debian Upgrade - Strategie

lordg2009

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Hi,

ich habe auf meinem Heimserver debian 9 laufen, welche ich schon seit debian 7 upgrade. Ich würde das System gern mal komplett neu aufsetzen, habe aber überall irgendwelche selbstgeschribene scripts, konfigurierte Dienste, usw. und habe Angst etwas zu vergessen, bevor ich die Platte platt mache. Meine Idee wäre daher, mit dd die komplette Partition (alles auf einer Partition) in eine .img zu kopieren und dann bei Bedarf als loop device einzuhängen, wenn das neue System drauf ist und Dateien, die ich noch brauche dann einfach rüberzukopieren.

Funktioniert das?
 
Also ich mach das mit Virtualisierung. ESXi gibts kostenlos, dein bestehendes Debian mit dem Standalone Konverter migrieren und das neue Debian als neue VM aufsetzen. Daten kann du kann kopieren, indem du den virtuellen Datenträger in beide virtuellen Maschinen eingängst. Fertig :D

Besser ist natürlich frisch aufsetzen.
 
lordg2009 schrieb:
Meine Idee wäre daher, mit dd die komplette Partition (alles auf einer Partition) in eine .img zu kopieren
Warum als Image und nicht dateiweise in ein Verzeichnis mit "cd /; cp -a /etc /usr /var ... /backup"?
 
mensch183 schrieb:
Warum als Image und nicht dateiweise in ein Verzeichnis mit "cd /; cp -a /etc /usr /var ... /backup"?
Ich bin nicht ganz so der Profi. Man kann mit cp -p zwar die Dateirechte beinhalten, ob aber der ein funktionsfähiger Zustand des Systems erhalten bleibt, wenn ich kopiere oder ob cp einzelne Attribute doch verändert, weiß ich nicht. Bei bitweisem Kopieren kann ich mir da sicher sein.
 
lordg2009 schrieb:
Ich bin nicht ganz so der Profi. Man kann mit cp -p zwar die Dateirechte beinhalten, ob aber der ein funktionsfähiger Zustand des Systems erhalten bleibt, wenn ich kopiere
Von funktionstüchtig war bisher gar nicht die Rede. Es sollte ne Kopie sein, damit Du noch einzelne Dateien rüberziehen kannst, falls Du was vergessen hast.

lordg2009 schrieb:
oder ob cp einzelne Attribute doch verändert, weiß ich nicht. Bei bitweisem Kopieren kann ich mir da sicher sein.
Na so wirklich sicher auch nicht. Wenn Deine Accounts andere UIDs und GIDs haben dann stimmen schon mal die Eigentümer nicht. Ich würde daher dann eh die Rechte auf die Dateien/Verzeichnisse neu vergeben.
 
Das Nonstandard-Flag -a bei GNU-cp ist genau dafür da, wenn man etwas mit dem Gedanken "möglichst viele der Eigenschaften der Files sollen erhalten bleiben" kopieren will. Dazu gehören Zugriffsrechte, - zeiten, Links, NUMERISCHE Eigentümerschaft usw.

Das ist nützlich zum Clonen, wenn man eben nicht das ganze Filesystem blockweise kopieren will, z.B. weil es es nur dünn belegt ist. Das Ganze kopiert man auf sein neues System (nach /altlast oder so), kann dort nach und nach ausmisten (Unterverzeichnisbäume löschen, die man durchgesehen hat, ob noch was rettungswürdiges drin ist) und bekommt den Speicherplatz direkt zurück.

andy_m4 schrieb:
Von funktionstüchtig war bisher gar nicht die Rede.
Selbst das geht mit cp -a von GNU-cp. Die Filessysteme muss man natürlich manuell neu erstellen und ggf. einen Bootmechanismus konfigurieren. Ansonsten funktioniert das Clonen eines lauffähigen Systems auf diese Weise mEn mindestens mit Linux und (lange nicht gemacht) Solaris (Suns cp kann das nicht) wunderbar. Letztendlich kommt es auf die verwendeten Filesysteme an. Irgendwelche obskuren Features, die GNU-cp noch nicht kennt, überleben so einer Kopieraktion sicherlich nicht.
 
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