Tornhoof schrieb:
Dafür gilt das opt-out nicht, Copilot Business und Enterprise Daten werden nie für das Training genommen.
metoer schrieb:
Mit Datenschutz oder Urheberrecht nehmen es die KI-Buden ja nicht so genau.
@metoer ChatGPT hostet keinen Code...wenn das Hauptgeschäftsmodell Code/Issues/...-Plattform zu sein wie bei GitHub, kann ich mir kaum vorstellen, dass man das riskiert nur um für den Bruchteil der zahlenden CoPilot-Kunden den Dienst zu verbessern.
Aber selbst wenn GitHub da für Copilot spioniert, ist das für Unternehmen
vollkommen egal: Industriespionage gibt es immer. Was zählt, ist nicht ob Copilot in deine Daten guckt, sondern ob du einen Vertrag hast, der dir das Schwarz auf Weiß garantiert und Urheberrecht - im besten Fall noch Patente - noch dazu. Nur dann bist du frei raus und wirklich geschützt.
Ist doch beim Deployment von Code auch nicht anders. Kein Server 100% sicher, dekompilieren kann man ebenfalls usw. Das Einzige was im professionellen Umfeld zählt ist der rechtliche Schutz: keine Haftung selbst an der Backe haben und Verklagen können und rechtlich verbieten können, wenn Dritte die eigenen Werke unlizenziert nutzen.
Tsu schrieb:
Will man weiter der Öffentlichkeit was gutes tun, dann ist GitHub mittlerweile der falsche Code-Hoster.
Das ist doch absoluter Quark. OpenSource und Sonstiges, was öffentlich zur Verfügung steht, ist doch immer quelloffen - das ist doch gerade die Definition davon. Glaubst du tatsächlich, wenn du jetzt der Öffentlichkeit deinen Code auf deinem eigenen Forgejo bereitstellst, dass das dann nicht für LLM Training genutzt wird?
Mal abgesehen davon, dass das ja nicht nur die bösen Unternehmen benutzen, sondern auch OpenSource LLMs und die ganze Foschungslandschaft.
chillipepper schrieb:
Ich möchte überhaupt keinen AI/KI-Scheiß auf meinem System aktiv haben.
Hast du doch auch nicht...auf deinem System lokal läuft Copilot sowieso nicht und es ist auch nicht automatisch aktiv, du musst es schon konkret in deiner IDE aktivieren und nutzen. Und nur dann werden deine Daten ohne OptOut genutzt.
MaverickM schrieb:
Wenn man etwas will, dass über dem Niveau eines Fünftklässlers übersetzt ist, ja.
Das ist doch ebenfalls Quark. Gerade bei Übersetzungen sind LLMs
extrem gut. Gibt ja auch genügend Benchmarks dafür. Außer vielleicht sehr spezifischer, lokaler Redewendungen, seltener Dialekte, historischer Texte o.Ä. liefern LLMs bei Übersetzungen eine bessere Arbeit, als der 0815-Übersetzer.
Benj schrieb:
Ich würde gerne auswerten, wie du deine Banking-App benutzt. Guckst du da oft am Tag rein? Dann könnte ich daraus vielleicht ableiten, dass du dringend auf Kohle wartest, was darauf schließen lässt, dass du knapp bei Kasse bist. Aber du hast doch da nichts zu verstecken, oder?
Finanz- oder medizinische Daten genießen aber durchaus besonderen Schutz. Das ist ein weit hergeholter Vergleich. Was ist denn an privatem oder insbesondere öffentlichem Code groß schützenwert und geheim? Passwörter oder sonstiges sensibles Zeug solltest du sowieso niemals in Repos haben und private Hobbyprojekte sind wohl kaum besonders schützenswert. Und wenn man ein Businessmodell aus irgendwas machen möchte, dann würdest du (1) ja ohnehin auf Enterprise umstellen und (2) rechtlichen Schutz organisieren, der ohnehin im Business-Umfeld viel viel wichtiger ist, als technisch abgesichert zu sein.
Für sensible private Daten habe ich z.B. auch eine eigene Nextcloud auf einem Homeserver...aber für Code?
dh9 schrieb:
Alternativen gibt es ja zum Glueck:
GitLab baut ebenfalls KI-Agenten direkt in die Plattform ein.
Und Codeberg ist ein NonProfit, da kannst du dir dreimal überlegen, wie stabil das funktionieren wird und vor allem wie viele Ressourcen man dort bekommt. Siehe z.B. aus dem Wiki:
Onboarding requires a few manual steps, as to prevent the abuse of Codeberg's limited resources. You will need to request access
by filling out this form. After submitting, a Codeberg volunteer will review your request and grant you access if your use case is appropriate.
Oder halt Vereinsmitgliedschaft...dann hast du aber genau das gleiche Verhältnis wie bei GitHub: du gibst einer Organisation Geld für einen Service.
Damit will ich sicher nicht Vereine / NonProfit generell verunglimpfen, aber bei einer Codeplattform würde ich schon mal die Kirche im Dorf lassen.