@CHAOSMAYHEMSOAP
Doch das kann sehr wohl sein, denn hätte der-/diejenige ein wenig besser in der Schule aufgepasst, wäre auch ein Job herausgekommen, der nicht am Hartz4 Niveau kratzt.
Umpf, wie wärs wenn du noch so ein paar Pauschalplätzchen rein wirfst? Es nützt dir nichts, wenn du dich weiterbildest oder studiert hast, du aber nur Jobs angeboten bekommst die lächerlich bezahlt werden. Da kannst du auch noch so gut sein in deinem Beruf. Im übrigen wirst du, sollte das Geschäftsjahr nicht so gut gelaufen sein wie erwartet einfach aussortiert wie ein Sack Bohnen. Es gibt sicherlich noch genug andere Leute die arbeiten wollen, ob du gut arbeitest oder nicht ist völlig belanglos. Du hast es also eben
nicht in deiner Hand.
@Ganzir
diese Arbeit wird zum Großteil eben nicht gebraucht, die gesamten ABMs, welche dann mit 1,5 EUR vergütet werden, sind vollkommen sinnbefreit und warum?
Weil durch diese ABMs Gelder gespart werden. Denn einem der H4 bekommt und zusätzlich 400€ verdient, der bekommt davon 160€. Das ist doch super. Der Arbeitgeber kann wenig Lohn bezahlen, keine Sozialversicherungsbeiträge, der AN hat 160€ mehr in der Tasche, und der Staat spart sich 240€. Haben doch alle was von!
Es könnten aber auch 100 Mrd. sein, es kommt wohl eher auf den Anteil an der Gesamtbevölkerung an.
Ah natürlich. Wenn wir hier 1 Milliarde Menschen in Dland wären, dann sind 50 Millionen in Armut natürlich nur 5%. Während bei 80 Millionen Einwohnern ca. 4,5 Millionen Arbeitslose oder Aufstocker nach ALG2 = 5,625% sind. + die in Transfergesellschaften, Zeitarbeit etc. etc. Also brauchen wir einfach mehr Menschen.
@
Wären nicht so viele von ihnen hier könnte auf noch viel höheren Niveau bei uns so dahinvegitiert werden.
Was genau willst du damit aussagen? Es lässt 2 Schlüsse zu. Nummer 1: Die die hierhin kommen sollen da bleiben wo sie herkamen. Oder Nummer 2: Unsere Rentner sollen gefälligst ins Ausland ziehen, da kann man in anderen Ländern für wie ein König mit leben mit der Mindestrente.
@TnTDynamite
Muss ich dir zustimmen zum oberen Teil von Post 291.
@diRAM
Das ist es ja. Es fehlt eben an der nötigen Motivation. Wenn ich einer Arbeit nachgehe, die für mich keinerlei Anreiz außer der Arbeit selbst willen hat, dann ist das eine Arbeit die keiner machen will. Das lässt sich nur dadurch verhindern indem ich Arbeit entweder besser bezahle (aber welch eine Verantwortung hat der bei der Müllabfuhr, der die Dinger leert, welche Verantwortung hat der im Büro, der die Fahrten koordiniert?), was aber eben bei nicht jedem Beruf geht. Oder indem ich einen anderen Anreiz gebe, nämlich indem ich eine höhere Rente in Aussicht stelle später. Nichts davon ist gegeben. Wofür dann also arbeiten gehen in diesem Niedriglohnsektor?
Dass die deutschen Arbeitslosen das nicht machen wollen, liegt ja auch wieder daran, dass sie eben beim daheim sitzen und Bauer such Frau schauen, fast das gleiche verdienen, wie der Russe hinten auf dem Müllauto. Und da sind wir wieder beim springenden Punkt. Und mit "der deutsche Arbeitslose" kann sowohl ein arbeitsloser Architekt, Sozialpädagoge oder Lehrer gemeint sein, als auch derjenige ohne Ausbildung. Auch arbeitslose studierte, müssen sich hinterfragen, ob sie nicht einen Job gelernt haben, für den es keine Nachfrage gibt.
Das ist nunmal das Steckenpferd bei der Produktivität und Gewinnmaximierung. Ich ersetze Menschen durch Maschinen, oder Menschen durch 3-4 Personen, die dann für Dumpinglöhne arbeiten, welche dann weniger Sozialversicherungsabgaben verursachen für das Unternehmen, und "vom Staat", also wieder vom Steuerzahler finanziert werden. Der normale Arbeiter bekommt keinen Lohn mehr, aber die neuen Geringverdiener und der eine Arbeitslose müssen ja jetzt ihre Grundsicherung bekommen. Aber woher das Geld nehmen? Also Steuern erhöhen, was den Arbeiter wieder aufstöhnen lässt. Evtl. wird er dann nach und nach selber zu jemandem, der mit dem Geld, welches er verdient, unter dem Satz liegt was jemand als Lebensstd. bekommt der gar nicht arbeitet. Und so wird die Schere eben immer größer. Und wie wir ja wissen, dem Mann da unten kann man nicht unendlich Geld abnehmen, der hat ja schon das Minimum.
So wird es aber immer mehr, und mehr, und dadurch sinken dann auch die Renten später, dann bekommen immer mehr Rentner nur die Mindestrente, also sozusagen eine Einheitsrente, denn sie haben ja früher wenig verdient, oder haben kaum was verdient weil sie arbeitslos waren. Was wieder Geld einspart in die Kassen. Wenn die Kassen wieder voller werden (ist ja momentan der Fall), dann werden die Steuern gesenkt, da freut sich wieder der Arbeitgeber, der bei Tausenden Beschäftigten einen Batzen spart, der Arbeitnehmer jedoch hat dann 10Euro mehr in der Tasche.
Und so geht das immer weiter, bis es am Ende nur noch arm und reich gibt. Das kann man aber auch nicht mit Qualifizierten, Studierten, oder hochintelligenten Menschen verhindern, denn es gibt eben nur einen bestimmten Anteil an freien Jobs. So oder so. Ein Teil wird immer zu hause bleiben und arbeitslos sein, der Rest geht arbeiten für sich und die, die zu hause sind.
Durch einen früheren Renteneintritt mit, kA, 60? könnte man dafür sorgen, dass junge Menschen, oder auch welche die mit 50 schon viel Erfahrung gesammelt haben ans arbeiten kommen. Während die Rentner durch eine Einheitsrente (die ja jetzt auch schon existiert, als Mindestrente) mit gestaffelter Zusatzleistung nach Arbeitsjahren sicher über die Runden kommen. Finanziert von denen, die arbeiten.
@Lübke
Also sollten wir das Sozialsystem abschaffen? Wer arbeitet und Glück hat, der kommt weiter, die Anderen leben in Ghettos und Slums? Ist ja schon recht erstaunlich, welche Ansichten wir hier nach und nach bekommen. Das Recht auf Überleben, wie von ohmotzky schon geschrieben, jetzt noch nicht einmal das? Ist in meinen Augen genau die falsche Richtung. Jeder sollte überleben können. Jeder sollte durch Arbeit, die er leistet, auch wenn es nur "niedere" Arbeiten sind, dafür etwas bekommen. Entweder durch Lohn, oder später durch höhere Renten. Wir füttern die Mäuler der Kinder und Jugendlichen, der Rentner (und Pensionäre) und unsere eigenen. Jemand der nicht kann, abschieben? Jemand der aufgrund einer behinderung nicht am normalen Leben teilnehmen kann in eine Fürsorgeanstalt? Wir müssen sozialer werden und nicht noch materialistischer. Sonst geht "die Menschheit" zwar nicht unter, aber das Mensch-Sein.