Dichtigkeit der Kühlung testen?

L.B.

Ensign
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Hallo Zusammen,


ich habe eigentlich nur eine Frage, und zwar möchte ich wissen, ob man nach zwei Stunden Betrieb unter Last und 14 Stunden im ausgeschalteten Zustand, davon ausgehen kann, dass der Kühllkreislauf vollständig dicht ist.
Es ist nämlich so, dass ich bei einer Umbauaktion eine kleine Pfütze von ungefähr fünf Tropfen Größe am Gehäuseboden entdeckt habe. Außerdem habe ich herausgefunden, dass der Schlauch an der Pumpe nicht gerade abgeschnitten war und dass zwei weitere Anschlüsse, an denen ebenfalls kleinste Mengen Wasser ausgetreten ist, nur sehr locker angezogen waren.
Den Schlauch an der Pumpe habe ich gerade abgeschnitten und die Anschlüsse noch fester angzogen. Nach den oben gennaten zwei Stunden Betrieb und 14 Stunden Ruhe war noch alles dicht. Kann ich davon ausgehen, dass der Kreislauf nun nicht mehr leckt und dass keine Kühlflüssigkeit mehr austritt?

Auf dem Gebiet der Wasserkühlung bin ich noch Neuling, weshalb es nett wäre, wenn mir jemand mit ein bisschen Erfahrung diesbezüglich eine Antwort geben könnte. :)


L.B.
 
Wenn es etwas undicht ist, dann tropft es sofort.
Du kannst also davon ausgehen, dass es dicht ist.
 
Nein, Wasseraustritt kann jederzeit entstehen. Deine Handwerkskust scheint doch mängelbehaftet zu sein. da es an mehreren Stellen gehakt hat. Bist Du Dir darüber im Klaren was Du tust?
Das System testet man zunächst ausserhalb des PCs!
 
L.B. schrieb:
Außerdem habe ich herausgefunden, dass der Schlauch an der Pumpe nicht gerade abgeschnitten war und dass zwei weitere Anschlüsse, an denen ebenfalls kleinste Mengen Wasser ausgetreten ist, nur sehr locker angezogen waren.

Das war sehr fahrlässig. Wenn richtig Wasser raus spritzt. kannst du deine Hardware in die Tonne kloppen.

NANDorGO schrieb:
Das System testet man zunächst ausserhalb des PCs!

Erklär mal wie das gehen soll.
 
Danke für deine Antwort. :)

Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass ich beim Zusammenbau der Kühlung vor drei Wochen ca. 20 Minuten die Dichtigkeit geprüft habe (allerdings nicht ganz so genau :rolleyes:) und da war auch alles dicht. Getropft hat dabei nichts.


Edit: Aufgrund meiner Gehäuseplanung (CaseCon) befindet sich die Hardware in einer anderen Kammer des Gehäuses als die Pumpe, der Radiator und die meisten Komponenten der Kühlung. Als ich die Kühlung zusammengebaut habe, waren alle Anschlüsse sehr fest. Scheinbar ist der Schlauch weicher geworden, weshalb die Anschlüsse so locker waren.
 
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Auf so einem System ist ja kaum Druck. Das Wasser plätschert nur durch die Schläuche. Entsprechend müssen die Anschlüsse auch nicht wirklich fest zugezogen werden. Nicht zu grobes handfest ist OK.
Von daher ist das System nach so einem Test von dir dicht, wenn du nirgends Wasser bemerkst.

Ich mache das gewöhnlich wesentlich kürzer. Fünf Minuten laufen lassen und mit den Fingern oder einem Tuch an allen Verbindungsstellen prüfen. Ist dann nichts, bin ich zufrieden.

Natürlich kontrolliere ich in der Anfangszeit (~2 Wochen) nach einem Umbau täglich, ob vielleicht doch noch ein paar Luftbläschen raus gespült wurden und ich Flüssigkeit nachfüllen muss. Dabei kannst du ja nochmal nach Flüssigkeitsaustritt schauen.


edit: Ich hatte bspw. schon einmal vergessen einen Anschluss gänzlich zu zuschrauben. Der Schlauch war lediglich drüber gesteckt. Beim Test hat sich dann ein Wasser-Wulst an der Übergangsstelle gebildet und kurz darauf ist ein kleines Rinnsal am entsprechenden Schlau entlang. Alles halb so wild. Man sieht es ja und behebt es dann kurzfristig.
 
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Chief_Justice schrieb:
Das war sehr fahrlässig. Wenn richtig Wasser raus spritzt. kannst du deine Hardware in die Tonne kloppen.

Seltsam, dass jeder normale Mensch ein zweites Netzteil bzw. überbrücktes Netzteil benutzt um die Kühlung zu befüllen. Ohne Strom auf der Hardware passiert auch nichts, außer dass man sie erstmal wieder trocknen lassen muss.
Ansonsten wird alles dicht sein, wenn es nicht in den ersten paar Minuten tropft sollte alles klar sein.
 
Kontrollieren ist bei mir so eine Sache, denn dazu müsste ich die rückseitige Seitenwand des Gehäuses öffnen, was aber sehr aufwendig ist und was ich eigentlich vermeiden möchte.

An den Druck im System hatte ich auch schon gedacht, da ich den AGB (50mm Röhre) zu 85% aufgefüllt habe. War das eventuell zuviel? Nach der Aktion an der Pumpe, habe ich den AGB aber nur noch zu zwei Dritteln befüllt.


Edit: Wenn ihr meint, dass alles dicht ist, bin ich schon mal beruhigt. Eine gewisse Kontrolle habe ich noch über den Füllstand des AGBs, den ich durch das Window sehen kann. Natürlich befindet sich auch noch Luft im System, sodass der Wasserspiegel noch sinken könnte.

Ich habe übrigens den ersten Test über ein Labornetzteil mit ausgeschaltetem Rechner gemacht. ;)
 
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was hast du denn für Anschlüsse? Wenn du das so nicht hinbekommst, wechsel doch auch Plug'n'Cool. Die sind im Prinzip immer dicht wenn der Schlauch eingesteckt ist und man kann damit am wenigsten falsch machen.
 
Ich hatte es bisher immer, dass der Pegel in den ersten zwei Wochen merkbar gefallen ist. Sowohl mit Radiator würfeln, als auch ohne.

An deiner Stelle würde ich mir die Arbeit machen und den Pegel anfangs kontrollieren. Danach ist das aber auch nicht mehr wichtig. Ich habe erst kürzlich, nach einem Jahr betrieb, etwas Flüssigkeit in den AGB nachgefüllt. Dazwischen hatte ich nicht einmal geschaut.

edit: Wenn du zur Kontrolle nicht mal das Gehäuse öffnen musst, ist das ja perfekt.
 
Für diese Plug&Cool Anschlüsse sind aber nur die ganz weichen Schläuche geeignet. Diese wiederum sind dann blöd bei engen Biegeradien.
 
Von Plug&Cool Anschlüssen halte ich nicht ganz so viel. Sie sind zwar praktisch, wenn man oft umbaut, mir aber zu unsicher. Ich nutze stattdessen 13/10 Schraubtüllen von Aquatuning.

Kontrollieren, ob Waser austritt, kann ich leider nur, wenn ich das Gehäuse öffne. Den Pegel des AGBs habe ich aber immer im Blick.
 
@Chief_Justice bei Plug'n'Cool sind die Schläuche eher hart im Vergleich zu anderen.
@L.B. sieht man ja wie sicher deine Schraubverschlüsse sind. Beim Umbau sollte man allerdings immer die 2-3mm bis zum Einschnitt abschneiden.
 
Naja, nur weil einer nicht richtig mit den Anschlüssen umgehen kann, heist das noch lange nicht, daß Schraubis schlecht sind.

PS Tüllen sind mit passenden 16/10 Schlauch ganz ohne zusätzliche Halterungen dicht und bei Schraubis habe ich noch nie eine Leckstelle gehabt.


Um vernünftige Biegeradien zu erreichen, braucht man "weichen" Schlauch, weshalb P&C Anschlüsse mit hartem PVC-Schlauch nur noch einen Marktanteil von ca. 0,5% haben.
 
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