Die 2-Klassen-Gesellschaft : Superschlaue studieren kostenlos

Die (spätere, endgültige) Intelligenz wird u. a. in den ersten 10 Lebensjahren geprägt.
In den meisten Grundschulen gibt es Förderunterricht für Lernschwache, die wenigsten bieten die
Förderung "intelligenter" Kinder an. Es lebe die Gleichmacherei. Aber was passiert mit einem Land ohne
herausragender "intelligenter" Wissenschaflter, Forscher, Unternehmer? Anwort, die Standardfloskel
vieler Boardies: "Armes (dummes) Deutschland". Aber man möchte es ja so.
 
@dragonice

Bessere Vorraussetzungen aber keine Garantie sind z.B. der IQ oder spezielle Einstellungstests etc.

Eine "Schwäche" zu fördern bringt in diesem Zusammenhang nichts und ist der falsche Ansatz. Beispiel: Wenn ich ein guter 100m-Läufer bin, trainiere ich keinen Stabhochsprung.

Wir reden hier auch nicht über Inselbegabte, die sonst keinen Satz hervorbringen sondern über "normale Menschen" mit überdurchschnittlichem Potenzial.

MFG
 
@ phil -- Was bringen uns Leute die in vielen Bereichen einfach zurückbleiben? Sei es weil sie es nicht gelehrt bekommen oder sie es aus Grund genetischer Defekte nicht können.
Damit wären wir wieder bei allg. der Bildungspolitik angelangt, was jetzt wohl auch doch schon recht weit hergeholt ist. Auf jeden Fall braucht man doch einen einheitlichen Bildungsstandard und dann lässt sich immer noch Potenzial fördern...

@ e-ding -- Ich sprach auch nicht von Inselbegabten. Und schon garnicht von körperlichen Talenten
 
Ich finde den Gedanken schrecklich, dass einfach jeder studieren können soll, egal ob er darauf wirklich Lust hat oder eine Eignung dafür hat. Eine akademische Ausbildung ist kein Freibier und auch schon gleich keine Frage der Gleichmacherei. Studium IST Spezialisierung und Studium IST eine soziale Selektion und die soll dafür sorgen, dass möglichst geeignete Menschen in EINEM Feld so spitze sind, dass letztendlich ein volkswirtschaftlicher und/oder akademischer Mehrwert für Deutschland herauskommt, der international wettbewerbsfähig ist. Alles andere ist Sozialromantik.
 
Wer spricht denn davon, dass jeder studieren soll?
Es sollen nur alle einen ähnlich Bildungsstand haben und die die wirklich eine Begabung haben bzw. meinen eine zu haben, sollen die auf der Uni ausleben und sich darauf spezialisieren und zu einer der unzähligen Fachkräfte, welche in Deutschland fehlen, werden.
Nur woher weiß man das jemand Begabung hat? Man kriegt es nie raus und Schmarotzer gibt es in allen Bereichen. Größtes Beispiel ist wohl die Schule selber...:rolleyes:
 
Zuletzt bearbeitet:
Na klar, Schmarotzer wird es immer geben. Aber die Unis gehen immer mehr dazu über, Studenten nach einer Art Punktesystem zuzulassen. Eben damit vorwiegend geeignete Kandidaten in den Seminaren sitzen und keine Studienabbrecher. Die Punkte erhält man dann aus einem mehrstufigen Verfahren, das unterschiedlich ausgestaltet sein kann. Da gibt es natürlich die Abi-Note, Motivationsschreiben (ein Schreiben des Studenten, warum er gerade das studieren will), ein persönliches Gespräch mit dem Studiengangsbeauftragten, Eingangstests usw. Wenn dann Unis den IQ auch als Teil dieser Einstufung nehmen wollen, ist das doch nachvollziehbar.
 
@dragonice

Das war auch nur ein Beispiel. :rolleyes:

Erkläre mir bitte weshalb wir einen grossen Bildungseinheitsbrei brauchen und was genau der dann bringt?
Wir brauchen kluge Köpfe, Menschen mit Ideen und Experten in ihren Fachbereichen. Menschen, die dazu das Potenzial besitzen müssen gefördert werden und nicht gebremst, nur weil es politisch korrekt ist oder die grosse Masse einfach nicht in der Lage ist, mehr zu leisten.

Ein Maurer ist nunmal kein potenzieller Nobelpreisträger! ;)

MFG
 
Wenn es ein zentrales Abi gäbe oder ein entsprechend umfassender Test angesetzt werden würde könnte man imho relativ gut Personen finden die gefördert werden wollen und auch sollen.
Natürlich kann man sich vorbereiten. Man kann sich auch auf das Abi oder Prüfungen während des Studiums vorbereiten. Wer das tut ist und erfolgreich dabei ist wird doch in vielen Fällen auch ein Kandidat sein der sich richtig ins Studium hängt oder so intelligent ist das er sich nicht anstrengen muss.
 
Anstrengend müssen sich alle, die intelligenten wie die weniger intelligenten genauso wie die geeigneten und die weniger geeigneten Studenten. Es gibt dann lediglich einen Unterschied in der Frage, ob es dem Studenten Spaß macht, diese Arbeiten durchzuführen. Denn dadurch entsteht die Motivation, ein ganzes Studienleben lang durchzuhalten.
 
Wenn ich mir hier einige Kommentare durchlese, kann ich nur mit dem Kopf schütteln.
Dauernd beschwehren sich Leute, dass dieses Herangehen ungerechtgegenüber den Personen mit einem geringeren IQ sei. Ihr meitn, dass der IQ nichts über die Person aussagen würde. Ihr meint, dass (fast) nur Personen aus reichen Familien studieren könnten.
Aber wenn ihr diese Misstände ausräumen wollt, dürft ihr nicht beim Studium anfangen. Bereits in den ersten Lebensjahren entwickelt sich die Intelligenz, die auch von der sozialen Herkunft abhängt. Wenn jemand in einer Familie aufwächst, zu deren Vokabular Wörter zählen, die andere erst im Fremdwörterbuch nachschlagen müssen, dan wird das Kind auch einen entsprechenden Sprachstil entwickeln können. Das heißt: Die Eltern verbauen den Kindern den Weg. Also müssen alle Kinder eingesammelt werden und staatlich erzogen und unterrichtet werden. Am besten schon direkt nach der Geburt.
Gehen wir mal einen Schritt weiter. Mädchen und Jungen lernen unterschiedlich. AUch setzen sie oftmals andere Schwerpunkte (nicht nur durch die Erziehung bedingt, sondern auch durch die unterschiedliche Funktionsweise der Gehirne, die bewirkt, dass Mädchen/Frauen keativer an ein Problem herangehen und Jungen/Männer logischer denken). Wie sollen wir hier die Ungerechtigkeiten wett machen? Es geht nicht!

Niemand hat die gleichen Vorraussetzungen. Also versucht nicht, diese zu erzwingen. Ich könnte noch 100 weitere Beispiele bringen, aber das wär zu viel des guten.

Also versucht bitte auch nicht anderen zu erklären, dass ein hochintelligenter nichts kann, nur, weil er praktisch unbegabt ist. Es ist nicht zwangsweise seine Aufgabe die Maschine zu bauen, die er entwickelt hat. Dafür gibt es auch weniger qualifizierte Kräfte, die dafür praktisch versiert sind.

Und eben diese hoch intelligenten Männer und Frauen sollen somit an die UNI kommen. Sie sollen die Maschinen entickeln, nicht bauen. Und der IQ ist ein gängiger Messwert um die Intelligenz eines Menschen zu messen. Wenn ihr ein besseres Verfahren habt, dann nennt es, aber es sind gewiss nciht wirgendwelche Eignungstests, da diese reine Lernsache sind (auch der am wenigsten Intelligente (nett ausgedrückt) kann etwas auswendig lernen, abner verstehen nicht unbedingt).
Der IQ-Test besteht aus Aufgaben aller Gebiete: Der Logik, der Allgemeinbildung, der Sprache und der Mathematik. Somit hat man einen guten Querschnitt über die Intelligenz der Person. Diese Intelligenz kann aber nur gemessen werden, wenn sie irgendwann mal gefördert wurde, sodass theoretisch hochintelligente, aber stinkfaule Leute nicht positiv auffielen.
 
Das Argument, dass Menschen mit einem hohen IQ aus reichen Familien kommen, ist absolut daneben. Ich möchte z. B. studieren und meine Eltern kriegen Hartz IV. Weiß ja nicht, wie ich in zwei Jahren, nachdem ich mit dem Abi fertig bin, mein Studium bezahlen werde...

Und die scheinbare Gleichberechtigung ist auch kein Argument. Wenn wir schon alles gleich machen wollen, dann sollen bitte auch keine Studiengebühren anfallen, damit die, die studieren möchten, auch eine Chance haben, ihrem Traumberuf nachzugehen. Wenn ich Bäcker oder Kaufmann werden möchte, dann bezahle ich auch keine Gebühren für die Ausbildung, im Gegenteil, ich kriege als Azubi sogar einen kleinen Lohn.

Ob der IQ nun ein Kriterium dafür ist, wer gefördert werden soll, ist natürlich eine andere Frage. Ich hab zwei mal so einen IQ-Test gemacht und es gab innerhalb weniger Monate einen Anstieg um 20 Punkte - so viel zur Qualität dieser Tests... (ich bezweifle, dass ich wirklich intelligenter geworden bin :D ) Wie hier schon gesagt wurde: Kriterium sollte das Interesse zum Studium und die Fähigkeiten des Studenten sein, aber nicht gemessen am IQ oder an seinem Abi-Schnitt, diese Zahlen sind nicht aussagekräftig; außerdem das Einkommen seiner Familie.
 
Ich glaube so manch einer hat meinen Post einfach nur falsch verstanden. Fühlt euch nicht gleich wieder angepisst, falls ihr betroffen seid.
Natürlich muß Kindern mit Lernschwächen geholfen werden und wie es hier bereits erwähnt wurde, wird es das auch (oft). aber um ihnen wirklich zu helfen ist das einfach viel zu wenig. Sie haben eine wesentlich schwierigere Position um ins Leben zu starten. Und jetzt kommt ihr mal von der Masche mit der ewig durchgekauten "schlechten Elternstube" etc. weg.
Ich rede von Kindern, die eine angeborene Schwäche für bestimmte Dinge haben, wofür erstmal niemand etwas kann. Und dennoch ist es verdammt schwer für Eltern, dieses Kind auf ein halbwegs Normalniveau zu bekommen. Habt ihr eine Ahnung was da reingesteckt werden muss? Und da gibt es auch viel zu wenig Hilfe. Wie erwähnt habe ich da (leider) eine Menge Erfahrung mit gemacht (nicht ich selber). Das meinte ich mit "Gleichberechtigung".
Regt euch nicht gleich immer so auf und schaukelt auf einem Wort hin und her.

Letztendlich ist es aber Sache der Universität. Wenn die solche kostenlosen "Angebote" machen, ist das deren Bier und völlig in Ordnung. Bitte schön. Und für die hellen Köpfe dier das Angebot nutzen können ist es umso schöner.
Ich sehe das so wie Photon, der rein den IQ als Kriterium in Frage stellt.
 
Studieren kann im Prinzip in Deutschland doch jeder. Auch ohne Stütze der Eltern ist es mit Bafög und einem Nebenjob im Prinzip immer möglich zu studieren. Man muss es nur wollen und bereit sein für ein paar Jahre gewisse Unannehmlichkeiten in Kauf zu nehmen. Wenn man garkeine andere Möglichkeit sieht funktioniert es auch meist wenn man neben dem Job eine Fernuni besucht.
 
Natürlich müssen Menschen mit niedrigem IQ gefördert werden. Dazu gehört aber nicht, dass man sie mit allen Mitteln in einen akademischen Betrieb reinpresst.
 
Nur bekommt nicht jeder Bafög.
Ich würde es z.B. auch nicht bekommen aus angeblich dem einen oder anderen Grund.
Und was macht man jetzt? Ich kenne genug Studenten deren Pläne voll sind und die auch keine Zeit zum (nebenbei) Arbeiten haben.

Kriterium sollte das Interesse zum Studium und die Fähigkeiten des Studenten sein, aber nicht gemessen am IQ oder an seinem Abi-Schnitt, diese Zahlen sind nicht aussagekräftig!
Dem stimme ich überaus freudig zu.

@ darkii -- Mein Reden. Die mit IQ > 130 gehören eher gefordert.

Wir brauchen kluge Köpfe, Menschen mit Ideen und Experten in ihren Fachbereichen.
Ist auch alles kein Problem, nur wenn man nicht mal Leute hat die sowas umsetzen können bringt uns das auch nichts.
Da wäre man beim allg. Bildungsstandard.
Und der "große Bildungseinheitsbrei" wie du es so schön nennst, den brauchen wir damit jeder die selben Chancen auf Job/Studuium/etc. hat.
Du kannst nicht abstreiten, dass jeder Abiturient mit einem Schnitt von 1,5 die nicht selben Chancen auf ein Studium hat. Ein krasseres Beispiel ist eher mit Realschülern und Ausbildung. Da hat auch nicht jeder die gleichen Chancen. Liegt daran, dass in jedem Bundesland Schwerpunkte anders gelegt sind in Sachen Bildung und ich würde es lieber sehen wenn diese einheitlich wären. Dann kann jemand, der die Schule versaut, nie mehr die Schuld auf andere schieben ála "Hier ist der Unterricht anders" oder Paradebeispiel "Das haben wir noch garnicht gehabt" was sehr häufig auftritt...
Und jetzt versuch zu begründen warum sowas angebl. Blödsinn ist.

Und nebenbei: Ich habe nie behauptet, dass Talente nicht gefördert sollen. Nur zu welchem Preis, das sollte man sich noch einmal überlegen und ob es nicht sinnvoller ist die Masse mehr zu fördern.
 
Zuletzt bearbeitet:
@BlackSavage
Man kann nicht sagen, dass Leute mit einer kleinen Schwäche automatisch nicht studieren können. Mein Bruder hatte ne starke Rchtschrreibschwäche, aber fängt jetzt bald an Maschinenbau zu studieren.
Es ist also möglich, sofern man will.

Vielleicht dient diese Studiengeldbefreiung ja auch nur dazu, dass sich die Intelligenten besser auf ihr Studium konzentrieren können und somit wirklich herausragedne Leistungen erziehlen können, und nicht *nur* gute. (keinerlei Beweise vorhanden, aber das is bei den meisten Kommentaren hier der Fall^^)
 
@H€553: na dann wünsche ich ihm, dass er die Rechtschreibschwäche überwindet. Denn eine miserable Rechtschreibung führt zu einer deutlichen Abwertung von Arbeiten, die ansonsten hervorragend sein können. Es geht ja auch nicht darum, dass sich jemand einschreiben kann, erfolgreich soll man studieren und vor allem fertig.

@darkii: hier geht es nicht um Schicksal. Hochschulen sind nicht die Heilsarmee, sondern Wirtschaftsbetriebe, deren Produkt die Vermittlung von komplexem Wissen ist und von denen Forschungsergebnisse verkauft werden. Und dafür ist nicht jeder bereit bzw. geeignet.
 
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