Canon 1200D verkaufen?

-=|Vegeto|=-

Rear Admiral
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Hallo zusammen,

ich könnte mal euren Rat gebrauchen. Wie würde man so schön sagen, ich bin ein absoluter Fotografie "Noob", insofern entschuldigt so manche Bildungslücke.

Ich habe mir vor gut 2-3 eine Canon 1200D für einen guten Preis inklusive 18-55mm IS Objektiv gekauft. Etwa ein Jahr später habe ich mir noch ein Canon EF-S 55-250mm objektiv dazu gekauft. Ich mag Fotografie generell und hab am Anfang auch versucht mich in die Einstellungen einzuarbeiten. Habe es aber dann eine Zeit lang schleifen lassen und die Kamera dann dennoch mit in den Urlaub genommen. Letztendlich habe ich fast alle Bilder mit Automatik geschossen und fast gar nicht auf manuelle Einstellungen zurückgegriffen. Die Bilder sind auch gar nicht schlecht geworden, aber wenn ich mir so die Aufnahmen auf dem TV oder in einem A3 Fotobuch anschaue, bin ich ehrlich gesagt schockiert wie gut mein Sony Xperia Z5 Bilder machen kann.

Wie der Thread-Titel sagt, überlege ich nun, ob ich die Kamera verkaufen soll und mir eventuell lieber eine Kompaktkamera hole? Aus meiner Sicht sprechen folgende Dinge für den Verkauf:

- Gewicht, den ganzen Tag Objektive und die Kamera zu transportieren, kann schon nervig sein
- Laziness, ich finde es außerdem leicht nervig regelmäßig die Objektive zu wechseln
- Mangelnde Zeit um sich mit den Einstellungen zu beschäftigen und am Ende wird es dann sowieso nur "Automatik"
- Meiner Empfindung nach geringe Unterschiede zum Smartphone

Wie seht ihr das?

Danke euch!
 
Wenn du nicht gewillt bist dich in die Materie Fotografie einzuarbeiten, ist eine Kompakte wohl der bessere Weg, aber wenn man mal den Bogen raus hat, kannst du Fotos machen, an dem keine Kompakte oder Smartphone auch nur ansatzweise ran kommt.
 

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Ein Sheltie? :)
 
Mein Tipp im privaten Bereich ist folgender:

Ist man bereit sich in die Materie Fotografie tiefer einzuarbeiten, dann ist ein DSLR / Spiegellose sinnvoll. Liegt der Fall ähnlich wie bei dir und es ist ein aktuelles Smartphone mit guter Cam zur Hand - bleib beim Smartphone. Dir bringt eine Cam + Objektive nichts, die nur zu Hause herum liegt oder im Ansatz nicht ausgereizt wird. Verkauf die Canon für einen guten Preis, für deine Zwecke reicht das Handy wie du selbst festgestellt hast. Solltest du irgendwann mal dann doch an die Grenzen des Handys kommen, kannst du dir immer noch eine neue, größere Cam anschaffen.
 
Hi,

Stehe gerade am selben Punkt, allerdings würde ich mir nie mehr eine Digitalkamera (also nicht-DSLR) kaufen. Warum auch? Was kann eine Digitalkamera besser als ein Handy?

Also entweder man geht Richtung DSLR, oder man kauft ein Samsung S8, o.Ä.

Ich habe folgendes gemacht: Ich hatte ein Sigma 18-200 3.5-6.3 an meiner Sony A57. Damit war ich nie zufreiden. Ich hatte dasselbe Problem wie du. Immer nur abgedrückt und gut ist. Die Bilder waren ok, aber es eigentlich nicht wert eine derart schwere Kamera mitzunehmen.
Durch Freunde bin ich dann wieder zum Thema DSLR gekommen. Dort hieß es immer "kauf dir eine Festbrennweite". Ich dachte erst die spinnen. Was soll ich ohne Zoom? Aus meiner Digitalkamera-Zeit war mir das Konzept überhaupt nicht sympatisch.

Dann habe ich mich doch dazu durchgerungen ein 20 mm 2.8 für Landschaftsaufnahmen zu kaufen. Und plötzlich machte das Fotografieren Spaß. Dadurch dass der Zoom wegfällt, konnte ich endlich mich mal an manuelle Belichtung wagen. Ich probiere jetzt viel aus und das Objektiv macht auch klasse Bilder. Habe es natürlich gebraucht gekauft (Minolta). Gerade mal 250 Euro hat mich das gekostet. Heute habe ich mir noch ein Minolta geholt: 50 mm 1.7 (für Portraits; 50 Euro). Gerade habe ich noch ein paar Aufnahmen damit gemacht. Einfach unglaublich, wie viel besser die Bilder als mit dem Handy aussehen. Das ist es mir jetzt auch wert die Kamera mitzuschleppen. Dazu kommt, dass die Festbrennweiten viel leichter sind, als die Zoomobjektive. Das ist dann gleich doppelt verschmerzbar.



Aber mach dir keine falschen Hoffnungen. Es ist ein Hobby. Wer gute Bilder will muss geduldig sein.
 
Eine 1200D kann deutlich bessere Fotos aufnehmen als ein Z5. Die 1200D hat auch deutlich mehr Potential als eine RX100 oder Konsorten. Das Potential muss man aber auch nutzen!
Auf eine 0815-Kompakte würde ich nicht wechseln, da hat dann das Z5 wieder mehr Potential, das ist in meinen Augen eher ein Downgrade, dazu musst du DIE Kamera natürlich auch wieder mitnehmen. Angesichts dessen, was die 1200D an Wiederverkaufswert hat wäre sogar das eine Zuschussaktion.

Du hast natürlich mehrere Möglichkeiten. Entweder ein gutes Universalobjektiv kaufen (das ist aber für jeden was anderes!) und/oder sich etwas mit der Thematik befassen (davon profitiert auch das Z5-Fotografieren ;))
 
zandermax schrieb:
Ich hatte ein Sigma 18-200 3.5-6.3 an meiner Sony A57. Damit war ich nie zufrieden.

Kein Wunder, das Objektiv ist auch eine ziemliche Gurke, aber sehr günstige Objektive mit diesem Brennweitenbereich sind in der Regel nicht gut.


zandermax schrieb:
Dann habe ich mich doch dazu durchgerungen ein 20 mm 2.8 für Landschaftsaufnahmen zu kaufen. Und plötzlich machte das Fotografieren Spaß. Dadurch dass der Zoom wegfällt, konnte ich endlich mich mal an manuelle Belichtung wagen. Ich probiere jetzt viel aus und das Objektiv macht auch klasse Bilder.

Nun ja, manuell kann man auch mit einem Zoom belichten, und klar, eine Festbrennweite hat was, aber mit guten Zooms kann man auch tolle Portraits machen, bei 200mm und f/2.8 hast du eine sehr gute Freistellung und hast außerdem den Vorteil, nicht mit der Kamera so nah an die Person zu müssen, ich habe mal Portraits mit einem Canon 135/2 gemacht, einfach unglaublich gut was die Linse kann :cool_alt::

zandermax schrieb:
Dazu kommt, dass die Festbrennweiten viel leichter sind, als die Zoomobjektive. Das ist dann gleich doppelt verschmerzbar.

Kommt darauf an, so kurze Festbrenner sind nicht so schwer, aber schraub mal ein 200/2.0 oder 300/2.8 auf die Kamera, von einem 400/2.8 ganz zu schweigen :D Aber solche Gläser nimmt man nur zu bestimmten Photo Session mit, außerdem sehr teuer, kann sich fast keiner leisten.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Das was du jetzt aber sagst, liegt preislich weit von dem Weg, was man auf eine 1200D draufschrauben sollte.

Ich bin jedenfalls kein Fan von billigen Zooms mehr. Klar kann man damit locker manuell belichten, ist aber etwas ärgerlicher, da sich bei den billigen Zooms immer die Blende ändert.

Ich finde auch, dass Zooms für den Anfang nicht gut sind. Man überlegt sich überhaupt nicht, wie man das Motiv aufnehmen möchte.

Wenn ich beispielweise mein 20mm dabei habe, weiß ich ganz genau, welchen Auschnitt ich einfangen kann. Dementsprechend überlege ich dann, ob das Motiv geeignet ist, oder nicht. Es geht ja nicht darum auf alles einfach draufzuhalten, wie man das gerne mit einer Digi-Cam macht. Viel mehr sollte man das Motiv bewusst wählen. Das geht mitfesten Brennweiten zu Beginn sehr gut.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ein Canon 70-200/2.8 (ca. 2000€) oder ein Canon 135/2 (ca. 800€) machen auch auf einer 1200D verdammt gute Fotos, ein 200/2.0 oder das 400/2.8 verlangt dann schon mindestens ein zweistellige Canon wie 80D oder natürlich noch besser 5D/1D
 
Schon, aber ist halt fraglich, ob man mal schnell 2000 Euro übrig hat, wenn man gerade mal wenige hundert für die Kamera gezahlt hat.
 
Interessant, wie ihr hier vom Thema des Fragestellers abkommt. ;-)

Wobei ich zandermax insoweit zustimmen muss, mit einer Festbrennweite kann man als Anfänger besser fahren wenn man sich auf das Thema Fotografie tiefer einlassen möchte. Man muss sich durch die Beschränktheit der Festbrennweite mehr Gedanken um das eigentliche Foto & dessen Aufbau machen. Inwiefern diese Klopper wie 135/2; 70-200/2.8 IS II oder gar das 400/2.8 für einen Anfänger sinnvoll sind, lässt sich streiten.

Zurück zum Thema des Fragestellers: Entweder die versuchst, wie von zandermax erwähnt, einen Neustart mit Festbrennweite (50mm oder 85mm z.B.). Oder du verkaufst deine Cam + Objektive und bleibst bei dem Handy. Letzteres erscheint mir persönlich für dich & deine Situation aktuell am sinnvollsten. Du hast Lust auf Fotografie, aber deine Ambitionen reichen nun doch nicht so weit eine größere Cam mit Objektiven umherzuschleppen. Besser ist in diesem Fal du machst deine ersten positiven Fotografieerfahrungen mit dem Handy als mehr oder minder gefrustet dich an der Canon abzukämpfen. Auch mit dem Handy kann man fotografieren lernen und gute Bilder umsetzen. Man muss nur die Eigenheiten und Limitationen der Technik kennen. Stößt man dann irgendwann mit steigender Erfahrung an das Limit seiner Fotohardware, kann man sich immer noch (wenn nicht gar besser) für ein Upgrade der Ausrüstung entscheiden.
 
Wenn dich das Geld nicht drückt, kannst du dioe Canon ja auch erstmal behalten. Kauf dir doch mal n 50er 1.7, o.Ä. dazu. Die sind gebraucht sehr günstig zu bekommen. Dann hast du wenigstens was für Familienfeste, Hochzeiten usw.. Da wirst du dann auch wirklich einen riesen Unterscheid sehen (sofern du weißt was du tust -> schau mal auf youtube).
 
zandermax schrieb:
Hi,

Stehe gerade am selben Punkt, allerdings würde ich mir nie mehr eine Digitalkamera (also nicht-DSLR) kaufen.

Eine DSLR ist auch eine Digitalkamera. Und außer dem optischem Sucher spricht heute doch kaum noch etwas für DSLRs. Die spiegelosen DSLMs werden die DSLRs vermutlich mehr und mehr ersetzen.
Und auch Kompaktkameras haben ihre Berechtigung. Mit einer Sony Rx 10 III hat man fast schon die "eierlegende Wollmilchsau".
 
Direkt an den TE:

Ich finde, dass Du zu viel Augenmerk auf die Technik legst. Das wichtigste Element, um gute Fotos zu machen, ist der Fotograf selbst. Das vergisst man häufig, weil man in anderen Bereichen durch massiven Technikeinsatz bessere Ergebnisse produzieren kann.
Das zweitwichtigste Element ist das Objektiv, und dann kommt erst die Kamera (Sensor, etc.).

Was will ich sagen: Man muss mehr Zeit investieren für gute Fotos, Technik alleine reicht da nicht.

Da du dich offenbar schon entschieden hast, zeitlich nicht mehr in die Fotografie zu investieren, ist es tatsächlich sinnvoll, das Handy zu behalten. Das wird Dir in den üblichen Point-and-Shoot-Situationen, die Du offenbar im Urlaub hast, auch gute Dienste erweisen. Die Fotos werden mit einer Kompaktkamera nicht besser sein, höchstens wenn Du etwas Zoom benötigst. Aber wie häufig hast Du diese Situationen gehabt?
Die Alternative mit der Festbrennweite sehe ich eher kritisch. Man hat zwar mehr Möglichkeiten, aber man muss auch wieder viel Zeit investieren. Erst das Spiel mit Blende, Belichtung etc. zeigt die großen Vorteile der Festbrennweite. Wenn man doch nur die Automatik schalteten lässt, dann wählt sich eine mittlere Blende und der ganze Vorteil der hohen Tiefenunschärfe, den z.B. eine Festbrennweite mit Blende 1.8 bietet, ist wieder dahin.
 
Jetzt geht hier die Mirrorless-Diskussion auch wieder los -_-

Ich fasse mal zusammen:
* Vorhanden: 1200D mit 18-55 und 55-250, Xperia Z5 (äquivalent mit 18mm@APS-C)
* Unzufrieden mit: Objektivwechsel, Bildqualität OOC
* Möglichkeiten
a) Canon verkaufen, Smartphone nutzen
b) Canon verkaufen, für das Geld Kompaktkamera kaufen (150-200€?)
c) Canon behalten, Smartphone nutzen
d) Canon aufrüsten, Festbrennweite (50mm 1.8 für ~100€)
e) Canon aufrüsten, neues Standardzoom mit mehr Möglichkeiten, z.B. 17-50 2.8 oder 17-70 2.8-4 (kosten 200 gebraucht bis 400€ neu)
f) Canon massiv aufrüsten >1000€ ....
g) Canon verkaufen, DSLM mit Standardzoom kaufen (kosten ~400-600€)
h) Canon behalten, Fotografieren lernen (kostet nur Zeit)
 
B.XP schrieb:
Jetzt geht hier die Mirrorless-Diskussion auch wieder los -_-

Es hat einer mehr oder weniger nebenbei DSLMs erwähnt, bist du nicht etwas sehr empfindlich?

Ontopic: Ich glaub die beste Lösung wäre eine Edelkompakte, wie die RX100 (also Option b) mit etwas mehr Geld). Da gibts kein Objektivwechsel, die Qualität ist ca. gleichweitig mit einer Einsteiger DSLR mit Kit und die ist leicht genug, dass man die gerne mitnimmt.
 
Nein, der beste und vorerst billigste Weg wäre sich einfach die Zeit zu nehmen und sich in die Materie einarbeiten, denn die 1200D und die beiden Objektive die vorhanden sind, machen auf jeden Fall bessere Bilder als eine Kompakte oder ein Smartphone Kamera, auch wenn die beiden Objektive nicht gerade das wahre sind, dazu vielleicht für 100€ noch ein EF 50/1.8 holen und staunen, was für gute Bildqualität in diesen kleinen Objektiv steckt.
 
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