Derzeitige Marktsituation für Informatiker?

informatiker016

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Moin. Ich wollte mal Umfragen, wie ihr die derzeitige Marktsituation für Informatiker einschätzt. Persönlich habe ich studiert, aber ich meine generell.

Wenn ich mich z.B. auf Twago so umsehe, dann sehe ich fast nur Projekte, bei denen Budget und Aufwand/Fähigkeiten in einem sehr ungünstigen Verhältnis stehen. Sprich ein niedriges Budget, für das jedoch viel Aufwand und Fähigkeiten notwendig sind. Und dennoch haben auch diese Projekte mit Minibudget (< 800€) locker 15-20x Angebote.

Die niedrigen Preise lassen mich darauf schliessen, dass es (derzeit) ein sehr starkes Überangebot an Informatikern und Programmierern gibt. Persönlich hätte ich das nicht erwartet, da ja sehr viele Dinge bezüglich IT immer noch extrem teuer sind. Es ist fast schon so, dass eine Lizenz für ein bekanntes Programm mehr kostet, als ein ähnliches Programm von einem Freelancer neu schreiben zu lassen.

Wie seht ihr das?
 
Aus meinen Erfahrungen (Auftraggeber) kann ich sagen, dass viele Programmiertätigkeiten durch Drittanbieter im Ausland durchgeführt werden. Person A kennt eine Person B in z.B. Ost-Europa oder Fernost, die für wenig Geld programmiert. Also kann Person A auf diesen Freelancer Plattformen Dumping-Angebote erstellen und reicht bei Zusage die Aufgabe an Person B weiter.

Oft machen sie es sehr geschickt und man erfährt es nur durch Kommentare im Quelltext oder bei der Kommunikation zur Behebung von Fehlern.

Zudem werden meistens nur kleinere Projekte auf diesen Plattformen ausgeschrieben, die keine hohen Anforderungen besitzen und/oder die man zum großen Teil mit Standardsoftware/Bausteinen umsetzen kann. Dafür muss man nicht unbedingt ausgebildet sein oder studiert haben.

Was hast du genau studiert? Möchtest du als Freelancer arbeiten oder als Angestellter?

Alex
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hab Informatik studiert (Bachelor). Ich habe es aber nicht vorrangig wegen des Geldes studiert, sondern weil ich mich für Computer, Programmierung, Algorithmen, bisschen Mathematk, Logik, Elektronik, Halbleiter, etc.. interessiere - die ganze Bandbreite eben.

Ich veröffentliche auch Open-Source-Software oder arbeite daran mit, gehört einfach für mich dazu. Es ist schön, dass es mittlerweile so viel und gute Open-Source-Software gibt. Da hat wirklich jeder etwas davon!

Ausserdem arbeite ich gerne so lange an einem Programm, bis es wirklich fertig ist. Das heisst, ich will nicht von 8-16 Uhr irgendwo im Büro sitzen, sondern auch gerne mal länger daran arbeiten. Allerdings seh ich nicht ein, mickrige 40k Brutto im Jahr zu kassieren und dann auch noch Überstunden zu machen. Dafür hab ich nicht studiert! Deshalb würde ich lieber als Freelancer arbeiten.

Wenn allerdings die Preise hier so niedrig sind, dann habe ich wohl das falsche studiert, was den Markt angeht. Geld verdienen kann man damit zwar nicht, aber das macht nichts - da mir Informatik trotzdem Spaß macht!
 
informatiker016 schrieb:
Allerdings seh ich nicht ein, mickrige 40k Brutto im Jahr zu kassieren

Vielleicht solltest du auch einfach erst mal in der Realität ankommen - vor allem, weil du nicht mal einen Master-Abschluss hast.
 
Tourgott schrieb:
Vielleicht solltest du auch einfach erst mal in der Realität ankommen - vor allem, weil du nicht mal einen Master-Abschluss hast.

So siehts aus.
Mit programmierung lässt sich heutzutage nichts mehr verdienen... Das sieht man schon bei den rückläufigen zahlen für fachinformatiker. Die haben es auch immer schwerer noch einen gut bezahlten job zu finden. Wenn du trotzdem noch in diesem bereich arbeiten willst dann schau dich mal bei SAP um, da siehts noch nicht ganz so übel bei den entwicklern aus...
 
Wie meine Vorredner schon sagten: Aufjedenfall den Master machen. Wie sonst kannst du dich von der Masse der Bachelor Absolventen abheben? Bis dahin ordentlich Praktika machen und Erfahrung im Ausland sammeln (falls du noch nicht hast).

Dann werden dir sicherlich auch mehr als 40k angeboten ;) (wenn du dich auf die richtigen Stellen bewirbst)
 
Naja, wenn jeder alles können würde, dann wäre es doch eine Traumwelt. Dann bräuchte niemand mehr Geld, da er ja alles selber machen könnte - das ist aber nicht der Fall. Ich kann z.B. selbst kein Auto/Computer/Bildschirm herstellen, Haus bauen oder sonstwas. Deswegen brauche ich ja Geld, damit andere das für mich tun.

Deswegen bin ich bezüglich der Realität etwas im Zwiespalt: In der Realität kann nämlich nicht jeder alles. Es gibt Dinge, die viel Geld kosten, doch weshalb? Vielleicht, weil sie doch nicht jeder kann.

Und wenn jeder programmieren kann (damit meine ich nicht Hallo Welt), warum kosten dann Spiele, Programme, Apps, Dienste im Internet, etc.. Geld? Warum sind sie nicht alle umsonst?

Fragen über Fragen...
 
ach ja noch was: informatiker != programmierer... das wird immer gern gleichgesetzt. in der heutigen zeit fangen informatik absolventen in den seltensten fällen als programmierer an
 
Programmieren ist zwar ein großer bestandteil aber im Informatik-Studium wird deutlich mehr vermittelt. Mathematische Logik bis Projektmanagement und wirtschaftliche Prozesse ist mittlerweile wirklich viel dabei.

Ich denke dass der Markt für Informatiker nach wie vor sehr gut ist. Der Markt für Programmierer vielleicht eher weniger, dort wird wirklich viel outgesourced. Aber was Informatik- Management, Koordination, Datenschutzbeauftragter oder auch interdisziplinär betrifft sind die Chancen auf einen guten Job mit einer guten Bezahlung immer noch gut.
 
Hier hat leider niemand einen Plan. Wenn du aktiv in der open source welt unterwegs bist und was auf dem kasten hat, solltest du problemlos ordentliches Geld verdienen können. Natürlich mehr als 40k.

Aber in Deutschland ist eher schwer, denn Deutschland ist nunmal die Tech/IT-Wüste. Symbolisch dafür kann man die ignoranten Antworten der Leute hier im Thread nehmen ;)

edit:
Der Markt für Programmierer vielleicht eher weniger, dort wird wirklich viel outgesourced.

Möglicherweise für 08/15 B2B Software, aber das möchte sowieso niemand machen, der Spaß am Programmieren hat und größeres vor hat.

Vermutlich wirst du eher bei Start-ups glücklich, als bei größeren Dienstleistern/Leihbuden (welche es hier im Land wie Unkraut gibt).
 
Am liebsten würde ich etwas eigenes auf die Beine stellen. Kann man mit Software heutzutage überhaupt noch Geld verdienen? Denn Programmierer bekommen ja scheinbar kein Geld mehr.

Wobei, das ist wie die Tatsache, dass man zwar mit Immobilien sehr viel Geld verdienen kann, aber Bauarbeiter trotzdem nichts bekommen. :freak:

Schade, dass wir in einer Welt und in einem System leben, in dem die, die die Leistung erbringen, nichts bekommen und irgendwelche Parasiten alles abzapfen.
 
such dir ein gebiet wo technisches spezialwissen gefragt ist. ich hab mal mit einem freelancer gearbeitet, der im SAP HANA umfeld entwickelt hat... 90eur/h sind da normal
 
Was kommen denn hier für schwachsinnige Kommentare?
Kannst du denn irgendwas besonderes oder nur das was jeder Informatiker kann?

Was ist das? Ich hatte in meinem Studium Fuzzy Logic, verteilte Systeme, Betriebssysteme, Programmiersprachen von Assembler,SQL über C++ bis Peral, Java und noch ein paar gesonderte DB eigene. Theoreitsche Informatik, Mathematik, Kryptographie, Numerik und andere Mathematischen Fächer mal außen vor gelassen. Dazu dann noch etwas spezielleres Wissen in Netzwerktechnik, Mobilfunktechnik, Robotic, Softwarearchitektur und noch ein paar Sachen die ich anscheinend wieder vergessen habe.
Das war übrigens auch alles Bachelor!

Vielleicht solltest du auch einfach erst mal in der Realität ankommen - vor allem, weil du nicht mal einen Master-Abschluss hast.

In der Realtität sieht es übrigens so aus, wer arbeitet und sich hervorhebt bekommt auch ein entsprechendes Gehalt.
Ich habe vor einem Jahr den Job gewechselt und konnte mir zwischen 12 Jobangeboten ( danach habe ich erstmal Stop gesagt ) was aussuchen. Niedrigstes Gehalt lag bei 65+, wobei ich zu dem Zeitpunkt schon mehr verdient habe.

informatik absolventen in den seltensten fällen als programmierer an
Das stimmt. Man sollte sich vor allem auch ein sehr gutes Excel Wissen aneignen. Die meisten Manager lieben gut aufgearbeite Excel, damit kann man auf jeden Fall punkten. Zumal man ja eh eher eine Manager position einnimmt und berichten muss.

Selbst mit Programmierung kann man viel Geld verdienen. Stichwort COBOL und JCL.

Kann man mit Software heutzutage überhaupt noch Geld verdienen? Denn Programmierer bekommen ja scheinbar kein Geld mehr.

Kann man, aber Programmierer konkurrieren eben mit Billiglohn Ländern wie China, Indien oder die ganzen Near Shoring Gebiete. Ich würde mich anders orientieren.
 
haunt schrieb:
In der Realtität sieht es übrigens so aus, wer arbeitet und sich hervorhebt bekommt auch ein entsprechendes Gehalt.

In welcher Traumwelt lebst du? Ist ja schön für dich, wenn du dir angeblich deine Arbeitgeber aussuchen kannst. Dieses Privileg haben nur leider die allerwenigsten Menschen in Deutschland. Also freu dich daran, aber erzähle hier nicht so einen Blödsinn.
 
In welcher Traumwelt lebst du? Ist ja schön für dich, wenn du dir angeblich deine Arbeitgeber aussuchen kannst. Dieses Privileg haben nur leider die allerwenigsten Menschen in Deutschland. Also freu dich daran, aber erzähle hier nicht so einen Blödsinn.

Klar wenn man immer nur rumjammert, dann hat man ein Problem und hängt fest. Ich sehe genug Kollegen welche sich nicht weiterentwickeln. Sorry Java war 2003 schon tot. Vielleicht sollte mans ich dann ein anderes Ziel suchen?
Und es war keine Traum- sonderen eine Alptraum Welt. Wichtig ist, dass man sich ein Ziel setzt und darauf hinarbeitet.

Ich wollte etwas mit SAP machen, kam aber aus dem Bereich Systemadministration, bzw. Netzwerktechnik. Also habe ich mich umgeschaut und eben eine entsprechende Stelle gesucht. Gleichzeitig habe ich mich aber auch auf meinen Beruf konzentriert und auch hier Wissen aufgebaut.
Der 1. Versuch war ein Fehlschlag und ich bin eher richtig COBOL/JCL abgerutscht, was ich aber (leider!) nicht weiter verfolgt habe. Danach Oracle Administration und dann schließlich beim 2. Versuch doch die SAP Kurve gekriegt.
Danach habe ich 3 SAP Zertifizierungen innerhalb von 6 Monaten im Eigenstudium gemacht ( Davon war eine die CTC 6.40 - wer eine Ahnung von SAP hat weiß was das bedeutet ) und anschließend Projekte ohne Ende gekloppt.

Ohne Fleiss kein Preis - so ist das eben. Ist doch das gleiche beim Sport ;)
 
Wenn man schon über 40k Einstieg heult, dann läuft irgendwas falsch.

Mach dir klar, dass du mit einem Bachelor erst mal noch GAR NICHTS erreicht hast. Wenn du open source programmierst dann bitte mal Links auf entsprechende Repos. Was du brauchst ist Arbeitserfahrung. Geld kommt später genug. Spezialisier dich auf eine Richtung und werde gut darin. Möglichst auch eine die in der Informatik auch gefragt ist. Bleib aber trotzdem flexibel.

Was du da oben aufzählst ist irgendwie niedlich. Du hast 3 Jahre studiert und meinst du kannst all die Dinge, die du da aufzählst. Wo andere 10 Jahre+ mit ein bis drei davon verbringen. Nein - du kannst keine davon richtig. Du hast Grundlagen davon gelernt. Jetzt zeige in der Berufswelt, dass du diese anwenden kannst.

Wie man nach dem ersten Job nach dem Studium nur nach Geld schauen kann - unbegreiflich.

Achja: aus welcher Region kommst du?
 
Zuletzt bearbeitet:
haunt schrieb:
Klar wenn man immer nur rumjammert, dann hat man ein Problem und hängt fest. Ich sehe genug Kollegen welche sich nicht weiterentwickeln. Sorry Java war 2003 schon tot. [...]

heise.de schrieb:
Im Vergleich zum Vormonat hat sich beim TIOBE-Programmierindex wenig geändert. Java baut seine Spitzenposition weiter aus. C bleibt unangefochten auf Platz zwei. Im Vergleich zum Vorjahr steht die Sprache etwas schlechter da, konnte aber gegenüber dem Programmiersprachen-Top 10 im Oktober wieder leicht zulegen.
Quelle

Wie auch immer du auf die Idee kommst Java wäre eine tote Sprache..


Alles was dein Post beinhaltet ist ein "Ich bin so toll, seht mich an". Aber für das Thema an sich kann ich da nichts rauslesen.


informatiker016 schrieb:
Die niedrigen Preise lassen mich darauf schliessen, dass es (derzeit) ein sehr starkes Überangebot an Informatikern und Programmierern gibt. Persönlich hätte ich das nicht erwartet, da ja sehr viele Dinge bezüglich IT immer noch extrem teuer sind.

So würde ich das ganze nicht sehen.
Klar gibt es viele Entwickler die Standardprojekte hinbekommen aber um aus der Masse herauszustechen musst du dann schon in irgendwas spezialisiert sein.
Ein Überangebot an Entwicklern gibt es meiner Meinung nach auch nicht, egal in welchen Jobportal man nach Entwicklerstellen sucht wird man sehr schnell fündig.
Klar ist nicht jede Stelle das Gelbe vom Ei aber da muss man dann eben Abwägen (Arbeitsweg, Arbeitszeit, Urlaub etc)

Ansonsten hat trialgod alles gesagt. Nach dem Studium hast du zwar einen Titel in der Tasche aber keine Praxiserfahrung.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Defacto machen sich gute Programmierer immer selbstständig und entwickeln eigenständig/Projekte und nachgefragte Software.
Ein Programmierer im Rahmen eines Dienstverhältnisses ist .. sehr eingeschränkt - und er verdient auch nie das, was er verdienen könnte.

mfg,
Max
 
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