Dieselfahrzeug jetzt verkaufen, eh es zu "spät" ist?

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HI
Tomislav2007 schrieb:
Moderne Dieselmotoren schädlicher als ältere https://www.welt.de/wissenschaft/article1734472/Moderne-Dieselmotoren-schaedlicher-als-aeltere.html
Rußpartikel moderner Dieselmotoren giftiger - Ausstoß älterer Motoren weniger gesundheitsschädlich http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-7792-2008-02-12.html

Danke für den Link, sachen gibts.
Sollte die Luft in den Städten wieder sauberer werden, wird evtl. das
Gesundheitsrisiko sogar steigen.
Das spricht doch ganz eindeutig für ein grundsätzliches Fahrverbot in den Städten
für die Drecksschleudern. ;)

Cu
 
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Diese Art blinder Aktionismus ist in der hochgekochten Thematik aktuell zwar vielerorts zu hören, wird bei Dieselnation NummeroUno aber dank Marktdurchdringung und AutomobilLobby glücklicherweise keinen weitreichenden Erfolg haben.

Das ich selbst mit dem Euro6 vielleicht bald nicht mehr nach Paris dürfte verschmerze ich da ob der jährlichen Ersparnis bei meiner Laufleistung mehr als gerne.
Den Karren beispielsweise heute wieder bei subventionierte 1,06€ den Liter für über 1000KM voll gehauen zu haben zaubert dem geneigten Nutzer doch ein Lächeln auf die Beisserchen :D .

Es wird jetzt erst mal Dieselseitig alles bis Euro4 mit Sicherheit und Euro5 möglicherweise "bedient". Den Euro6er wird hier in Deutschland aber vorerst auf Jahre nichts ereilen.

So lange ich für eben mal knapp 150€ mehr Steuer im Jahr einen Literpreis für Sprit zahle den Super zuletzt vor 15 Jahren gesehen hat und obendrein noch ~2L/100KM weniger verbrauche bleibe ich dem Selbstzünder treu.
Gerade jetzt wo man sie dank der Dieselpanik gegen den Trend selbst als Euro6 günstiger bekommt als die jeweiligen Benziner-Modelle.
 
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Wir fahren einen alten Euro 4 Diesel, und haben einen sehr kleinen Benziner für kurze Strecken.
Nachgedacht über einen Verkauf habe ich auch schon, aber der Markt ist ja momentan dermaßen durcheinander, eben wegen der Meldungen. Das ist so eine Show teilweise.
Auch mit den Lockangeboten bei Abgabe, alles nur Verkaufsförderung....

Daher bleibt alles wie es ist, und die Sachlage wird weiter beobachtet...
 
@ umax :
Wobei die Dieselprämie nicht mal grundsätzlich schlecht ist. Für einen Neuwagen wollte ich sie auch nicht unbedingt nutzen da man vermutlich viel Handlungsspielraum auf sonstige Rabatte verliert.
Da sie jedoch bei VW,Skoda,Audi,Seat auch für "junge Gebrauchte" zählt ist sie mitunter wirklich interessant.

Hier mal eine Aufdröselung.

Bei einem Euro4 Diesel kann man da mit einem Jahreswagen des neuen Passat mit guter Ausstattung beispielsweise von ~24-25k€ um 6k€ auf unter 20 drücken. Habe das Beispiel gerade präsent da jemand im Passat B8 Forum bei Motortalk exakt so für ~18k€ zu seinem Schätzchen kam. Hat dafür wohl eine alte Baustellenhuddel mit Euro4 eingeworfen.
 
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Wir haben auch einen Euro 4 Diesel (Octavia Bj 08) und überlegen. Aber eigentlich ist es eine riesengroße Frechheit, erst verschaukeln sie uns Kunden und dann wollen sie uns ihre Ehrlichkeit und Reue zeigen indem Sie Umweltprämien anbieten?! Wären sie fair, hätten sie den Quatsch nicht verzapft und jeder könnte ruhigen Gewissens sein Auto weiter fahren.

@Meetthecutthe: Das ist wohl Händlerabhängig bei uns macht das der örtliche VW Händler nicht. Und einen Neuwagen mit Umweltprämie ist immer noch teurer als eine Tageszulassung zu kaufen. Völlig sinnlos das Ganze.

Ich werde den Wagen so verkaufen und mir einen Benziner kaufen. Allerdings nicht von einem der Hersteller, die den Mist verzapft oder mitgemacht haben.
 
War vor gut 2 1/2 Monaten beim Autohändler und habe meinen Exeo ST (2.0TDI Euro5) schätzen lassen, er hätte mir damals +- 9000€ für den Wagen gegeben.
Jetzt am Freitag war ich wieder da, er schaut nochmal nach und sagt dann: "Mehr wie 6500€ kann ich Dir aktuell nicht geben".

Soviel zum Preisverfall :/
 
Holt schrieb:
Vorsicht, es gibt nicht nur eine Euro 6 Norm für Diesel PkW und die bisherigen Euro 6 Diesel halten eben großteils die Abgasnormen nur auf dem Prüfstand ein, die kommenden müssen dies auch auf der Straße beweisen. Daher kann man derzeit noch nicht absehen was auf die Fahrzeuge zukommen wird, die dies nicht schaffen.

Man kann auch den Weg gehen, dass man selbst nachrüsten lässt. Ich habe im TV einen Bericht gesehen, dass z.B. eine Werkstatt in Berlin, welche auf Nachrüstungen der Abgasanlagen spezialisiert ist, eine Nachrüstung für 1.500€ vornimmt (Technik von Baumot). Dazu kommt ein großer Adblue-Tank in die Reserveradmulde und es werden u.a. noch Anpassungen am Steuergerät vorgenommen. Im Test auf der Straße ging der Stickoxid-Wert dann gegen Null. Oh Wunder, bei korrekter Einspritzung von Harnstoff...

Wenn man noch betrachtet, dass Kläger mit jüngeren Dieseln vor Gericht durchgekommen, da die Hersteller keine Präzidenzfälle schaffen wollen, dann sollte hier auch eine gute Möglichkeit bestehen, sich die Kosten zurückzuholen.
 
@ Eisbrecher :

So sehe ich das auch. Rein vom wirtschaftlichen her kann man auf dem Rücken der Panik momentan richtig gut und ohne große Sorgen um dessen Zukunft zu einem (deutschen) Euro6 Diesel greifen, so man keine all zu großen ökologischen Bedenken hat.
Ich selbst habe den 1,75Jahre alten Passat B8 als Euro6 Diesel mit guter Ausstattung vor wenigen Wochen auch nur vor diesem Hintergrund unter der Hälfte seines Listenpreises und gut 8k€ unterm aktuellen Zeitwert nach Schwacke bekommen.

Sollte eine adBlue Nachrüstung irgendwann wirklich nötig sein ist dies daher kostenseitig schon mehr als dicke abgedeckt. Ich gehe allerdings erst mal nicht davon aus, da dieses Fahrzeug dem jüngsten ADAC-Test nach auch nach neuem Messverfahren nicht dramatisch über den Grenzwerten liegt.
Vermutlich reicht da gar ein Softwareupdate wenn es irgendwann Hart auf Hart kommt.

Ich war eben im Rahmen meines aktuellen Urlaubes mal beim Freundlichen vor Ort und habe pro Forma den Boardcomputer checken und den Meister eine Probefahrt machen lassen (prüfen des DSG etc.) um des einwandfreien Zustandes meines neuen Blechlings sicher zu sein (alles im grünen Bereich) .
Im Rahmen der Testfahrt haben wir uns ein wenig ausgetauscht und so kam heraus dass auch der Meister die Panik genutzt hat um einen A5 mit Euro6 Diesel als jungen Gebrauchten außergewöhnlich günstig zu schießen :) .

Thorle schrieb:
Ich werde den Wagen so verkaufen und mir einen Benziner kaufen. Allerdings nicht von einem der Hersteller, die den Mist verzapft oder mitgemacht haben.

Das wird dann aber ein recht aufwändiges Suchen da jüngsten Tests nach quasi sämtliche Verbrenner-Hersteller außerhalb Deutschlands ja noch viel extremer beschissen haben als unsere Jungs.
Vermutlich bleibt dir da konsequenterweise nur Tesla ;) .

adac-ev_technik_stickoxid-emissionen.jpg

Wer sich die letzten 2 Jahre beispielsweise noch in guter Absicht einen -vielleicht noch Oberklassigen- Renault oder Alfa als Euro6-Diesel gekauft hat, in dessen Haut will ich nicht stecken.
Die Teile haben ja teils üblere Werte als Euro3/4 Modelle deutscher Hersteller.
 
Zuletzt bearbeitet:
Thorle schrieb:
werde den Wagen so verkaufen und mir einen Benziner kaufen. Allerdings nicht von einem der Hersteller, die den Mist verzapft oder mitgemacht haben.
Dann musst Du einen Hersteller wählen der gar keine Diesel PKW im Angebot hat, denn bei allen anderen gab es Schummelein, schau Dir die Ergebnisse der Tests unter realen Straßenbedingungen an, da schneiden allenfalls ein paar der neusten Modelle wie der BMW 520d oder die Mercedes E Klasse mit dem ganz neuen Diesel so sauber ab wie auf dem Prüfstand. Es geht also, aber keiner hat es vorher so umgesetzt, sondern nur so um auf dem Prüfstand zu bestehen, egal ob deutsche, französische, italienische, japanischer oder von sonstwo, die haben sich da alle gleich verhalten, nur VW war so doof dies offen zuzugeben nachdem sie erwischt wurden. Fiat hat z.B. eine zeitgesteuerte Abschalteinrichtung, die war meine ich auf 22 Minuten eingestellt und nach den Beschwerden war die Verbesserung die Zeit höher zu setzen, aber vorhanden ist sie immer noch und dort deckt die Regierung den Hersteller wo sie nur kann.
 
Ich rede ja auch von einem Benziner. Ich hoffe ja mal, das alle Hersteller nicht auch bei den Otto-Motoren sowas gemacht haben. Oder anders gesprochen, gibt es überhaupt einen der nicht so einen Mist verzapft hat?
 
Das kam schon so an.
Nur hast du ja zu Bedenken gegeben bei keinem Hersteller kaufen zu wollen der am Beschiss beteiligt war. Da dies aber quasi alle waren (die deutschen dabei noch in kleinster Ausprägung) fällt die Wahl sehr eng.

Im Prinzip waren -wie von Holt erwähnt- nur Hersteller nicht beteiligt die keine Selbstzünder im Programm haben.
Dies beschränkt das Ganze dann bei den Serien-Fertigern eigentlich schon nur noch auf die Hersteller von Supersportwagen (Pagani, McLaren, Ferrari, Lamborghini und Co.) oder eben Tesla.

Sagt man aber "Reine Stromer sind nicht mein Ding und in den Lambo bekäme ich bei Bedarf ja nicht mal 5 Sack Blumenerde" und schlägt daher als Kompromiss wieder den Bogen auf Suche nach der kleinsten Ausprägung des Betruges kommt man wieder zu den deutschen Herstellern.
 
Zuletzt bearbeitet:
So wie ich das verstanden habe, sind die schlimmsten Abgaswerte gar nicht mal bei den deutschen Herstellern zustande gekommen sondern bei den preiswerten Herstellern aus Frankreich & Rumänien.
Gut, da wird halt nicht per Software nachgehofen.

Aber sei´s drum: wir fahren den Heizöl-Renner bis er nicht mehr fährt ....
 
Thorle schrieb:
Ich rede ja auch von einem Benziner. Ich hoffe ja mal, das alle Hersteller nicht auch bei den Otto-Motoren sowas gemacht haben.
Auch bei Benzinern wurden bei Abgastest in realen Straßenbetrieb erhöhte Stickoxid Werte ermittelt, vor allem bei den Downsize Motoren, deren Sparsamkeit im realen Straßenbetrieb längst nicht so ist wie auf dem Prüfstand nach dem alten Testzyklus, wie der neue Verbrauchsmesszyklus auch bestätigt. Dafür sind dort die Verbrennungstemperaturen höher, was die Bildung von Stickoxiden begünstigt.
 
Hi
Meetthecutthe schrieb:
Nur hast du ja zu Bedenken gegeben bei keinem Hersteller kaufen zu wollen der am Beschiss beteiligt war.

beim bescheissen geht es doch nicht nur um die Abgaswerte.
Grundsätzlich sollte man auch die offensichtlichen Kartellabsprachen,
die ca. 30 Jahre gemacht wurden berücksichtigen.

Ich kauf mir doch kein KFZ bei Gesocks das "mich" dreißig Jahre beschissen hat.

Cu
 
Hallo

longi schrieb:
Ich kauf mir doch kein KFZ bei Gesocks das "mich" dreißig Jahre beschissen hat.
Glaubst du echt das die anderen Hersteller besser/ehrlicher sind ? Ich würde eher sagen die wurden nur noch nicht erwischt.

Grüße Tomi
 
Ich glaub auch, alle haben was gemacht. Der eine mehr, der andere maximal.
Was soll man machen, der Endkunde ist erstmal der Doofe, und nachher auch derjenige der übern Tisch gezogen werden soll. So ist das, und viel machen kannste nicht.
 
Diese angeblichen Kartellabsprachen sind die Lachnummer des Jahres, schau Dir nur mal an wie groß die AdBlue Tank in Wahrheit sind, da findet man fast keinen der der angeblich im Kartell abgesprochenen Größe entspricht. Der Austausch über technische Details ist bei allen Firmen in allen Branchen üblich, dafür gibt es u.a. die Branchenverbände und bei Autoherstellern ist das der VDA auf nationaler Ebene und auf europäischer Ebene der ACEA (Association des Constructeurs Européens d’Automobiles).
 
Was die da alles besprochen haben und was davon ggf. illegal war, weiß ich nicht. Aber die in der Presse genannte Größe des AdBlue Tanks ist so in fast keinem Fahrzeug von den beteiligten Herstellern zu finden. Die Selbstanzeige kann also auch einfach eine Vorsichtsmaßnahme sein um bei möglicherweise kartellrechtlich relevanten Absprachen straffrei zu bleiben, selbst wenn zu dem Zeitpunkt der Selbstanzeige gar nicht klar war ob es solche gab. Aber dies bewerten eben letztlich nicht die Hersteller selbst, sondern die Kartellbehörden und die können da anderer Meinung sein.

Absprachen zwischen Herstellern gibt es immer wieder und überall, die sind perse nichts schlechtes und werden ja gerade beim Thema Smart Home gefordert um einheitliche Standards zu schaffen und solche Standards fallen eben nicht vom Himmel, sondern werden unter den beteiligen Herstellern abgesprochen.
 
Hi
Meetthecutthe schrieb:
Wichtig ist eigentlich auch nur dass fleißig weiter Diesel gekauft werden um den Erhalt zu sichern.

du meinst wohl, weiterhin den Betrug und möglicherweise das Fahrverbot in Städten zu sichern.

Hier das nächst Beispiel, die sAU-DIe,

AUDI A8 Diesel, erwischt mit ....
zu kleinem Tank für AdBlue,
24facher Überschreitung des zulässigen Grenzwertes,
offensichtlich weiterhin mit eine Abschaltvorrichtung unterweg,
fast 2000 mg/km NOx = ?EURO6? WELTMEISTER DER DRECKSSCHLEUDER

http://www.finanznachrichten.de/nac...chste-je-gemessene-nox-werte-eines-di-007.htm
"Dass die deutschen Premiumhersteller nicht einmal bei den Spitzenmodellen für Regierungschefs und Vorstandsvorsitzenden von Unternehmen saubere Autos liefern, zeigt wie wenig glaubwürdig die Bekenntnisse dieser Unternehmen zu Fragen der Nachhaltigkeit und ihrer gelebten Verantwortung für den Umwelt- und Gesundheitsschutz sind."

Da kann man nur hoffen, das ein Fahrverbot schnell kommt und Euro6 Dieseldrecksschleudern beinhalten wird.

Cu
 
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