Raybeez schrieb:
Man kann nicht programmieren ohne Schleifen und Verzweigungen zu nutzen.
Hast du da auch einen mathematischen Beweis dafür?
Die Frage ist auch, wie tief du in's Programmieren einsteigen willst. Sieh's ähnlich wie das Schreiben von Texten: Für einen einfachen Geschäftsbrief brauchst du das Alphabet, ein bisschen Grammatik + Rechtschreibung. Willst du dann aber z.B. ein Sonnett von Shakespeare in's Deutsche übersetzen und es soll sich dann auch noch reimen, das Reimschema behalten und gut klingen sowie den Sinn immer noch beinhalten, dann wirst du wohl erstmal SEHR tiefes Sprachgefühl und -verständnis brauchen.
Willst du es wirklich "richtig" angehen, würde ich persönlich zuerst mal zu C raten, es gibt genügend Vorlesungen von Universitäten zu dem Thema online abrufbar. Willst du aber lieber nur erstmal ein bisschen rumspielen und nicht erst kapieren müssen, was Pointer sind kann man ruhig auch Python nehmen.
Java ist da so ein Mittelding, ohne wirklich OOP ordentlich gelernt, geübt und verstanden zu haben ist das sicher ein Graus, besonders, da einen die Sprache quasi dazu zwingt das zu verwenden. C++ nimmt das nicht so genau, was aber wiederum oft zu Nachlässigkeiten vonseiten der Programmierer führt.
Schwierig ist es dann nur, wenn man mit einer recht abstrakten Sprache ("print 'Hello World!'") beginnt und dann später auf einmal z.B. C Code verstehen und schreiben soll, was von beiden Seiten oft zu Vorurteilen führt ("Spielzeugsprache, die schnell an Limits stößt" vs. "Satzzeichen über den Code gekotzt").
Laut deiner Beschreibung würde ich mir Python ansehen, falls du nur hobbymäßig programmieren willst oder Java/C++/C, falls es ein etwas längeres Projekt sein soll. In jedem Fall würde ich mal nach Vorlesungen im Internet zu dem Thema suchen, vom MIT gibt's z.B. einen Programmierkurs für Anfänger komplett ohne Vorkenntnisse in Python. Falls du wirklich aus Büchern lernen kannst, versuch's eben auch so, ich persönlich kann zwar Fakten etc. daraus lernen, neue Denkschemata wie OOP bekomme ich aber lieber erklärt.