Die Moral beim Verzichten

Es ist (wie eigentlich überall) der Teilverzicht, der Kompromissen inhärent ist. Ohne Kompromisse hingegen ist das Leben in der Gemneinschaft nicht möglich.Also sind die Möglichkeiten eben der Verzicht auf totale Zufriedenheit, oder der Verzicht auf Gemeinschaft - letzteres ist aber für soziale Wesen eigentlich keine Alternative .Also haben wir genaugenommen keine Wahl, denn die Befriedigung unserer sozialen Triebe ist ohne Teilverzicht unmöglich. Und das gilt für alle Lebensbereiche, in denen wir mit anderen in Interaktion treten.
Genau das zweifel ich aber an. Soziale Wesen sind nur insofern sozial, als dass es ihnen Vorteile erbringt. Welchen Vorteil hat heute die Gemeinschaft? Keiner ist mehr direkt darauf angewiesen, nur passiv sind die Menschen als Arbeitstiere abhängig um ihr überleben zu sichern. Selbst das können sie von zu hause aus erledigen. Es geht also mit einem minimal an Gemeinschaftsfähigkeit.

Wie du schon schreibst, soziale Triebe. Triebe würde aber bedeuten, dass wir es alle nicht bewusst steuern könnten. Das sehe ich nicht so. Es gibt Menschen, die in Klöstern leben, in Bruderschaften, die zu hause abgeschottet von anderen Menschen leben und dort auch arbeiten und nur vom Lieferanten an der Haustüre einen Bezug nach außen hin haben. Ich würde diese Menschen nicht als krank bezeichnen, wohl aber als eine Art von anerzogen. Wenn nun jedoch das Gemeinschaftsgefühl langsam nach und nach vernichtet wird/würde, dann gibt es kein Bedürfnis mehr es zu befriedigen. Dann wäre man auch ohne die Gemeinschaft entweder zufrieden oder unzufrieden. Es bleibt daher meiner Meinung nach genau dort hängen. Ist man zufrieden oder ist man unzufrieden. Diesen Zustand kann man ebenfalls steuern. Sodass man eigentlich nur auf ein paar Dinge nicht verzichten kann:
Essen, Trinken, atmen. Der Rest der externen Stimuli hat mit den Erfahrungen und der eigenen Persönlichkeit zu tun. Als asketischer Mönch kannst du damit auskommen zu essen, trinken, meditieren, schlafen. Ein anderer braucht mehr als das. Was sich aber momentan in der Gesellschaft auftut ist die Reizüberflutung. Es gibt so vieles, was man haben, machen, wollen, sehen, schmecken, fühlen, riechen kann, dass man das, was man hat/macht nicht mehr schätzt. Sodass alles nur noch flau erscheint. Nebulös. Traumartig. Wenn ich eine Mahlzeit esse, möchte ich sie schmecken. Wenn du Musik produzierst/hörst, möchtest du sie fühlen. Wenn aber Musik nur im Hintergrund plätschert, wenn du nur Fastfood zu dir nimmst, was dann? Auf was bezieht man sich noch? Und da sind einfach sehr viele Konsumgüter, die einem vorgaukeln genau das zu tun, was man eigentlich braucht: Zufriedenheit geben. Aber früher als später merkt man, dass man von dem Zeug nur abhängig ist, nicht aber zufrieden. Also muss man mehr konsumieren, um zufriedener zu sein. Letztlich wird man aber um keinen Deut zufriedener, sondern nur abhängig von etwas, was man gar nicht wollte. Man wollte nur zufrieden sein.

Die Leute suchen sich daher den einfachen Weg. Arbeit = Geld = Konsum. Und nicht: Leben = Freude = Erfüllung. Du kannst Millionen besitzen, oder Millionen Fans und Anhänger, das macht dich nicht glücklich. Glücklich macht nur die Einstellung zu dem Ganzen.

Hier sehe ich nämlich auch ein gesellschaftliches Problem. Die Familie, Freunde, Wünsche, Träume, Sehnsüchte, das alles wird unterdrückt. Obwohl man eigentlich viel mehr davon will, weil es mit "richtigen" Gefühlen verbunden ist, kümmern sich die meisten Leute zu wenig darum, denn es erfordert: Zeit. Wer ist heute stolz darauf, Deutscher zu sein? Die Frage wäre nun: Warum sollte man? Ich selbst bin kein Patriot, ich bin mir aber der guten Dinge in Deutschland durchaus bewusst. Es geht dort den Ärmsten der Armen besser als dem Mittelstand in anderen Ländern. Anstatt aber in den Medien den lieben langen Tag zu senden, wie wunderbar diese Sozialsysteme in Deutschland sind, wird in alter Leier hoch und runter gespielt, wie schlecht es einigen Menschen doch geht. Es stimmt. Es geht einigen Menschen schlecht. Das bleibt bei ca. 82 Millionen Menschen nicht aus. Und ja, um diese Fälle muss man sich kümmern. Aber warum ist dann das schulterklopfen von den 40 Millionen nicht zu sehen, die Tagein/Tagaus Geld mit nach hause bringen? Die ihre Familie versorgen, mit der Arbeitsleistung und den Sozialabgaben andere Familien versorgen? Rentner? Kinder? Kranke? Pflegebedürftige? Warum wird das nicht propagiert, warum soll man wegen eines solchen Systems nicht stolz sein im Vergleich zu anderen Ländern?

Wieso soll man nur stolz sein, wenn der Minister Geld bei der Krankenkasse "eingespart" hat? Wenn er die Gelder streicht für wichtige Untersuchungen? Wieso sollte man stolz sein, wenn die Rentenbeitragssätze gekürzt werden, und die Rente für einige Menschen schon nicht ausreicht? Wieso sollte man stolz sein, wenn die deutsche Nationalmannschaft beim Fußball Weltmeister wird, die Kinder in den Schulen aber nachweislich nicht mehr so intelligent sind? Auf was sollte man stolz sein? Auf die Dinge, auf die man einwirkt. Wenn an Steuern bezahlt, wirkt man ein. Jeden Tag, für jeden Menschen in Deutschland.

Anstatt aber dieses Hochgefühl, diese Stimmung zu übenehmen, anstatt sie auf die eigene Familie, Freunde, Bekannte umzulegen, ist das Hauptziel Geld und Macht.

Und ja, wenn es letztlich bedeutet, dass man einsam aber glücklich, oder aber keine Persönlichkeit mehr hat und dafür unglücklich aber sozial beliebt ist, bin ich gerne Gesellschaftsfremd. Denn sie macht mich nicht glücklich, sie bietet mir keine Chance mich zu entfalten, sie macht nur die glücklich, die den Trend der Gesellschaft vorgeben. Diesem Trend folge ich nicht. Ich weiss, was mich glücklich macht, ich weiss, was die um mich herum glücklich macht. Ich weiss sogar, was die Menschen in diesem Land (und auch in Deutschland) glücklich machen würde, aber ich wüsste nicht, dass in der Gesellschaft oder in den Medien es genau so dargestellt würde. Denn dann müsste man sich selbst eingestehen, dass man sich selbst belogen hat. Wofür, frage ich mich?

Es bedeutet für mich daher, auf die Gesellschaft von vielen Menschen zu verzichten. Nicht aber auf mich.
 
Checkup schrieb:
Nein. Das wäre mal die Lösung gewesen. Für die jetzige Population gibt es keine sozialverträgliche Lösung mehr.

nicht in einer kapitalistischen demokratie :o

und keine kinder ist nie eine lösung :D
in den einzelnen Ländern selbst ist das doch kein Problem
wo denn? china ? die merken grad die negativen auswirkungen davon und rudern stark zurück.
ähnliches in indien (wo weibliche kinder meistens gleich getötet werden)

das problem in den "entwicklungsländern" ist vor allem bildung (bestes beispiel wieder die ebola-epidemie)
 
Ich präzisiere: In den einzelnen erste Welt Ländern ist das doch kein Problem.

Die Entwicklungsländer werden durch Bildung aber nicht dazu gebracht aufzuhören für den dortigen Mogul zu arbeiten.
 
@Onkelhitman
Auf dich selbst kannst du auch nicht verzichten, wenn du vor hast weiterzuleben.
Ich verstehe, was du sagen möchtest, allerdings beziehe ich einen großen Teil dener anfänglichen Argumentation auf einen rational-choice-Ansatz, der nicht nur meiner Meinung nach unhaltbar geworden ist.
Viel zu große Anteile unserer Handlungsmotivation sind unbewusst - im nachhinein rationalisieren lässt sich das natürlich alles, aber kaum jemand denkt vor einer Handlung wirklich so logisch über seine Handlungsmotivation oder Handlungsoptionen nach. In unserem Handeln folgen wir doch eher dem, was Pierre Bourdieu als "praktischen Sinn" bezeichnet hat - ich mache das eben so, weil es im Moment der Handung für meine winzige Ecke der Realität sinnvoll erscheint, so zu handeln.

Ein Großrteil dessen, was uns steuert (nicht direkt aus den Medien sondern aus dem, was bereits inkorpriert wurde), ist uns eben nicht voll bewusst - wir tun es einfach - z.B. weil es uns "normal" erscheint, die Dinge so zu tun, wie wir sie tun, oder weil wir einfach keine Alternative sehen können (was eigenlich bedeutet, dass unser rationaler Verstand in seiner argen Eingeschränktheit Alternativen für unmöglich hält).
Genau dieser Teil der Handlungsmotivation ist oft unbewust, bis wir extern aufgefordert werden, eine rationalisierende Geschichte zu erzählen, in deren Verlauf erklärt wird, warum wir so gehandelt haben. Dann werden wir gezwungen eigentlich irrationales Verhalten auf rationale Gründe zurückzuführen (wiederum, weil wir uns die Blöße der Irrationalität nicht geben wollen, denn die verhindert u.U. die Annerkennung unserer Handlungen, oder schädigt unser Image - unsere gewünschte Selbst-Wahrnehmung durch Andere).

Ist ein isolierter Einsiedlermönch wirklich glücklich - oder ist das nur die romantisierende Vorstellung von Menschen, die die Formen unserer Gesellschaft im Grunde verabscheuen?
Und wie möchte man das herausfinden?
Solange der Mönch wirklich isoliert ist, kann man ihn ja nicht fragen, und sobald man ihn fragen kann, ist er nicht mehr isoliert, sondern tritt mit dem Fragenden in soziale Interaktion - bildet mit ihm eine temporäre Gemeinschaft, mit all dem was das so mit sich bringt.
Aleine kann Mensch sich vielleicht einreden oder sich selbst davon überzeugen, dass er glücklich ist, aber ich wage zu bezweifeln, dass er damit auf dauer tatsächlich glücklich ist - genausogut kann man sich einreden, man sei in menschlicher Gesellschaft grundsätzlich unglücklich.
Es ist eben tatsächlich eine Einstellungssache. Aber ich für meinen Teil denke, dass glücklich sein allein auch nicht abendfüllend ist.

Woran erkennt man das Licht, wenn man nie Dunkelheit erfahren hat?
Ohne Unglück ist Glück mMn unmöglich, beides sind sich gegenseitig bedingende temporäre Bewusstseinszustände, die bis zu einem gewissen Grad auch bewsst steuerbar sind, zB. durch die durchaus willkürliche Entscheidung, sich mit dem zufrieden zu geben, was man ist bzw. erreicht hat.
Aber obwohl ich diese Entscheidung vor Jahren getroffen habe, kotzt es mich manchmal einfach an, was die Herde Schaafe um mich herum so veranstaltet. Aber auf ihre Gesellschaft ganz zu verzichten, das ginge mir dann eben doch zu weit.


Onkelhitman schrieb:
Die Entwicklungsländer werden durch Bildung aber nicht dazu gebracht aufzuhören für den dortigen Mogul zu arbeiten.

Auch wir konnten durch Bildung nicht dazu gebracht werden, auf Arbeit für Mächtige zu verzichten - wo bitte ist jetzt der Unterschied?
Bei uns ist Macht nicht mehr einfach nur Geburtsrecht, sondern wird "demokratisch" geregelt - aber das war es auch schon. Hier wie dort arbeiten die Menschen für den, der ihnen erlaubt zu überleben. Einzig die Auswahl ist bei uns etwas größer, wodurch auch Macht etwas breiter verteilt ist, und etwas anders funktioniert. Hier geht es einem eben nicht gleich ans Leben, sondern erstmal nur ans Geld, welches aber fürs Überleben in unserer Gesellschaft so dermaßen wichtig ist, dass man sich lieber schnell einen neuen Mogul sucht.
Unser System trägt im Grunde nur dem Umstand Rechnung, dass es verdammt dumm ist, jene zu töten, die Macht verleihen, nur weil sie nicht so recht funktionieren wollen. Das ist etwas subtiler, aber im Grunde nichts anderes.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hier geht es einem eben nicht gleich ans Leben, sondern erstmal nur ans Geld, welches aber fürs Überleben in unserer Gesellschaft so dermaßen wichtig ist, dass man sich lieber schnell einen neuen Mogul sucht.
Nein, zum Überleben als solches ist Geld nicht wichtig. Zum überleben in der Gesellschaft, wenn man so sein will, wie die Gesellschaft schon, das stimmt. Aber willst du denn so sein, wie die Gesellschaft? Ist sie für dich als Reinform in jeder veränderlichen Art mit der Zeit ein Maximalzustand? Wenn also grün in Mode ist, dann stehst du auch auf grün, weil du dadurch dein Leben ausfüllst, da ja grün nun für die Gesellschaft wichtig ist? Ich bezweifel es stark, vor allen Dingen, da du ja selbst anmerkst:
Aber obwohl ich diese Entscheidung vor Jahren getroffen habe, kotzt es mich manchmal einfach an, was die Herde Schaafe um mich herum so veranstaltet. Aber auf ihre Gesellschaft ganz zu verzichten, das ginge mir dann eben doch zu weit.
Also bist du lieber das schwarze Schaaf in der weißen Herde, als der Wolf zu sein? Du meinst, du müsstest ein Mitläufer sein, um nicht komplett isoliert zu sein. Aber das Anpassen erfüllt dich nicht. Du bist nicht alleine mit deiner Ansicht auf dieser Welt, aber sie macht dich nunmal nicht glücklich. Du kannst immer effekthascherei betreiben, jemandem vorspielen jemand zu sein. Aber du wirst niemals jemandem zeigen können wer du bist, da du selbst ja gar nicht zu diesen "Schaafen" gehören willst.

Ich kann dir sagen, oft habe ich mal gedacht: "Mensch, sauf mal ein wenig mehr, vielleicht hörst du dann mal auf zu denken und kannst einfach nur glücklich dein Leben auf der Erde fristen." Heute sehe ich das nicht so, dann wäre ich nicht ich, sondern jemand anders, nämlich einer derer, die sich nur an die Umgebung anpassen. Der Spruch von Darwin ist heutzutage in den Sozialstaaten nicht mehr anwendbar. Dort überlebt (im Sinne von Leben) jeder, der möchte. Die Möglichkeit wird ihm von der Gesellschaft gegeben, die bezahlt das letztlich. Aber WIE du lebst, das kann sie nun doch nicht entscheiden. (noch und zum Glück nicht) Das bedeutet wiederum nicht, dass du alle Wahlmöglichkeiten hast, oder wie erwähnt wurde in nem anderen Thread "Berufswahlfreiheit" hast. Du hast nicht in jedem Bereich ein Mitspracherecht, wie du aber letztlich dein Denken gestaltest, das ist deine Sache.

Woran erkennt man das Licht, wenn man nie Dunkelheit erfahren hat?
Durch Sprache und Geschichte. Ich muss nicht Millionen Menschen quälen um zu wissen, dass Gewehre schlecht für Menschen sind. Ob die haltende Hand oder das getroffene Fleisch. Ich muss nicht dabei sein, um mitzufühlen. Ich weiss, was es bedeutet, sich zu verletzten. Ich weiss was es bedeutet seelisch verletzt zu sein. Wenn ich das ins schier unermessliche Multipliziere kann ich nur erahnen wie es sich anfühlt. Es ist aber kein erstrebenswerter Zustand, und daher meide ich ihn. Wenn so die Politik und die Menschen wären, (in der Art von: Behandle andere so wie du selbst behandelt werden willst) ginge es vielen besser auf der Welt.
 
Stimmt, ich kann auch geklautes essen, aus vergifteten öffentlichen Brunnen oder Flüssen trinken und in selbstgebauten Hütten (aus "gewildertem" Holz) im Wald Leben (das erfüllt in Deutschland flächendeckend den Tatbestand des Landfriedensbruchs).

In dem Moment, wo ich gerne eine geheizte Wohnung hätte, brauche ich Geld.
In dem Moment wo ich gerne mein essen "legal" erwerben möchte, brauche ich Geld (Mundraub ist seit der Punk-Welle der 80er kein Kavaliersdelikt mehr).

In dem Moment, wo ich für ein paar kleinere Annehmlichkeiten Geld brauche, hat mich das System der Lohnsklaverei am Haken - spätestens wenn mich das nächste Jobcenter in eine Zeitarbeitsargentur zwingt (ich finde es noch immer ein abslutes Unding, dass unser allseits beliebtes BfA dieses Prinzip unterstützt - Meiner Meinung nach ist das eine milde Form des Menschenhandels).

Ich lehne den kompletten Ausstieg aus einem guten grund ab. Ich hege die schwächer werdende Hoffnung, dieses System in irgend einer Weise verändern zu helfen, und das geht (streng systemtheoretisch) nur von innen. So gesehen bin ich gerne das schwarze Schaaf - und damit ein Stückweit auch ein Beispiel, dafür, dass es auch anders geht. In meiner Perspektive erfülle ich gerade damit eine wichtige gesellschaftliche Funktion.

Mit einer ehrenamtlichen Beschäftigung hätte ich persönlich kein Problem, wenn ich dafür Kost und Logis erhalte (ich verzichte gerne auf ein paar Annehmlichkeiten, wenn es dafür einem anderen etwas besser geht) - aber meine PAP beim Jobcenter wäre damit nicht zufrieden.
Seen? Das System ernährt dich nur solange du zu seiner Ernährung zumindest versuchst etwas beizutragen - und da gibt es eben nur einen Weg, die Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung - also die Arbeit für einen "Mogul".
 
Zuletzt bearbeitet:
@derOlf
Nunja, grundsätzlich ist Arbeit immer notwendig, das eigene Überleben oder Leben zu sichern. Ob man nun jagt, Beeren sammelt oder einen Krug töpfert. Da nicht jeder einen Krug gegen einen Apfel tauscht, gibts nunmal Geld. Geld fungiert eben nur als vereinfachendes Tauschmittel. Schwierig wirds, wenn das Tauschmittel zum Selbstzweck wird und auf Bedürfnisse, Produktion und Arbeit (und Politik) rückkoppelt.

Gegen "Mogule" hab ich grundsätzlich nichts, da sie mir die Möglichkeit und das Umfeld bieten, meine Kenntnisse und Fähigkeiten "zu verkaufen". Es besteht also eine gegenseitige Abhängigkeit, wenn auch nicht gleichverteilt. Die Frage ist, wie man das bewerten möchte. Wenn ich mein Überleben sichere, indem ich Lohnarbeit verrichte oder ebenso sichere, indem ich mein eigener "kleiner Mogul" bin, ist doch unerheblich, wenn dabei mein Arbeitsaufwand gleich bleibt.

Wenn ich etwas tue oder kann (z.B. sehr gut Sandburgen bauen), was niemand benötigt, ob als Lohnarbeiter, Selbständiger oder einem anderen System, wirds halt schwierig mit dem Leben.
 
Ich arbeite eigentlich Recht gerne - mache Musik für andere Leute, oder bringe wieder anderen bei, wie sie das selbst tun können. Leider bin ich bei der Bezahlung (jetzt mal vom Unterrichten abgesehen, da kann ich ja einen Stundenlohn festsetzen) auf Gedeih und Verderb darauf angewiesen, dass z.B. Veranstalter mich auch "angemessen" bezahlen. Und genau in diesem Wort liegt der Teufel begraben.
Angemessen bedeutet für die meisten Veranstalter eben, nicht mehr als nötig. Boni? gibts nicht. Verpflegung - ja klar, wird dann von der Gage abgezogen. Teilweise wird eben für den sprichwörtlichen "Appel und n Ei" ein Abendfüllendes Programm erwartet - ohne angemessene Vergütung für Anfahrt, evtl. Unterkunft usw.
Und da frage ich mich eben manchmal, wozu?
Wozu habe ich all die Jahre investiert, um mehrere Instrumente zu lernen, die musikalischen Grundlagen zu verstehen und mit anderen Menschen ein Programm aufzubauen? - dafür dass ich dann in einer Dorfkneipe für letztlich Umme spielen darf? - sicher nicht. Tatsache ist, dass ich in meinem GANZEN Leben mit diesem Beruf nichtmal 2000 Euro verdient habe. Wenn ich das auf die Ausbildung und Probezeiten umrechne, kommt da ein Stundenlohn von unter 1cent bei raus.

Das gleiche mit meinem Studienberuf. Leider hat die freie Wirtschaft eben keinerlei Interesse an guter Forschung, die wollen nur Zahlen, nach Möglichkeit solche mit einem € oder $ Zeichen davor. Kein Interesse daran, wie der Job evtl. noch besser erledigt werden könnte. Kein Interesse an Qualität. Nur Interesse an Geld. Sogar in der Bildungsorschung geht es nicht um die Qualität der Lehre, sondern einzig um die Kosteneffizienz der Bildungsindustrie - wie bekommen wir möglichst qualifizierte Arbeiter mit möglichst geringem finanziellem und zeitlichen Aufwand?

"money for nothing and the kicks for free"

Ich bin leider sehr frustriert von dieser Welt, da ich dummerweise zu den Leuten gehöre, die wohl nicht wirklich etwas können, was die freie Wirtschaft auch haben will (vor allem habe ich wohl etwas, das den Interessen der freien Wirtschaft diametral entgegensteht - Moral und Ethik) - und der Rest der Gesellschaft wird so langsam auch kaputtgespart und letztlich wahrscheinlich abgeschafft.
 
@derUlf

Kann Deine Frustration da gut nachvollziehen, auch wenn ich einen anderen Weg gegangen bin. Ich suche Selbstverwirklichung nicht in Arbeit, sondern ich "verkaufe" meine Fähigkeiten, Bildung und Zeit. Sicherlich macht mir meine Arbeit Spaß (nicht immer) aber ich würde sie nicht tun, wenn ich auf das Geld nicht angewiesen wäre. Ich definiere mich nicht über meinen Job. Meine Selbstverwirklichung suche ich im Privaten, z.B. Lautsprecherbau, Verstärkerbau, usw.. Leben könnte ich davon allerdings nicht.

Dieser "Arbeitszwang" ist jedoch systemübergreifend. Würde jeder nur das tun, was Selbstverwirklichung verspricht, gäbe es wohl keine sauberen Strassen, Bahnhofstoiletten und frische Brötchen am frühen Morgen. Die Welt wäre voller Künstler, Musiker, Yoga-Lehrer und "Lautsprecherbauer". ;)

Es besteht immer eine Notwendigkeit Dinge zu tun, die "keinen Spaß" machen.

Die Frage der Angemessenheit ist schwierig zu beantworten. Was macht eine Tätigkeit wertvoll? Der Aufwand? Der Nutzen? Der Bedarf? Die Knappheit?

Es spielt eben keine Rolle, welchen Aufwand Du hättest, um genau die Fahigkeiten zu haben, die Du jetzt hast. Der Bedarf an Musikern scheint gering zu sein und deren Verfügbarkeit im Vergleich zu hoch. Das macht sie halt "billig".
 
Du hast Recht, der Bedarf an Musikern ist nicht so hoch, wie das Angebot. Aber ich habe auch nicht Zeit und Geld in diese Ausbildung gesteckt, weil ich glaubte davon leben zu können (so blöd sind nur gaaaaaaaanz wenige). Musik war von Anfang an als Ausgleich zu einem erwartbar stupiden Arbeitsalltag gedacht.

Mein Unmut bezieht sich eher auf mein Studium - mit dem ich offensichtlich nichts tun kann, als Beratungsgespräche zu besuchen, Bewerbungen en mas zu schreiben, und dennoch arbeitslos zu bleiben, weil ein Master wahlweise nicht hoch genug qualifiziert ist oder aber zu teuer bezahlt werden müsste.
Ich hatte schon mehr als einmal den Gedanken, dass ich auf den Abschluss wohl besser verzichtet hätte.
Ich kenne mittlerweile 5 Studienabbrecher, die auf Jobs arbeiten, für die das Studium qualifiziert, die aber dann doch lieber mit "Unqualifizierten" (deren Hauptuntersched darin besteht, dass sie den Abschluss NICHT gemacht haben) besetzt werden - ist einfach billiger. Und ein qualifizierter pro Betrieb reicht eben locker.

Und in dem Moment disqualifiziert mich genaugenommen mein Masterzeugnis - es gibt kaum was frustrierenderes, als diese Gedanken.
 
Tja, und hier ist dein Gedanke falsch. Du denkst eben noch wie das Kleinvieh, welches nur zum Arbeiten auf die Welt kam. Bist du auf der Welt um zu arbeiten, oder bist du auf der Welt um ein für dich persönlich subjektives erfülltes Leben zu führen? Das ist jetzt kein Buddhismus oder Esotherik (geschweige denn religiöser) Firlefanz, sondern du musst jetzt einfach verstehen was du erreicht hast, für wen du es erreicht hast, und wer du bist.

Du hast dich qualifiziert nach den Maßstäben der Wirtschaft. Aber nicht nach deinen eigenen Maßstäben. Du musst deine Leistung anerkennen, denn was andere anerkennen ist doch völlig egal.

Ums hier auf den Thread zu beziehen, du musst eben auf Arbeit verzichten. Wenn die Gesellschaft dich deswegen nicht anerkennt, für deine Leistungen, die du erbracht hast, dann stimmt nicht mit dir etwas nicht, sondern mit der Gesellschaft. Wenn du keinen Job bekommst, weil niemand dich aufgrund deiner zu hohen Qualifikation nehmen will, hast du versucht nach einer Absage anzurufen und zu fragen, ob du nicht für weniger Geld anfangen kannst, nur um erstmal wieder etwas zu tun? (da kein Mindestlohn in Deutschland geht sowas ja noch) Es gibt durchaus Möglichkeiten. Aber letztlich musst DU mit DIR und DEINEM LEBEN zufrieden sein. Das Maß aller Dinge sind niemals die Anderen. Sieh sie dir an. Sind sie alle zufrieden um dich herum? Denken sie über so etwas nach? Kommen sie selbst weiter? Für sich? Ich bezweifel stark, dass die meisten Menschen wissen, welches Glück sie da gepachtet haben das man Leben nennt.

Du bist kein Vieh, sondern Mensch. Also denk nach und sieh den Vorteil nicht im Geld, sondern in deiner gewonnenen Erfahrung.
 
Nein nein nein ... du verstehst mich da etwas falsch - obwohl ich dir ganz allgemein Recht geben muss. Schade nur, dass man die gewonnene Erfahrung nicht essen kann ...

Die Qualifikationen, die ich besitze, habe ich mir nicht angeeignet, weil irgendjemand gesagt hat "damit bekommst du sicher nen Job". Mir war von Anfang an klar, dass in diesem Bereich prekäre Beschäftigungsverhältnisse vorherrschen, und es eben auch nicht Jobs gibt, wie Sand am Meer.

Hätte ich kühl berechnend etwas als Studienfach gewählt, was die Wirtschaft sicher immer brauchen wird - ich hätte Jura studiert, und die RA-Kanzlei meiner Mutter übernommen. Sichere Zukunft - aber da hatte ich eben keine Lust drauf (auf den Job - die zumindest finanziell abgesicherte Zukunft stört mich eigentlich nicht).
Ähnlich sieht es mit BWL aus. Blieben also noch die berühmten MINT-Berufe für die ich mich nie besonders geeignet gehalten habe.

Ich studierte stattdessen "Mathematikdidaktik" im Bachelor (damals wollte ich noch Lehrer werden, was sich durch ein Gerichtsverfahren dann erledigt hat) und "Forschungsmethoden der Sozialwissenschaften" als Profilstudiengang im Päda-Master. Weil mich das irgnedwie auch heute noch anspricht.
Grade deswegen ist es ja so frustrierend, viel Zeit und Arbeit in diesen Abschluss gesteckt zu haben, um dann festzustellen, dass es in dem Bereich wohl keine Arbeit für mich gibt. Im Prinzip gibts da nur die akademische Laufbahn, und ohne Dr kommt man da eben nicht so gut rein.
Mein momentaner Traumjob wäre "Methodenfuzzi" an irgendeiner sozialwissenschaftlichen Fakultät - denn das würde mir die Promotion erleichtern. Auf so einen Job bin ich gut vorbereitet. Aber womit verdiene ich im Moment Geld? Mit Musik- und Matheunterricht bei Privatleuten (bei Auftritten kommt eh nix rein), und dabei kommt nichtmal genug rum, als dass das Job-Center es verrechnen könnte.

Ich brauche zwar nicht wirklich viel Geld, aber ein bisschen was von dem Zeug erleichtert das Leben schon irgendwie ungemein - und längerfristig vom Amt abbhängig zu sein, mit der Vorstellung bin ich eben auch etwas unzufrieden.

Was mich stört, ist nicht der Gedanke in meinem Leben nichts erreicht zu haben. Auf so einen Gedanken würde ich nie kommen, denn ich habe mMn eine ganze Menge erreicht, sowohl in der Musik, als auch sonstwo. Frustrierend ist nur die Vorstellung, dass meine Kompetenzen zwar von einigen wenigen (Freunde und Bekannte) gerne genutzt werden, aber nur solange sie kein Geld kosten (würde ich von Freunden und Bekannten eh nicht verlangen). Sobald Geld im Spiel ist, braucht man das plötzlich doch alles nicht mehr so dringend.

Zu wissen, was man kann ist die eine Seite - aber es tut eben hin und wieder auch verdammt gut, wenn man merkt, dass andere das auch so sehen. Das bestätigt, und gibt ganz nebenbei ein ganz gutes Gefühl.
Deswegen würde ich eben in meinem Studienberuf mein Können gerne unter Beweis stellen - daher die Suche nach passenden Stellen. Sonst würde ich den Aufwand doch garnicht treiben ...
 
Zuletzt bearbeitet:
@DerOlf
Grade deswegen ist es ja so frustrierend, viel Zeit und Arbeit in diesen Abschluss gesteckt zu haben, um dann festzustellen, dass es in dem Bereich wohl keine Arbeit für mich gibt. Im Prinzip gibts da nur die akademische Laufbahn, und ohne Dr kommt man da eben nicht so gut rein.
Es ist für dich frustrierend weil du nichts findest. Dann waren deine Erwartungen zu hoch. Stecke deine Erwartungen einfach nicht mehr so hoch.

Ich brauche zwar nicht wirklich viel Geld, aber ein bisschen was von dem Zeug erleichtert das Leben schon irgendwie ungemein - und längerfristig vom Amt abbhängig zu sein, mit der Vorstellung bin ich eben auch etwas unzufrieden.
Dann musst du deine Prioritäten überdenken. Was ist dir wichtiger? Deine Prinzipien und dein Leben oder eben den Luxus, den du dir gönnen willst? Gerade du, der ja in der Sache mehr Fachwissen als andere hat, sollte doch wissen, was er eigentlich möchte. Wenn du mehr Geld möchtest, dann musst du etwas dafür tun, und wenn das bedeutet, dass du dann Dinge tust, die du nicht machen willst... was hat Priorität? Vom Amt abhängig sein, damit müssen heute schon unzählige Menschen mit leben, und es wird in den nächsten Jahren bzw. prognostiziert von mir in den nächsten Jahrzehnten in Deutschland zu einem Horrorszenario werden, wenn die Leute aufwachen und merken, was ihnen im Alter bleibt. Ob gespart oder nicht ist da völlig egal. Ein großer Teil wird dann nämlich enteignet und bekommt die "Mindestrente" also Hartz 4 und darf dann so leben, wie es vorgeschrieben wird.

Frustrierend ist nur die Vorstellung, dass meine Kompetenzen zwar von einigen wenigen (Freunde und Bekannte) gerne genutzt werden, aber nur solange sie kein Geld kosten (würde ich von Freunden und Bekannten eh nicht verlangen). Sobald Geld im Spiel ist, braucht man das plötzlich doch alles nicht mehr so dringend.
Das ist das Arbeitsleben. Wir sind alle nur Nummern und austauschbar. Solange es Konkurenz zu dir gibt, welche für weniger Geld mehr arbeitet, oder länger arbeitet, oder kein privates Leben hat und nur arbeitet, solange hast du nunmal keine Chance. Aber möchtest du das? Möchtest du kriechen für eine Arbeit? Möchtest du dich profilieren? Vor wem und warum? Ist dein Selbstbewusstsein dermaßen aufgekratzt, dass du dich meinst, messen zu müssen oder dein Wissen weiter geben zu müssen? Es ist doch wie immer im Leben: Du machst einen Vorschlag, und dein Gegenüber macht es, oder nicht. Aber die Person bekommt sicherlich noch mehr Vorschläge als nur von dir. Warum ist dir daher die eigene Meinung so wichtig?

Zu wissen, was man kann ist die eine Seite - aber es tut eben hin und wieder auch verdammt gut, wenn man merkt, dass andere das auch so sehen. Das bestätigt, und gibt ganz nebenbei ein ganz gutes Gefühl. Deswegen würde ich eben in meinem Studienberuf mein Können gerne unter Beweis stellen - daher die Suche nach passenden Stellen. Sonst würde ich den Aufwand doch garnicht treiben ...
Dann hättest du das in etwas machen sollen, wo offen so etwas ausgetragen wird. Beim Sport wird sich immer mit anderen gemessen. Ich gehe in vielen Punkten mit dir konform, hierbei aber diesmal nicht. Ich muss mich nicht mit anderen messen, nicht weil ich denke, der bessere sollte gewinnen/der schlechtere verlieren, sondern weil das mich nicht als Charakter aufbaut und mir nichts bringt. Ums lapidar zu sagen: In diesem Forum habe ich schon etliche Beiträge zu Festplatten geschrieben. Ich weiss nicht wieviele es beim Thema Raid waren. Gebracht hat das: Nichts! Null. Weder hat sich mein Wissen dahingehend erweitert, noch hat sich etwas an den Personen getan. 1000 Personen haben es gelesen, verstanden und umgesetzt. Vielleicht 20 haben sich in der Zeit einmal bedankt. Ein paar mehr beschwert. An den Fragen und den Antworten hat sich kein Deut geändert. Es ist eine Sackgasse. Und das ist nur ein kleines, winziges Thema bei Computern. Ich habe auch eine Ausbildung hinter mir. Ich habe auch eine Weiterbildung hinter mir. Ich habe auch eine längere Arbeitslosigkeit hinter mir. Aber nicht, weil ich keine Jobs bekommen hätte, sondern weil ich zu meinem Job gerne noch Freizeit NACH der Arbeit haben wollte. Weil ich gerne ICH sein wollte im Job und nicht irgend eine heuchelnde, schwanzwedelnde Arbeiterdrohne, die macht, was ihr gesagt wird. Das habe ich in Deutschland nicht erreicht. Hier in Österreich hatte ich.... Glück. Und dennoch, meine Weiterbildung wird immer noch, nach 9 Monaten, nicht anerkannt. Ich kämpfe weiter darum. Ich gebe nicht auf.

Aber ich werde niemals den Leuten in den Hintern kriechen. Da ist mir Geld nunmal egal. Und wenn ich deswegen auf Kosten der Steuerzahler leben muss, dann ist das so. Denn die sind mit unter die größten Heuchler, die ständig meckern, und dieselben wählen, die es nur immer schlimmer machen. Die sagen wie toll die Rente ist, aber nicken wenn sie abgeschafft wird. Die sagen, Lehrer sollten besser ausgebildet sein, aber die nicht finanzieren. Und so weiter und so fort, schier unendlich weit. Wir haben beide das Glück in reichen Ländern zu leben, in denen wir uns auch eine solche Ansicht und Meinung erlauben können. In anderen Ländern kann man das nicht, denn dort hat man dann einfach nichts zu essen und zu trinken. Wir leben in Luxusländern. Aber der Luxus zerstört sehr oft die Menschlichkeit. Den Menschen. Das Individuum. Auch wenn nicht so viel erreiche wie jemand, der für 10 000 ein Arbeitnehmer ist. Ich kann auch mit kleinen Dingen die Welt besser machen, in einem Heim, in einem Kindergarten oder sonst wo. Aber dieses "geschätzt werden" lässt nach. Denn es gibt außer dem Geld keinen Wert, dem man einer Eigenschaft beimisst.

Deine Bildung ist völlig für den Eimer wenn es ums Statussymbol geht. Hier kommt es nur aufs Geld an. Wie auch immer du das Geld bekommen hast, und hast du es auch nur im Lotto gewonnen bist du der King auf Seite 1 der Zeitung. Die Schlagzeile. Auch wen du der letzte Idiot bist.

Aber möchtest du eben der letzte Idiot sein? Möchtest du dümmer, aber reicher sein? Möchtest du reicher sein, dafür aber kriechen? Das tun, was andere wollen?

Der Kompromiss, den du suchst ist der zwischen Geld und Eigenverwirklichung. Aber was du, bisher, leider nicht verstehst ist, dass das Geld dir dabei nicht hilft, sondern nur dein Kopf und dessen Inhalt. Dir nützt die Selbstverwirklichung und das Geld kein bisschen um glücklich zu sein, unerreichbare Ziele auch nicht.

Um noch einmal mit dem letzten Satz doch noch einen Ruck aufs Theme zu zu geben: Du musst auf die zu hohen Ziele verzichten und das einfachste Ziel versuchen mit allen Mitteln zu erreichen: Zufrieden mit dem Leben sein.

Alles andere bringt dir auf dieser Welt, in diesem Universum gar nichts. Aus dem Nichts ins Nichts. Du kannst demnach zufrieden durchs Leben gehen, oder unzufrieden. Es macht für den Rest überhaupt nichts aus. Nur für dich. Sei froh, dass du in Dland lebst, in einem reichen Land, denn da wirst du nicht so um die Existenz kämpfen müssen, wie in anderen Ländern.
 
@Onkelhitman
Ich brauche Geld nicht fürs glücklich sein oder werden, nur um einen Körper bei Laune zu halten, der diese Gefühle produzieren kann. Und ich wäre gerne selbst dafür verantwortlich, wo das Geld herkommt - am liebsten natürlich aus meinem Ausbildungsbereich. Aber letztlich ist es egal, hauptsache ich bin nicht 24/7 mit der Geldbeschaffung beschäftigt.
 
Und das hast du doch in Deutschland immer. Du musst nichts tun außer die Hand aufhalten. Wo ist dann das Problem?

Und ich wäre gerne selbst dafür verantwortlich, wo das Geld herkommt - am liebsten natürlich aus meinem Ausbildungsbereich.
Das wäre sicherlich jeder. Aber das geht nunmal nicht. Und weil das nicht geht, gibt es das Sozialsystem in Deutschland. Für diejenigen, die das eben aus verschiedenen Gründen nicht können. Sei es Krankheit, Alter, Arbeitslosigkeit und kein Job finden und und und.
 
Onkelhitman schrieb:
Und das hast du doch in Deutschland immer. Du musst nichts tun außer die Hand aufhalten. Wo ist dann das Problem?


Das wäre sicherlich jeder. Aber das geht nunmal nicht. Und weil das nicht geht, gibt es das Sozialsystem in Deutschland. Für diejenigen, die das eben aus verschiedenen Gründen nicht können. Sei es Krankheit, Alter, Arbeitslosigkeit und kein Job finden und und und.

Vor allem auch für die die nicht wollen. Lauf mal durch ne fuzo im Ruhrgebiet. Da gibt's genug Leute denen man das gerne streichen würde.
 
Du kannst anhand des Aussehens erkennen, ob jemand Hilfebedürftig ist oder nicht? Ein Meisterdetektiv bei der Arbeit....
Vor allem, da es durchaus Menschen gibt, die 40 Jahre lang gearbeitet haben, und dennoch H4 bekommen. Möchtest du das denen auch streichen?

Menschen gibts....
 
Nein aber wenn ich jeden Tag die gleichen jungen Menschen Mitte 20 sehe die sich Vormittags am Brunnen treffen und nachmittags besoffen rumpöbeln kann man das sehr wohl von außen beurteilen.
 
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