News Crytek: Weitere Gerüchte um erneute Finanzprobleme

Cool Master schrieb:
Also warum man dafür eine GoFundMe Kampagne brauch wundert mich. Der Normale Gang ist wie folgt:


  1. Lohnforderung beim Arbeitsgericht geltend machen
  2. Verhandlung beim Arbeitsgericht
  3. Vollstreckbares Urteil
  4. Beantragung eines Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses
  5. Pfändung beim Arbeitgeber

Richtig. Da gibt es dann sogar noch ein paar Möglichkeiten, die man noch vor der Lohnforderung beim Arbeitsgericht anwenden sollte:

-den Arbeitgeber schriftlich oder mündlich zur Zahlung auffordern. Frist setzen.
-Abmahnen
-Arbeitsleistung verweigern,
-Zinsen verlangen

Hier müssen ausserdem die gesetzlichen Fristen zur Abmahnung und zur Arbeitsleistungsverweigerung eingehalten werden (Hab ich nicht im Kopf aber da gehen locker 2-3 Monate ins Land). Ich bezweifle, dass Herr Lindqvist auch nur einen dieser Schritte gemacht hat sondern gleich einen auf "cool" macht mit so einem Crowdfunding-Mist. Alle aussergerichtlichen Mittel kann er bis zum heutigen Zeitpunkt noch gar nicht ausgeschöpft haben.
 
Wer so dämlich monatelang ohne Zahlung zu arbeiten, ist selbst schuld. Aber viel Spaß beim prozessieren. Mangels Insolvenzmasse eingestellt. ;-)
 
Also vom Screenshot her sehe ich absolut kein Problem außer das der letzte erst am Ende ausbezahlt wurde... wow einmal.

Was will er damit aussagen?

Edit: Zweite Grafik nicht angeguckt, ups :D
 
Zuletzt bearbeitet:
@cor1

Frist setzen ist nicht erforderlich, das entspricht im Prinzip ja der Zahlungserinnerung. Das wird nur gerne gemacht, weil man bei einem Vertragspartner z.B. davon ausgehen kann das er es einfach vergessen hat. Die Frist kommt bereits durch den Arbeitsvertrag zusammen bedeutet also du hast Anspruch am 15. oder am Ende des Monats, je nach dem was vereinbart wurde. Du kannst also direkt Abmahnen und die Arbeit völlig legitim verweigern.
 
@Xanta: Zweite Grafik auch anschauen, die letzten 3 Monate wurde nicht gezahlt.
 
Oh danke @DaysShadow, hab ich übersehen.
 
Anstatt so einen nichtssagenden Screenshot zu machen, würde mich interessieren wie hoch die Gehälter dieser Leute waren... man könnte nämlich genauso spekulieren, dass ihre Gehälter dermaßen hoch sind, dass sie deswegen aus Kulanz monatelang ohne Bezahlung weitergearbeitet haben. Vielleicht Gehälter, die für jeden "normalverdienenden" eine Watsche ins Gesicht wäre...
 
@franzerich

Dann wäre man trotzdem selber schuld. Ich würde maximal ein Monat mit machen und danach völlig legitim die Arbeit verweigern.
 
Wer gerne seinen Job macht und gut genug bezahlt wird, der wird vielleicht versuchen so etwas auszusitzen und zu hoffen, dass die Firma wieder ins Lot kommt. Irgendwann ist's dann aber auch mal gut, ganz egal wie viel die verdienen.
 
franzerich schrieb:
Vielleicht Gehälter, die für jeden "normalverdienenden" eine Watsche ins Gesicht wäre...

Du meinst hoffentlich:
Jeden normalverdienenden Softwareentwickler.

In eine Neiddebatte sollte man jetzt nicht wirklich einsteigen.
 
@franzerich
Bei Crytek hat man noch nie gut verdient, da geht keiner mit ner dicken Geldbörse raus
 
DerWeisseFisch schrieb:
Ein Crytek Mitarbeiter der mal eben keine 20k übrig hat? Was macht der mit der ganzen Kohle? Warum hat er von seinen Reichtümern vorher nichts angespart? Und dann einfach anderen bezahlen lassen, damit er selbst etwa alle seine Villen und Sportwagen behalten kann? Erinnert an Bankenrettung! LOL :freak:
Ich hoffe das mit dem CF ist nen Scherz.

Gehts noch? Glaubst du bei Crytek verdient man so saftig? Vergiss es. Außerdem kommt noch ein halbes Jahr ohne Lohn dazu, meinst du das sind Peanuts für einen Softwareentwickler?

Das CF für Anwaltskosten iat tatsächlich Schwachsinn, es sei denn, er hat seinen Vertrag einer Rechtsprechung eines anderen Landes z.b. USA) und ihm werden die Anwaltskosten erst im Nachhinein erstattet. Wirkt aber merkwürdig.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was ist das denn für ein schwachsinniges "Crowdfunding"?
Erstmal würde ich meinen dass es ohnehin schon vom Gesetz her geregelt ist dass ein Arbeitgeber seine Angestellten bezahlen muss. Also was für Anwaltkosten?

Und selbst wenn das so wäre, was für ein Interesse sollte man daran haben die Anwaltskosten für irgend so nen Typ zu bezahlen?
Nur weil das "Crytek" Mitarbeiter sind oder wie? :freak:
 
Sowas lächerliches.

Soll er doch die Prozesskostenhilfe beim Arbeitsgericht beantragen. Aber wahrscheinlich ist es heutzutage einfacher ein paar Dumme im Internet zu finden.
 
Ok, bei glassdoor gibts sowas wie grobe Gehaltslisten für Crytek. Also durchschnittliche Gehälter für Softwareentwickler.

Trotzdem kommt mir das bescheuert vor, dass die jetzt einen Kickstarter für die Anwaltskosten aufmachen.... ich mein Wtf? Wenn es eh sämtliche Mitarbeiter betrifft, könnte wohl jeder bis zu noch 500-1.000€ für einen Anwalt aufbringen. Ich mein soviel wird doch noch jeder irgendwo angespart haben. Und dann wären die 20K schnell erreicht. Wirkt für mich wie eine Schnapsidee, die die Mitarbeiter von Crytek genauso unsympathisch dastehen lässt wie das, was man von ihrer Führungsetage liest.

Und @Cool Master: ja, letztlich sind sie wirklich selber schuld da noch weitergearbeitet zu haben. 1 Monat Wartezeit hätte ich noch irgendwie nachvollziehen können, aber wenn spätestens Mitte des 2. Monats nichts kommt, hätte ich keinen Finger mehr gerührt.
 
DerWeisseFisch schrieb:
Ein Crytek Mitarbeiter der mal eben keine 20k übrig hat? Was macht der mit der ganzen Kohle? Warum hat er von seinen Reichtümern vorher nichts angespart? .


Lol, glaubst du ernsthaft, dass man als normaler Angestellter da reich wird? Eher im Gegenteil, in der Spielebranche sind die Löhne im Vergleich zu anderen Softwarebereichen eher unterdurchschnittlich. Laut den Jahresabschlüssen liegt das durschschnittliche Gehalt bei Crytek relativ hoch (um die 4000€ netto), wie in jeder großen Firma ist das aber gegliedert. Der Vorstand verdient deutlich mehr, als ein "einfacher" entwickler. Man findet im netz zu Crytek mehrere Gehaltsangaben, ob diese stimmen, kann keiner sagen, aber sie sehen schon relativ realistisch aus. Als Junior Entwickler, also Einsteiger findet man Summen um die 2800€ brutto im Netz. Die Yerli Brüder fahren mit ihren Ferraris durch die gegend. Crytek soll allgemein relativ schlecht mit dem Budget haushalte. Dazu kommt die unklare Firmenpolitik. Erst haben sie klassische Spiele gemacht, dann wollten sie die Cryengine als Produkt besser vermarkten, nun machen sie Minigames und Free 2 Play titel. Das Management wird anscheinend nur gut bezahlt, trifft aber keine guten Entscheidungen.

Die Masse der angestellten verdient da in etwa das gleiche, wie in vielen anderen Softwareunternehmen auch. Für die Spielebranche sogar überdurchschnittlich, aber reich wird man da nicht! Und 20K haben da wohl auch die wenigsten rinfach so rumliegen, vorallem nachdem sie 3 monate keinen lohn mehr bekommen haben und nicht wissen wie es weitergeht.

Zur Spendenaktion, da möchte sich einer wichtig machen und seinem Ex Arbeitgeber noch mal nachtreteny. Ansonsten könnte man die Angelegenheit ohne viel Tam Tam auch nders lösen und muss sowas nicht öffentlich machen. Das er 3 Monate ohne Lohn gearbeitet hat, ist auch nicht sonderlich schlau
 
Zuletzt bearbeitet:
DerWeisseFisch schrieb:
Ein Crytek Mitarbeiter der mal eben keine 20k übrig hat? Was macht der mit der ganzen Kohle? Warum hat er von seinen Reichtümern vorher nichts angespart? Und dann einfach anderen bezahlen lassen, damit er selbst etwa alle seine Villen und Sportwagen behalten kann? Erinnert an Bankenrettung! LOL :freak:
Ich hoffe das mit dem CF ist nen Scherz.

Das kann nur von jemandem kommen der absolut keine Ahnung hat und sich für nen Mindestlohn Job abrackert weil er keinen besseren bekommt, aber über jeden der besser verdient ablästern muss.

Ein normaler Entwickler verdient nicht mal annähernd genug um sich "Reichtürmer" aufzubauen. Und es spart auch nicht jeder sein Geld. Gerade zur aktuellen Niedrigzinsphase gibt es genügend die Leute die ihr Geld eben lieber ausgeben als rumliegen zu lassen ohne, dass es spürbar mehr wird. Kann ja auch jeder mit seinem Geld machen was er möchte. Man MUSS ja davon ausgehen dürfen, dass es jeden Monat kommt bzw. dass vom Arbeitgeber angekündigt wird wenn es eng werden könnte und man etwas sparen soll. Hier ist der Fehler also alleine beim Arbeitgeber zu suchen!

Abgesehen davon, ist die Summe von 20.000€ vermutlich gedacht, damit er seine Fixkosten bezahlen kann während die Klage läuft, denn bis man da, wenn überhaupt, Geld sieht, kann sehr viel Zeit vergehen. Vor allem, wenn einfach nichts zu holen ist.

Allerdings verstehe ich seine beiden Bilder nicht so ganz.

Erste Bild:

12.7.16 Geldeingang
16.8.16 Geldeingang

Zweites Bild:

Juli 18 Tage zu spät
August 13 Tage zu spät

??? Im August kam das Geld später, aber es gab ne kleinere Verzögerung? Was übersehe ich hier?
 
Also das mit der Crowdfunding-Kampagne find ich schon komisch und in gewisser weise auch lächerlich....
Gibt doch andere Möglichkeiten finanzielle Hilfe zu bekommen wenn es darum geht vor Gericht zu gehen...

Messiah schrieb:
Sowas lächerliches.

Soll er doch die Prozesskostenhilfe beim Arbeitsgericht beantragen.

Eben.
 
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