Daten aus Raid 5 auslesen (NAS abgeraucht, HDDs i. O.)?

unglücklich

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Hallo,

mein NAS (Celvin Q800) ist von alleine ausgegangen und springt nicht mehr an. Ich vermute das Netzteil ist dahin, da nach dem "anschalten" keine LEDs blinken und auch die Lüfter nicht mehr drehen. USB Port hat auch keinen Strom mehr. Ein Ersatznetzteil ist mir zu teuer und zu ungewiss, sodass ich jetzt versuchen möchte, die Daten aus den Festplatten zu retten. Alle HDDs sind meiner Meinung nach intakt. Ich habe zwar ein Backup aber ist schon ein paar hust Wochen alt. Auf dem NAS lief ein Raid 5 mit 3 Festplatten a 3 GB.

Ich möchte versuchen die Festplatten an meinen PC anzuschließen und dann mit Software die HDDs auslesen und die Daten oder alles dann auf ein anderes Laufwerk kopieren zu können. Allerdings habe ich keine Erfahrung damit und weiß auch nicht welche Programme dafür in Frage kommen oder ob das so einfach geht. Daher benötige ich eure Hilfe. :)

PS: Falls es dazu schon ein Thema gibt, dann habe ich es mit der Suche leider nicht gefunden.

VG
 
welches betriebssystem?
was fuer raid?
Falls mdraid, kannst du sie einfach unter linux einbinden

unglücklich schrieb:
Alle HDDs sind meiner Meinung nach intakt.
wuerde ich ehrlich gesagt immer vorher nochmal verifizieren..
 
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unglücklich schrieb:
Allerdings habe ich keine Erfahrung damit
Dann zum Datenretter zu Leuten, die damit Erfahrung haben. Der Weg wäre mit ddrescue Images zu erstellen, diese dann mounten. Fujitsu nutzte wohl einen QNAP-Klon als OS.
 
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Was kostet sowas? Ist bestimmt nicht günstig.
Die Daten sind jetzt nicht mein Leben und ich würde das auch selber probieren, man wächst ja mit seinen Aufgaben. Ich brauch nur etwas Unterstützung. ;)

VG
 
Mit R-Studio und DMDE kann man die HDD definitiv einlesen wenn die in Ordnung sind und den RAID wieder zusammensetzen. Mach aber image von den Teilen und setze die Image zusammen. @unglücklich

Beide Programme werden Geld kosten, R-Studio $80. Bei DMDE weiss ich nicht weil ich nicht weiss in welcher Version Raid Recover moeglich ist.
 
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Wenn Du das selbst durchführen willst, dann besorge Dir erstmal mindestens 18 TB Speicher (ich nehme an die 3x3GB Festplattengröße war ein Verschreiber).
 
Die Platten mit Adaptern an einen PC anstecken und schauen ob eine Linux LiveCD die vielleicht sogar schon erkennt.

letzten Endes wird das NAS auch auch nur ein Linux sein.
 
@xammu Dann aber die Filesysteme erstmal nur read-only mounten um weitere mögliche Schäden zu vermeiden.
 
Moin!
Zuallererst: Schreib Dir auf, an welcher Stelle die HDDs in der NAS eingebaut waren.
Als nächstes müsste ein Backup dieser HDDs auf einen anderen Datenträger erfolgen.
Anschließend kann mit Hilfe diverser Software versucht werden, das RAID 1 zu rekonstruieren.
Allerdings wird es diese Software nicht kostenlos geben.
Alle Demo Versionen die ich kenne, hören spätestens bei der Rekontruktion der Daten auf und wollen eine Lizens.
Ich benutze dienslich die Software XWAYs Forensic. Diese kann beispielsweise auch solche RAIDS rekonstruieren.
Aber das dauert sehr lange je nach Größe der Datenträger.

Wahrscheinnlich wäre es am besten, eine Firma da ran zulassen.
Oder mit dem alten Backup zu leben.
 
falls es ein Linux Software RAID ist, kannst du es unter jedem Linux wieder mounten. Darf nur nicht verschlüsselt sein. So würde ich vorgehen:

erstmal ein Image der Platten anlegen:

dd if=/dev/sda of=disk1.img
dd if=/dev/sdb of=disk2.img
...
(richtiges device wählen natürlich)

Dann die Images mounten und schauen ob du die Partitionen siehst

losetup --partscan --find --show disk1.img
losetup --partscan --find --show disk2.img
...

Und dann findet hoffentlich mdadm das Array wieder:

mdadm --assemble --scan
 
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unglücklich schrieb:
Ein Ersatznetzteil ist mir zu teuer und zu ungewiss,
108 € ist Dir zu teuer?
https://www.ipc-computer.de/fujitsu/nas/celvin-nas-q805/interne-netzteile-86385538
unglücklich schrieb:
sodass ich jetzt versuchen möchte, die Daten aus den Festplatten zu retten.
Das wird aber alles sehr viel teuer als die lummelige 108 € fürs Netzteil. Und dann rechne mal den Arbeitsaufwand in Stundenlohn um, und dann wirst Du gleich sehen, daß es Dich alles viel mehr kosten wird.
 
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wenn nicht sicher ist ob die platten funktionieren, lieber ddrescue als dd. aber es hat ja nicht jeder mal eben soviel platz ...

man kann unter linux auch einen schreibschutz einziehen ( copy-on-write mit dmsetup snapshot ) das steht im kernel raid wiki beschrieben, leider wurde das kernel wiki eingestampft aber google findet es noch

wichtig ist eben nur lesend zuzugreifen. falsch schreiben und es ist wirklich hin, auch für den datenretter

echte datenrettung (strenges read only) ist auch unter linux ohne weiteres nicht mehr möglich da alles mögliche, automatisch erkannt, automatisch gestartet und so mit automatisch verändert wird. braucht nen kernel ohne autodetect und ein single prozess initramfs ohne udev,systemd,und andern rotz ... macht aber keiner so!

man muss also einfach glück haben und es funktioniert einfach so
 
unglücklich schrieb:
Windows 11 aber wenn notwendig auch Linux

Welches Betriebssystem lief denn auf dem NAS und mit welchem Dateisystem waren die Laufwerke formatiert?

Auf dem NAS lief doch höchstwahrscheinlich irgendein Linux. Wenn das NAS nun ein Software-RAID unter Linux laufen hatte (und kein Hardware-RAID), dann stehen deine Chancen sehr gut, schätze ich.
 
Banned schrieb:
Auf dem NAS lief doch höchstwahrscheinlich irgendein Linux.
Laut Doku von Fujitsu ein angepasster, lizenzierter QNAP-Klon.
 
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Das macht die Sache nicht leichter. Das Ersatznetzteil wird immer attraktiver. :D
 
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Hi und danke erstmal für die vielen Antworten und Lösungsvorschläge.

Ich versuch mal darauf einzugehen:

1. Wenn ich weiß, dass es nur das Netzteil ist, dann würde ich die 109 €auch investieren. Allerding weiß ich auch nicht, ob es das richtige Netzteil ist, was da angeboten wird. @nutrix: Das verlinkte ist für ein Q805, bringt das auch ein Q800 zum laufen? Bei Qnap geht das da wohl nicht so einfach, bei Fujitsu ist es einfacher?

2. Laufwerksformatierung denke ich war FAT32. Aber keine Ahnung ob das bei Raid geändert wird.
Lt. Handbuch: Unterstütztes Dateisystem EXT4 (intern/extern HDD)NTFS (extern HDD)FAT32 (extern HDD)EXT3 (intern/extern HDD)HFS+ (externe HDD)

3. Betriebssystem auf dem NAS ist mir unbekannt aber es wurde ja schon vermutet, das es sich um Linux handelt.
Lt. Handbuch: Softwareunterstützung (Betriebssystem) Original Windows® XPOriginal Windows® Server 2003 Original Windows Vista®Original Windows® 7MAC OS XLinux UNIX

4. Das NAS wurde auf Fujitsu Firmeware eingerichtet und dann ein Update auf Qnap Firmenware gemacht. Es lief ein Raid 10 mit 4 HDDs a 3 TB. Nach einem FestpIattenausfall machte das System aus Raid 10 ein Raid
5 daraus. Das passt mir auch und ich lies es so. Daher sind jetzt 3 HDDs mit jeweils 3 TB verbaut (@TorenAltair: ja richtig, beim ersten mal verschrieben ;) ). Die sind aber mit max. 3 TB Daten belegt wovon max. ca. 1 TB interessant für mich ist.

5. @madmax2010: Danke für die Anleitung. Werde ich probieren, wenn ich mich für diese Lösung entschieden habe - siehe unten.


Wenn ich das richtig verstanden habe, dann habe ich aktuell folgende Optionen:

1. Netzteil kaufen und hoffen, dass danach das NAS wieder läuft.
Kosten ca. 110 €, Zeitaufwand gering. Erfolgsaussicht gut bis unklar, falls noch was anderes defekt ist.

2. Die 3 Festplatten an den PC anschließen und über Linux versuchen auf das Raid zuzugreifen.
Kosten 0 €, Zeitaufwand hoch (Einrichtung Linux und Einarbeitung in Bedienung und mounten, etc.), Risiko: Raid zerstört, nur noch Datenrettung (Punkt 3) möglich.

3. Die Festplatten an den PC anschließen und mit Spezialsoftware auf die Daten der Festplatten zugreifen.
Kosten ca. 100 €, Zeitaufwand mittel (Einarbeitung ins Programm), Risiko: funktioniert nicht, da zu kompliziert

Ist meine oben genannte Einschätzung so zutreffend?

Wo liegen noch die Schwierigkeit bei den Punkten 2 und 3. Ist es kompliziert umzusetzen, sehr zeitaufwändig oder gibt es weitere Risiken des Datenverlustes. Ich habe davon leider wenig Ahnung und versuche mir ein Bild davon zu machen, um zu entscheiden was ich mir davon zutraue. Da ich keinen laufenden Linux Server habe, muss ich diesen ebenfalls einrichten. Allerdings würde es nicht in Frage kommen, wenn alleine durch das Mounten in Linux schon das Raid zerstört werden kann. Wenn ich das so richtig aus den Antworten herausgelesen habe.

VG und danke für eure Antworten!
 
unglücklich schrieb:
oder gibt es weitere Risiken des Datenverlustes.
Ja, da der, der von PC sitzt und Daten retten möchte, nicht die nötige Erfahrung hat.

Beachte #10 und den Hinweis auf Backups. Wenn man das hat, schwinden die Risiken eines Datenverlust.

CU
redjack
 
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