Die Qual der Wahl der Netzwerk Hardware (Hausverkabelung)

PiPaPa

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Hallo,

da es bald aus der Wohnung in ein Reihenhaus (Eigentum) geht möchte ich es natürlich gleich von Anfang an richtig machen und nicht irgendwas dahinschluren.
In dem Haus, das aus den 70ern stammt, sind Keller und Haus räumlich fast identisch, quasi zu jedem Raum im EG gibt es einen passenden Kellerraum bis auf das Schlafzimmer (das ist nicht unterkellert).
Der Telefonhausanschluss ist im sog. Mittelkeller, dem mittigsten Raum des Hauses, wo die Telefonleitung hoch ins EG führt zur TAE Dose. Nun wollte ich den Mittelkeller dafür nutzen um dort die ganze Netzwerktechnik reinzuhauen, weil:
1. ist es dort immer schön kühl und der Raum ist aufgrund der Lage schön zentral
2. daher ist es von dort aus sehr einfach im ganzen EG die Räume zu verkabeln
3. ist in dem Raum darüber geplant mein Heimbüro einzurichten und es reicht wenn dort meine ganze IT dann rumsteht (2 PCs, Notebook, 2 Laserdrucker mit Netzwerkanschluss)

Nun hatte ich geplant im Mittelkeller folgendes zu machen
Haustelefonanschluss, das Telefonkabel nach oben raus, es zu verkürzen und im Kellerraum die TAE Dose anzubringen, dort wie üblich den Splitter und die Fritzbox 7170 (leider nur 100MBit/s & nur 4 Ports) anzuschließen und dahinter einen 1000Mbit/s Switch mit 16 oder 24 Ports anzuschließen.
Daran soll dann unten im Keller auch mein QNAP NAS angeschlossen werden.

Ebenso ist ein 16/24 Patchpanel geplant, welches dann die Leitungen des Switches nach oben hin verteilt. (Kabel gehen an der Kellerdecke entlang, Bohrer durch, Kabel nach oben)

Für mein kleines Heimbüro bzw Arbeitszimmer (Raum über Mittelkeller) wollte ich klotzen mit 3x einer Doppeldose. Der Raum daneben soll eine normale Doppeldose bekommen (falls es mal benötigt wird) und ins Wohnzimmer auch min. eine Doppeldose, vielleicht auch zwei, denn dort gibt es min. einen HTPC, aber wer weiß was die Zukunft bringt (Fernseher mit Netzwerkanschluss o.ä.?)
Das Schlafzimmer soll eigentlich kein Netzwerkanschluss erhalten, weil es eben ein Schlafzimmer ist (auch soll da kein Fernseher rein o.ä.)

Nun stellt sich mir die Frage. Klotze ich richtig mit einem 24port Switch rein, für den Fall der Fälle oder soll ich mich auf einen 16er beschränken? Aber wer weiß was die Zukunft so bringt?
Bei meinem Händler ist der Preisunterschied zwischen 16 und 24er Switch kaum nenneswert mit 15-20€ je nach Modell.
Ebenso reizt es mich irgendwie einen managed Switch zu erwerben.

Ich habe mich irgendwie gerade auf einen D-Link DGS-1210-24 eingeschossen, weil er nicht nur lüfterlos ist (unten im Keller ist es kühl und ein Lüfter kann immer zur Fehlerquelle werden) sondern auch managed. (~180€)
Oder gibt es bessere Vorschläge, wenn ich z.B. den HP 1410-24G angucke, ist der zwar auch gut, aber bei meinem Händler gerade mal 20€ billiger, aber dafür unmanaged. (~160€)
Die Auswahl an Geräten ist so riesig

Zudem wollte ich auf CAT6 Dosen setzen, weil diese gerade mal 1€ teuer sind und das Patchpanel vielleicht so 10€ teurer als die CAT5e Pendants.
Oder sollte ich lieber die ~ 15-20€ sparen?

Nun habe ich noch 2 "Probleme". Ich werde einen analogen Telefonanschluss haben, ich brauch zu Hause kein ISDN. Nun habe ich oben im Büro die Basisstation (im Haus werden dann ~ 3 Mobilteile verteilt) und einer der Laserdrucker ist ein MFP mit Fax. Beide will ich im Heimbüro anschließen. Nun muss ich die Telefonleitung vom Splitter nach oben führen.
Wie mache ich das am blödesten? :freak:
 
Hi,

bei den Preisdifferenzen: 24-Port und CAT6-Dosen, aber sowas von! :)

Bei deinem "Fax Splitter Verlängerungs" Problem lasse ich lieber die Fachleute der Netzwerktechnik ran ;) Aber: Kannst du nicht einfach dort auch das Kabel verlängern? Verstehe ich nicht so ganz...

VG,
Mad
 
Nun muss ich die Telefonleitung vom Splitter nach oben führen.
Wie mache ich das am blödesten?
Über das Patchpanel ;)
Entweder über ein TAE-RJ11-Kabel (bspw. das vom Telefon) vom Splitter auf das Patchpanel gehen (Switch umgehen!) oder ein RJ45-Kabel nehmen, Stecker abschneiden, über die Klemmen am Splitter anschließen und so aufs Patchpanel gehen.
Das Telefon wird oben dann mit einem RJ11-RJ11 bzw. RJ11-RJ45-Kabel an die entsprechende Buchse angeschlossen.

Zudem wollte ich auf CAT6 Dosen setzen, weil diese gerade mal 1€ teuer sind und das Patchpanel vielleicht so 10€ teurer als die CAT5e Pendants.
Oder sollte ich lieber die ~ 15-20€ sparen?
Macht den Kohl ja auch nicht mehr fett. Persönlich würde ich Cat6 nehmen, auch wenn Cat5(e) reichen wird.
 
Brauchst du denn einen managed Switch?
Wenn nein -> spar das Geld.
Ob du 16 oder 24 Ports brauchst, weißt nur du. Wenn du managed willst würde ich einen HP nehmen.
Cat 6 Dosen sind ok, hauptsache du kommst hier nicht mit Cat7 an.
 
Ich sage hier nur: unbedingt einen managed Switch erwerben und dann nicht wissen, wie man eine Telefonleitung verlängern kann. Hier wird wohl mit Kanonen auf Spatzen geschossen.
 
WLAN ist kein Thema für dich? Smartphone, ipad, Laptop? Meine Rechner das andere stationäre Zeug ist auch alles per Kabel angeschlossen, aber ohne WLAN möchte ich trotzdem nicht sein. Und dann machts wahrscheinlich Sinn, den Router doch im Arbeitszimmer unterzubringen. Dort stört er auch nicht.

@ata2core: wtf? Er hat sich viele Gedanken gemacht und er fragt ja, ob es für sinnvoll gehalten wird. Außerdem, bei den Preisunterschieden, warum nicht?
Und muss ich wissen, wie man eine Telefonleitung verlängert, um die modernere/bessere Hardware erwerben zu wollen?
 
Und dann machts wahrscheinlich Sinn, den Router doch im Arbeitszimmer unterzubringen. Dort stört er auch nicht.
Dafür gibts WLAN-APs. Ist deutlich eleganter als den Router im Arbeitszimmer zu haben, aber den Kollokationsraum woanders.

Bzgl. WLAN-APs: Es empfehlen sich PoE-fähige APs & Switch. So belegen die APs keine Steckdose.
 
Vielen Dank für die zahlreichen und schnellen Antworten. :)

Dann werde ich wohl zu einem 24 Port Switch greifen, denn lieber Vorsicht als Nachsicht. Selbes bei den CAT6 Dosen und dem CAT6 Switchpanel.
Man weiß ja nicht was in 5 - 10 Jahren so Sache ist (Kinder, IP Telefonie, jeder blödsinn kriegt ja heute eine Netzwerkkarte und ich geh mal davon aus das 10Gb im Heimbereich so oder so noch einige Zeit eher die absolute Ausnahme bleiben wird und wenn sowas benötigt kann man vermutlich eh gleich auf LWL umschwenken... )
Und falls eben Bedarf nach einem schnelleren Medium besteht werden sowieso Leerrohre verlegt in denen die Kabel verlegt werden.
Das Problem mit der Telefonleitung hat sich ja auch entsprechend simpel gelöst. Auf die Idee mit dem Panel war ich auch schon gekommen, jedoch war ich mir nicht sicher ob es vielleicht nicht doch eine noch elegantere Lösung gegeben hätte. :)

Thema WLAN
Also auf WLAN wollte ich wegen Notebook und Smartphone nicht verzichten, aber ich wollte es erstmal so versuchen, da die Fritzbox 7170 hier in der Wohnung verdammt gute Leistungswerte erzielt, ich musste sogar die WLAN Leistung drosseln. Ist zwar mit WPA2 verschlüsselt, aber man muss es ja nicht gleich mit zu den Nachbarn oder auf die Straße "pfeffern". ;)
Falls die WLAN Leistung im Haus durch die Kellerdecke bzw den Boden nicht reicht wollte ich mir einen WLAN Access Point zulegen. Aber ich bin ganz zuversichtlich das die Leistung reicht. Wenn würde ich das WLAN eh nur zum surfen benutzen, es ist ja eh "nur" ein 54MBit/s WLAN. Große Daten sollen damit eh nicht verschoben werden.

@ata2core
Danke für die besonders hilfreiche Antwort von dir. Ich hoffe ich habe dir nicht allzuviel Mühe bereitet oder dich gar zu sehr belästigt... :rolleyes: Ohne Worte. Wenn du jedenfalls was sinnvolles zum Thema beigetragen hättest, aber nicht mal das.
Und nur weil ich vielleicht mit der analogen Telefonleitung ins stolpern gekommen bin, schließt du woraus auf meine Kenntnisse mit Routern und Switches? :freak:
 
Hi,

@PiPaPa

Ich denke, deine Plaung und Vorgehensweise hat Hand und Fuß. Klingt sehr vernünftig und schlüssig. Auch das Einbeziehen vom WLAN ist denke ich sicher gut machbar, vor allem kann man da ja nach Gutdünken nachbessern :)

Und Leute wie ata2core solltest du einfach ausblenden ;) Hilft ja doch nichts :)

VG,
Mad
 
Bei der Wahl des Switches kann ich dir den HP 1810-24G ans Herz legen, hab den seit nun etwas mehr als einem Jahr und bin komplett zufrieden.

Ansonsten solltest du vielleicht über leer Rohre nachdenken bzw ggf. Etagenswitche..
 
Meine Empfehlung bzgl

- Anzahl Dosen:
Wenn du davon ausgehst, dass du pro Raum 1x Netzwerk und 1x Telefon brauchst (Kinder wollen so einen Kram auch mal haben) und im WZ/AZ etwas mehr einplanst (Receiver, Fernseher, HTPC, Telefon), dann solltest du kein Problem bekommen.
In der Küche würde ich auch eine Doppeldose einplane, z.B. für ein Internetradio, den Kühlschrank, die Kaffeemaschine)
Wenn Du eh alles aufreisst, ärgerst Du Dich später wenn du zuwenig gelegt hast.
- Cat5e oder CAT6:
sag ich lieber nichts zu :)
- Patchfeldgröße:
Muss natürlich alle Dosen aufnehmen können die du verlegt hast.
- Switch:
Wie viele Geräte hast du aktuell? Daran würde ich dei Größe des Switches festmachen.
Wenn es die nächsten 3-5 Jahre nicht mehr als 8 sind, reicht ein 8er. Respektiv mit einer größeren Anzahl.
Ich habe zwar 24 Dosen verlegt, aber nur einen 8er im Betrieb.
- Telefon
Telefon leite ich über die Netzwerkleitungen weiter. Telefonkabel verlegt heute keiner mehr.
Also einen Platz für die Basisstation suchen, Dose hin und fertig.
 
passt schon..wie sieht es denn mit radio/tv verkabelung aus? wenn man schon neu verlegt, kann man das ja gleich mitmachen, also kabel-tv oder sat
 
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