Leserartikel Das Corsair Void Pro RGB USB im Test: Ein gelungener Refresh?

Songoku.

Lieutenant
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Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Technische Daten
3. Verpackung und Lieferumfang
4. Das Headset im Detail
5. Testszenarien und Testumgebung
6. Praxistest
6.1 Klangeindrücke
6.2 Tragekomfort
6.3 Mikrofon
7. Software + Beleuchtung
8. Fazit


1. Einleitung
Zuerst möchte ich mich bei Corsair für die unkomplizierte Bereitstellung ihres Produktes bedanken.

Corsair legt ihre Headsetserie "Void" als "Void Pro" neu auf. In diesem Test soll es um die schwarze USB Version mit RGB Beleuchtung gehen, welches für einen Preis von 100€ angeboten wird. Zusätzlich wird das Void Pro als kabelloses Modell ( Void Pro RGB Wireless) angeboten. Außerdem gibt es die kabelgebundene Version auch ohne RGB Beleuchtung.
Ob der Preis von 100€ gerechtfertigt ist und das Headset dass einhalten kann was es verspricht, soll dieser Test klären. Los gehts!


2. Technische Daten





3. Verpackung und Lieferumfang

Auf der schwarz/-gelb gehaltenen Verpackung, welche mittlerweile üblich ist für die Gaming Peripherie von Corsair, wird das Headset unter Anderem mit einem angenehmen Tragekomfort, einer hochwertigen Qualität und den RGB Möglichkeiten beworben.


Mitgeliefert wird neben dem Headset noch ein Garantie-Heftchen, eine Bedienungsanleitung und ein Windschutz für das Mikrofon. Der Lieferumfang geht für den Preis absolut in Ordnung.


4. Das Headset im Detail

Insgesamt ist das Headset solide verarbeitet. Corsair setzt hier größtenteils auf Kunststoff. Lediglich bei den Drehelementen der Ohrmuscheln hat man auf Metall gesetzt. Dies sorgt auf der einen Seite für eine hochwertige Optik, auf der anderen Seite für eine bessere Stabilität.

An der Außenseite der Ohrmuscheln kommt zudem etwas Hochglanz Kunststoff zum Einsatz, da sich hinter dem Corsair Logo die LEDs befinden. Am linken Hörer habt ihr die Möglichkeit, per Knopfdruck das Mikrofon zu muten:



Der Kopfbügel ist mit einem Stoffbezug aus Mikrofaser gepolstert, was besonders bei längerer Benutzung für einen angenehmen Komfort sorgen soll. Diese Polsterung findet man ebenfalls an den Ohrmuscheln. Außerdem kann man den Bügel stufenweise einstellen. Optisch hebt sich der Bügel dadurch ab, dass er nach vorne geschoben ist.




Zusätzlich befindet sich auf der Unterseite des linken Hörers ein Wippregler, mit der man die Lautstärke verändern kann.



Das Mikrofon besitzt einen biegsamen Arm und kann so sehr flexibel bewegt werden. Das funktioniert auch, wenn man das Mikrofon hochklappt. Am Mikrofon befindet sich noch ein transparenter Ring, der rot aufleuchtet, wenn das Mikrofon aktiv ist.











5. Testszenarien und Testumgebung


Das Testsystem bei einem Headset Test steht in der Regel an eher unwichtiger Stelle. Nichts desto trotz möchte ich euch das heutige Testsystem vorstellen. Als Prozessor kommt ein Intel Core i7 4770k mit 4,2 Ghz zum Einsatz, der mit einem Arbeitsspeicher von 8GB unterstützt wird. Als Grafikkarte dient eine Geforce GTX Titan Black. Kommen wir nun zum wichtigen Teil: Da meine Asus Xonar DG über keinen USB Anschluss verfügt, setzte ich auf die die Soundkarte meines Mainboards ( Gigabyte H87 HD3).
Die Testszenarien sehen wie folgt aus: Getestet werden soll das Headset in Spielen und bei der Musik/Filmqualität. In den meisten Egoshootern kann eine Ortung des Gegners von großem Vorteil sein.



6. Praxistest



6.1 Klangeindrücke
Musik
Kommen wir nun zu dem Punkt, weswegen Headsets immer kritisiert werden: Die Musikqualität.
Und ich muss zugeben, dass mich dass Headset in diesem Bereich nicht überzeugen konnte. Der Sound wirkt auf mich definitiv zu hohl und ist insgesamt zu plastisch.
Es ist definitiv nicht schlecht. Es ist eben der typische Headset Durchschnitt. Die Mitten werden angehoben, sodass man unter Anderem bei Shootern die Gegner präziser orten kann. Bei der Musikwiedergabe wirkt sich das jedoch negativ aus.
Mit dem Equalizer kann man immerhin versuchen, das Beste rauszuholen. Man kriegt es zwar nicht perfekt hin, jedoch fande Ich, dass es geholfen hat den Bass und die Höhen anzuheben. Auch hier zählt der eigene Geschmack. Man sollte sich das Headset so anpassen, wie man es am meisten mag.
Insgesamt lässt sich sagen, dass die Klangcharakteristik insgesamt durchschnittlich ausfällt. Da macht beispielsweise das Musik hören mit dem Superlux HD681 deutlich mehr Spaß!




Spiele:

In Spielen sieht die ganze Geschichte nochmal anders aus. Getestet wurde unter Anderem mit Battlefield 1 und Crysis 3.
Effekte wie Explosionen oder einstürzende Gebäude klingen sehr gut. Hier kann das Void Pro definitiv punkten.
Außerdem hilft der Surrond Sound, Gegner besser zu orten und aufzuspüren. Das Headset vermittelt bei Spielen eine gute räumliche Darstellung, die man sich zu seinem eigenen Vorteil machen kann.
In diesem Bereich schlägt sich das Headset insgesamt deutlich besser als bei der Musikwiedergabe. Der Surround Sound sorgt für eine gute Feindlokalisierung und eine gute räumliche Darstellung. Mit dem Void Pro wird man gegenüber reinen Stereo Kopfhörern einen (kleinen) Vorteil haben. Ich fand, dass das man gegenüber dem Superlux HD681 ein besseres Spielerlebnis hatte. In Battlefield 1 konnten die Feinde gefühlt etwas leichter lokalisiert werden.


Videos:

Auch bei Videos und Filmen schlägt sich das Void Pro gut. Besonders der Bass macht sich bei Szenen mit Effekten positiv bemerkbar. Einzig wenn die Szene mit Musik unterlegt ist, erinnert man sich an die eher durchschnittliche Musikqualität. Hier würde ich ebenfalls sagen, dass das Void Pro dem Superlux HD681 überlegen ist. Szenen mit Effekten klingen lebendiger und satter.


Insgesamt schlägt sich das Void Pro im Praxistest ohne große Probleme. In Spielen und Videos weiß das Headset zu überzeugen. Mit der Musikqualität kann man auch leben. Wenn man den Fokus nur auf die Musik legt, gibt es für den Preis qualitativ hochwertigere Kopfhörer.



6.2 Tragekomfort:

Für die Ohrmuscheln setzt Corsair auf Mikrofaser Mesh. Und diese Entscheidung war goldwert. Auch nach mehreren Stunden tragen fühlen sich die Ohren angenehm an und schmerzen nicht. Die Ohren werden ausreichend belüftet und fühlen sich auch dementsprechend an. Außerdem ist der Kopfbügel ausreichend gepolstert.
Jedoch gibt es einen Nachteil beim Tragekomfort: Das Headset könnte für einige Spieler zu locker auf dem Kopf sitzen. Bei schlagartigen Bewegungen kann es dazu führen, dass das Headset sich hin und her bewegt. An den Seiten herrscht nicht so viel Anpressdruck wie bei anderen Headsets. Bei meinem Superlux HD681 ist der Anpressdruck deutlich höher. Jedoch resultiert dieser geringere Anpressdruck auch in besserem Tragekomfort, da die Ohren nicht zerdrückt werden.
Hier muss jeder selbst wissen, was er bevorzugt.

Insgesamt lässt sich sagen, dass der Tragekomfort des Void Pro gut ist.


6.3 Mikrofon

Die Qualität des Mikrofons ist für den Preis absolut in Ordnung. Rauschen oder andere Störgeräusche waren für mich nicht wahrnehmbar. Dazu sorgt auch der mitgelieferte Windschutz, der dazu dienen soll, dass das Signal nicht übersteuern soll (beispielsweise durch pusten etc).
Im gesamten Testzeitraum gab es keine Probleme. Getestet wurden Konversationen über Skype, Teamspeak etc.









7. Software und Beleuchtung

Genauso wie bei anderen Peripherie Geräten von Corsair kommt hier das CUE (Corsair Utility Engine) Programm zum Einsatz, mit der ihr die Einstellungen eures Gerätes einstellen und verändern könnt.
Zuerst muss man in einer Oberleite auswählen, welches Produkt man konfigurieren möchte:



Wählt man nun das Void Pro aus, erscheint in der Mitte ein Bild des Headsets und auf der rechten Seite zwei Regler für die Lautstärke und die Nebentöne. Zusätzlich könnt ihr zwischen Dolby Surround und Stereo Sound switchen, sowie das Headset muten.




Auf der linken Seite der Software befinden sich zwei Reiter. Der erste befasst sich mit den geräteübergreifenden Profilen. Hier könnt ihr neue Profile erstellen, bearbeiten oder bereits vorhandene löschen.




Der zweite Reiter ist für die Beleuchtungseffekte zuständig. Da es sich um das RGB Modell des Void Pro handelt, stehen euch mehrere Optionen zur Verfügung. Außerdem könnt ihr die Helligkeit der LEDs verändern.





Im letzten Reiter, dem Equalizer, habt ihr die Möglichkeit, das Headset nach euren Wünschen anzupassen. Außerdem gibt es 5 Voreinstellungen ( beispielsweise für Shooter: FPS Competition).



Die Beleuchtung ist im großen und ganzen gut gelöst worden. Die LEDs sind leuchtstark und auch bei Sonneneinstrahlung gut erkennbar. Lediglich mit dem grünen Farbton konnte ich mich nicht anfreunden, da die Leuchtkraft schwächer als bei anderen Farben (z.B rot) wirkt.
Die Software funktioniert ohne Probleme.




8. Fazit



Was lässt sich abschließend sagen? Kann Corsairs neues Headset überzeugen?

Das neue Corsair Void Pro punktet mit einer hochwertigen Qualität, einer attraktiven Optik und bietet Spielern ein gutes Spielerlebnis. Corsair verlangt für das Headset einen Preis von knapp 100€. Das ist im Vergleich zu anderen Headsets zwar ein hoher Preis, allerdings bekommt man hier auch einiges geboten. Im Pool der Headsets sind die 100€ sehr gut investiert. Lediglich im Musikbereich kann man sagen, dass das Headset sich im Mittelfeld bewegt.
Jedoch muss man meiner Meinung nach sich im Klaren sein: Was für ein Produkt brauche ich? Wer eine gute Musikqualität erwartet, sollte eher zu Kopfhörern greifen. Ansonsten macht das Void Pro eine gute Figur. Wer bereit ist, 100€ in ein Headset zu investieren, kann zuschlagen. Kaufempfehlung!




Positiv:
+ hochwertige Verarbeitung
+ Soundqualität bei Spielen + Videos
+ Tragekomfort
+ flexibler Mikrofonarm
+ Verarbeitung
+ Farbmöglichkeiten der LEDs



Negativ:
- Musikqualität
- Headset sitzt etwas zu locker




 
Zuletzt bearbeitet:
Wird er jetzt über USB oder Klinke angeschlossen?

Oben schreibst du USB unten: Als Soundkarte dient eine Asus Xonar DG - bei USB wird die ja gar nicht genutzt.

Wie ist denn der Klang im Vergleich zum doch deutlich günstigeren Superlux 681 (den du ja auch besitzt laut Text)?
 
Servus Razzer!
Danke für dein Feedback.
Das mit dem Anschluss stimmt natürlich zu 100%. Folgendes ist passiert: Die Testszenarien und die Testumgebung schreibe ich immer bevor das zu testende Produkt ankommt. Bei der Ankunft des Headsets ist mir dann aufgefallen, dass die Asus Xonar DG gar keinen USB Anschluss besitzt..habe dann vergessen, den Text zu entfernen. Fehler ist korrigiert, danke dir!

Zum Superlux HD681: Stimmt, da habe ich ebenfalls 1-2 Sätze vergessen. Werden sofort nachgeholt.

Lg
 
Der Lieferumfang ist eine Frechheit! Beim HyperX ist z.B. ein weiterer Satz Ohrpolster dabei, ein Reisesäckchen,.... Denke Klanglich wird das ebenbürtig sein.
Der Test ist gut ;) Das mit dem USB-Stecker ist mir auch aufgefallen. Also nutzt man die externe Soundkarte vom Headset selbst oder?
 
So und jetzt bitte noch einmal gegen eine gleich teure Hifi Kopfhörer/Mikro Kombination testen! Dann ist der Vergleich wirklich realistisch und fair.
Ergänzung ()

Wie stehen die Chancen auf so einen Vergleich? So wie der Test jetzt online ist, vergleichst du Äpfel mit Birnen.
 
Ab sofort ist das Review im Übersichtsthread verlinkt
 
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