dem Kondenswasser Herr werden...

Wie groß ist das Teil und wofür ist es gedacht ? Besteht die Möglichkeit es in ein mini-itx Gehäuse zu verfrachten und das Problem zu umgehen indem es z.B. in der Fahrgastzelle mitgeführt wird ?
 
Hallo zusammen,

wenn der PC -20 Grad hat, dann hast du normalerweise auch eine recht niedrige Aussentemperatur.
Also auch eine Luftfeuchtigkeit nahe 0%! Da reicht es meiner Meinung nach, in dem Zimmer 10 Minuten zuvor die Fenster aufzureissen. Das ist auch schon bei 0 Grad so...
Wenn du den PC dann ins Zimmer stellst sollte und sich aussen am Gehäuse keine Feuchtigkeit bildet, dann kannst du den eigentlich auch gleich einschalten.

Schlecht ist nur, wenn der PC deutlich kälter als draussen ist und dann ins Haus bei +25 Grad und molligen 80% Luftfeutchtigkeit gebracht wird.

Die beim Einschalten auftretenden plötzlichen Temperaturschwankungen sollten dem Material eigentlich nichts ausmachen. Immerhin sind es im Betrieb auch bis zu 60 Kelvin Temperaturdifferenz zwischen Aussenluft und der heissesten Fläche bei CPU und GPU.

PS: Die Feutchtigkeit bildet sich eben nicht! an den warm werdenden Stellen. Sondern da, wo die warme Aussenluft auf Kalte Flächten trifft, also vorne unten im Gehäuse, wahrscheinlich danach am CPU Lüfter...

Sorgen würde ich mir eher um einen TFT zum Beispiel machen, da dieser relativ langsam warm wird und dann auch relativ langsam wieder trocknen dürfte...
Aber vorher Lüften sollte den Vorgang mehr beschleunigen als alles andere was hier genannt wurde!

Gruß.
 
@davidbaumann
Du kennst aber schon den Unterschied zwischen relativer und absoluter Luftfeuchtigkeit, oder?
Schlecht ist nur, wenn der PC deutlich kälter als draussen ist und dann ins Haus bei +25 Grad und molligen 80% Luftfeutchtigkeit gebracht wird.
Genau daraum geht es ja. Und es reichen auch schon ~40% Luftfeuchtigkeit damit das Kondenswasser in Strömen rinnt. (ich habe auch schon unter Normklima in der Produktionshalle Kondenswasserbäche gesehen - Temperturdifferenz betrug vielleicht 15°C)
 
Was mir von diesen Rekordjägerversuchen hängen geblieben war, war das die Außenflächen mit Klarlack versiegelt haben, damit Kondenswasser nichts anrichten kann.
 
Also in der richtigen Welt (die ohne Baby-Öl im Rechner) wird für solche Anwendungen eine Standheizung eingebaut, die konstante Temperaturen ermöglicht. Ob die Energiezufuhr allerdings im mobilen Einsatz gewährleistet ist weiß ich nicht.

Ohne Aufwand geht es jedenfalls mal nicht, und kosten tuts auch was.
 
in diesem Zusammenhang ist der Vaisala Feuchterechner zu empfehlen.
Mit der Tüte würde man das Problem umgehen. Da würden dann höchstens außen die "Bäche" entstehen. Innen ist ja die trockene Luft. Müsste halt halbwegs dicht sein
 
chris2603 schrieb:
Soweit ich weis kann man einen PC auch problemlos komplett in ÖL Lagern. Somit würde gar keine Feuchtigkeit an die komponenten kommen.
jo, das hätte ich auch vorgeschlagen.

Sherman123 schrieb:
PPS: Öl ist eine solche Sauerei, dass nachher auch alles im Eimer ist. (und transportabel ist soetwas auch nicht) Des weiteren bekommst du unter Öl Probleme mit der Wärmeabgabe von CPU und GPU.
http://www.youtube.com/watch?v=6sP45uBj4-k

Mechanical, electrical and industrial


An electrical heat radiator that uses mineral oil as a heat transfer fluid
Mineral oil is used in a variety of industrial/mechanical capacities as a non-conductive coolant or thermal fluid in electric components as it does not conduct electricity, while simultaneously functioning to displace air and water. Some examples are in transformers where it is known as transformer oil, and in high voltage switchgear where mineral oil is used as an insulator and as a coolant to disperse switching arcs.[9] The dielectric constant of mineral oil ranges from 2.3 at 50 °C to 2.1 at 200 °C.[10]
Electric space heaters sometimes use mineral oil as a heat transfer oil. Because it is noncompressible, mineral oil is used as a hydraulic fluid in hydraulic machinery and vehicles. It is also used as a lubricant and a cutting fluid. Light mineral oil is also used in textile industries and used as a jute batching oil. An often cited limitation of mineral oil is that it is poorly biodegradable; in some applications, vegetable oils such as cottonseed oil or rapeseed oil may be used instead.
Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/Mineral_oil

Viscosity is also measured in the Brookfield viscometer by measuring the resistance to rotation of a spindle in a container of oil at a specified temperature. Brookfield viscosity is useful for low temperature measurements. For example, a gear oil for arctic use is 120,000 cP at -40 degree C. (See Reference 6 for details of viscosity temperature relations).
Quelle: http://www.bearingtrends.com/bearin...sical-and-chemical-properties-of-mineral-oils

spr schrieb:
gut..
ich habe bei neueren Mainboard teilweise eine Option entdeckt, die speziell für sowas gedacht ist. Also eine Aufwärmfunktion, auch übers BIOS Steuerbar etc.
Weis nun spontan nicht bei welchem Board. Aber das ist mir eben erst wieder eingefallen. Das ist sicher ne gute Option für die Zukunft.
Die funktion heißt "dehumidifier function" und ist glaube nur bei Asrock-Boards vorhanden.

ASRock OMG und Dehumidifier

Neu sind zudem die Features “OMG” und “Dehumidifier Function”. OMG steht dabei für Online-Managment-Guard. Die Option ermöglicht im UEFI die Netzwerkverbindung für bestimmte Uhrzeiten zu unterbinden. Primär soll dies als eine Art Kindersicherung dienen. Wer das Feature nicht benötigt, kann die entsprechende BIOS-Option einfach “links liegen lassen”. Gleiches gilt für die Dehumidifier-Funktion, die für Deutschland eher uninteressant ist. Diese ist primär für Gebiete mit sehr hoher Luftfeuchtigkeit gedacht. Auf Wunsch startet der PC, in einem gewissen Zeitabstand, aus dem S4/S5 Modus kurz. Hierdurch soll das System in dieser Zeit „getrocknet“ werden.
Quelle: http://www.pctreiber.net/2012/asrock-z77-extreme4-review.html/3
 
Zuletzt bearbeitet:
"Ich denke mir das vor allem beim Einschalten erstmal an den wärmeentwickelnden Komponenten direkt! das Wasser entsteht."

Es wird weder beim Einschalten noch beim Ausschalten Kondesnswasser geben!

Was es bei sehr langer Lagerung im Freien geben kann wäre Schmelzwasser.
 
SeppoE ich glaube nicht, dass die Tütenmethode wirklich gut funktioniert. Die trockene warme Luft im Sack ist im Kalten vielleicht schon übergsättigt und regnet einfach im Gehäuse ab.:D
Spätestens wenn du den PC reinholst, wird die sehr sehr feuchte kalte Luft im Beutel schneller warm und schlägt sich am Gehäuse nieder. Natürlich wird in so einem abgeschlossenen System die absolute Wassermenge deutlich niedriger sein - vielleicht beschlagen nur die Außenwände des Gehäuses.

Also es kann schon sein, dass die Sack-Methode funktioniert.
 
Öl scheidet leider aus ;). Das ist nicht praktikabel in dem Fall.

Also im Grunde wärs echt am besten, den "PC Raum" erst aufzuwärmen, logischerweise mit dem PC darin, und dann kann eigentlich nichts mehr passieren mit Kondenswasser an den Komponenten. Also sozusagen einen "Raum um den PC erwärmen" damit der PC selbst keine Reaktionflächen bildet zwischen kalt und warm.
Wenn der Raum allerdings zu schnell gewärmt wird, kommt der PC nicht hinterher und bildet in sich Kondenswasser, oder?
 
Sherman123 schrieb:
SeppoE ich glaube nicht, dass die Tütenmethode wirklich gut funktioniert. Die trockene warme Luft im Sack ist im Kalten vielleicht schon übergsättigt und regnet einfach im Gehäuse ab.:D

Genau deshalb soll die Tüte ja erst in der kalten Umgebung drüber. Die Luft draußen ist auf keinen Fall übersättigt. Und wenn die sich erwärmt verändert sich der Taupunkt auch nich. Der ist allein von der absoluten Feuchte und dem Druck (den würd ich jetzt aber als Konstant annehmen) abhängig.
 
Luft muss weg. Entweder Vakuum oder mit einem anderen Gas ersetzen das nicht kondensieren kann.
Irgendwas luftdichtes nehmen, einen Sack oder eine Kiste und innen abschotten.

Natürlich brauchst dann wieder eine externe Wakü.
 
Zuletzt bearbeitet:
Für solche Vorhaben gibt es spezielle PCs.

Wenn du dafür keine Budget haben solltest, musst du dafür sorgen dass sich der PC eine Zeit lang an die Umgebungstemperatur anpassen kann.

Die Öllösung ist ansich nicht verkehrt... inwieweit sowas praktikabel für deine Zwecke ist musst du mal prüfen.
 
Gute Ideen müssen praktikabel sein, und das sind "einlegen in ÖL" oder "Wir erzeugen ein Vakuum" sicherlich nicht.

Such dir lieber ein Notebook nach MIlitärstandard MIL-STD-810G aus. Anbieter solcher sind vorallem Lenovo und Panasonic. Und achte darauf, dass sie den Luftfeuchtigkeits-Part der Tests erfüllen. Und mach dich nicht verrückt mit der Geschichte.
 
Warten, oder das Warten verkürzen indem man das System belüftet (Lüfter anmachen ohne den PC anzumachen). Das war meine bescheidene Kenntniss zur Luftfeuchte.
 
schritt 1: man Lackiert das Zeug, dann stört auch das Kondenswasser nicht.
schritt 2: Baut eine Standheizung in den PC ein.

aber wofür genau soll das ganze denn sein?
 
Zhalom schrieb:
Warten, oder das Warten verkürzen indem man das System belüftet (Lüfter anmachen ohne den PC anzumachen). Das war meine bescheidene Kenntniss zur Luftfeuchte.

Genau das wäre fatal. Wenn die warme Raumluft mit den kalten Komponenten in Berührung kommt fällt das Kondenswasser aus. Erzwungene Konvektion verschlimmert die Problematik noch, weil das den Stoffaustausch noch verstärkt...
 
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