Leserartikel Der KI-Parasit: Warum Open Source vor einem gefährlichen Umbruch steht

sedot schrieb:
Verschiedenste Themen sind seit Jahren medial omnipräsent, auch mit Bezug zu AI.
Naja. Weiß nicht. Also klar wird auch über Probleme und Gefahren gesprochen, aber trotzdem verwenden es letztlich dann doch sehr viele.

sedot schrieb:
Das mehr (kleinere) positive Entwicklungen mehr Menschen medial erreichen sollten, klar, hier liegt der Ball aus meiner Sicht bei Medienmacher:innen entsprechend zu berichten.
Positive Nachrichten zu verbreiten war auch noch nie eine Stärke der Medien. :-)

sedot schrieb:
Im Moment ist die Realität aber eher Doom Scrolling und weniger Solarpunk.
Ja eben. Genau das mein ich ja. Es gibt immer noch zu wenig spürbare Auswirkungen und alles geht so weiter wie bisher.

sedot schrieb:
Weshalb auch aus meiner Sicht kleine Änderungen (Verhalten, Nutzung von Diensten, etc.) helfen, die jede:r selbst leicht(er) umsetzen kann. Und dann reicht es vielleicht „erstmal“ Big Tech etwas weniger zu nutzen oder eben auch nur Alternativen zu erkunden.
Ja. Ich denke auch, kleine Schritte wären erst mal gut. Aber selbst da bewegt sich ja gefühlt wenig.
Auch wenns nur kleine Änderungen wären, müsste das sich ja langsam mal niederschlagen.
Ich denke auch, das eine Grundbereitschaft da ist aber aus Bequemlichkeit heraus bleibts dann halt doch beim wollen.
Ich will auch nicht sagen, das sich gar nichts bewegt. Aber es ist jetzt nicht so, das es ein signifikanten Strom zu Alternativen gibt.

sedot schrieb:
Ich gehe davon aus, dass die Auswirkungen noch spürbarer werden müssen bevor ein gesellschaftliches Umdenken stattfindet und genug Druck auf verantwortliche politische Akteure da ist.
Das denke ich auch. Solange negative Auswirkungen nicht wirklich spürbar sind, läuft alles weiter.

sedot schrieb:
Die Fragestellung kann ich dir nicht wirklich beantworten.
Ich sag mal so: Alles was so unter in die Gruppe "digital natives" passt die sind halt oft erstaunlich unkritisch gegenüber BigTech. Die haben halt alle ein Smartphone mit Google-Konto und Insta-App usw.

Das da mal jemand herumexperimentiert mit alternativen und freien Systemen (oder wenigstens mal das Google-Konto weglassen) ist die Ausnahme. Das findet man wenn, dann eher bei älteren Semestern.
Wobei ich U16 auch noch zugestehen würde, das die halt zu jung sind um Dinge zu überblicken und halt das nutzen was da ist. Aber ich sag mal die Altersgruppe 16 bis 26. Das war doch eigentlich immer die Generation, die mit dem gebrochen hat was da war und Dinge anders machen wollte. Wo das was den Mainstream repräsentiert hat eher uncool war.

Also wenn ich jung wäre und mir das anschauen würde, was so läuft. Nämlich das sich die Politik sich nicht für mich interessiert, außer es geht um Wehrdienst, der Gesellschaft meine Zukunft egal ist und ich für Tech-Konzerne nur Produkt bin, denen würde ich doch allen mal ganz gepflegt den Mittelfinger zeigen.
 
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sedot schrieb:
Ja, naja. Es gibt schon eine Menge sehr engagierte:r Netzpolitiker:innen. In unterschiedlichen Parteien und Parlamenten. Und, Politik ist keine Dienstleistung, dort wo Verbesserungsbedarf besteht hilft auch eigenes bzw. außerparlamentarisches Engagement. Nichts muss direkt auf „der großen Bühne“ stattfinden.
Das verschweigt aber, dass dieses "außerparlamentarische Engagement" von vornherein zum Scheitern veruteilt ist, weil die reale Beteiligung an der Macht dieser Personen ja fehlt.

Als außerparalmentarisches "Nichts" hast du ja Null Einfluss auf die Gesetzgebung, weil du an den Abstimmungen gar nicht beteiligt bist. Da kannst du dich noch so sehr "engagieren" und Abgeordnete mit selbsterdachten Petitionen überziehen. Fakt ist: Nur wenn du viel Geld und Ressourcen hast (und das haben nur reiche Gruppen), hast du die Chance, eine Lobbyisumus-Gruppe zu finanzieren. Und genau dann hast du auch eine Möglichkeit auf paralamentarische Entscheidungen Einfluss zu nehmen. - Eine Möglichkeit, die z.B. Angehörige der Unterschicht nie und nimmer haben.

Und genau da liegt auch die Ungerechtigkeit dieses Systems: Dass die Interessen der Reichen weit überrepräsentiert sind, die der Armen quasi nicht vorkommen im Parlament, und deren Gesetzgebung.

Lösung: Losdemokratie! - Ein weiter Weg, ich weiß. Aber unabdingbar, sonst kippt über kurz oder lang alles in Richtung autoritärer Diktatur ("Tyrannis"). Momentan herrscht ja eine "Stasis", was auch nicht besser ist.
 
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Am Ende wäre sowas rechtlich zu regeln eher was das in Europa umgesetzt wird........... nur Europa ist im Bereich ein kleiner unwichtiger Zwerg.

Da werden halt USA und China sagen wir finden das gut, wenn ihr ab jetzt auf alle unserer IT Produkte aus rechtlichen Gründen und Bedenken verzichtet, wir schreiben dafür extra auch überall AI drauf - bleibt mehr RAM GPUs und CPUs für uns :D wir teilen uns gerade sowieso die Welt neu auf, da nervt ihr nur mit eurem Gejammer und Bedenken.
 
@Uzer1510
Niemand wird die EU (449 Mio. EW), den EWR (455 Mio. EW) oder Europa (743 Mio. EW) ausklammern. Dafür gibt es hier zu viele Kunden, die zahlungskräftiger als viele andere Menschen auf der Welt sind.

Konzerne werden alleine vom Geld regiert, die lassen so große Märkte nicht außen vor. Und wenn irgendwo das Wort "KI" verpönt ist, dann schreibt die Marketingabteilung halt "intelligente Algorithmen" drauf, so wie man das vor dem LLM-Hype ja auch gemacht hat.
 
santander schrieb:
Als außerparalmentarisches "Nichts" hast du ja Null Einfluss auf die Gesetzgebung, weil du an den Abstimmungen gar nicht beteiligt bist.
Nichtsdestotrotz kannst Du natürlich ein gewissen Druck aufbauen und damit indirekt dann doch was bewirken.

santander schrieb:
Nur wenn du viel Geld und Ressourcen hast (und das haben nur reiche Gruppen), hast du die Chance, eine Lobbyisumus-Gruppe zu finanzieren. Und genau dann hast du auch eine Möglichkeit auf paralamentarische Entscheidungen Einfluss zu nehmen. - Eine Möglichkeit, die z.B. Angehörige der Unterschicht nie und nimmer haben.
Also hätten sie theoretisch schon. In dem sie sich zusammen tun. Dann könnten auch normale Leute Lobbyismus betreiben.
Aber ja. Als jemand mit genügend Mittel hast Du natürlich einen Vorteil. Weil Du den mühsamen Prozess des "Mitstreiter findens" durch Geld erschlagen kannst. Und natürlich hast Du auch bessere Möglichkeiten für Korruption.

Uzer1510 schrieb:
nur Europa ist im Bereich ein kleiner unwichtiger Zwerg.
Europas Problem ist halt, das sie kaum wirklich selbst was in die Waagschale werfen können. Wir haben also eine hohe technologische Abhängigkeit.
Allerdings haben wir eben auch eine relativ interessante (zahlungsbereit und zahlungsfähige) Kundschaft.
Wenn wir also sagen, wir verzichten auf Technologien, dann tut das den betroffenen Unternehmen schon weh.

Uns natürlich auch. Aber genau deswegen wäre es ja so wichtig im IT-Sektor mir Eigenes zu haben. Das muss ja nicht mal gleich erfolgreich und gut sein. Es genügt ja, wenn es die Folgen eines Verzicht auf US-/China-Tech abmildert.
 
Naja aktuell braucht AI keine zahlenden Kunden - die paar Abos sind doch eigentlich vom Geld her egal - es geht aktuell und sicher auch noch ein paar Jahre um die Technologieführerschaft.
 
Klar, im Augenblick geht es nur darum Marktanteile zu sichern und ein Ökosystem aufzubauen, das Kunden nur sehr ungern verlassen wollen. Aber in ein paar Jahren wollen die Investoren Geld sehen.
 
In ein paar Jahren ist AI vielleicht schon so wichtig dass der Staat das übernimmt wenn die zu defizitär ist - wie bei der NASA.

Denn AI wird auch - doch sehr wahrscheinlich - in Waffensysteme (egal ob auf dem Boden oder Waffen im IT Bereich) und andere zentrale (zivile) Systeme wie Forschung und Entwicklung Einzug finden - die USA werden die "neue Atombombe und Schweizer Taschenmesser" nicht pleite gehen lassen, wenn China sie hat.

In China stellt sich die Frage noch weniger.

Wenn man nicht wissenschaftlich mathematisch unumstössliche Belege findet, dass AI das nicht erreicht, was man erhofft, wird die finanziert werden - von Investoren oder von Steuerzahlern, zumindest ist das doch ein nicht unrealistisches Szenario?
 
Zuletzt bearbeitet:
"KI" ist bereits seit Jahrzehnten in Waffen drin. Z. B. hat heute jede Rakete mit Zielverfolgung einen Computer drin, der die Sensorwerte auswertet und die Rakete dementsprechend lenkt. Der Taurus-Marschflugkörper kann sich am Terrain orientieren und der Panavia Tornado konnte seit den 80er Jahren selbstständig im Tiefflug dem Gelände folgen (und ausweichen). Ohne Fly-by-wire* hebt heute keine Militärmaschine mehr ab, manche Flugzeuge sind ohne so ein System gar nicht mehr flugfähig (z. B. Eurofighter).
* Ein Computer nimmt die Steuereingaben entgegen und setzt sie passend zur aktuellen Situation des Flugzeugs um, um bspw. Überlastungen von Mensch oder Material zu vermeiden und die Flugfähigkeit zu bewahren. Pilot fliegen also nur noch indirekt.

In der Forschung ist KI auch schon seit langem angekommen. Z. B. gibt es da eine, die Proteinstrukturen mit recht hoher Genauigkeit vorhersagen kann.
Je vernünftige Analysesoftware bietet Features, die Auffälligkeiten erkennen, sowie durch ML auch Eigenheiten erlernen kann.
Konstruktionssoftware kann heutzutage Bauteile automatisiert an Schwachpunkten verstärken und an anderen Stellen verschlanken.

So gut wie alle Weltraumsonden der letzten Dekaden können autonom handeln. Man lässt sie nur nicht, weil den Missionsmanagern und Wissenschaftlern alle 5 Minuten eine neue Sache auf-/einfällt, die umgesetzt bzw. untersucht werden soll.

Die Raumschiffe zur ISS können seit ein paar Jahren ebenfalls vollkommen autonom von der Erde starten und an der ISS andocken.


"Neu" ist nur der Hype, der seit ein paar Jahren um LLMs gemacht wird und dass seit dem nahezu alles "KI" genannt wird, was nicht bei 3 auf den Bäumen ist. Und dabei ist es egal, ob die "KI" schon seit 30 Jahren existieren.
Der Begriff wird so inflationär und freizügig verwendet, dass ich manchmal das Gefühl habe, dass demnächst auch noch die Rechtschreibkorrektur "KI" genannt wird.
 
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andy_m4 schrieb:
Auch wenns nur kleine Änderungen wären, müsste das sich ja langsam mal niederschlagen.
Da sich gerade herausstellt, dass die USA kein verlässlicher Verbündeter mehr sind bewegt sich schon einiges mehr, meinem Empfinden nach. Fängt bei Kommunikationskanälen (wie Social Media) an und eben auch Software-Abhängigkeiten.
Eine höhere Geschwindigkeit würde ich mir wünschen, aber lieber so als nichts.

andy_m4 schrieb:
Ich sag mal so: Alles was so unter in die Gruppe "digital natives" passt die sind halt oft erstaunlich unkritisch gegenüber BigTech.
Verallgemeinerung finde ich schwierig. Auch Menschen die „prä-digital-nativ“ sind können zu den unkritischen Nutzern gehören. Aber ja, mehr digitale Bildung wäre gut.

andy_m4 schrieb:
Wobei ich U16 auch noch zugestehen würde, das die halt zu jung sind um Dinge zu überblicken und halt das nutzen was da ist.
Ja, klar.

andy_m4 schrieb:
Nämlich das sich die Politik sich nicht für mich interessiert, außer es geht um Wehrdienst, der Gesellschaft meine Zukunft egal ist und ich für Tech-Konzerne nur Produkt bin, denen würde ich doch allen mal ganz gepflegt den Mittelfinger zeigen.
Ja, naja. Gibt schon auch einige Abstufungen „in der Politik“ – sogar innerhalb von Parteien 😅
Wer welche politischen Angebote oder Vorstellungen hat sollte sich herausfinden lassen, gern auch altmodisch im Gespräch oder per Mail mit Politiker:innen.
Davon abgesehen, mein Eindruck ist, früher war mehr Punk.

santander schrieb:
Das verschweigt aber, dass dieses "außerparlamentarische Engagement" von vornherein zum Scheitern veruteilt ist, weil die reale Beteiligung an der Macht dieser Personen ja fehlt.
Nö, gesellschaftliches oder sogar individuelles Handeln kann Dinge ganz konkret ändern. Für alles was dich interessiert kannst du dich engagieren oder dich an bestehenden Projekten beteiligen.
Ja, es ist zäh und braucht Ausdauer.
Möglicherweise hatte ich aber bisher auch nur Glück mit „meinen“ Themen und kenne daher Selbstwirksamkeit, weshalb ich weniger pessimistisch bin.

santander schrieb:
Dass die Interessen der Reichen weit überrepräsentiert sind, die der Armen quasi nicht vorkommen im Parlament, und deren Gesetzgebung.
Es gibt zwei progressive Parteien im Bundestag (oder auch Landtagen) von denen ich am ehesten Reformen erwarten würde. Auch in den zwei anderen vertretenen demokratischen Parteien gibt es Menschen die sich für ärmere Teile der Bevölkerung einsetzen. Deren Engagement kannst du auf unterschiedliche Weise unterstützen.

santander schrieb:
Unsere parlamentarische Konsensdemokratie ist ursprünglich schon gut entworfen wurden. Eine weiterführende Diskussion dazu im PuG Unterforum fände ich gut, erstell doch einen Thread bei Interesse, hier ist das Thema aus meiner Sicht offtopic.
 
@Krik Nein, da ist schon ein Unterschied. Die meisten von Dir genannten Beispiele sind einfach Algorithmen, die bei gleichem Input das gleiche Ergebnis liefern. Das neue bei den KI Anwendungen ist, das es trainierte Modelle sind, wo man weder weiß wie die zum Ergebnis kommen, noch ein Programmierer etwas am Code anpassen könnte um das Ergebnis zu beeinflussen, noch ist das Ergebnis jedesmal konsistent. Das ist etwas komplett anderes.
 
@Micha-
Aber das gibt es auch schon seit vielen Dekaden. Z. B. evolutionäre Algorithmen, Perzeptrons, usw. lernen auch selbstständig und hinterher weiß keiner, wie sie auf ihre Ergebnisse gekommen sind.
 
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sedot schrieb:
Da sich gerade herausstellt, dass die USA kein verlässlicher Verbündeter mehr sind bewegt sich schon einiges mehr, meinem Empfinden nach.
Ja. Zumindest hat man das Gefühl.
Allerdings hatte man das ja auch nach der Snowden-Geschichte.

Ich mein, ich würde es mir wünschen wenn es mehr Unabhängigkeit gibt. Aber das will ich erst mal sehen.
Außerdem nützt Unabhängigkeit allein nur begrenzt, wenn die nicht auch wirklich Sachen an den entscheidenden Stellen anders machen. Nur einfach ein altes Monopol durch ein Neues zu ersetzen, hätte jetzt nicht ganz so viel Mehrwert.

sedot schrieb:
Verallgemeinerung finde ich schwierig.
Ja. Ich würde auch nicht sagen alle sind so. Aber so insgesamt gesehen ist das die kritische Haltung gegenüber BigTech weniger.

sedot schrieb:
Auch Menschen die „prä-digital-nativ“ sind können zu den unkritischen Nutzern gehören.
Ohne Frage.

sedot schrieb:
Aber ja, mehr digitale Bildung wäre gut.
Ja. Wäre gut. Es ist ja auch nicht so, das es in der Schule überhaupt keine Auseinandersetzung mit dem Thema gibt.
Morgens in der Schule wird noch über die Risiken und Probleme von Social-Media aufgeklärt und Nachmittags hängen dann doch wieder alle bei Insta, TikTok und Co.

sedot schrieb:
Ja, naja. Gibt schon auch einige Abstufungen „in der Politik“ – sogar innerhalb von Parteien
Das stimmt. Das sollte jetzt auch nicht wie undifferenziertes Politiker-Bashing klingen.
Aber es ist halt nicht die Mehrheit. Außerdem ist auch hier wieder oft das System das Problem.

sedot schrieb:
Ja, es ist zäh und braucht Ausdauer.
Nicht nur das. Du bist halt der Gegenseite (die über die nötigen Mittel verfügt) auch massiv im Nachteil.
Im politischen Alltagsgeschäft gewinnen ja meist auch nicht die besten Ideen mit den besten Argumenten. Das ist eher der Ausnahmefall.

Sieht man ja auch schön an der Klimapolitik. Da sagt ja auch ganz klar die Wissenschaft: "So wie ihr das jetzt macht, fahrt ihr es gegen die Wand und es wird auf jeden Fall teurer als sich dem Thema richtig anzunehmen."
Und das ist noch ein medial und in der Öffentlichkeit vergleichsweise präsentes Thema und das schon seit vielen Jahren.
 
Micha- schrieb:
Heute verlieren die qualifizierten Leute ihren Job.
Aber sind die dann wirklich qualifiziert?
Es verlieren ja vor allem Leute den Job, deren Arbeit eben durch ein simples LLM ersetzbar ist. Sind diese somit wirklich qualifiziert gewesen?
Ergänzung ()

andy_m4 schrieb:
Das war doch eigentlich immer die Generation, die mit dem gebrochen hat was da war und Dinge anders machen wollte.
Die Gruppe wird aber jedes Jahr kleiner, da die Geburtenrate sinkt. Früher konnte die Gruppe etwas bewegen, da sie auch Gewicht an der Wahlurne hatte. Heute stellen die Rentner (Definiert als Leute 55+, da statistisch gesehen ab dann Politik für Rentner von den Wählern bevorzugt werden) über 50% der Wählerstimmen. Selbst wenn also ALLE 18-54 Jährigen der gleichen Meinung sind gewinnen die Alten. Ein Umdenken ist also schwer möglich.
 
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NJay schrieb:
Heute stellen die Rentner (Definiert als Leute 55+, da statistisch gesehen ab dann Politik für Rentner von den Wählern bevorzugt werden) über 50% der Wählerstimmen. Selbst wenn also ALLE 18-54 Jährigen der gleichen Meinung sind gewinnen die Alten. Ein Umdenken ist also schwer möglich.
Das unterstellt, daß die Leute über 55 Jahre alle gering qualifizierte Arbeiten ausführen und alle die gleichen Parteien wählen, was real bei weitem nicht so ist..
 
wuselsurfer schrieb:
Das unterstellt, daß die Leute über 55 Jahre alle gering qualifizierte Arbeiten ausführen
Wieso? Das habe ich nie gesagt. Ich habe mich sogar auf kein bestimmtes Thema bezogen, es ist nur einfach generell so, dass junge Leute in der Minderheit sind, egal welches Thema.
wuselsurfer schrieb:
und alle die gleichen Parteien wählen, was real bei weitem nicht so ist..
Ich habe nicht gesagt, dass sie alle das gleiche wählen. Aber Parteien wählen Themen aus, die auch zu den Wählern passen. Themen die nur Personen unter 55 interessieren, werden also von der Politik nicht entsprechend als relevant angesehen und wahrgenommen.

Wenn alle jungen Leute die Rente reformieren wollen würden das bedeuten würde, dass es erstmal weniger Rente gibt, ist die Chance praktisch 0, dass das durch kommt. Eine Partei die das vorschlagen würde hätte einfach keine Chance auf einen Wahlsieg.
 
NJay schrieb:
Die Gruppe wird aber jedes Jahr kleiner, da die Geburtenrate sinkt.
Ja. Mir ist bewusst das die Gruppe im Verhältnis kleiner ist als noch vor ein paar Jahrzehnten.

Aber das hat ja nix damit zu tun, das man nicht gegen Etabliertes aufbegehrt.

Ich meine, das auf junge Menschen keiner wirklich hört und ernst nimmt und deren Belange interessiert, das gabs ja auch schon früher. In vielen Punkten ist da die Jugend heute sogar weiter als die zu früheren Zeiten.

Aber irgendwie stoppt das dann halt häufig an dem Punkt, an wo es darum geht auch aus der eigenen Komfortzone rauszugehen.

Aber wie gesagt. Das kann man nicht verallgemeinern. Also gibt natürlich auch heutzutage noch engagierte junge Menschen die auch mit Konsequenz Dinge machen und durchziehen.
 
andy_m4 schrieb:
Aber das hat ja nix damit zu tun, das man nicht gegen Etabliertes aufbegehrt.
Aber das tun sie doch?

Es gab Fridays for Future, doch die Gesellschaft wollte nichts ändern.

Die jungen Leute essen immer mehr vegetarisch und vegan und ersatzprodukte, nun gibt s irgendwelchen EU-Weiten bennenungsverbote, weil dem Konsumenten anscheinend zuzutrauen ist Scheuermilch als nicht Trinkbar zu erkennen, aber Nicht zu verstehen, dass Mandelmilch nicht von einer Mandelkuh kommt.

Die jungen Leute wollen mehr Digitalisierung, die Rentner weigern sich, weil das braucht man noch auf Papier.

Die jungen wollen die Rente ändern und eine Art der Aktienrente setzen, die alten Leute wollen auch nicht auf einen Euro heute verzichten zum Wohle der Zukunft.

Die jungen Leute setzen in Zeiten fehlender Perspektive auf Teilzeitmodelle, die alten Leute sind dagegen.

Und so weiter.

andy_m4 schrieb:
Aber irgendwie stoppt das dann halt häufig an dem Punkt, an wo es darum geht auch aus der eigenen Komfortzone rauszugehen.
Hast du dafür Beispiele?
 
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