Cashback -> Welchen Sinn oder Trick?

K

Kaemna

Gast
Grüßt Euch,

welchen Sinn haben Cashbacks? 100-200 EUR.
Was ist der Sinn dahinter dem Käufer freiwillig Geld zu schenken?

Ciao.
 
Kaufverhalten analysieren (Payback).
Im Sinne von Computerhardware: Der Hersteller will den Verkauf einer Produktgruppe ankurbeln um Lager zu leeren oder weil er auf Systemkäufe hofft. Außerdem kann man so einen Kaufentscheid für die eigenen Produkte erwirken, ohne einen Preisnachlass über den Zwischenhändler durchzudrücken.
 
Naja es wird ja nicht verschenkt es ist ja an Bedingungen geknüpft
(Häufig Vertrag über eine bestimmte Laufzeit)
 
Kundendaten!
Und Lager leeren.
 
Das ist im Prinzip relativ einfach, die kriegen für den Abschluss des Vertrags z.B. 300 € Provision vom Anbieter. Dir geben Sie dann 100-150 € davon zurück. Damit bist du Happy und für die ist es auch ein gutes Geschäft, weil sie so mehr Verträge abschließen.

Ohne das würdest du den Vertrag woanders abschließen. Auch muss man halt mal die Tarife vergleichen. Nicht selten ist es so, dass man da zwar Cashback bekommt, aber auf die 24 Monate Laufzeit gesehen mehr bezahlt wie bei einem Anbieter der dir sowas nicht anbietet.
 
Kommt darauf an wer Cashback zahlt. Bei Tarifvermittlungen auf Provision können die Provisionen gestaffelt sein.

Wenn der Händler 100 Kunden in Zeitraum X wirbt, bekommst er pro Kunde 100 Euro Provision. Wenn er 200 wirbt, bekommt er pro Kunde aber 120 Euro Provision. Das wären in einem Fall 10.000 Euro Provision, im anderen Fall 24000 Provision. Jetzt hat der Händler aktuell 190 Kunden geworben, wären demnach nur 19000 Provision. Um 10 neue Kunden zu bekommen, verspricht er jedem Kunden 100 Euro Cashback. Gewinnt er 10 Kunden, hat er zwar 1000 Euro bezahlt, bekomt aber für 200 Kunden zusätzlich die 20 Euro mehr. Und ab dem 11. Kunden nimmt er dennoch 20 Euro zusätzlich ein und zahlt nicht drauf. Oder er macht halt nur 10 Verträge mit Caschback (Motto: solange Vorrat reicht).

Auch kann es "nur" der Vertrieb des Herstellers oder eines Shops sein. Wird der Vertriebler auf Provision bezahlt, ist es derselbe Effekt. Erreicht er sein Ziel, bekommt er mehr Provision. Also kann es sich lohnen, etwas Geld in die Hand zu nehmen um Cashback zu zahlen um eine höhere Bonuszahlung zu bekommen. Dies kann dann ein einziger Shop sein, dessen Vertriebler sowas veranstaltet. Andere Shops ziehen dann aber (teils automatisiert) auch einfach nach vom Preis bzw. Cashback.

Schlussendlich kann der Hersteller aber auch einfach so sein Lager leeren wollen. Lagern kostet Geld, das Zeug wird i.d.R. auch nicht wertvoller wenn es rumliegt. Dazu kommt natürlich auch noch die Auslastung des Betriebes. Ist von der Kostenrechnung alles optimal und die Produktion deckt die laufenden Kosten und erwirtschaftet einen Gewinn, kann alles darüber hinaus produzierte viel billiger in den Markt geworfen werden weil die Fixkosten ja schon gedeckt sind. Wenn also Ware X für 500 Euro im Regal zu kaufen ist und bei normaler Auslastung damit die Fixkosten von 100 Euro und die variablen Kosten von 100 Euro gedeckelt sind und noch 50 Euro Gewinn drin ist und jeder der Händler auch noch daran verdient, dann kann ich bei einer höheren Auslastung des Betriebes die Fixkosten streichen, denn die sind schon bezahlt. Also kann ich 100 Euro Cashback geben, verdiene aber dasselbe.
 
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