@demoness
Meinst wirklich, dass es so unmöglich war, aus Diablo 2 einen Nachfolger zu machen, der Spaß macht und die Leute unterhält? Du hast es doch selber gesagt, in Diablo 2 haben die Leute auch gefarmt bis zum umkippen. Man hat also eh Spieler vor sich, die gerne viel Zeit in ein (an und für sich stupides) Spielprinzip hineinfeuern, nämlich in der Jagd auf Items und einen besseren Charakter immer und immer wieder die gleichen Monster umzuhacken.
Aber jetzt mal ausgehend von Diablo 2, was war daran gut, was war daran nicht optimal, hat man sich aus meiner Sicht in vielen Belangen für die falsche Richtung entschieden:
Man hat Dinge übernommen, wo man viel Potential für Verbesserung gehabt hätte (Akte, Gegenden, Gegner, ...) und hat sich mit absurd wenig Neuerung begnügt.
Man hat die zentralen Themen, die Diablo2 spielswert gemacht haben, vernachlässigt (Items und Char-Entwicklung).
Und man hat sich viel zu sehr Gedanken darum gemacht, wie man haben möchte, dass die Leute spielen (es soll gehandelt werden aber nur bei uns, es soll keine Bossruns geben, wir wollen alles bei uns am Server haben, man soll sich nicht durchsterben, ...) das sind alles Entscheidungen, die dem Spieler per se einmal keinen Vorteil bringen. Das sind moderierende Maßnahmen.
In Kürze: man hat die Stärken von D2 kastriert, die Elemente, wo einem nix besseres eingefallen ist, übernommen und sich zu viele Gedanken gemacht um Themen, die in Wahrheit nicht die Spieler interessieren, sondern den Hersteller selber.
Ich hab schon viel Geld für Computer- und Videospiele ausgegeben. Und da war auch jede Menge Schrott dabei. Aber ich hatte noch selten bei einem Spiel so sehr das Gefühl, aufs Kreuz gelegt worden zu sein.