@moshimoshi
Hast mich ja weiter oben als Beispiel benutzt ähm, dargelegt.

Schreib ich gleich was zu.
Wir haben hier wieder ein Definitionsproblem, und daran scheitert die gute alte Affensprache nunmal. Wir benutzen im laufe der Zeit dieselben Wörter, verändern aber deren Bedeutung oder ordnen denen etwas zu. Das ist abhängig davon, was die Gesellschaft als Norm definiert oder als normal erachtet.
Das bedeutet aber, dass Wörter schwammig werden, weil jeder seine subjektive Auslegung für Worte hat, und ein Anderer damit überhaupt nichts mehr anfangen kann. So entstehen Missverständnisse. Und das nur durch Worte. Sätze, Mimik, Gestik, Handlungen, das alles als Summe wird je mehr durchgeführt, umso komplizierter. Vielleicht handelt jemand gegen die Vernunft. Aber wir wissen nicht warum, es kann aber an der Prägung im Kindsalter zusammenhängen, oder schlechte Erfahrungen. Vielleicht kennt derjenige es nicht anders.
Ich versuchs mal zu erklären, was sbj, moshimoshi meinen:
Wahre Liebe ist Liebe, die man jemandem gibt, der einem selbst diese auch gibt. Sie begründet sich aus sich selber heraus, man wird also nicht aufhören jemanden zu lieben sondern diese Liebe wird allumfänglich gelten. Das bedeutet jedoch eine Art von Zwang. Denn diese Liebe fordert. Sie fordert aber nur: Willen. Wenn zwei sich lieben, sie können gleich sein, oder verschieden, solange sie als Ziel das Zusammenleben und das gegenseitige Lieben haben, werden sie alles füreinander tun um genau diesen Zustand zu erhalten. Mustis beschreibt das als "Anfangsverliebtheit", die sich später abbaut. Die wahre Liebe hingegen baut sich nicht ab. Sie wird vielschichtiger, je mehr man mit dem Anderen zusammen ist. Das Gefühlsleben verbindet sich, was der Andere fühlt, fühlt man selber. Was möchte man selber fühlen? Gute Empfindungen. Also wird man dafür sorgen, dass der Andere sich gut fühlt, damit man sich auch selber gut fühlt. Dem Anderen geht es schlecht? Dann geht es auch mir schlecht und ich muntere den Anderen auf. Eine wirkliche Veränderung des Zustands dieser Liebe ist eigentlich nur durch einen Verrat zu erreichen, auch von Mustis angemerkt. Das heißt, die Liebe wurde ausgenutzt. Sie wurde genutzt und derjenige "überlegt es sich noch mal anders". Es ist das gute Recht, seine Meinung zu ändern. Es ist das gute Recht, so zu leben, wie man es will.
Es ist gutes Recht für eine Beziehung, dass man ehrlich zueinander ist. Wenn man so leben will, wie man will, wenn man das tun will, was man tut, und das ohne Kompromisse, so ist dies bei der Beziehung anzusprechen! Wer das nicht macht, wer wechselhaft ist, wer sprunghaft ist, wer nicht fest auf dem Boden steht, der kann so sein. Und der mag auch jemanden finden, der ihn so akzeptiert. Der sollte das aber nicht spontan machen, weil
das ist dann keine wahre Liebe. Wahre Liebe würde bedeuten zu wissen, dass man dem Anderen permanent durch Lügen schadet. Das würde keine wahre Liebe wollen. Sie ist das Maximum, das Nonplus-Ultra und WEISS, wie es ist, so zu fühlen wie der Andere. Sie möchte auch nicht belogen werden. Sie möchte sich auch nicht schlecht fühlen.
So etwas klappt nicht von heute auf morgen. Das ist ein Prozess. Sehr langwierig, aber auch sehr schön. Wenn das noch länger dauert, ist das eine Freundschaft, eine Beziehung, eine Partnerschaft und ggf. mehr. DAS ist wahre Liebe. Sie ist nicht bedingungslos. Bedingung ist, dass man sich liebt, egal was kommt oder andere sagen und gleichzeitig so zu handeln, dass der Andere nicht dabei verletzt wird, weil das nur eine Eigenverletzung wäre. Würde jeder so handeln (ich maße keinem an, genau das so tun zu können oder es selbst 100% zu schaffen, ich gebe mir nur Mühe), hätten wir keine Probleme auf der Welt. Der Egoismus würde dem Glücksempfinden aller weichen. Der Egoismus hat sich durchgesetzt, es ist klar, warum. Biologisch eingeplant, heute jedoch im Weg, unnötig. Es birgt viele Möglichkeiten der Macht, aber auch der Ausnutzung.
Nun kann man dieses Ideal von keinem verlangen. Aber es zwingt einen ja auch niemand, diesem Ideal gerecht werden zu müssen. Wenn man aber einzig und allein darauf aufbaut, ehrlich zueinander zu sein, kann man direkt erfahren, ob jemand generell eine solche Vorstellung ablehnt. Und weiterziehen. Alles andere würde einen ja nicht zum Ziel führen.
Dabei muss das noch nicht einmal eine Partnerschaft bedeuten. Eine Freundschaft als wahre Liebe kann es auch geben. Ich halte es sogar für möglich, das polygam zu leben. Es wäre aber verdammt schwierig, man sieht oben wie großflächig das Ganze ist und wieviel Hingabe das zu einer Person bedeutet. Das mit mehreren Personen zu leben ist daher hochkomplex, weil nun nicht nur auf das Wohl von 2en hingearbeitet wird, sondern auf mehrere oder von mir aus alle Personen dieser Welt.
Ich bin zwar ein Agnostiker, aber vergleichen würde ich das mit Jesus. Jesus liebte JEDEN Menschen und ist auch für ALLE Menschen gestorben um deren Sünden zu vergeben. Er ist der wahre Buddhist. Der Erste, der SICH für ALLE opfert, um sie auch alle zu erlösen. Der alle liebt. Aber in seinem Fall auch keinen speziell. Weil alle gleich sind. (über die Bibelauslegung brauchen wir hier nicht streiten, es geht ums Beispiel/Prinzip)
Leider sind wir nicht so gut wie Jesus in der Art, daher beschränken wir unsere Liebe auf einen ausgewählten, eher kleinen Kreis. Das müssen noch nicht einmal die Eltern sein (bei mir jedenfalls nicht). Es bedeutet aber auch, dass man sehr wenige Menschen hat, zu denen man Freundschaften/Beziehungen/Gefühle austauschen kann. Denn diese oben genannte "Alles oder nichts" Mentalität kann dazu führen für lange Zeit alleine zu sein. Kann. Muss nicht. Seinesgleichen zu finden ist und war schon immer schwer.
Soviel zur "wahren Liebe". Die wahre Liebe ist daher tatsächlich nicht Veränderbar, was sich verändern kann ist das Verständnis zu dieser Liebe, an der Größe dieser ändert sich aber nichts. Sie ist ein konstant ruhender Punkt, vergleichbar mit den Genen im Körper. Es gibt verschiedene Gene mit unterschiedlicher Wirkung, aber die Kombination macht einen Menschen aus. Ich kann meine Gene nicht ändern. Ich muss sie akzeptieren. Wenn jemand WILL, so kann er sich mit der Akzeptanz auch seine Art der Liebe erhalten. Und demnach nicht verändern.
Aber der Wille muss da sein. Ohne den ist die Liebe eben nur eine zeitlich begrenzte Sache. Austauschbar. Flexibel. Verweichlicht. Ausgebleicht. Der harte Kern jedoch, das was auch moshimoshi meint, das ist der, der beständig bleibt. Ohne flexibilität. Ohne verwässern, ausflüchte, lügen, betrügen (auch selbstbetrug), verbiegen oder jemand anders.
@Faker2004
Solange man nicht an Minderwertigkeitskomplexen leidet muss man Sport nicht als Ausflucht nutzen. Wohlgemerkt, Ausflucht. Wers gern macht, der machts. Der nicht, der nicht. Aber das ist kein Garant für eine Beziehung, sondern seinen Körper evtl. mehr zu lieben. So wie Ronaldo,der Fußballer. Der ist so selbstverliebt, der könnte sich selber heiraten....