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NewsCopilot-Training: GitHub nimmt sich Daten der Nutzer per Opt-out
Ich glaube der Kern meiner Aussage kam immer noch nicht rüber: Ab der 5. Klasse (Zumindest damals, als ich noch zur Schule ging) fing man an, Fremdsprachen zu lernen. Es geht darum, dass jemand, der die Sprache lernt noch kein Gefühl für die Sprache entwickelt hat, um Nuancen eines Textes zu erfassen und diese adäquat in seiner Sprache wieder zu geben
Und genau da ist der Fehler. Die KI ist kein Sprachanfänger. Die kann alle Sprachen sprechen.
Wo es mangelt, ist die Meta-Ebene. Aber auch da ist eben ein Kind auch nicht sonderlich weit.
Ich verstehe was du meinst, aber du übertreibst maßlos.
MaverickM schrieb:
Weil eine KI nicht Schlau, sondern ziemlich Dumm ist. Das, was den Menschen intelligent macht, ist die Fähigkeit zur Transfer-Leistung. Genausowenig wie Tiere das besitzen, besitzt es eine Maschine (derzeit auch noch) nicht.
Das ist aber für diese oben aufgeführten Sachtexte eben nicht sonderlich relevant. Dort gibt es keine Ironie, Sarkasmus, Zweideutigkeit. Nicht mal Redewendungen. Die sind so geschrieben, das sie eindeutig sind.
MaverickM schrieb:
Mir ist noch keine dieser vermeintlich "brauchbaren" chinesischen Übersetzungen untergekommen in Handbüchern. Aber vielleicht kaufe ich auch die falschen Geräte.
Nein, du hast es allgemein gehalten, ohne Einschränkungen. Und auch jetzt bist du doch immer noch der gleichen Meinung.
In der Praxis funktioniert es. Und in dem Konzern wo ich arbeite, sind nicht alle Leute dumm oder nicht in der Lage Englisch/Deutsch/Chinesisch zu sprechen. Ich könnte dir Texte vorlegen und du könntest nicht sagen ob original oder maschinell übersetzt. Ich weiß, wirst du nicht glauben. Deswegen hat weitere Diskussionen keinen Sinn. Wir kommen da nicht auf einen Nenner.
Doch genau das ist sie. Genau aus dem Grund, den Du ja auch nennst. Und mir dann sogar in meiner Aussage zustimmst, dass ein Kind genau auf dem gleichen Niveau übersetzt.
bensen schrieb:
Das ist aber für diese oben aufgeführten Sachtexte eben nicht sonderlich relevant.
Ich würde argumentieren, dass gerade bei Rechtsverträgen oder Gesetzen durchaus eine Transferleistung notwendig ist, wenn es darum geht, einen Vertrag Wasserdicht zu machen.
Natürlich sind solche Dinge leichter zu übersetzen als Prosa, das dürfte aber klar sein. Genau deswegen habe ich auch von Anfang an von Prosa gesprochen.
bensen schrieb:
Nein, du hast es allgemein gehalten, ohne Einschränkungen.
Nein, ich habe explizit auf einen Kommentar geantwortet, der behauptet hat, Übersetzer würden verschwinden. Und das Beispiel der Übersetzung von Prosa angeführt. (Dazu zähle ich jetzt auch mal nicht nur Bücher, sondern bspw. auch das Synchronisieren von Filmen, bei denen es noch wichtiger ist, dass man nicht nur ein tiefes Sprachverständnis hat, sondern auch noch andere Dinge wie bspw. Lippen-Synchronität etc. beachten muss.)
bensen schrieb:
Und auch jetzt bist du doch immer noch der gleichen Meinung.
Nein, es geht zum einen darum eine Fremdsprache zu lernen und zum anderen darum Sprache generell zu verwenden, egal was für eine es ist.
Ein Kind kann sich auch in der Muttersprache noch nicht perfekt ausdrücken.
MaverickM schrieb:
Und mir dann sogar in meiner Aussage zustimmst, dass ein Kind genau auf dem gleichen Niveau übersetzt.
Da ist an Lächerlichkeit nicht zu überbieten. Zu behaupten ein Kind kann genauso gut übersetzen ist schon absurd genug. Aber auch noch zu behaupten ich würde dir zustimmen ist schon einfach nur noch bösartig. Trump Niveau.
Auf den Rest geht ich gar nicht mehr ein. Kann jeder Nachlesen was geschrieben wurde.
Ein Kind ist mit der Muttersprache aufgewachsen und hat erst mal zumindest ein gewisses Grundverständnis dafür, was richtig ist. Auch Nuancen beherrscht es schon recht gut, auch in der fünften Klasse.
Ich habe auch nirgends behauptet, dass ein Kind es besser als die KI kann. Du verdrehst mehrfach (!) meine Aussage und willst mich wohl bewusst falsch verstehen. Ich beende die Diskussion hier, denn auf diesem Niveau diskutiere ich nicht weiter.
Das stimmt. Datenschutz existiert in den USA quasi nicht. Selbst 20 Jahre alte IP Adressen, werden bei Plattformen wie GitHub, PayPal & Co. archiviert, oft sogar mit der damals zugehörigen Stadt und diversen weiteren Metadaten.
Und wehe, man gerät in rechtliche Schwierigkeiten: Dann wird alles gegen einen verwendet. Aus mir völlig unerklärlichen Gründen lassen sich solche Klagen oft auch in der EU durchsetzen.
Es ist leider schwierig da nachträglich rauszukommen.
Zum einen bemängelte ich, dass ich mich für das Training deren KI‑Systeme in keiner Weise verantwortlich fühle insofern müsste man mich fragen, ob ich überhaupt einwillige.
Nun...erneut: du bist ja auch nicht dafür zuständig. Du wirst in den ABG (und dank EU AI Act sowie DSA bestimmt abermals extra/gesondert) darauf hingewiesen, wenn du dir (1) zukünftig einen GitHub Account erstellst und (2) die CoPilot-Funktion damit nutzen willst. Die Nachricht jetzt gibt es ja auch extra zigfach, mit PopUps usw. für Bestandskunden.
chillipepper schrieb:
Ferner stellte ich einfach nur eines klar: dass ich den ganzen KI‑Scheiß ohnehin nicht benötige.
Und? Dann nutze es nicht. Noch einmal: die Funktionalität wird ja weder automatisch installiert noch dir irgendwie aufgezwungen.
chillipepper schrieb:
Inwiefern nun auf einem Copilot+ System Copilot nicht lokal läuft, keine Ahnung.
Ich würde ohnehin schauen, dass ich das Zeug so schnell wie möglich loswerde (deinstalliere, ggf. einfach das Binary lösche).
Ich vermute, du bist hier vollkommen im falschen Thread abgebogen und hast den Stammtisch einmal entlüftet: es geht nicht um Windows CoPilot oder CoPilot generell im OS oder überhaupt einen generellel Assistenten, der bei dir lokal läuft.
Es geht bei der ganzen Thematik hier ausschließlich um GitHub Copilot. Das ist der Coding-Assistant von GitHub, welcher als optionales AddOn von dir installiert und aktiviert werden muss und dann (und nur dann) in deiner IDE bzw. Code Editor läuft. Und auch dort betrifft das Training dann ausschließlich die Daten, die du selbst in den KI-Chat eingibst und wissentlich an den Cloud Service von GitHub schickst.
Ein Rant gegen Copilot in Windows o.Ä. ist hier fehl am Platz.
Ergänzung ()
MaverickM schrieb:
Natürlich sind solche Dinge leichter zu übersetzen als Prosa, das dürfte aber klar sein. Genau deswegen habe ich auch von Anfang an von Prosa gesprochen.
When Mr. Bilbo Baggins of Bag End announced that he would shortly be celebrating his eleventy-first birthday with a party of special magnificence, there was much talk and excitement in Hobbiton.
Bilbo was very rich and very peculiar, and had been thewonder of the Shire for sixty years, ever since his remarkabledisappearance and unexpected return. The riches he hadbrought back from his travels had now become a local legend,and it was popularly believed, whatever the old folk mightsay, that the Hill at Bag End was full of tunnels stuffed withtreasure. And if that was not enough for fame, there was alsohis prolonged vigour to marvel at. Time wore on, but itseemed to have little effect on Mr. Baggins. At ninety he wasmuch the same as at fifty. At ninety-nine they began to callhim well-preserved; but unchanged would have been nearer themark. There were some that shook their heads and thoughtthis was too much of a good thing; it seemed unfair thatanyone should possess (apparently) perpetual youth as wellas (reputedly) inexhaustible wealth.
Ausdrücke wie "eleventy-first birthday" sind definitiv schon sehr speziell.
Jetzt die Übersetzung von ChatGPT
Als Herr Bilbo Beutlin von Beutelsend ankündigte, dass er
bald seinen einundelfzigsten Geburtstag mit einem Fest von
besonderer Pracht feiern würde, gab es des Geredes und der Aufregung in Hobbingen kein Ende.
Bilbo war sehr reich und sehr absonderlich, und seit seines
bemerkenswerten Verschwindens und der unerwarteten Rückkehr
vor sechzig Jahren, blieb er das Wunder des Auenlandes.
Die Reichtümer, die er von seinen Reisen zurückgebrachte,
waren inzwischen zu einer hiesigen Legende geworden, und
man glaubte allgemein, was die Alten auch sagen mochten,
dass der Hügel von Beutelsend voller Tunnel sei, die mit
Schätzen vollgestopft waren. Und wenn das für Ruhm noch
nicht genügte, so gab es auch noch seine anhaltende
Lebenskraft, über die man staunen konnte. Die Zeit verging,
doch schien sie auf Herrn Beutlin nur wenig Wirkung zu
haben. Mit neunzig war er noch fast derselbe wie mit fünfzig.
Mit neunundneunzig begann man zu sagen, er habe sich gut
gehalten; doch unverändert hätte es genauer getroffen. Es gab
einige, die den Kopf schüttelten und meinten, das sei des
Guten zu viel; es schien ungerecht, dass jemand
(anscheinend) ewige Jugend ebenso besitzen sollte wie
(angeblich) unerschöpfliche Reichtümer.
Und hier derselbe Absatz aus der Klett-Cotta-Übersetzung im Deutschen:
Als Herr Bilbo Beutlin von Beutelsend ankündigte, daß er demnächst zur Feier seines einundelfzigsten Geburtstages ein besonders prächtiges Fest geben wolle, war des Geredes und der Aufregung in Hobbingen kein Ende.
Bilbo war sehr reich und sehr absonderlich, und seit er vor sechzig Jahren plötzlich verschwunden und unerwartet zurückgekehrt war, hatte manim Auenland nicht aufgehört, sich über ihn zu verwundern. Die Reichtümer, die er von seinen Fahrten mitgebracht hatte, waren mittlerweilezu einer Legende im Auenland geworden, und allgemein glaubte man, wasimmer die alten Leute auch reden mochten, daß der Bühl von Beutelsendvoller Stollen sei, in denen sich die Schätze häuften. Und wenn das nochnicht für seinen Ruf genügte, dann staunte man über die ungebrocheneLebenskraft. Die Zeit blieb nicht stehen, aber auf Herrn Beutlin schien siewenig Wirkung auszuüben. Mit neunzig war er nicht anders als mit fünfzig. Als er neunundneunzig war, sagten die Leute, er sähe noch gut aus;Herr der Ringe - 25 – digital remastered byBand I RA2kaber unverändert wäre zutreffender gewesen. Manche schüttelten den Kopfund meinten, das sei zu viel des Guten; es sei einfach unbillig, daß jemand(anscheinend) ewige Jugend und obendrein noch (angeblich) unerschöpfliche Reichtümer besitzen sollte.
Ganz ehrlich, die ChatGPT-Übersetzung ist sogar besser.
Nehmen wir nur mal den ersten Satz.
ChatGPT spricht von "bald", was besser zu "shortly" passt und auch für Fantasy besser klingt als "demnächst". "Demnächst" findet sich nur in modernem Sprachgebrauch wirklich häufig.
Dann hat die deutsche Übersetzung den Wortlaut geändert. Man spricht von "ein besonders prächtiges Fest geben wolle". ChatGPT hat es mit "seinen einundelfzigsten Geburtstag mit einem Fest von
besonderer Pracht feiern wolle". Der englische Wortlaut sagt aber klar, dass es nicht "ein besonders prächtiges Fest" ist, sondern wird als Fest von besonderer Pracht beschrieben. Das hat einen deutlich tieferen Klang im Vergleich dazu, "prächtig" nur als Adjektiv einfließen zu lassen - und ist obendrein eben näher am Ausgangsmaterial.
Beim nächsten Satzteil:
ChatGPT: "gab es des Geredes und der Aufregung in Hobbingen kein Ende."
Klett-Cotta: "war des Geredes und der Aufregung in Hobbingen kein Ende."
Hier ist der Unterschied nur marginal und mag Ansichtssache sein, aber auch hier gefällt mir "gab" besser und näher am Original als "war".
Bei dem Rest lässt es sich ebenfalls streiten - manches klingt bei Klett-Cotta schöner, aber es gibt auch wieder diverse Formulierungen, wo ich ChatGPT bevorzugen würde.
Auf jeden Fall kann man eines aber nicht sagen: und zwar, dass ChatGPT hier auf dem Niveau eines Kindes oder selbst eines durchschnittlichen Erwachsenen übersetzt hätte. Das könnte 1:1 die Arbeit eines Verlages sein.
Natürlich gibt es bei KI immer mal Aussetzer, vor allem wenn man jetzt das ganze Buch übersetzen ließe, gäbe es sicher auf jeder zweiten Seite mal einen Patzer. Trotzdem ist so eine "Rohfassung" besser als gar keine Übersetzung und auch besser, als es die meisten Übersetzer in vertretbarer Zeit hinbekommen würden. Vor allem musst du dann Übersetzer auch nicht mehr minutiös überall drübergehen lassen, sonst kannst die schlichtweg Korrekturlesen lassen.
Mal ganz davon abgesehen, dass selbst bei mehreren Korrekturschritten und Übersetzen sehr häufig Menschen auch einfach unverzeihliche Fehler machen. Ich erinnere nur bei Star Wars an Fassungen, die das im deutschen überall etablierte Lichtschwert einfach mal zum Lichtsäbel erklären, nur weil es im englischen einen "Lightsabre" gibt - was George Lucas ja sogar selbst bereut hat, dass es dieser Patzer im Englischen rein geschafft hat, da Lichtschwerter nicht krumm und damit keine Säbel sind.
Und hier fängt es schon an: Welche Übersetzung genau? Die grauenvolle Übersetzung von Wolfgang Krege oder die gute Übersetzung von Margaret Carroux?
Und dieser Satz soll eine gute Übersetzung sein? Ernsthaft?
Die Reichtümer, die er von seinen Reisen zurückgebrachte,
waren inzwischen zu einer hiesigen Legende geworden, und
man glaubte allgemein, was die Alten auch sagen mochten,
dass der Hügel von Beutelsend voller Tunnel sei, die mit
Schätzen vollgestopft waren.
einundelfzigsten wird doch außerhalb des HdR Microkosmus überhaupt nicht verwendet.
Da hat die KI nicht übersetzt sondern einen stehenden Begriff aus dem Lehrmaterial copy and wasted .
Daran eine Übersetzungsqualität ableiten ist schon schwierig
Da hat die KI nicht übersetzt sondern einen stehenden Begriff aus dem Lehrmaterial copy and wasted .
Daran eine Übersetzungsqualität ableiten ist schon schwierig
Weil ein Mensch das ja auch anders macht? Erfindet der Übersetzer jedes Mal eine eigene Interpretation? Wenn er das macht, kommt genau das wie z.B. bei Star Wars heraus, siehe weiter unten in meinem Post. Es wird doch genau erwartet, dass man sich mit dem Universum auskennt und dann "in context" übersetzt - genau das macht die KI.
Und was ist mit den anderen Beispielen? Es gibt mehrere Stellen, wo die KI definitiv besser ist.
DeusExMachina schrieb:
Daran eine Übersetzungsqualität ableiten ist schon schwierig
Und für euch beide: ich habe keine Übersetzungsqualität abgeleitet, sondern schlichtweg aufgezeigt (mithilfe eines Beispiels), dass die KI stellenweise sogar besser übersetzt – und damit die Behauptung widerlegt, eine KI könne nur auf Niveau eines Kindes übersetzen.
Oder wollt ihr ernsthaft immer noch behaupten, diese Übersetzung wäre das Niveau, mit welchem ein Kind denselben Text übersetzen würde?
Insbesondere darf nicht vergessen werden, dass es sich hier um einschlägige Literatur handelt und damit um eine der anspruchsvolleren Disziplinen beim Übersetzen. Etwa einen "Herrn der Ringe" ordentlich zu übersetzen, dafür wird man im Zweifelsfall beim Verlag noch ordentlich Geld übrig und entsprechende Motivation haben. Für den 0815-Übersetzer und bei weniger wichtigen UseCases bzw. monetär schlechter ausgestatteten Stakeholdern hat die KI damit also definitiv die Übersetzer beerdigt.
ich habe keine Übersetzungsqualität abgeleitet, sondern schlichtweg aufgezeigt (mithilfe eines Beispiels), dass die KI stellenweise sogar besser übersetzt – und damit die Behauptung widerlegt, eine KI könne nur auf Niveau eines Kindes übersetzen.
Mal von der Tatsache abgesehen, dass auch Du meine Kernaussage (Übersetzung Eins zu Eins, ohne Sprachverständnis) nicht verstanden hast: Ja, die Übersetzung ist wie gesagt nicht besser und die KI weist hier definitiv Defizite bei genannten Eigenschaften auf.
Ich finde das schon "on point", denn "in universe"-Übersetzungen sind ja genau das, was man erwartet. Und Mensch macht das schon genauso: anstatt allgemein zu übersetzen, lernt oder kennt Mensch die "in universe"-Ausdrücke und den Kontext entweder auswendig (analog zu: KI Training) oder schlägt dies nach (analog zu: Prompt/Kontext und/oder WebSearch). Das ist imho schon sehr ähnlich - und in dem gewählten Beispiel genau richtig angewendet.
Wo? Ein Widerspruchsbeweis gegen "KI kann nur auf Niveau eines Kindes übersetzen" postuliert keine allgemeingültige Aussage über die generelle Übersetzungsqualität – und natürlich gibt es Ausnahmen, wo spezielle, höchst leistungsfähige menschliche Übersetzer (sowie der dahinterliegende UseCase und/oder monetäre Ressourcen) ein LLM ausstechen. Sprich: Szenarien, in denen entweder der Experte unbedingt benötigt wird oder der Geschwindigkeits-/Effizienzvorteil aufgrund bereits vorhandener Ressourcen einfach nicht attraktiv ist. Das bleiben aber trotzdem Ausnahmen.
MaverickM schrieb:
Und wo übersetzt sie denn nun besser? Das gezeigte Beispiel ist mitnichten besser.
When Mr. Bilbo Baggins of Bag End announced that he would shortly be celebrating his eleventy-first birthday with a party of special magnificence, there was much talk and excitement in Hobbiton.
Als Herr Bilbo Beutlin von Beutelsend ankündigte, daß er demnächst zur Feier seines einundelfzigsten Geburtstages ein besonders prächtiges Fest geben wolle, war des Geredes und der Aufregung in Hobbingen kein Ende.
Als Herr Bilbo Beutlin von Beutelsend ankündigte, dass er bald seinen einundelfzigsten Geburtstag mit einem Fest von
besonderer Pracht feiern würde, gab es des Geredes und der Aufregung in Hobbingen kein Ende.
1. "Demnächst" findet sich in modernerem Sprachgebrauch deutlich häufiger; "bald" von ChatGPT passt hier besser.
2. "ein besonders prächtiges Fest" verwendet "prächtig" als Adjektiv und stellt den Satzbau vom Original um. Das ist ebenfalls eher "Neudeutsch" - ja, das liest sich einfacher...aber im Zuge des Kontext eines Fantasy-Romans ist "mit einem Fest von besonderer Pracht" definitiv passender. Es klingt auch mächtiger.
Ein anderes Beispiel:
A. "ein besonders maßloses Versagen"
vs.
B. "ein Versagen besonderer Maßlosigkeit"
Da ist ebenfalls (B.) eindeutig der kraftvollere Ausdruck, der dem Gesagten mehr Nachdruck verleiht. Hier ist ebenfalls (B.) ChatGPT und (A.) eine menschliche Übersetzung.
Und dann schlussendlich "war", was am Satzende auch wieder eher deutsche Umgangssprache ist, als hier "gab" zu verwenden.
--- Nichtsdestoweniger wird aber vor allem eines klar: selbst wenn man die menschliche Übersetzung hier aus Gründen bevorzugt, dann kann man trotzdem nicht sagen, die ChatGPT-Übersetzung wäre bedeutend schlechter. Auf diesem Niveau können die allermeisten Überwachsenen nicht übersetzen, geschweige denn ein Kind.
Ein anderes Beispiel:
A. "ein besonders maßloses Versagen"
vs.
B. "ein Versagen besonderer Maßlosigkeit"
Da ist ebenfalls (B.) eindeutig der kraftvollere Ausdruck, der dem Gesagten mehr Nachdruck verleiht. Hier ist ebenfalls (B.) ChatGPT und (A.) eine menschliche Übersetzung.
@DeusExMachina Das Original war "a failure of extraordinary excess".
Und ja, (B/ChatGPT) könnte man eher mit "ein Versagen, das von einer besonderen Form der Maßlosigkeit geprägt ist" umschreiben, wohingegen (A/Mensch) schlichtweg typisches Deutsch ist für "ein Versagen, das extrem (maßlos) ist".
Bei B/ChatGPT haben wir das Versagen im Vordergrund, welches dann durch ein Genitivattribut näher bestimmt (und vor allem kontextuell extrem betont) wird. Man wird also zuerst auf das Versagen gelenkt, welches dann aber fast im Hintergrund verschwindet und durch die "besondere Maßlosigkeit" beschrieben und überschattet wird. Das passt definitiv besser zum Original.
Bei A/Mensch wird das Original schlichtweg zu typischem Deutsch: Adjektiv + Adverb. D.h. A/Mensch intensiviert mit dem Ausdruck einfach nur das Versagen, was zum einen dem Original nicht gänzlich treu wird und zum anderen vor allem viel näher an Umgangssprache und weniger literarisch ist.
Sicherlich finden sich auch Beispiele, in denen man die menschliche Übersetzung als passender empfindet, und selbstredend ist das auch vom konkreten Übersetzer abhängig...trotzdem zeigt das hier: es gibt durchaus Fälle, in denen die KI es mit einem Übersetzer - also keinem Laien - aufnehmen kann. Damit ist ein Widerspruch zu "Übersetzungsfähigkeiten eines Kindes" ziemlich klar erbracht.
ich habe keine Übersetzungsqualität abgeleitet, sondern schlichtweg aufgezeigt (mithilfe eines Beispiels), dass die KI stellenweise sogar besser übersetzt
Ansonsten habe ich alles gesagt, die Übersetzung, die du hier als "besser" anpreist ist es halt nicht. Du hast auch nicht meine Frage beantwortet, welche der Übersetzungen (Krege oder Carroux) Du als Vergleich heran ziehst. Mehr muss ich dazu nicht sagen, ich beende die Diskussion hiermit.