Notiz CB-Funk-Podcast #147: Dem ländlichen Glasfaser-Chaos auf der Spur

Vitche

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Gestern gegen 14 Uhr ist Deutsche Glasfaser hier im Norden bis Osten für nunmehr 29 Stunden offline. Kann mich nicht mehr daran erinnern eine so lange Störung gehabt zu haben. Nervt hart!
 
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im November 2023 Vertrag mit OpenInfra abgeschlossen, 2024 wurden Hausanschlüsse inkl. Glasfasermodem "hingezaubert", seit dem absoluter Stillstand und Entschuldigungen. Ich wohne in Ostbayern.

Mehrere Landkreise haben hier das Problem.

Absolute Katastrophe.

Gut dass wir noch ein stabiles Telekom DSL mit 100 MBit haben (hier am Land nicht schlecht). Welches eine Uptime von 99,99% hat.
 
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Ich habe im April 2023 Glasfaser bei der Telekom abgeschlossen, weil Werbung gemacht wurde, dass "jetzt hier verlegt wird".
Im Sommer 2024 (schonmal über 1 Jahr später) wurden dann über 1-2 Monate hinweg an allen Straßen Risse gemacht und bis an die Grundstücke (nicht an die Häuser) verlegt.
Aktuell (also weitere anderthalb Jahre) heißt es, bis spätestens 31.12. ist alles fertig und nutzbar... Wees glaubt :grr:
 
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Anub1s schrieb:
habe im April 2023 Glasfaser bei der Telekom abgeschlossen, weil Werbung gemacht wurde, dass "jetzt hier verlegt wird".
Die Ranger Marketing läuft überall durch - verkaufen dir aber nur überteuertes VDSL mit schlechtem Peering.
 
Wir hätte auch gern dieses neumoderne superschnelle "Faserglaser". :heul:
Leider waren den Hauseigentümern die 300€ für den Hausanschluß zuviel, als die Stadtwerke Kufstein hier in der Region vor ca 3-4 Jahren im Zuge der Breitbandförderung Glasfaser verlegt haben.
Ich hätte sogar angeboten die Hälfte beizusteuern. Ich will garnicht wissen was inzwischen nach Auslaufen der Förderung fällig wäre für ~50m Einfahrt aufreissen, Kabel verlegen und wieder zuasphaltieren.
So sitzen wir halt jetzt immer noch mit LTE hier; zwar seit kurzem mit mittlerweile 150/50 für schmale €14,90, aber halt auch mit all den Problemen der Technik - ausgelasteter Sender (zum Glück nur selten), Wetterabhängigkeit und schlechte Latenzen.
Demnächst wirds wohl ein Umstieg auf 5G werden, wenn die Preise sinken.
Ein weiterer Hausbewohner hat das letztes Jahr schon gemacht.
Kupfer ist keine Alternative mit völlig überteuerten und hier am Standort maximal möglichen 80Mbit/s.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin seit 2 Jahren mit 5G Router und unlimited Flat versorgt. Funktioniert erstaunlich gut (400Mbits Down/ 200Mbits Up) und Ping mit meistens unter 20ms auch mehr als brauchbar.
Letzte Woche wurde bekannt gegeben, dass es ab Ende 2026 Glasfaser geben wird. Ich bin gespannt :D
Über Kupfer konnte mir der Anbieter nicht mal 20 Mbit/s garantieren. Danke i guess? :freak:
 
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@DLMttH
Natürlich hab ich dem Vermieter gesagt ich würde die Hälfte der Kosten übernehmen.
Das steht auch so dort. Bitte sinnerfassend lesen....
RedSlusher schrieb:
und Ping mit meistens unter 20ms auch mehr als brauchbar.
Ist 5G da doch soviel besser ?
Mit LTE sinds hier meist 28-30ms, bei Sichtverbindung zum Sender in 230m Luftlinie.
Aktuell läuft inzwischen wegen WiFi6 für PCVR ein TP-Link 515 cat.12. (hat einen Huawei B618 abgelöst)
Ich schau mich inzwischen auch schon nach einem 5G Router um.
Der ZTE MC888A Ultra wird im LTE-Forum öfters mal empfohlen für das bei mir in Frage kommende Netz.
Die gibts inzwischen zu recht anständigen Gebrauchtpreisen bei willhaben, und sollen recht anständig funktionieren. Ich bin mit blos mit ZTE nicht so ganz sicher.
2 Freunde hatten mit ihren ZTE 4G Routern ziemliche Probleme, speziell hinsichtlich instabiler Firmware.
Aber gut, das ist auch schon ein paar Jährchen her.
 
gustlegga schrieb:
Leider waren den Hauseigentümern die 300€ für den Hausanschluß zuviel, als die Stadtwerke Kufstein hier in der Region vor ca 3-4 Jahren im Zuge der Breitbandförderung Glasfaser verlegt haben.
Das klang eher so, dass in deiner Stadt/Dorf niemand Glasfaser wollte und es deshalb nicht ausgebaut wurde.. Notfalls hätte ich dem Vermieter auch die 300 bezahlt, aber vorher hätte ich ihm gesagt, dass Kupfer in absehbarer Zeit abgeschaltet wird und er dann tausende blechen kann.. Aber bei den 300 wäre es sicher auch nicht geblieben, in einem Mehrfamilienhaus musst du ja auch noch die Leitungen quer durchs Haus ziehen und für die entsprechenden Vorbereitungen ist mMn der Vermieter zuständig..

LTE war bei uns so lange eine gute Option, bis der Funkturm in Flammen aufging und mich zum Umstieg auf Starlink zwang.. Jetzt habe ich das Glasfaser Leerrohr im Haus und warte gespannt auf den Tag, an dem ich Elon wieder den Rücken kehren darf 😉
 
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GlockMane88 schrieb:
Das klang eher so, dass in deiner Stadt/Dorf niemand Glasfaser wollte und es deshalb nicht ausgebaut wurde.
Eher im Gegenteil. Viele hier in den umliegenden Gemeinden waren froh dass die Stadtwerke Kufstein das in die Hand genommen haben im Zuge der Breitbandausbau Förderung durch Land & Bund, weil die Telekom ja ewig nicht aus dem Quark gekommen ist und immernoch auf DSL klebt - inzwischen lohnt für die der Ausbau sowieso nicht mehr wo ja schon von wem andern Glasfaser liegt.
Dafür vermarkten sie halt jetzt alternativ dieses Hybrid-Zeugs.
Nein, die €300 wollte ich nicht auf meine Kappe nehmen. Ich bin nicht zuständig für die Infrastruktur meines Vermieters... vor allem wenn ich nicht weiß, ziehen wir in 2 Jahren aus oder in 10.
Die Vermieter meinten nur dass sie mit ihrem Anschluß (iirc irgendwas um die 60MBit über Festnetz) zufrieden sind, und wenn ich was schnelleres möchte muß ich mich halt umsehen.
Hätte auch versucht die andern beiden Mieter mit ins Boot zu holen, aber der eine war damals auch mit den 80MBit über Kupfer zufrieden (hat inzwischen 250MBit mit 5G). Und für die anderen ists ein Ferienwohnsitz, die sind nur 1-2 mal im Monat hier, denen reicht das Smartphone - für Laptop dann halt mit Hotspot.
Ich glaub auch dass die Eigentümer ebenfalls nicht wollten dass ihre erst vor wenigen Jahren neu asphaltierte Einfahrt wieder aufgerissen wird. Dabei wäre eh alles wieder sauber zugemacht worden ohne zusätzliche Kosten.
GlockMane88 schrieb:
Aber bei den 300 wäre es sicher auch nicht geblieben, in einem Mehrfamilienhaus musst du ja auch noch die Leitungen quer durchs Haus ziehen und für die entsprechenden Vorbereitungen ist mMn der Vermieter zuständig..
Pro Haushalt wären noch €60 für den Anschluß fällig gewesen, wenn man Glasfaser wollte.
Viele in meinem Bekanntenkreis mit eigenem Haus die Glasfaser genommen haben, habe einfach ihre alten Festnetzleitungen rausgeworfen wenn kein Platz mehr in einem Rohr/Schlauch war.
Kufnet bietet über Glasfaser sowieso alles aus einer Hand auf Wunsch. Festnetz per IP-Telefonie, Kabelfernsehen und Internet. Wäre also alles kein Hexenwerk.
GlockMane88 schrieb:
warte gespannt auf den Tag, an dem ich Elon wieder den Rücken kehren darf
Ich drück die Daumen !
Bin froh nicht auf diesen Ketamin Addict angewiesen zu sein. :rolleyes:
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei uns sollte seit Oktober 1025 Glasfaser verfügbar sein. Liegt auch bereits im Keller, nur leider gibt es keine Angebote zur Nutzung.

Zur Telekom möchte ich wegen Monopol-Gebahren & Peering nicht. Die Thüringer Netkom bietet nichts an. Das Netz ist von der Telekom.

Die Telekom möchte GF (teuer!) vermieten oder eben selbst anbieten.

Da bleiben wir hier auf einer 75/15 DSL-Leitung sitzen? . . .

Nichtmal 100/40 DSL ist hier erwerbbar.
 
Anub1s schrieb:
Aktuell (also weitere anderthalb Jahre) heißt es, bis spätestens 31.12. ist alles fertig und nutzbar... Wees glaubt :grr:
So eine Leidensgeschichte habe ich auch hinter mir.. Hab aber nach zwei Jahren keine Lust mehr auf das Theater mit der Telekom und hab denen gekündigt. Hab mir Starlink geholt und seitdem keine Probleme mehr..
 
Da bin ich echt froh, dass in meiner Straße Vodavon so gut ausgebaut hat. Hatte in 9 Jahren nur 3 Ausfälle. Einer war mehr als 24h, aber damals ist scheinbar von nem Bagger eine Hauptleitung zerstört worden. Da gab es in halb deutschlabd probleme. An dem Tag hab ich ein ganzes 600 Seiten ich gelesen und war richtig entspannt. Streamingdienste waren diesbezüglich niemals hilfreich.


Zu der Ki sache. Das die Modelle nicht besser werden, liegt wohl auch einfach an den Daten. Diese „All in“ Modelle sind aus meiner Sicht das Problem. Gute Spezialisierte Modelle, die auch miteinander aggieren können, wäre vielleicht ein Weg.
 
Also da wurde schon ein sehr spezieller Fall rausgepickt was Glasfaser angeht.

Das da Grenzen sind und wieder die Frage ist, wer der Geldgeber ist und/oder sich verantwortlich fühlt, wird immer sein. Kein will wenn er nicht muss.
Zumal die Gemeinden aktuell sowieso eine sehr starke Belastung haben.

Es gibt Dinge die gehören in staatlicher Hand und eben nicht privatisiert.
Da wurde schon oft zu kurz gedacht und nur das Geld gesehen.
Über die marode Infrastruktur im Land brauchen wir glaube ich kein Wort mehr verlieren (Schlagwort: Brücken)


Das wird mir aber jetzt schon viel zu politisch.
Starlink und fertig. Das sollte die pragmatischiste Lösung sein.

Wenn nix mehr ankommt, hat man immer noch das Recht nicht mehr zu zahlen.

Zu meiner Erfahrung:

ging alles super reibungslos.
Hat zwar gedauert, bis es soweit war - aber die Erdrakete, die herausgenommen Steine, die Bohrung am Haus. Das Verlegen im Hausflur bis zum Heizungskeller. Sowie das Fiber to Home legen.

Alles reibungslos und gerade im Außenbereich: wäre ich nicht dabei gewesen, hätte ich es nicht geglaubt.
Wahnsinn wie sauber da gearbeitet wurde!

Das geht schon. Vielleicht sollten man mal andere Sub-Unternehmen nehmen und nicht Vollzeit Pfuscher.
Waren bei uns jetzt keine deutschsprachigen Mitarbeiter, aber man hat sich verständigen können und die Jungs haben ihre Arbeit sehr gut gemacht! (Straße & am Haus)
 
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@RaptorTP Speziell ist der Fall auf alle Fälle, krumme Hunde beim Glasfaser- und generell Infrastrukturausbau gibt es aber immer wieder. Und hier hatte ich den Vorteil, dass ich zumindest die Ecke kannte und dabei das grundsätzlich Problem nachvollziehen konnte. Das macht es dann schon deutlich leichter, um sich mal grundsätzliche Probleme anzuschauen.

Was man sich immer vor Augen halten muss: Die letzten 5 Prozent der Haushalte bzw. Liegenschaften anzubinden, ist richtig teuer. Das habe ich dann schon die Erwartung, dass man strukturell so aufgestellt ist, dass man es effizient hinbekommt.

Und Satelliten-Internet wäre definitiv die naheliegende Lösung, speziell Starlink ist aber leider auch politisch. Infrastruktur, die der Betreiber im Handumdrehen abschalten kann, ist nicht unproblematisch.
 
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