Die gewollte Krise - Gründe und Auswirkungen des Sozialabbaus

Onkelhitman schrieb:
Es kann nicht sein, dass jemand am Existenzminimum (dieses ist ja das ausgerechnete Arbeitslosengeld 2 bzw. Hartz 4) nagt, obwohl er 160 Stunden arbeiten geht.

Doch das kann sehr wohl sein, denn hätte der-/diejenige ein wenig besser in der Schule aufgepasst, wäre auch ein Job herausgekommen, der nicht am Hartz4 Niveau kratzt.

So hart es klingt, aber es gibt kein Gesetz, das besagt, daß man vom Lohn auch leben können muss.
 
Und was stimmt nicht an seiner Aussage?

Man kann sogar noch mehr Arbeiten, wenn dabei nur Dinger herauskommen, die niemand haben möchte, wird man mit dieser Arbeit kein Einkommen generieren.
 
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Klar Ganzir,

ist nichts falsch daran, wenn man nur an ein durchökonomisiertes Leben glaubt. Menschen haben halt nur den Wert ihres Erwerbs, schöne Ideologie.
Zudem wird diese Arbeit ja gebraucht, sonst würde es sie ja nicht geben? Oder ist das nur weil es mindere Arbeit ist, die meist von minderwertigeren Menschen ausgeführt wird?
 
Ne Godde,

diese Arbeit wird zum Großteil eben nicht gebraucht, die gesamten ABMs, welche dann mit 1,5 EUR vergütet werden, sind vollkommen sinnbefreit und warum?

Da sinnige Arbeit von selbst funktioniert, sprich auch ohne ABM verrichtet wird. Steckte man nur die ABMler in sinnvoller Maßnahmen unterböte man von staatswegen, die Löhne in der jeweiligen Branche, also unterlässt man dies.

, wenn man nur an ein durchökonomisiertes Leben glaubt

Da muss man an nix glauben, du kannst dich auch 10 Tage an einen See setzen und Angeln, wenn keine Fische drin sind, bleibst du hungrig, das hat nichts mit "glauben" zu tun.
 
@TntDynamite

China ist ein Kommunistischer Kapitalist, genau dort hast du auch dieses Problem. Kapital geht immer in eine Richtung, das liegt aber nicht an den Menschen sondern an der Funktionsweise des Kapitals.
 
Dann stellt sich nur die Frage, wo Zuckerberg und Gates herkommen, als Millardäre gebohren wurden die nämlich nicht.
 
Ach Ganzir, mit welchem Beispiel du hier kommst, ABM`s. Wieviele Menschen arbeiten fest 160 oder mehr Stunden für 4-8€ Std. Genau diese Arbeit meine ich, die wird also nicht gebraucht, der ganze Niedriglohnsektor, Zeit/Leiharbeit. Das sind fas 8Mio Menschen überlegt mal bitte.
Du bist ganz schön apathisch.
 
Jetzt beruhigen wir uns mal wieder, denn wir haben keine 8 Millionen Aufstocker in Deutschland, auch nicht 6 und auch nicht 4. Im Jahr 2011 waren es weniger als 1,5 Mio.

Es könnten aber auch 100 Mrd. sein, es kommt wohl eher auf den Anteil an der Gesamtbevölkerung an.

Außerdem ist man mit einem Stundenlohn von 8 EUR nicht pauschal Aufstocker.
 
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TnTDynamite schrieb:
Sie Post 272 von Ohmotzky. Sehr typisch deutsch. Die meisten Menschen auf der Erde wären froh, so dahinzuvegetieren.
Ja sicher typisch deutsch, was erwartest du sonst für eine Meinung von einem deutschen?
Ach das die meisten Menschen auf Erden froh wären so dahinzuvegetieren ist mir klar. Wären nicht so viele von ihnen hier könnte auf noch viel höheren Niveau bei uns so dahinvegitiert werden. Ich bin nur gespannt ob ich es noch erlebe wie es dieses System mit lautem Knall zerreißt.......
 
Es gibt ja nicht nur "die Arbeit wird gebraucht" und "die Arbeit wird nicht gebraucht".
Es ist wie mit allen Gütern in einer freien Marktwirtschaft, den Wert bestimmt Angebot und Nachfrage. Und bei manchen Branchen gibt es leider momentan so viel mehr Leute, die gewisse Jobs machen können und wollen, als gebraucht würde, dass die Arbeitgeber sich einiges erlauben können.

Zum Beispiel die 400€-Jobs, die der Staat vorsieht, helfen schön dabei Lohndumping zu betreiben. Genauso wie die Regelungen bei der Leih-Arbeit und die Möglichkeit von Arbeitsverträgen, die zeitlich auf ein halbes Jahr oder Jahr begrenzt sind. Im Einzelhandel gibt es Läden, die haben jedes Jahr ne neue Filialleiterin oder Stellvertretung, die dann 60-70 Stunden arbeitet, obwohl im Vertrag nur 40 Stunden stehen, ohne dass die Überzeit vergütet wird. So haben diese 2 Vollzeitkräfte einen kaum höheren Stundenlohn, also die 6 400-€ Kräfte, die dort auch noch für 8 € die Stunde arbeiten. Würden sich weniger Leute bereit erklären, das mitzumachen, wären die Arbeitgeber gezwungen das wieder zu ändern. Der Staat sieht da keinen Handlungsbedarf, denn auf dem Papier stehen so weniger Arbeitslose, was sich besser in den Talkrunden vor den Wahlen macht. Dem Land wäre mehr geholfen, wenn die 2 Vollzeitkräfte vernünftige Arbeitsbedingungen hätten, die man langfristig auf einem Posten ertragen kann und statt der 6 400€-Kräfte 2-3 Vollzeitkräfte arbeiten würde, die auch Sozialbeiträge zahlen. Dann hätten diese 2-3 Familien mehr am Ende des Monats übrig und könnten wiederum mehr Geld in Umlauf bringen/konsumieren. Im Ganzen betrachtet, könnte das wieder zu Arbeit für die übrig gebliebenen 400€ Kräfte generieren. Und wenn dann eine(r) übrig bleibt, hat man eben eine(n) Arbeitslosen mehr mitzufinanzieren. Wie das im Detail bei Leih-Arbeit aussieht, fangen wir lieber erst gar nicht an, hier auch noch auszuführen, das 400€-Beispiel sollte reichen.

@Ohmotzky: Wie gesagt, ich spreche von der grundsätzlichen Problematik. Dass auch bei der Einwanderungspolitik einiges schief läuft, steht außer Frage. Ein anderer Teilnehmer dieser Debatte in diesem Thread hat es schon geschrieben, finde leider gerade nicht das entsprechende Zitat. Wir importieren leider nicht unbedingt die "Elite" der Arbeitskräfte aus den jeweiligen Ländern. Ich habe den Eindruck die, die kommen, sind meist gering qualifiziert, aber dennoch sehr fleißig und arbeitswillig. Das ist nicht optimal, denn diese Leute sind bereit zu niedrigeren Löhnen unbequeme Arbeiten zu machen. So ziehen sie Lohn-Niveau und Arbeitsbedingungen im Land nach unten. Aber wenigstens wollen sie meist schon viel arbeiten und somit eher ins Sozialsystem einzahlen als nehmen. Bei deren Kindern, sieht das dann prozentual wohl etwas schlechter aus. Diese sind oft schlecht integriert und finden nicht so recht den Start in unsere Gesellschaft und die Arbeitswelt. Wie gesagt, da wird einiges falsch gemacht. Ich finde es nur schade, dass oft diese Leute dafür Hass ernten, sie selbst können nämlich recht wenig dafür. Wäre ich beispielsweise ein Russe mit schlechter Schulbildung und man würde mir sagen in Deutschland kannst du für den 3-fachen Stundenlohn am Fließband stehen wie hier und wenn du keine Arbeit bekommst, erhälst du dennoch fast das gleiche Einkommen...was würde ich wohl tun, wenn meine Frau gerade mit dem 2. Kind schwanger ist? Auch du würdest nicht sagen "nö, die Deutschen haben sich das erarbeitet, ich bin selbst Schuld wenn meine russischen Mitbürger und die Regierung das nicht genauso gut hinbekommen". Die, die sich über die Immigranten so sehr aufregen, sind oft gerade diejenigen, die nicht so sehr daran Teil haben, dass es Deutschland (noch) besser geht, als den meisten anderen Ländern. Ich verwende im übrigen bewusst mehrfach "oft", "meist" oder "viele", weil mir bewusst ist, dass es immer Ausnahmen gibt und jeder Mensch anders ist. Nur mal so, bevor jetzt wieder kommt ich würde das simplifizieren, pauschalisieren oder sonstwas.
 
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Fraglich ist doch aber, ob das System an dem scheinbar (!) zu hohem Zustrom in die BRD krankt oder ob die von dir angeführten - nicht von der Hand zu weisendend - Probleme bei der Integration schwerer wiegen. Denn eines sollte man sich immer vor Augen halten, wenn über die vielen Asylanten, Ausländer oder Fremde generell gewettert wird, auch die Gering-Qualifizierten sind für unser System von enormer Bedeutung. Denn sie machen teilweise Jobs, die gesellschaftlich wichtig sind (Bsp.: Müllabfuhr), die aber die wenigsten deutschen Arbeitslosen machen wollen.
 
Natürlich braucht man die, nur mangels Lohn-Untergrenze und dank Leih-Arbeit machen die das zu inakzeptablen Bedingungen. Und das zieht aber das Niveau des gesamten Arbeitsmarktes nach unten, wenn es zu viele gibt, die bereit sind das mitzumachen. Bei der Müllabfuhr arbeiten tatsächlich sehr viele Ausländer und auch sehr viele Leih-Arbeiter. Ich weiß das zufällig recht genau, da ich in der Branche arbeite.
Dass die deutschen Arbeitslosen das nicht machen wollen, liegt ja auch wieder daran, dass sie eben beim daheim sitzen und Bauer such Frau schauen, fast das gleiche verdienen, wie der Russe hinten auf dem Müllauto. Und da sind wir wieder beim springenden Punkt. Und mit "der deutsche Arbeitslose" kann sowohl ein arbeitsloser Architekt, Sozialpädagoge oder Lehrer gemeint sein, als auch Derjenige ohne Ausbildung. Auch arbeitslose Studierte, müssen sich hinterfragen, ob sie nicht einen Job gelernt haben, für den es keine Nachfrage gibt. Dann muss man umschulen oder sich eben doch aufs Müllauto stellen. Allerdings, wenn es die besprochenen Probleme nicht gäbe, für 10 € die Stunde ohne Leih-Arbeitsvertrag und bis entweder die Nachfrage für seinen erlernten Job wieder da ist, oder die Abend-Kurse für die Umschulung zu ende sind.
 
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TnTDynamite schrieb:
Wäre ich beispielsweise ein Russe mit schlechter Schulbildung und man würde mir sagen in Deutschland kannst du für den 3-fachen Stundenlohn am Fließband stehen wie hier und wenn du keine Arbeit bekommst, erhälst du dennoch fast das gleiche Einkommen...was würde ich wohl tun, wenn meine Frau gerade mit dem 2. Kind schwanger ist? .
Da die Russen nicht in der EU sind frage ich mich wie "du als Russe" hier und von wem eine Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigung bekommen solltest?
Das die Einwanderer nichts für die deutsche Einwanderungspolitik können ist klar.
Das da Hass durch diese Politik bei jenen geschürt wird die wenig bis nichts haben ist auch klar.
Das Politiker nicht kapieren das sie für diese Zustände verantwortlich sind ist auch klar.
Ein Teufelskreis.

diRAM schrieb:
Fraglich ist doch aber, ob das System an dem scheinbar (!) zu hohem Zustrom in die BRD krankt oder ob die von dir angeführten - nicht von der Hand zu weisendend - Probleme bei der Integration schwerer wiegen. Denn eines sollte man sich immer vor Augen halten, wenn über die vielen Asylanten, Ausländer oder Fremde generell gewettert wird, auch die Gering-Qualifizierten sind für unser System von enormer Bedeutung. Denn sie machen teilweise Jobs, die gesellschaftlich wichtig sind (Bsp.: Müllabfuhr), die aber die wenigsten deutschen Arbeitslosen machen wollen.

Nun unsere Politik hat es ja nun schon länger geschafft das diese deutschen Arbeitslosen nun eben keine Wahl mehr haben und jeden Job annehmen müssen. Die vielen Gering-Qualifizierten Zuwanderer sind also eigentlich überflüssig.
 
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In welchem Deutschland lebst du denn? In dem Deutschland, in dem ich lebe, gibt es hier jede Menge Russen, man braucht nur einen Deutschen Nachnamen.
In dem Deutschland, in dem ich lebe, gibt es auch viele Arbeitslose, die sich scheinbar keinen Meter weit genötigt sehen, irgendeine Arbeit anzunehmen.

In übrigen sehe ich mittlerweile die Regierungs-Politiker ähnlich einem Fußballschiedsrichter. Jeder kann die vielen Fehler sehen, die der Schiri macht, aber wenige versuchen mal einen Schiri-Lehrgang zu besuchen und es besser zu machen. Weil sie es nicht könnten. Wegen der bereits angesprochenen gesellschaftlichen Entwicklungen und festgefahrenen Mechanismen der Politik, hat man es heute nicht gerade einfacher, als es z.B. Schmidt oder Kohl hatten. Es sagt sich heute so leicht, wie viel besser die Politik früher war. Aber man war mit einer anderen Situation konfrontiert.
 
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Gut. Ich wollte auch lediglich darauf hinaus, dass die Pauschalaussage ("Wären nicht so viele von ihnen hier könnte auf noch viel höheren Niveau bei uns so dahinvegitiert werden.") von ohmotzky so nicht korrekt ist. Das Problem ist komplexer, als dass man es mit Platitüden und latentem Rassismus erklären könnte.
Allerdings scheint bei ohmotzky eine pauschel Denkweiße vorzuherrschen (s. Post #294). Herrje, geht es nicht wenigstens etwas differenzierter. Nicht alles an der Einwanderungspolitik ist schlecht. Nicht jeder Politiker ist ignorant..

Btw @ohmotzky:
Erklär' mir doch mal bitte was die Nationalität mit einer etwaigen Aufenthaltserlaubnis, Niederlassungserlaubnis oder Arbeitserlaubnis zu tun hat. Oder arbeiten alle türkischen Dönerstandbetreiber (nur um mal ein plattes Beispiel für Nicht-EU-Mitglieder aufzugreifen) illegal in der BRD?!
 
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Ach so diese Russen meinst du, böse Zungen behaupten es reichte schon einen deutschen Schäferhund zu besitzen.......
Ja die gibt es wie Sand am Meer.
Arbeitslose gibt es auch jede Menge, wie viele Nichtdeutsche darunter sind wird ja verschwiegen.....
Ergo brauchen wir im Augenblick keine gering qualifizierten Zuwanderer mehr.

Das Politiker damals besser waren darf bezweifelt werden, sonst wären die heutigen Probleme nicht vorhanden. Politik muss agieren und nicht nur reagieren.........

diRAM schrieb:
Btw @ohmotzky:
Erklär' mir doch mal bitte was die Nationalität mit einer etwaigen Aufenthaltserlaubnis, Niederlassungserlaubnis oder Arbeitserlaubnis zu tun hat. Oder arbeiten alle türkischen Dönerstandbetreiber (nur um mal ein plattes Beispiel für Nicht-EU-Mitglieder aufzugreifen) illegal in der BRD?!

Leuten die bei leichtem Gegenwind gleich mit Rassismus daherkommen muss ich nichts erklären, ist sinnlos.
 
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Nun unsere Politik hat es ja nun schon länger geschafft das diese deutschen Arbeitslosen nun eben keine Wahl mehr haben und jeden Job annehmen müssen.
das war früher mal der fall, ist aber in deutschland schon lange nicht mehr so. in handwerklichen berufen mit harter arbeit kannst du beliebig viele jobs bekommen. hier klagen alle unternehmen, dass sie keine arbeiter bekommen. warum? weil sich harte arbeit in deutschland einfach nicht lohnt. würde ich ja auch nicht machen. mein lebensunterhalt wäre auch durch harz 4 auf global sehr hohem niveau gesichert, wenn ich keinen job hätte, den ich freiwillig mache. da hab ich natürlich ansprüche an meinen job. mein kumpel hat spass an solchen arbeiten. wenn ihm was nicht in den kram passt (schlechtes werkzeug, lohn kommt nicht pünktlich, etc.) geht der einfach zu ner anderen firma. der hat im leben noch keine bewerbung geschrieben und ist noch nie irgendwo abgelehnt worden. trotz millionen von arbeitslosen in deutschland schafft es keiner der betriebe, alle erforderlichen stellen zu besetzen.
btw. der kumpel hat ein höheres einkommen als ich mit meinem bürojob.
soviel zu der theorie in deutschland müsste man nen job machen den man nicht will. in amerika wären die stellen garantiert alle besetzt, denn da gibts kein harz4. da heißt es vogel friss oder stirb. und nicht nur da, in fast jedem land der erde.
 
@CHAOSMAYHEMSOAP
Doch das kann sehr wohl sein, denn hätte der-/diejenige ein wenig besser in der Schule aufgepasst, wäre auch ein Job herausgekommen, der nicht am Hartz4 Niveau kratzt.
Umpf, wie wärs wenn du noch so ein paar Pauschalplätzchen rein wirfst? Es nützt dir nichts, wenn du dich weiterbildest oder studiert hast, du aber nur Jobs angeboten bekommst die lächerlich bezahlt werden. Da kannst du auch noch so gut sein in deinem Beruf. Im übrigen wirst du, sollte das Geschäftsjahr nicht so gut gelaufen sein wie erwartet einfach aussortiert wie ein Sack Bohnen. Es gibt sicherlich noch genug andere Leute die arbeiten wollen, ob du gut arbeitest oder nicht ist völlig belanglos. Du hast es also eben nicht in deiner Hand.

@Ganzir
diese Arbeit wird zum Großteil eben nicht gebraucht, die gesamten ABMs, welche dann mit 1,5 EUR vergütet werden, sind vollkommen sinnbefreit und warum?
Weil durch diese ABMs Gelder gespart werden. Denn einem der H4 bekommt und zusätzlich 400€ verdient, der bekommt davon 160€. Das ist doch super. Der Arbeitgeber kann wenig Lohn bezahlen, keine Sozialversicherungsbeiträge, der AN hat 160€ mehr in der Tasche, und der Staat spart sich 240€. Haben doch alle was von!

Es könnten aber auch 100 Mrd. sein, es kommt wohl eher auf den Anteil an der Gesamtbevölkerung an.
Ah natürlich. Wenn wir hier 1 Milliarde Menschen in Dland wären, dann sind 50 Millionen in Armut natürlich nur 5%. Während bei 80 Millionen Einwohnern ca. 4,5 Millionen Arbeitslose oder Aufstocker nach ALG2 = 5,625% sind. + die in Transfergesellschaften, Zeitarbeit etc. etc. Also brauchen wir einfach mehr Menschen.

@
Wären nicht so viele von ihnen hier könnte auf noch viel höheren Niveau bei uns so dahinvegitiert werden.
Was genau willst du damit aussagen? Es lässt 2 Schlüsse zu. Nummer 1: Die die hierhin kommen sollen da bleiben wo sie herkamen. Oder Nummer 2: Unsere Rentner sollen gefälligst ins Ausland ziehen, da kann man in anderen Ländern für wie ein König mit leben mit der Mindestrente.

@TnTDynamite
Muss ich dir zustimmen zum oberen Teil von Post 291.
@diRAM
Das ist es ja. Es fehlt eben an der nötigen Motivation. Wenn ich einer Arbeit nachgehe, die für mich keinerlei Anreiz außer der Arbeit selbst willen hat, dann ist das eine Arbeit die keiner machen will. Das lässt sich nur dadurch verhindern indem ich Arbeit entweder besser bezahle (aber welch eine Verantwortung hat der bei der Müllabfuhr, der die Dinger leert, welche Verantwortung hat der im Büro, der die Fahrten koordiniert?), was aber eben bei nicht jedem Beruf geht. Oder indem ich einen anderen Anreiz gebe, nämlich indem ich eine höhere Rente in Aussicht stelle später. Nichts davon ist gegeben. Wofür dann also arbeiten gehen in diesem Niedriglohnsektor?

Dass die deutschen Arbeitslosen das nicht machen wollen, liegt ja auch wieder daran, dass sie eben beim daheim sitzen und Bauer such Frau schauen, fast das gleiche verdienen, wie der Russe hinten auf dem Müllauto. Und da sind wir wieder beim springenden Punkt. Und mit "der deutsche Arbeitslose" kann sowohl ein arbeitsloser Architekt, Sozialpädagoge oder Lehrer gemeint sein, als auch derjenige ohne Ausbildung. Auch arbeitslose studierte, müssen sich hinterfragen, ob sie nicht einen Job gelernt haben, für den es keine Nachfrage gibt.
Das ist nunmal das Steckenpferd bei der Produktivität und Gewinnmaximierung. Ich ersetze Menschen durch Maschinen, oder Menschen durch 3-4 Personen, die dann für Dumpinglöhne arbeiten, welche dann weniger Sozialversicherungsabgaben verursachen für das Unternehmen, und "vom Staat", also wieder vom Steuerzahler finanziert werden. Der normale Arbeiter bekommt keinen Lohn mehr, aber die neuen Geringverdiener und der eine Arbeitslose müssen ja jetzt ihre Grundsicherung bekommen. Aber woher das Geld nehmen? Also Steuern erhöhen, was den Arbeiter wieder aufstöhnen lässt. Evtl. wird er dann nach und nach selber zu jemandem, der mit dem Geld, welches er verdient, unter dem Satz liegt was jemand als Lebensstd. bekommt der gar nicht arbeitet. Und so wird die Schere eben immer größer. Und wie wir ja wissen, dem Mann da unten kann man nicht unendlich Geld abnehmen, der hat ja schon das Minimum.

So wird es aber immer mehr, und mehr, und dadurch sinken dann auch die Renten später, dann bekommen immer mehr Rentner nur die Mindestrente, also sozusagen eine Einheitsrente, denn sie haben ja früher wenig verdient, oder haben kaum was verdient weil sie arbeitslos waren. Was wieder Geld einspart in die Kassen. Wenn die Kassen wieder voller werden (ist ja momentan der Fall), dann werden die Steuern gesenkt, da freut sich wieder der Arbeitgeber, der bei Tausenden Beschäftigten einen Batzen spart, der Arbeitnehmer jedoch hat dann 10Euro mehr in der Tasche.

Und so geht das immer weiter, bis es am Ende nur noch arm und reich gibt. Das kann man aber auch nicht mit Qualifizierten, Studierten, oder hochintelligenten Menschen verhindern, denn es gibt eben nur einen bestimmten Anteil an freien Jobs. So oder so. Ein Teil wird immer zu hause bleiben und arbeitslos sein, der Rest geht arbeiten für sich und die, die zu hause sind.

Durch einen früheren Renteneintritt mit, kA, 60? könnte man dafür sorgen, dass junge Menschen, oder auch welche die mit 50 schon viel Erfahrung gesammelt haben ans arbeiten kommen. Während die Rentner durch eine Einheitsrente (die ja jetzt auch schon existiert, als Mindestrente) mit gestaffelter Zusatzleistung nach Arbeitsjahren sicher über die Runden kommen. Finanziert von denen, die arbeiten.

@Lübke
Also sollten wir das Sozialsystem abschaffen? Wer arbeitet und Glück hat, der kommt weiter, die Anderen leben in Ghettos und Slums? Ist ja schon recht erstaunlich, welche Ansichten wir hier nach und nach bekommen. Das Recht auf Überleben, wie von ohmotzky schon geschrieben, jetzt noch nicht einmal das? Ist in meinen Augen genau die falsche Richtung. Jeder sollte überleben können. Jeder sollte durch Arbeit, die er leistet, auch wenn es nur "niedere" Arbeiten sind, dafür etwas bekommen. Entweder durch Lohn, oder später durch höhere Renten. Wir füttern die Mäuler der Kinder und Jugendlichen, der Rentner (und Pensionäre) und unsere eigenen. Jemand der nicht kann, abschieben? Jemand der aufgrund einer behinderung nicht am normalen Leben teilnehmen kann in eine Fürsorgeanstalt? Wir müssen sozialer werden und nicht noch materialistischer. Sonst geht "die Menschheit" zwar nicht unter, aber das Mensch-Sein.
 
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@Ohmotzky:
Dass der Spruch mit dem Schäferhund jetzt kommt, war mir klar. Dass du jetzt weißt, welche Russen ich meine ist ja schön. Aber beantworte doch lieber mal die Frage, wie du darauf kommst, dass die "deutschen Arbeitslosen" gezwungen sind, jede Arbeit anzunehmen.

@Lübke: Zustimmung.

@Hitman: Diesmal finde ich nicht so viel, bei dem ich dir widersprechen könnte ;)
Nur der Punkt, an dem die Ganzir widersprichst: Auch wenn ich sonst nicht mit dem von Ganzir Geschriebenen übereinstimme, hier hat er meiner Meinung Recht. Es kommt bei einem funktionierenden Sozialstaat schon auf die prozentualen Verhältnisse an. 10 Arbeiter versorgen 1 Arbeitslosen, 100 versorgen 10, 1000000 versorgen 100000. Kommt auf das gleiche für die Beteiligten raus, oder?

Was deinen letzten Absatz betrifft: Ah, endlich mal wieder ein Vorschlag, der eine Lösungsansatz beinhaltet! Ich fürchte nur leider, dass es jetzt gut tun würde, aber bei dem rapiden demografischen Wandel, sprich dem stark ins negative kippenden Verhältnis Rentner zu Arbeitendem, deine Lösung zu Ende gedacht und gerechnet, nicht aufgehen würde. Sonst wäre es natürlich perfekt. Aber ich fürchte die geringe Nachwuchsquote der Deutschen macht den Plan zunichte. Das wäre doch mal ein Lösungsansatz: Wer der hier Mitdiskutierenden über 30 ist, eine Partnerin hat, zeugungsfähig ist und noch kein Kind hat, der sollte sich nun hinterfragen (*leichtes Augenzwinkern* ;) ).
 
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