Die 2-Klassen-Gesellschaft : Superschlaue studieren kostenlos

DragonIce schrieb:
Der Geldbeutel spielt immer eine Rolle. Auch bei diesem System.

Ich find es an und für sich nicht in Ordnung. Es mag begabte geben die sich ein Studium nicht leisten können. Aber nach 3 Semestern ohne Gebühr können sie es sich immer noch nicht leisten.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Studiengebührenbefreiung nach 3 Semestern aufhört.
Vermutlich gibts danach für die, mit den besten Noten eine solche Befreiung.

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EDIT:

ich hab grad nachgeschaut und bei beiden Unis gibts tatsächlich nur 3 Semester befreit, wenn man es in ein Begabtenförderungswerk schafft, das komplette Studium:
http://www.studium.uni-freiburg.de/de/studiengebuehren/ausnahmen.html
http://www.uni-konstanz.de/studium/index.php?cont=gebuehren&subcont=ausnahmen&site=begabung&lang=de
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imho kommen solche Stipendien übrigens eher den Studenten zugute, die auf das Geld dringend angewiesen sind.
Jemand der es nicht nötig hat, wird sich seine Uni nicht nach finanzielle Kriterien aussuchen - sondern eher nach Studienbedingungen, Reputation oder...
 
Zuletzt bearbeitet:
@dragonice

Ich glaube Du vermischst hier ein paar Sachen.

Nochmal langsam: Es geht hier nicht um einheitliche Bildungsstandards der Schulen. Hier stimme ich Dir zu, dass diese notwendig sind.

Es geht hier um Menschen, die in der Regel die Hochschulreife bereits erlangt haben, d.h. bereits einen relativ hohen Standard besitzen und vergleichsweise weniger "Schwächen" haben. Wir befinden uns also schon auf einem hohen Niveau.

Jetzt geht es darum, aus dieser Gruppe die potenziellen "Überflieger" heraus zu selektieren. Das diese dann auch zu welchen werden, ist natürlich nicht garantiert.

Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand mit einem hohen IQ bei entsprechender Förderung intellektuell leistungsfähiger sein wird, ist jedoch grösser.

Je grösser das Potenzial, desto geringer der Aufwand, um ein Ziel zu erreichen.
Wenn mein hoher IQ mich Zusammenhänge schneller erfassen lässt, dann ist es besser mich zu fördern, als jemanden, der das doppelte an Zeit benötigt. Ist doch viel effektiver.

Warum werden Stipendien in erster Linie nach Leistung an die Besten vergeben und nicht an die Schlechtesten?

Es geht hier nicht um eine Abwertung oder Benachteiligung der Leute mit einem IQ unter 130, sondern um eine Aufwertung der Leute mit einem IQ über 130!

Potenziale muss man fördern und fordern damit sie sich entwickeln und nicht in die graue Masse drücken, damit diese sich nicht benachteiligt fühlt.

MFG
 
Tankred schrieb:
Natürlich müssen Menschen mit niedrigem IQ gefördert werden. Dazu gehört aber nicht, dass man sie mit allen Mitteln in einen akademischen Betrieb reinpresst.
Du hast es immer noch nicht verstanden. :rolleyes:
Ich rede doch nicht davon solche Leute in einen akademischen Betrieb "reinzupressen". Und ich rede auch nicht von Leuten mit niedrigem IQ. Von denen ich rede, haben ein ganz anderes Problem, die müssen aber nicht zwangsläufig einen niedrigen IQ haben.
Komm mal davon ein wenig weg. Noch einmal: Ich meine solchen Leuten muss überhaupt erstmal mehr geholfen werden. Ich rede da überhaupt nicht von Studium.

Aber lassen wir das lieber an dieser Stelle.
 
Zuletzt bearbeitet:
BlackSavage schrieb:
Du hast es immer noch nicht verstanden.

In diesem Thread geht es darum, dass "Superschlaue" kostenlos studieren können. Es geht also um Intelligenz und Studium (siehe Titel des Themas und Eröffnungspost). Wenn Du ein anderes Thema diskutieren willst, dann mach doch ein neues Thema auf... :rolleyes:
 
@ e-ding -- Yuhu, wir fördern eine Minderheit.

Und noch einmal: Ich habe gesagt dass solche Überflieger gefordert und nicht gefördert werden müssen.
Wenn mein hoher IQ mich Zusammenhänge schneller erfassen lässt, dann ist es besser mich zu fördern, als jemanden, der das doppelte an Zeit benötigt. Ist doch viel effektiver.
Effektiver vllt nur auf kurze Sicht. Wie viele Leute schätzt denn wird es davon geben? Nehmen wir dein Beispiel... Ich würde sagen 1 auf 4 Leute kann überdurchschnittlich schnell erfassen (Und in Relation finde ich das schon sehr hoch gegriffen, wenn ich mich mal so auf den Straße bewege und auch mal Leuten zuhöre:rolleyes:).
Also hängen 75% der Leute hinterher. Und die "Wissenspyramide", wenn man zwischen minder begabten bis hin zu hoch begabten staffelt, sieht so aus wie die Alterpyramide aussehen soll. Unten breit und nach oben hin wird die Luft sehr dünn.
Also warum muss die breite Masse, die später wohl mehr Laster trägt bzw. die Exekutive übernimmt, so gelassen werden wie sie ist?
Warum fördern wir die nicht, auch wenn es zeit- und vor allem kostenintensiver ist? Ist man heut zu Tage denn nichts mehr Wert wenn man Geld und Zeit kostet?
Also meiner Meinung nach ist das obenherumgepushe einfach nicht sinnvoll.
 
@dragonice

Fördern und Fordern schließen sich übrigens nicht aus!

So langsam verlässt mich bei Dir ja mein Erklärlatein. ;)


Aber ich bin ja ausdauernd.
Die 75% oder mehr, hängen doch nicht hinterher. Für die Masse verändert sich schlicht und einfach nichts. Unabhängig der Förderung, wird die nichtbetroffene Masse genauso studieren oder nicht studieren, wie bisher.

Kannst Du mir bis hierher folgen?

Jetzt wird dem vielversprechendsten Teil die Möglichkeit gegeben, kostenfrei zu studieren. D.h. für die, die es betrifft, ist das ein Vorteil und eine Erleichterung. Was ist daran so schlimm? Warum bieten Unternehmen Berufsakademieprogramme an? Warum gibt es Traineeprogramme? Und für wen? Für die breite Masse oder die vielversprechendsten Kandidaten mit entsprechendem Potenzial?


Es geht hier nicht um die allgemeine Studiengebührenfrage.

Um nochmal ein plastisches Beispiel zu finden: Wenn Du Dir ein Pferd kaufst um es für ein Rennen zu trainieren, nimmst Du einen lahmenden Ackergaul oder eines, das bessere Vorraussetzungen mitbringt?

Ich hoffe das war jetzt nicht zu abstrakt.

MFG
 
Ich vermute das ganze "Gratis-System" ist mit Auflagen verbunden z.b das man einen bestimmten Durchschnitt halten muss ähnlich wie bei einem Stipendium.

Persöhnlich halte ich es für richtig das man kluge Köpfe fördert denn momentan sind wir einfach darauf angewiesen da unsere westliche Technologie/Wissen komplett in Asien landet und somit kein realistischer Konkurrenzkampf mehr besteht.

Es ist momentan sogar so das in Deutschland Nautische-Schulen geschlossen werden weil es einfach keine guten/kluge Seefahrer mehr gibt und in Asien reißen sich die Leute um den Job.

Viele Asiaten werden vom Staat gefördert um in Deutschland zu studieren um dann mit dem erworbenen Wissen in Asien die Leute zu unterrichten. Dies ist auf Dauer keine Lösung weil immer mehr Asiaten den Abschluss schaffen anstatt Deutsche. Dies beweist das irgendwo im System Deutschland ein Fehler ist und ich denke dieser beginnt schon in den Schulen. Ich habe dies schon am eigenen Leibe erlebt.

Ich habe den "stolzen" schulischen Realschule->Hauptschule->Realschule->Fachhochschulreife gemacht und als ich in der 6.Klasse auf die Hauptschule kam habe ich in English sowie in Deutsch nichts .... aber auch gar nichts neues gelernt. In Mathe kam nur der Satz des Phytagoras dazu und ein bißchen Geometrie ... voila das ist der Hauptschulabschluss. Das muss sich ändern dringend ich denke dies ist einer der Gründe das Schland verdummt.

Die schulische Leistung kann man zudem nicht zwingend auf den IQ schieben. Es gibt genug Leute die vielleicht einen rund um ~100 haben aber brauchen nicht zu ackern und legen einen Bombenschulabschluss hin und andere müssen sich halt echt reinhängen. Daher finde ich es teils ein bißchen ungerecht es nur am IQ zu messen und nicht an den tatsächlichen mathematischen oder grammatischen Fähigkeiten usw zu messen.


BTW: In Norddeutschland z.b Kiel bezahlt man kaum Studiengebühren bzw. ich glaube nicht mal einen 3-stelligen Betrag. Vielleicht irre ich aber ich kann da mal nach Fragen falls Interesse besteht.

im out
Sty!a
 
Zuletzt bearbeitet:
Generell halte ich es für richtig und gerecht, wenn besonders begabte gefördert werden und die Studiengebühren zumindest teilweise erlassen bekommen.
Ob es allerdings so sinnvoll ist, diese "Auslese" über einen IQ-Test zu machen, lass ich mal dahingestellt. Vielmehr sollte soetwas von den Leistungen im Abitur und dann eben im Studium abhängig gemacht werden.
 
e-ding schrieb:
Jetzt wird dem vielversprechendsten Teil die Möglichkeit gegeben, kostenfrei zu studieren. D.h. für die, die es betrifft, ist das ein Vorteil und eine Erleichterung. Was ist daran so schlimm? Warum bieten Unternehmen Berufsakademieprogramme an? Warum gibt es Traineeprogramme? Und für wen? Für die breite Masse oder die vielversprechendsten Kandidaten mit entsprechendem Potenzial?

Die Sache ist nur das zu jeder dafür zugelassen wird, sich bewerben und anstrengen kann, der IQ schließt das ja von vornherein aus. Für Leistungstests kann ich lernen und mich bemühen um evtl. doch kostenlos studieren zu können, das mit dem IQ bleibt so...
 
Tankred schrieb:
In diesem Thread geht es darum, dass "Superschlaue" kostenlos studieren können. Es geht also um Intelligenz und Studium (siehe Titel des Themas und Eröffnungspost). Wenn Du ein anderes Thema diskutieren willst, dann mach doch ein neues Thema auf... :rolleyes:
Wer lesen kann...
Ich habe bereits geschrieben das wir das an dieser Stelle lassen. Ich wollte kein anderes Thema, du hast es einfach nicht verstanden, das ist alles.
*kopfschüttel*
Ich bin dann mal raus aus dem Gespräch. Viel Spaß noch Leute.
 
Zuletzt bearbeitet:
SheepShaver schrieb:
Vielmehr sollte soetwas von den Leistungen im Abitur und dann eben im Studium abhängig gemacht werden.


Abitur ist so eine Sache:
Neben den unterschiedlichen Anforderungen in den einzelnen Ländern, sind (zumindest in Bayern) innerhalb eines Landes große Unterschiede möglich:
neben der zentral gestellten Abiprüfung kommt ein großer Teil der Endnote aus den Leistungen in der Kollegstufe. Und meiner Erfahrung nach hängen die ganz stark von den individuellen Anforderungen der einzelnen Lehrer ab...

Man sieht es auch gar nicht mal so selten, dass Leute mit eher mittelmäßigen Schulnoten im Studium regelrecht aufblühen.


Auch die Motivation kann täuschen:
in einem Eignungsfeststellungsgespräch kann man viel erzählen und man erlebt es auch immer wieder, dass viele trotz hoher Motivation schneller weg sind, als sie Exmatrikulation buchstabieren können.



Leistungen im Studium sehe ich zwar auch als den besten Weg an, um Studenten nachträglich oder studienbegleitend zu bewerten, nur sitzen die ausgewöhnlich Guten dann schon längst in Zürich (o.ä.) und nicht in Konstanz und Freiburg.
 
ABInoten ahben den Nachteil, dass sie relativ wenig mit dem Studium gemein haben. Das Studium ist sehr stark Interessen geprägt. Das heißt, dass jemand,d er ein spezielles Interessengebiet hat sich da richtig reinknien kann und sehr gute Leistungen erziehlen kann, auch, wenn er nur ne 2,X doer 3,X ABI hatte.
Andere Abiturienten ahebn einen 1,X Schnitt und kommen im Studium nciht zurrecht, da sie es nciht gewohnt sind ohne gewisse Vorgaben zu lernen. Man kann Schule und Studium nicht vergleichen.
Der IQ ist aber weitestgehend unabhängig von irgendwelchen speziellen Interessen, sondern misst nur logische Denkfähigkeit, Allgemeinwissen, sprachliche und mathematische Kenntnisse.

Und jetzt mal so ganz nebenbei: Niemand wird benachteiligt, nur weil ein paar andere keine Studiengebühren zahlen müssen. In den USA gibt es massenhaft Stipendien für gute STudenten, aber da regt sich niemand drüber auf. Auch hier in Deutschland gibt es Stipendien. Gegen die sagt auch niemand etwas, aber sobald mal eine Hochschule von sich aus sagt, dass sie einen Bruchteil der Studenten nen paar Monate lang kostenlos studieren lassen will, meckern alle, dass das ungerecht gegenüber den armen *normalen* Menschen sei.
 
Abinoten als besseres Auswahlkriterium zu nehmen als einen allgeminen IQ-Tests is ja wohl lächerlich... Ein Abitur in Bayer in um Längen besser als eines aus Hessen. Ich bin aus Hessen, also lasst die Hetze gegen Bayern. Die haben ein astreines Schulsystem. Allein weil die Bildungssysteme in jedem Bundesland anders sind kann man nie im Leben Abinoten als Grundlage für eine Auswahl wie diese nehmen.

und zum Thema Abitur erarbeiten: Ich hab zwar nurn schnitt von 3,0 aber ich hab nicht mehr erwartet dafür das ich wirklih NICHTS! fürs Abi gelernt habe und schon seit der 7 KLasse nur sporadisch Hausarbeien abgeliefert hab. Das mag in vielerlei Hinsicht dumm gewesen sein, ich möchte damit aber zum Ausdruck bringen, dass man mit sinnloser Auswendiglernerei ein Top abi Schreiben kann ohne dabei herausragend Intelligent sein zu müssen. Nur genau das wird im Studium nur noch bedingt funktionieren. In manchen Studienrichtungen mehr in anderen weniger. Da ist mir so ein IQ-Test schon lieber, auch wenn ich die ebenfalls nicht wirklich fähig halte, Intelligenz zu messen. Wenn überhaupt weisen Sie nach, dass der Proband auf eine ähnliche Art und Weise eine LOGISCHE! (wem das mehrschichtige Intelligenzenmodell kennt wird wissen was ich meine) INtelligenz hat, wie der Macher des Tests. Mehr eigentlich auch nicht.

Aber davon unabhängig finde ich es durchaus in ordnung das Topstudenten (bzw. mögliche) entsprechend gefördert werden. Es knn nciht sein, dass eine Gesellschaft grenzdebilen mehr Aufmerksamkeit in der Förderung widmet als begabten. Das mag im Kommunismus und anderen Ideologien, die di gleichheit aller zu Grunde hat, als gut befunden werden, ich halte es für Blödsinn. Beide sollten gefördert werden. Die einen um nicht hinten anzustehen, die anderen um besser zu sein als andere. denn genau das braucht eine moderne Gesellschaft die konkurrenzfähig sein möchte. Phil hat dies schon sehr gut erkannt.

Es mag überheblich klingen, aber dieses "wir sind alle gleich" hängt mir zum Hals raus. ich möchte nicht genauso behandelt werden wie ein Hauptschüler. weder im positiven noch im negativen Sinne. Das heisst nicht, dass ich den Hauptschüler für minderwertig halte oder sonst was. aber er ist nicht wie ich. Fertig. Jedem die selbe Chancen. Aber inwieweit die genutz werden können, hängt nunmal vom biologischen unter anderem ab. und allein dort entstehen unterschiede, die nicht überbrückbar sind. Das müssen unsere ganzen Altsozi endlich mal begreifen.
 
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