher vor allem durch politisches Privatengagement und nicht durch Soldaten, Beamte oder Söldner getrieben wird.
Das Problem ist, unsere Pseudohumanistische Gesellschaft würde ja erkennen müssen, dass es in China nicht nur Unterdrückte gibt, dass jene Gesellschaft deshalb ihre Führung nicht gewaltsam stürzt, weil eine, egal wie kleine, Mehrheit hinter ihr steht. Das ist unbequem, Politiker werden mit dieser Erkenntnis schließlich deutlich weniger mächtig und wir können unseren Humanismus nicht mehr durch Konfrontation verbreiten.
P.S.
Wie logisch das Motiv für unaufgefordertes, rein selbstgetriebenes Privatengagement in einem solchen Krieg ist, kann man sich doch leicht vor Augen führen. Warum wollen viele Menschen Demokratie? Weil sie politisch mitbestimmen wollen. Aber wenn ich die Fähgikeit habe eine solche Schlacht vom Zaun zu brechen, bestimme ich mitunter viel effektiver mit, als durch den Wahlzettel. "Real-Life-Attentäter" brauchen noch einen Apparat, der sie deckt, der ihnen ihre Flucht sichert. Das brauchen Cyberkriminelle sehr viel weniger.
