Drucker verschiebt ganze "Farbblöcke"

YokoIOno schrieb:
Ich habe gestern die Patronen getauscht (zum ersten Mal keine originalen bei Amazon bestellt🧐)
Kann es daran liegen?
Ja.
Das Druckbild läßt auf falsch angesteuerte Düsen schließen.
Die befinden sich in den Druckköpfen.

Wenn Du die originalen Patronen noch hast, und hohe Kosten vermeiden willst. kannst Du sie selber nachfüllen.

Materialien:
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Man braucht:
  • 4 mal Canon-Nachfülltinte,
  • 4 Spritzen mit Kanülen,
  • einen oder zwei Patronenhalter,
  • Gummihandschuhe (die dünnen),
  • Patronenreiniger,
  • viel Küchenpapier,
  • noch mehr Geduld.

Tinte, Spritzen und Patronenhalter gibt es hier:

https://www.amazon.de/refill24-Nach...kerpatronen+pg-545&qid=1758101530&sr=8-6&th=1 .

Ich würde nichts billigeres nehmen, da besteht die Tinte meist nur aus minderwertigem Farbstoff und Wasser.
Diese Firma ist mir bekannt und bisher nicht negativ aufgefallen.

Literflaschen braucht man nur als Dauernachfüller, die 200 ml bei den Farben reichen für über 50 Füllungen.
Laut Canonverpackung sind in der Farbpatrone 9 ml drin, also 3ml pro Farbe.

Nachfüllen:
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Man wischt die Patronen mit Glasreiniger (niemals Leitungswasser) in Längrichtung trocken.
Niemals quer, da vermischen sich die Farben.

Dann geht man nach dieser Anleitung vor:
https://www.octopus-office.de/info/...-546-bauform/nachfuellanleitung-canon-cl-546/

Ich würde den Aufkleber auf den Patronen nicht komplett entfernen, sondern nur die Nachfüllöffnungen freilegen per scharfem Messer (Ecken hoch, Oberteil hoch).

Man sieht auf den Fotos so gewundene Muster - das sind die Druckausgleichskanäle.
Die bewirken, daß der Patroneinnendruck sich dem äußeren Luftdruck langsam angleicht.

Dazu gibt es Lufteinlässe, die man nicht verschließen darf.
Bei der CL 546 sehe ich nur einen zentralen Kanal, andere haben da mehr.

Deswegen ist der Aufkleber auch genau ausgerichtet und sollte nicht verschoben aufgeklebt werden.

Hebt man nur Teile ab, bleibt die generelle Ausrichtung der Papierkanten erhalten und die Lufteinlässe so halb geöffnet.

Beachte den 4-Patronen-Trick und wenn Du die Patronenerkennung ausschaltest, mußt Du per Düsentestmuster auf den Füllstand achten.

Mann kann die Patronen auch wiegen.
1 ml Tinte wiegt fast genau 1g (Wasser, ein bißchen Farbe und Flußmittel).
Aber bei einer Dreikammerpatrone ist das schwierig.

Gelb ist immer zuerst alle, also erkennt man das am Testausdruck.


Nachtrag:
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Drucke niemals mit leerem Farbtank.
Die Thermodrucker (alle außer Epson und Brother) drucken mit einer Heizung hinter den Düsen.
Da entstehen Temperaturen um die 200 °C.
Wird das nicht mit dahinterliegender Tinte gekühlt, können die Düsen abbrennen.

Mehrere nachgefüllte Patronen kann man mit den entsprechenden Halterungen aufbewahren.
Man sollte immer Gummistopfen vorn für die Düsen verwenden, da sie die Düsen abkapseln.
Bei Klebeband oder ähnlichem kann die Tinte kriechen und zum Beispiel Blau in Gelb reinlaufen.
Dann hat man schönes matschiges Grün und kein Gelb mehr im Tank.


Man darf die Schutzsiebe innen vor den Düsen in der Patrone auf keinen Fall durchstechen.
Dann bekommt die Kammer zu viel Luft und die Tinte läuft schnell aus.

Ich hoffe, ich habe Dich nicht verschreckt mit dem vielen Text.
Wenn man es ein paar mal übt, geht das auch. ;)

Ach ja, die bunten Finger gehen in zwei Tagen weg, wenn man sie mit Seife wäscht.
Ohne Waschen in 48 Stunden.
 
wuselsurfer schrieb:
Wenn Du die originalen Patronen noch hast, und hohe Kosten vermeiden willst. kannst Du sie selber nachfüllen.

bevor man das aber macht, sollte man sich aber erkundigen, ob das Nachfüllen mit den Patronen geht oder ob der Hersteller einen Chip eingebaut hat, der nach einer bestimmten Anzahl Druckminuten unwiderruflich sagt, das die Patronen leer sind, egal ob die noch zur Hälfte voll sind oder nicht. Und das ggf nicht nur elektrisch sagt, sondern gezielt gewisse Verbindungen durchbrennen lässt als Sperrmechanismus.
 
Habe mir heute originale Patronen besorgt. -Problem besteht weiterhin. Druckqualität ist nur wieder etwas besser geworden.
Habe die Datei dann von PDF nochmal in eine docx umgewandelt und siehe da: die Farbblöcke sind wieder an der richtigen Stelle. Scheint also an der PDF Datei zu liegen. :confused_alt:
 
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YokoIOno schrieb:
Scheint also an der PDF Datei zu liegen. :confused_alt:
Zerlegte Dokumente können auch eine Ursache sein.
Dann werden falsche Druckbefehle ausgelesen.

Prüfe mal die Datenträger:

Testen:
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https://crystalmark.info/en/software/crystaldiskinfo/ ,
http://www.hdtune.com/download.html (Screen "Benchmark"; durchlaufen lassen!) .


Prüfen und optimieren (Explorer)
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Rechtsklick auf Partition im Explorer - Eigenschaften - Tools - Prüfen ,
Rechtsklick auf Partition im Explorer - Eigenschaften - Tools - Optimieren .


Reparieren
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Eingabeaufforderung als Administrator - sfc / scannow
Eingabeaufforderung als Administrator - chkdsk c: /b
 
YokoIOno schrieb:
Habe die Datei dann von PDF nochmal in eine docx umgewandelt und siehe da: die Farbblöcke sind wieder an der richtigen Stelle. Scheint also an der PDF Datei zu liegen.
Uff na da mach vielleicht nächstes mal den üblichen Selbsttest-Ausdruck des Druckers, bevor's ins Forum geht. ;)
 
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@GrumpyCat Den habe ich mehrmals gemacht, zudem neu ausgerichtet und Düsen mehrmals gereinigt.
Nur weil der Selbsttest i.O. ist, heißt es immer noch nicht, dass der Drucker ordnungsgemäß funktioniert.;)
uff..aber danke dir
 
YokoIOno schrieb:
Beim Drucken fehlen entweder ganze Zeilen oder er verschiebt ganze Farbblöcke oder druckt etwas anderes als vorgegeben.
Da stand nix von "Selbsttest sieht aber in Ordnung aus".
 
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