CCNA vs Industriemeister vs Techniker

Ex0r

Commander
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Hi !

Ich stehe vor nem richtig blöden Problem. Ich bin zurzeit noch in ner IT Ausbildung aber ich würde mich gerne so früh es geht weiterbilden bevor man übernommen wird (o.Ä.) und man sich an die Kohle gewöhnt und faul rumsitzt :D

Wie viel ist der Techniker im Bereich IT (den könnte ich an meiner Berufsschule für 0€ über 4 Jahre in Abendform machen) noch wert? Hat einer von euch den Techniker und Erfahrungen bei Bewerbungen bzw. mit Firmen?
Der Meister interessiert mich auch noch weil er nicht so lange geht und ich mich für Etechnik bzw Elektronik interessiere. Sprich würde dann aufjedenfall den Industriemeister machen. Aber irgendwie macht das heutzutage kaum noch einer oder? Warum?

3tes Thema: CCNA. Meister/Techniker is ja schön und gut. Immer wenn ich über Stellenanzeigen im IT Fachmarkt drüber schau steht öfters "CCNA wünschenswert" oder sogar "Pflicht" bei. Dem gegenüber stehen die Kollegen, die allesamt auf Zertifikate schei*en. Was denn jetzt? Ist der CCNA wirklich hilfreich beim Bewerben oder nicht? Den könnte ich für 800€ (glaub ich) machen was für mich als Azubi nen Haufen Kohle ist.

Infos zu mir: 21 Jahre, Branche: Chemie, Übernahmechance: Unsicher (hab auch noch 2 1/2 Jahre vor mir ;) )
 
Servus,

kann nur was zum Thema CCNA sagen: Der ist auf jeden Fall viel wert (und kostet auch entsprechend) - sofern man den CCNA "kann" und nicht nur "hat". (Lernen vs. Auswendiglernen)
CCNA = Grundausbildung für Netzwerk / IP / Subnetting / Cisco.

IT Fachkräfte werden immer gesucht!

Gruß
 
Denke mal in der IT-Branche wird dir ein Elektromeister oder Techniker nicht sehr viel bringen.
In der Metallbau- /Maschinenbauindustrie wohl eher...
 
Hm okay...meine Berufsschule macht seit genau gestern Werbung für den Techniker. Klingt eigentlich sehr gut, ich könnte sogar dieses Jahr schon anfangen und wär dann ein Jahr nach der Ausbildung gleichzeitig mit dem Techniker fertig. -kostenlos. Allerdings ist das schon heftig Montags bis Donnerstags, 17.45 bis 21.00Uhr =/

CCNA würde mich ja auch interessieren. Zumal ich das wirklich wissen will und ich nix vom "auswendig" lernen halte.
 
Wenn Du 1 Jahr nach der Ausbildung mit dem Techniker fertig sein kannst, dann würde ich den unbedingt mitnehmen.

Klar, abends ackern ist nicht schön - aber parallel zu einem vollen Job und mit Familie wirds später noch viel schwerer.
 
Dem gegenüber stehen die Kollegen, die allesamt auf Zertifikate schei*en. Was denn jetzt?

Mit Zertifikaten ist das so ne Sache... ich kann mir einfach die Fragen kaufen und die Prüfung damit machen und hab dann das Zertifikat. Von dieser Sorte gibt es leider genug, daher sagen viele mittlerweile sie geben auf solche Zertifizierungen nichts mehr.

Wenn du das ganze aber ehrlich durchziehst hast du damit zwar sehr Cisco-lastige, aber trotzdem fundierte Netzwerkkenntnisse die dir bei jedem IT Job weiterhelfen.
 
Ich bin selber in der IT-Branche und z.Z. auch noch in der Ausbildung, bin jetzt aber im Sommer fertig. Danach werde ich ein Studium beginnen und zwar parallel zum Beruf (Fernstudium). Techniker hatte ich mir auch überlegt, aber hat sich nicht als sonderlich lohnenswert herausgestellt. Es gibt inzwischen viel zu viele Techniker und die einstigen Traumgehälter die mit einem studierten Dip. Ing. mithalten konnten gibt es schon lange nicht mehr. Sicherlich würdest du mit dem Techniker nichts falsch machen, aber sieh es so, in den 4 Jahren könntest du wesentlich mehr erreichen.

Meister ist eine Sache für sich und gerade in der Elektrobranche eigentlich auch nicht lohnenswert. In anderen Branchen sieht das aber völlig anders aus.

CCNA ist immer gut, aber das ist kein wirklicher Ersatz für eine Weiterbildung wie Techniker, Meister etc. aber nebenbei immer gerne gesehen. Wenn du die Möglichkeit hast mach es, aber verliere das andere td nicht aus den Augen.
 
@Kryptolan: Genau das dachte ich mir auch gerade. Ich habe mir mal eben die Lernfelder reingezogen und - wow! Wenn die Schule dass nur annähernd erfüllen kann, ist das echt genau dass, was ich machen will. :) Lustigerweise wurde der Artikel dazu erst gestern veröffentlicht und ich seh den jetzt erst gerade. Das klingt ziemlich interessant.

So wie ich euch verstehe, ist der CCNA immernoch etwas wert. Nur wenn sich den jemand einfach "kaufen" kann ist das für einen der das echt will und dafür lernt ziemlich deprimierend.

@allstar: Danke für deine ehrliche Antwort.
 
Ach noch was...der Techniker setzt eine abgeschlossene Berufsausbildung vorraus. So wie ich das verstanden habe, hast du die noch nicht?!
 
Ich bin im Industriemeister Elektrotechnik/Nachrichtentechnik
Im Moment habe ich noch einen Job in dem ich den Meister nicht brauche aber persönlich glaube ich dass der Meister heute kaum etwas bringt ohne Zusatzqualifikationen. Für den Meister währe da zum Beispiel die Möglichkeit die Ausbildung Fachkraft für Arbeitssicherheit zu machen.
Oder weitere Ausbildungen im Bereich Betriebsmanagment, Mitarbeitermotivation, Projektmanagment usw. um nur ein paar zu nennen. Als Meister hättest du in einigen Bundesländern (z.B. NRW) sogar die Möglichkeit zu einem Hochschulstudium zum Elektro-Ingenieur.
Aber auch Weiterbildungsmöglichkeiten zum Technischen Betriebswirt oder staatlich geprüfter Betriebswirt (Hochschulreife erforderlich).

Ähnlich sehe ich es beim Techniker.
Kaum einer der Berufe die etwas zum höheren streben kommen heuten ohne weitere Qualifikationen aus. Schon der normale Elektroinstallateur braucht Ausbildungen im Bereich Netzwerktechnik, Bustechnik und SPS um Wettbewerbsfähig zu bleiben.

CCNA ist auf jedem Fall eine gute Weiterbildungsmöglichkeit wenn auch eher im Bereich IT und nicht unbedingt erforderlich als Industriemeister. CCNA ist auf keinem Fall eine einfache Ausbildung die man so per Abendschule macht. Sie erfordert einiges an Selbststudium. Ich kenne diesen Lehrgang nur als komplett in englischer Sprache geführten Lehrgang was diese Ausbildung nicht grade einfacher macht ohne gute bis sehr gute Englischkenntnisse.

Noch nen Tip: Je jünger du bist desto leichter fällt das lehrnen und die Lernphase so lang wie möglich erhalten. Nach einer gewisser Zeit im alltagstrott fällt einem das erneute Pauken sichtlich schwerer.
 
Zuletzt bearbeitet:
So hier mal die Aufnahmebedingung für den Bildungsgang "Staatlich geprüfter Techniker Elektrotechnik" an der Schule wo ich bin:

"AUFNAHME-
VORAUSSETZUNGEN

In die Fachschule für Technik kann aufgenommen werden, wer mindestens

1. den Abschluss der Ausbildung in einem für die Zielsetzung der jeweiligen Fachrichtung einschlägigen Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz, der Handwerksordnung, dem Landes- oder Bundesrecht und
2. den Berufsschulabschluss, soweit während der Berufsausbildung die Pflicht zum Berufsschulbesuch bestand und
3. eine Berufstätigkeit im Ausbildungsberuf von mindestens einem Jahr, die auch während der Fachschulausbildung abgeleistet werden kann, nachweist.

In die Fachschule kann abweichend von Absatz 1 aufgenommen werden, wer eine einschlägige Berufstätigkeit von mindestens fünf Jahren nachweist."

Quelle: http://bk-tm.de/


Vielleicht hilft dir das ja weiter.
 
Was genau machst du denn ? IT-Ausbildung kann ja vieles sein.

Ein CCNA sagt imo nicht wirklich viel aus, ich hab schon Praktikanten mit CCNA gesehen, das gibts hier teilweise von der Berufsschule aus, sprich fast der ganze Jahrgang hat den dann.

Ich glaube wenn du mehr Gehalt haben möchtest sollteste schon nen CCNP/CCIE oder ähnlich haben.

Oder du hast das Pech und kommst dann an ne Firma die so ziemlich alles außer Cisco benutzt (z.B. bei uns der Fall ;)) und kannst dir für die Zertifikate gar nichts kaufen.
 
Airex schrieb:
Noch nen Tip: Je jünger du bist desto leichter fällt das lehrnen und die Lernphase so lang wie möglich erhalten. Nach einer gewisser Zeit im alltagstrott fällt einem das erneute Pauken sichtlich schwerer.

Da ich zurzeit nicht das Gefühl habe dass mich die Ausbildung irgendwie auslastet (ich bin zugegeben ziemlich fitt auf dem Gebiet ;) ), würde ich auch lieber in der Ausbildung noch nebenbei was machen, als nach der Ausbildung. Wie du schon sagtest: Umso älter umso schwieriger wirds.

Der Meister geht aber doch nicht so lang wie der Techniker und ist fachlich auch nicht so tief angesiedelt oder? Ich habe mir eben mal ausführlich den Lehrplan vom Techniker reingezogen; Das ist schon einiges was die einem da vermitteln wollen. Ich habe gehört, dass der Meister eher "abbezahlt" wird und die Abschlussarbeit in etwa dem Aufbau einer UV gleicht bzw. das wohl schon ausreichend ist. Ist dem so? Darf man fragen wie deine Projektarbeit aussah? Wie wird die eigentlich bewertet? Ich interessiere mich sehr für Elektronik und nicht für Elektrotechnik (ist mir irgendwie zu..."simpel" :king:).

@allstar: Ja aber ich kann mich bereits jetzt an meiner Schule anmelden und 2-3 Jahre "absitzen". Ich werde dann zur Prüfung zugelassen, wenn ich nach der Ausbildung noch 1 Jahr Praxis nachweisen kann. Ich lerne bei nem internationalen Konzern und da bilde ich mir einfach mal ein, dass es da sicherlich eine Möglichkeit gibt irgendwo ein Jahr "abzuarbeiten" falls die mich nicht übernehmen.

@Blutschlumpf: IT-Systemelektroniker und bei uns gibts fast nur Cisco :king:
 
Ich bin auch IT-Systemelektroniker. Uns wurde gesagt, dass man sich da zwar schon während der Ausbildung für anmelden, aber das erst nach der Ausbildung beginnen kann. Was für mich auch insofern Sinn macht, da der Techniker auf die Ausbildung aufbaut und nicht wirklich eigenständig ist. In meinem Post davor habe ich dir ja mal die Zugangsvoraussetzungen aufgezeigt wie das bei mir an der Schule ist. Das ist ein Bildungsgang für den Staatlich geprüften Techniker in Elektrotechnik. In Informatik siehts genauso aus. Maschinenbau und Luftfahrttechnik kenne ich jetzt nicht auswendig. Aber das sollte für dich eh uninteressant sein.


Edit: Der Meister hat noch einen größeren Wirtschaftsteil dabei, weil er ja auch in der Lage sein soll einen Betrieb zu leiten. Ob das beim Industiermeister groß anders ist kann ich nicht sagen. Der Techniker hat auch einen Wirtschaftsanteil dabei, aber der ist recht gering. Leitende Positionen bekämst du damit höchstens auf technischer Ebene.
 
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Ich zitiere da einfach mal meine Schule:
Auch wenn Sie sich derzeit noch in der Ausbildung befinden, können Sie begleitend in der Teilzeitform die Fachschule für Technik besuchen – das eine Jahr Berufserfahrung nach Abschluss der Ausbildung müssen Sie erst bei der Zulassung zur Abschlussprüfung nach vier Jahren nachweisen.

Übrigens danke für die bisher sehr hilfreichen Antworten :) Es ist immer besser Leute aus den Berufen zu haben, die Erfahrungen berichten. Die jeweiligen Institute loben ihre Lehrgänge natürlich sowieso immer in den Himmel.
 
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Ok dann ist das bei euch anders und ich ziehe meine Aussage zurück. Dann rate ich dir mach den CCNA wenn du die Möglichkeit dazu hast und dann den Techniker. Obs wirklich groß Sinn macht sich schon während der Ausbildung den Techniker anzutun ist jedem selber überlassen. Ich bin ja jetzt in der Endphase der Ausbildung und hatte auf meinem letzten Zeugnis einen Schnitt von 1,5 also auch nicht wirklich schlecht. ABER ich finde gerade jetzt gegen Ende der Ausbildung gerät man immer mehr in Stress und wenn ich mir jetzt noch vorstelle, dass ich was zusätzlich für den Techniker machen müsste, käme ich nicht mehr zurecht. Da kommen nachher Projekte in der Schule und im Betrieb, dann noch lernen für die Abschlussprüfung, vorher der Antrag usw. Das macht alles wenig Sinn. Man sollte sich (meiner Meinung nach) immer erstmal auf die Ausbildung konzentrieren und danach mit dem Techniker/Meister oder eben einem Studium beginnen.

Ist aber nur ein gut gemeinter Rat, musst du nicht annhemen ;) :D
 
Hm das Projekt für die Ausbildung find ich jetzt gar nicht mal so fordernd. Vielleicht liegts daran, dass ich privat schon ziemlich viel gemacht habe.

Wie ists bei den andern mit ner IT Ausbildung hier? Wie fandet ihr das Abschlussprojekt? Stressig oder langweilig?
 
Bei mir ist es so, dass das Projekt nach meiner Schätzung einen mittleren Umfang hat. Die Doku ist recht umfangreich und hält lange auf. Die Hardware muss auch zusammenschraubt werden was sich aber in Grenzen hält. Man muss natürlich für die Prüfung lernen (!) denn die macht man nicht mal eben so ;) Dann kommt noch der mündliche mit einer Päsentation und einem Fachgespräch, auf welches man sich gut vorbereiten sollte. Vor dem ganzen Zirkus kommt noch die Sache mit dem Antrag bei IHK was auch aufhält. Nebenbei Berichte und Klausuren in der Schule. Und dann hat man noch die Arbeit die im Betrieb anfällt, die natürlich ziemlich maßgebend ist. Da das bei mir relativ viel ist, würde ich es definitiv zeitlich nicht beides parallel packen. Wenn du weniger auf der Arbeit zu tun hast, dann kanns schon gehen. Ich halte es trotzdem für sehr fraglich und eigentlich auch nicht sinnig. Aber letztlich liegt es bei dir, wir können dir nur unsere Erfahrungen mitteilen.

Würde mich aber auch mal interessieren, wie das bei anderen aussieht.
 
Wie ists bei den andern mit ner IT Ausbildung hier? Wie fandet ihr das Abschlussprojekt? Stressig oder langweilig?
IT-SE.
Mein Projekt war der Aufbau von einem Standort mit Konfiguration der Cisco Netzwerkkomponenten auf L2 Ebene und Verkabelung. Insgesamt 40 Switche, allerdings habe ich nur 3 Systemräume (=12 Switche, 3 Stacks) angemeldet (zeitlich hätt das nicht hingehauen).
Es war dann doch sehr anspruchsvoll, zumal ich damals eben keinen CCNA hatte.
Mit Präsentation und Prüfung auf ne eins war es keine leichte Prüfung, und die sind zum Teil fies in die Details des Projekts gegangen. Z.B. auf verschiedene Glasfasertypen und Vor-/Nachteile etc etc.
 
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