"Drosseln" Mobilfunk-Provider per Verbindung?

cc_aero

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Werden Einzelverbindungen durch Mobilfunkprovider "gedrosselt"?

Hallo liebe Leute,

mangels Möglichkeiten habe ich als "Haupt"-Internetleitung (backup is eine langsame ADSL Leitung) bei mir zu Hause eine Stationäre LTE-Verbindung (Österreichischer Provider "3") inklusive externer Richtantenne.
Gebucht habe ich 30Mbit down / 10Mbit up als Flat-Rate ohne Drossel. Das ganze läuft jetzt seit einem halben Jahr.

Nun ist mir folgenden Aufgefallen:
Bei diversen Speedtests komme ich immer sehr nahe an meine gebuchte Geschwindigkeit rann bzw. übertreffe ich diese teils sogar - auch Steam läd mit etwa 3,5Megabyte/s herunter -> Das ganze auch recht zuverlässig Abends bei der Rush-Hour.

JEDOCH: Starte ich einen Einzeldownload (zB Linux-ISO) über den Browser, so ist die Geschwindigkeit oft richtig schlecht. (Schwankt zwischen 500Kilobyte und etwa 1,6Megabyte).
Interessant ist dabei, das ich mehrere Downloads starten kann (alle so langsame laufen) und ich so wieder die gebuchten 30mbit auslasten kann.

Ich habe mir dann mal angesehen wieviele gleichzeitige Verbindungen ein Speedtest aufbaut -> etwa 4 bis 5. So kann dieser die Leitung also auslasten.

Blöd ist das verhalten natürlich beim Streaming von HD inhalten etc - hier gibts ja immer nur eine einzige Verbindung und entsprechend langsam kann diese werden.

Nun die Frage - warum ist das so? Limitiert mein Provider (absichtlich) die einzelne Verbindungen? Oder gibts eine andere Erklärung für das Verhalten? :freak:
 
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AW: Werden Einzelverbindungen durch Mobilfunkprovider "gedrosselt"?

cc_aero schrieb:
Limitiert mein Provider (absichtlich) die einzelne Verbindungen? Oder gibts eine andere Erklärung für das Verhalten? :freak:

Provider anrufen und Fragen.
 
AW: Werden Einzelverbindungen durch Mobilfunkprovider "gedrosselt"?

Mal nen anderen Browser probiert? Verschiedene Server?
 
Provider anrufen und Fragen.
Kann man natürlich machen und werd ich auch. Aber ein Forum ist ja eben auch zum Erfahrungsaustausch da ;) Vl kennt ja jemand das Verhalten und sagen "ja, klar das ist so weil X"....

Mal nen anderen Browser probiert? Verschiedene Server?
Hab ich schon versucht sowohl Firefox als auch IE und wget nach /dev/null auf der Linux-Konsole meines Home-Server's.
Auch verschiedene Download-Server und Dateien hab ich versucht - eigentlich immer ein ähnliches Ergebnis :/
 
Ich selbst bin mit Richtfunk über einen lokalen Anbieter angebunden.
Ein ähnliches Phänomen kann ich auch beobachten. Steam beispielsweise lädt mit fullspeed (3,4 mb/s), der normale Download tümmelt iwo bei 1mb/s rum. Bittorrent schafft es auch auf fullspeed. Ich hab mir einen Downloadmanager besorgt, der die Datei bei einem Download aufsplittet. Funktioniert manchmal, meistens meldet er jedoch, dass die Datei nicht gesplittet werden kann...
Der Grund dafür würde mich auch interessieren
 
Äm, kann es nicht einfach sein, dass deine Quelle den Speed limitiert?

Nöö - das definitiv. Zum einen bricht die Speed pro Verbindung in der abendlichen LTE-Rush-Hour massiv ein (teils auf 300-500KB/s) während aber die Gesamtspeed des LTE-Zuganges (wenn man ihn mit mehreren Verbindungen auslastet) hoch bleibt (20-30Mbit/s).

Und ich hab gerade eine Testgemacht @work einen Test-downlad von http://speedtest.tele2.net/10GB.zip gemacht und zeitgleich Remote zu Hause. @work warens etwa 5MB/s zu Hause über LTE etwa 1,5MB/s. Anschließend noch Remote zu Hause einen Speedtest mit Speedtest.net gemacht -> Ergebis etwas über 30Mbit/s.
 
Schon mal etwas von Peering gehört ?

Benutze einfach einen guten VPN (z.B. hide.me) und das Problem ist gelöst ;).
 
Du empfiehlst ein VPN als Lösung. Aber zu welchem Problem soll VPN hier die Lösung sein?

@TE: hast Du das OS als Ursache schon ausgeschlossen? Mal mit einer Knoppix-DVD gebootet und die Downloadtests wiederholt?
 
VPN hilft nicht, habe ich bei mir auch des öfteren am Laufen, allerdings zumindest bewusst keine Verbesserung festgestellt, wüsste auch nicht weshalb.
 
Benutze einfach einen guten VPN (z.B. hide.me) und das Problem ist gelöst
Nur das VPN, nehme ich mal an, ebenfalls nur eine einzele Verbindung aufbaut (zum VPN-Server) somit komm ich wieder in das gleiche Problem.

OS als Ursache schon ausgeschlossen?
Das Problem tritt auf verschiedenen Endgeräten auf (Windows 7 Desktop & Laptop, Debian 7 aufm Homeserver, sogar unter Android).
Bis vor ca. einem halben Jahr hatte ich noch VDSL (Weggefallen wegen Umzuges), dort tratten bei den gleichen Geräten solche Probleme nicht auf.

Interessant ist auch: Vormittags (wenn scheinbar nicht soviel los ist) erreiche ich deutlich höhere Geschwindigkeiten pro Verbindung als Abends. Wobei die Gesamtgeschwindigkeit des LTE-Zuganges kaum einbricht.
 
AW: Werden Einzelverbindungen durch Mobilfunkprovider "gedrosselt"?

Klingt irgendwie so, als ob der Provider da doch seine Finger im Spiel hat...
 
Wäre zumindest eine Erklärung, allerdings steigt (zumindest per ICMP Ping) der Paketverlust und Latenz nicht an (die beiden Werte werden durch meine vorgeschaltete pfSense laufend gemonitored per Ping an den Google-DNS).

Oder gibt es zwischen ICMP Ping und TCP Packetlose keinen direkten Zusammenhang?
 
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Als Anbieter von Anschlüssen wäre eine Variante meinerseits, dass ich Speedtests immer priorisiere. Denn wenn der Kunde kommt und wegen Minderleistung Stunk macht könnte ich so immer darauf verweisen, dass "unabhäniger Speedtest" gemacht werden soll und dass dieser anscheinend ja wunderbar funktioniere.
Das einzelne Verbindungen gedrosselt werden ist möglich. Verbindungsbasierte Drosseln (statt Nutzerbasiert) lassen sich simpel umsetzen und verringern die Last auf die Funkzelle und die eigene Infrastruktur wesentlich. Bei Videodiensten wie Youtube sorgt so eine Drossel dann auch dafür, dass die automatische Qualitätsanpassung eine geringere Bitrate wählt und so der gesamte Traffic den der Anbieter umwälzen muss sinkt*. Gut für den Anbieter!

Das Steam schnell ist liegt dann daran, dass Steam bei jedem Download die Daten von zig Servern liefert. Wenn man sich den Traffic mal anschaut den Steam verursacht sind da über den Downlaod eines ganzes Spiels ein gutes Dutzen Server beteiligt und oft sind es mindestens 3 gleichzeitig die liefern.



*Das ist ein wesentlicher Effekt, Videostreaming ist bei "normalen Nutzern" einfach mit größtem Abstand der größte Treiber für Traffic
 
Natürlich könnte man das tun. Müsste aber jederzeit damit rechnen das der Schwindel auffliegt und einem einen tierischen Schlag ins Genick verpasst. Die Verbrecher von VW können davon ein Lied singen.
 
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