Chrome Browser

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Ensign
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Hallo,

ich habe heute mal einwenig gegoogelt welches der schnellere Browser ist und bin des öfteren darauf gestoßen das Chrome ziemlich schnell sein soll. Doch als ich dann Chrome selber gegoogelt habe bezüglich Sicherheit bin ich immer wieder auf Meldungen gestoßen das die Eula von Chrome bedenklich sein soll bezüglich Datenschutzgründen und ect.

Nun ist meine Frage:

Sind die Bedenken der Datenschutzgründe immer noch aktuell oder hat Google diesbezüglich eingelenkt? Habe da teilweise Sachen gelesen das Internetverläufe an Google übersendet werden und ect.

Vielleicht kennt sich da jemand besser aus als ich :) Was ist stand der Dinge?
 
AW: [FRAGE] Chrome Browser

Nein, Google tritt den Datenschutz immer noch mit Füßen.
Es gibt aber Alternativen, die ähnlich bzw. genauso schnell sind:
  • SRWare Iron: Basiert genau wie Chrome auf Chromium, die datenschutztechnisch bedenklichen Codeabschnitte wurden da aber entfernt.
  • Arora: Benutzt wie Safari und Chrome die WebKit-Renderengine, hat aber sonst nichts mit den beiden zu tun. Läuft iirc selbst auf uralten Windows-Versionen noch und hat eine eher klassische GUI.
  • Midori: Ähnlich wie Arora, benutzt aber für die GUI Gtk statt Qt. Der Windows-Port wird etwas vernachlässigt, aber unter Linux ist das mein Lieblingsbrowser. *g* Hat auch einen recht guten Werbeblocker (benutzt die selben Filter wie das Firefox-Addon AdblockPlus).
 
AW: [FRAGE] Chrome Browser

Um die Chrome-ID und andere kritischen Funktionen zu eliminieren, gibt es einige Möglichkeiten.

Auf Netzwelt wurden ein paar davon beschrieben und bewertet.

Link dazu: http://www.netzwelt.de/news/78514-chrome-id-loeschen-drei-freeware-tools-vergleich.html


!Bei dem SRWare Iron, gab es immer mal wieder Verzögerungen bei wichtigen/kritischen Updates. Will heißen, dass es teilweise Wochen gedauert hat, bis ein bekannter Fehler beim Chrome, dann auch bei Iron beseitigt war.
Zu den anderen, oben genannten, NoName Browsern kann ich nur die Frage in den Raum stellen; klappt der Aktualisierungsservice bei den Produkten?


Ganz allgemein zum Geschwindigkeitsrausch.

Von vielen Seiten, sprich von Foren, Zeitschriften, Werbung..., wird die Geschwindigkeit viel zu sehr ins Zentrum der Diskussion gebracht.

Dabei sind die Balkengrafiken richtig toll und im Hinterkopf wird schon mal eine Hochrechnung für die persönliche Nutzungszeit erstellt.

Wenn man die Rechnung tatsächlich macht, dann fallen die Geschwindigkeitsunterschiede nach ein paar Stunden surfen, gar nicht auf, weil der Vorteil, zum Beispiel bei der Script-Verarbeitung, im Millisekunden liegt. Mit einem anderen Browser hat man jedoch, wegen seiner genialen Erweiterungen, schon hundert Sekunden auf der Haben-Seite stehen hat und bis die Konten ausgeglichen sind, gibt es den Google Browser schon in der Version 22 auf dem RC2 Level.

Ich denke dabei auch immer an die Gesamtkonzeption von Google. Und die Konzeption dient nur einem Ziel. Mehr Daten, noch mehr Daten... alle Daten sammeln und auswerten.

Wer dabei an das Gute im Mensch glaubt, ist ein Narr und mit jedem installiertem Chrome, mit jedem vergebenen Mail-Konto, mit jedem Picasa, mit jeder Toolbar... ist Google eine Schritt zum gläsernen Google-Nutzer weiter.

Und? Ich bin davon überzeugt, dass der Tag kommen wird, an dem der Gläserne-Googler seine Unbekümmertheit bereut.


Christine A.
 
AW: [FRAGE] Chrome Browser

NoName Browsern kann ich nur die Frage in den Raum stellen; klappt der Aktualisierungsservice bei den Produkten?
Dazu kann ich nichts sagen, jedenfalls nicht zur Lage unter Windows. Ich benutz Linux, da kommen alle Updates für alle Programme zeitnah per Paketverwaltung reingeflattert. ;)
 
AW: [FRAGE] Chrome Browser

Eula von Chrome bedenklich sein soll
Das war ganz zu Beginn, als die Beta veröffentlicht wurde.
Die Nutzungsbedingungen wurden jedoch ein paar Tage darauf gleich nachgebessert. Soviel mir bekannt ist, gibt es heute an der EULA nichts mehr zu beanstanden.

Habe da teilweise Sachen gelesen das Internetverläufe an Google übersendet werden und ect.
Es werden keine Verläufe an Google gesandt. Wo hast du das denn her?

Das einzig bedenkliche ist die sogenannte Chrome-ID, oder auch Client-ID, mit der der Browser eindeutig von Google identifizierbar ist. Dafür gibt es aber wie gesagt Tools zum entfernen.

Mehr Informationen dazu in der Hilfe von Google:
http://www.google.com/support/chrome/bin/answer.py?hl=de&answer=107684v

... und im Hinterkopf wird schon mal eine Hochrechnung für die persönliche Nutzungszeit erstellt.
Nutzungsstatistiken werden nur erstellt, wenn man bei der Installation das Häckchen setzt für "Nutzungsstatistik senden", sonst NICHT.

... die Konzeption dient nur einem Ziel. Mehr Daten, noch mehr Daten... alle Daten sammeln und auswerten.
Ich denke Google hat vor allem darum einen Browser herausgebracht, um die Entwicklung beim den Browsern zu beschleunigen. Ihnen geht vieles zu langsam. Besonders auf eine schnelle Javascript-Engine wird dabei gesetzt, um Dienste wie Google Mail oder Google Wave schnell ablaufen zu lassen. Auch die Möglichkeit von Offline-Applikationen für Google Mail wird erstmals mit Google Gears unterstützt.

...

Ich finde Chrome durchaus interessant. Besonders die aufgeräumte Oberfläche, ist eine Wohltat für die Augen. Da hat sich endlich mal jemand Gedanken zu einer einfachen aber leistungfsähigen GUI gemacht. Auch dass jeder Tab in einem eigenen Prozess läuft, ist vorbildlich. Es gibt sogar einen Taskmanager, mit dem man die Speicherauslastung jedes Tabs sowie der Erweiterungen sehen kann.

Technisch ist Chrome anderen Browsern schon heute weitaus überlegen.
 
AW: [FRAGE] Chrome Browser

Creshal schrieb:
Dazu kann ich nichts sagen, jedenfalls nicht zur Lage unter Windows. Ich benutz Linux, da kommen alle Updates für alle Programme zeitnah per Paketverwaltung reingeflattert. ;)

Zudem flickt der Distributor Fehler, wenn der Entwickler sie noch nicht geflickt hat. :)
 
AW: [FRAGE] Chrome Browser

creatix schrieb:
Ich denke Google hat vor allem darum einen Browser herausgebracht, um die Entwicklung beim den Browsern zu beschleunigen. Ihnen geht vieles zu langsam...

Du hast das Konzeption und die Intension von Google wirklich nicht verstanden. Der Browser wurde nur deshalb entwickelt, weil er innerhalb der Google Applikationen die zentrale Schnittstelle darstellt. Ansatzweise, hast Du dass schon erkannt, nur noch nicht verstanden.*

Google will den Anwender gänzlich von seinen Daten befreien. Ein schönes Beispiel ist die Mail-Applikation von Google und die damit verbundenen AGB. Ähnlich sind die Bedingungen für die Büro-Anwendungen, ein wenig reduziert für die "noch" lokal zu installierenden Programme.

Bei der Betrachtung, machst Du unter anderem den Fehler, dass Du Google nicht als Gesamtpaket begreifst. Google ist nicht nur eine Chrome-ID. Es sind hunderte Millionen von Webseiten und daraus viele, viele Datensätze, der ganze Wust an Applikationen,... mit denen Google die Nutzerdaten zusammenrafft und miteinander verknüpft.

Will heißen, dass keine kompletten Verläufe übertragen werden müssen, weil Google jeden Einzelschritt protokolliert und ich hab gar keine Sorge, dass Google die Daten nicht zuordnen kann.


Selbstverständlich finden viele Leute die Datensammlerei von Google und die unverschämten AGB richtig toll.

Google versteht es eben, die Leute zu verarschen und ihnen auch die dicksten Bären aufzubinden. Immerhin gibt Google für die Strategie zig Millionen aus, und da kann man schon erwarten, dass den Google Leuten, ein beträchtlicher Anteil der Nutzer, auch auf den Leim gehen.

Über andere Dinge, wie Menüs, Icons, Schaltflächen,... verstecken, kann man sich streiten. Ich sehe nur, dass man beim IE die Menüleiste wieder setzen kann und dass es für Chrome Erweiterungen gibt, die das Ding wieder bedienbar machen und wenn man eine Millisekunde bei einem Script gut gemacht hat, dann kann man sich ruhig mal ein paar Sekunden durch die Schachtelmenüs klicken


Christine A.




*
creatix schrieb:
Besonders auf eine schnelle Javascript-Engine wird dabei gesetzt, um Dienste wie Google Mail oder Google Wave schnell ablaufen zu lassen. Auch die Möglichkeit von Offline-Applikationen für Google Mail wird erstmals mit Google Gears unterstützt.
 
Kein Streit bitte, welche Ziele google nachgeht....

Der Browser hat seine Vorteile, wie jeder andere auch, man kann IDs entfernen und Leute, welche nichts gegen eine persönliche ID haben und den dadurch entstandenen Löchern im Datenschuts, die dürfen sich nicht beschweren personalisierte Werbung zu kassieren.

Die Ziele die Google verfolgt sind aber nicht bekannt und deswegen verbitte ich mir jegliches geflame gegen google. AGBs die nicht rechtlich sind sollten angefechtet werden und wer des weiteren etwas gegen diese Firma hat soll die Produkte ignorieren.

Bing ist auch in Ordnung und Firefox tut seine Arbeit auch ohne Google!
 
Man muss die Google-Dienste ja nicht nutzen.
Vorerst ist das mal ein ganz normaler Browser fürs WWW.

Wettbewerb belebt das Geschäft, ich sehs als Bereicherung.
 
Zuletzt bearbeitet:
Überall findest man ein Stück Wahrheit und Positives.

Wenn es Mozilla mit dem Firefox (weltweit) noch nicht geschafft hat, die Microsoft-Leute aus ihrem Dornröschenschlaf wachzuknutschen, Google hat es, trotz mäßiger Installationen, geschafft - eine gehörige Portion HalloWach an MS zu schicken.

Damit wird die Google-Konzeption insgesamt, natürlich nicht besser, harmloser, weniger schlimm,... Es kann nur dazu führen, dass der Kunde am Ende einmal mehr unter - mehr oder weniger - Datenabgriff entscheinden kann.

Vielleicht geht es irgendwann bei dem Browser- und Software-Krieg, nur noch darum, wer den Nutzer am besten vor den Stasi-Methoden schützt. Dass, wäre richtig schön.


Die Gefahr, die meiner Meinung, von Google ausgeht, ist für viele Menschen zu abstrakt und nicht fassbar.

Erst seit Google schwarze Autos, mit Stativ und montierten Kameras auf dem Dach, durch Europa fahren lässt, sehen die Menschen, dass Google ihnen in die Wohnzimmer, Vorgärten, direkt aufs Maul, die Kfz.-Kennzeichen,... schaut.


Dass was Google schon seit Jahren mit den Menschen macht, bekommt endlich etwas fassbares, bekommt ein Gesicht und dafür erntet Google erstmals Massenkritik und spürt einen Gegenwind.

Auch von den Leuten, die die "Machenschaften" von Google seither für allzu harmlos gehalten haben, wachen langsam auf.


Christine A.
 
Zuletzt bearbeitet:
Gut ich muss zugeben ich mag Google Street View... bevor ich nach Amerika gegangen bin konnte ich mir so alles schonmal genau anschauen. Das ganze sollte natürlich in einem gesunden Massstab bleiben und Nummernschilder und Gesichter entfernt werden.

Das Google immer mehr einen gläsernen Inet User erstellt ist mir klar und in Folge müssen wir uns besonders auf personalisierte Werbung einstellen. Aber Gefahr? Wichtig ist, dass Daten, die entstehen nicht an dritte weitergeleitet werden und jegliche Daten sicher sind, ob das meine Bank Daten sind oder das Datum meiner Hochzeit.

Google ist für mich deswegen zwar ein ernst zu nehmender Aspekt, im Sinne, das ich nicht will, dass Daten entstehen, die mein Arbeitgeber oder mein Nachbar in die Hände bekommt. Personalisierte Werbung ist zwar auch Mist, aber keine Gefahr.

Größere Gefahr sehe ich durch das persönliche Preisgeben von persönlichen Informationen... Facebook und Co sorgen dafür, dass man nicht nur für google, sondern für jeden immer "gläsener" wird.

Ich z.B würde immer ein Synonym nutzen.

Google ist im Moment eine Datenkrake, wie gefährlich ist die Frage... Social Networks sind aber aktuell vieeel gefährlicher
 
@Christine A.
Ich finde du hast einen großartigen Artikel geschrieben der zum Nachdenken anregen sollte. Wie Lemminge fressen viele User Google aus der Hand und nutze alles was in vorgesetzt wird. Ich habe großes Bedenken wenn ein Unternehmen über so viel Macht verfügt und ich mache da so weit es mir möglich ist nicht mit.

Außerdem, in was für einer eintönigen, farblosen und langweiligen Welt werden wir leben wenn Google noch mehr den Markt an sich reist und in allen Bereichen der EDV so überaus dominant ist. Und kann sich diese Marktherrschaft auch auf anderen nicht EDV technischen Bereiche ausdehnen?

Im privaten gehe ich zum Bäcker um die Ecke und nicht zu einer Kette wo ich nur eine Nummer bin. Ich gehe zum Türken oder auch ab und zu in einen BIO Laden, leider sind diese sehr teuer. Damit will ich einfach nur sagen das Abwechslung gut ist und gelebt werden sollte, in allen Bereichen.

Gruss
 
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