DSGVO-komforme Cloud für Verein gesucht

blacksock schrieb:
kostenfreie Lösung
Na ja kostenfrei heist halt dass deine Daten verkauft werden ... mal ganz Polemisch gesprochen, falls die Laufenden Kosten einer Fremd gehosteten NC ein Problem sind ... Ein NAS Mit Festplatte kann sich über seine Nutzungszeit schon irgendwie rechnen, vor allem wenn größere Daten gespeichert werden müssen. 6 TB HDD kostet auf 4+ Jahre gerechnet vermutlich Weniger als 5 TB bei Hetzner mieten.
Bsp. hetzner: 16,89*12*4= 810,72
Eigenes NAS: ca 300€ + HDD ca. 150€. Plus eigenleistung für Installation und Instandhaltung (das funktioniert nur wenn sich jemand zumindest etwas für sowas verantwortlich fühlt.
Aber je nachdem wie viel man für Strom zahlt und ob man noch den Internetanschluss extra einbeziehen muss, kann das den preisvorteil schon wieder zunichte machen ... Hetzner zahlt halt sicherlich keine 30ct pro kWh Strom.

andererseits wenns wirklich nur wenig Daten sind und auch nur wenige darauf zugreifen müssen, könnte auch ein kostenloses Nextcloud Angebot ausreichen.
https://www.tcrserver.de/nextcloud
 
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Grundsätzlich würde ich ein eigenes Gerät benutzen, da die Kosten bei Hetzner und Co. langfristig höher sind.

Ich würde ein DXP2800 von Ugreen im Angebot für 250 € zzgl. 1 oder 2 NVMe aufgrund des Speicherplatzes empfehlen.

Wenn es aber noch günstiger sein soll, würde ich eher auf einen Tiny PC z. B. HP Elitedesk mini, Lenovo ThinkCentre M920q oder Dell Optiplex ausweichen. Diese Geräte mit der Intel CPU der 6th.- 9th Generationen werden zwischen 100 - 150 € mit Garantie verkauft. Zusammen mit 2 NVMe, SSD oder HDD je nach PC-Modell liegt man denn bei ca. 200 €. Die Leistung ist sogar höher als in vielen NAS, und der Stromverbrauch hält sich mit unter 10W aufgrund der Notebook-CPU in Grenzen. Die Geräte sind gerade mit dem Auslaufen von Windows 10 sehr günstig zu bekommen, da sie teilweise kein TPM verbaut haben. Das ist für ein Server OS auf Linuxbasis aber uninteressant und wird von vielen als Home Lab genutzt. Günstiger geht es nicht mehr.

Dazu ein NAS-OS der Wahl und ggf. Nextcloud. Die Frage ist eher, ob das OS die Rechte und Speicher nicht schon abbildet und auf Nextcloud verzichtet werden kann. Stromkosten, Internetkosten oder eigene Domain kommen noch extra, was aber zu vernachlässigen und nicht bereits vorhanden ist.
 
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snoogans schrieb:
und der Stromverbrauch hält sich mit unter 10W aufgrund der Notebook-CPU in Grenzen
Das ist aber nur die CPU im Leerlauf ... Eine Festplatte (Ob SSD oder HDD ist hierbei egal) hat im Idle auch ca 5W, ca 15 unter last, das Netzteil hat verluste und das MB lebt auch nicht von Luft alleine ... aufs gesamte System. Insgesamt würde ich über den Tag verteilt den aus der Steckdose gezogenen Strom eher bei ca 1kWh beziffern bei so einer Variante ... je nach Strom Vertrag kostet ein Tiny PC wie von dir beschrieben ca. 30ct Strom am Tag. Ein Nas wie z.B. Ugreen ist von der Verlustleistung mit 15-20W idle und ca 30-40W unter Last angegeben, was auf ein paar Jahre vermutlich schon den Mehrpreis gegenrechnet.
Ich würde bei so einem Nas mit einer Mischkalkulation mit ca. 0,6 kWh pro Tag rechnen

Daher auf die Jahre gesehen ergibt sich für bspw. 5-6TB Speicher folgende Rechnung (Annahme: 30ct Pro kWh 45W Mittelwert für Tiny PC, 25W für NAS)

Tiny PCNASHetzner 5TBHetzner 1TB
Initialkosten200 €450 €00
Jahr 1318,26515,7202,261,32
Jahr 2436,52581,4404,4122,64
Jahr 3554,78647,1608,04183,96
Jahr 4673,04712,8810,72245,28
Jahr 5791,30778,51013,40306,6
Jahr 6909,56844,201216,08367,92
Jahr 71027,82909,91418,76429,24
Jahr 81146,08975,61621,44490,56
Jahr 91264,341041,301824,12613,2
Jahr 101382,61107,002026,8613,2

Ignoriert wurde hierbei, jegliche Art von Inflation, Steigende Energiepreise etc.

Auch muss man berücksichtigen, dass selbst hochwertige NAS HDDs nicht unbedingt 10 Jahre durchhalten und irgendwann ersetzt werden müssen (Backups um Datenverlust zu vermeiden sind hierbei ebenfalls nciht berücksichtigt)

Alles in Allem zeigt die Tabelle jedoch, das bei nur ca 1.TB oder weniger, das Angebot von Hetzner unschlagbar ist, mit eigener Hardware die noch angeschafft werden muss. Andere Ersparnisse können sein, wenn der Verein Solarzellen auf dem Dach des Vereinsheims hat und daher keine 30ct pro kWh im Mittelwert zahlt.

Außerdem hat man mit eigener Hardware definitiv noch Administrativen Aufwand. Und je nach Internet Vertrag im Vereinsheim könnte der Upload schwierig werden oder die Ereichbarkeit (verbot von Port Forwarding o. Externe IP adresse etc) noch aufwändig oder Unmöglich werden. Ich denke hier auf eine Managed Nextcloud von Hetzner (oder einem anderen Anbieter) zu setzten sollte vermutlich die bessere Idee sein.

@snoogans wenn ich irgendwo einen Denk oder Rechenfehler gemacht haben sollte, kannst du mich gerne darauf hinweisen
 
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Echt klasse, welche Mühe sich hier gemacht wird die einzelnen Optionen zu vergleichen. Ein selbstbetriebener Cloudspeicher fällt aber raus. Das System muss aufgebaut, gewartet und administriert werden. Nicht jeder hat die Kenntnisse dazu und selbst wenn der aktuelle Vorstand diese Aufgabe an ein entsprechend versiertes Mitglied abgibt, wenn diese Person den Verein verlassen sollte oder einfach diese Aufgabe nicht mehr übernehmen möchte kommt es über kurz der lang zu Problemen.
Sofern das Paket CX22 von Hetzner es zulässt, dass ein Admin 3-4 verschiedenen Nutzern entsprechende Berechtigungen zuweisen kann (der Sportleiter muss z. B. keine Bankdaten einsehen können), dann wird es das wohl werden.
 
Ja Klar @blacksock man kann verschiedene Benutzer festlegen, die jeweils ihren eigenen Login haben und der Kassenwart kann dann da die Bankdaten haben und der Sportleiter die Teams aufteilen. Der Admin kann z.B. Ordner oder auch einzelne Dateien Ablegen und für andere Benutzer einsehbar oder sogar editierbar machen, das sollte alles problemlos möglich sein.

Es gibt auch Addons dass man eine Einfache Office Suite direkt in der Cloud betreibt (grob vergleichbar mit google Docs) sodass die Einzelnen Personen nicht mal die Dateien auf den PC runterladen müssen sondern direkt online bearbeiten können. Es gibt auch Apps für Win, Mac, Linux, IOS und Android um Dateien automatisiert zu Synchronisieren oder automatisch hochzuladen.
 
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n/a schrieb:
Jup, obwohl ich nicht wüsste ... was an ein paar Vereinsfotos, wo Leute vielleicht Bier trinken, so brisant sein sollte
https://www.nature.com/articles/s41591-018-0279-0
https://www.face2gene.com/publications/
Genetisch veranlagte Krankheiten und deren vererbbarkeit nur anhand von Gesichtsfotos fest stellen.

Wenn du die dystopische Antwort willst.

Die Firma die aus der Forschung Produkte baut arbeitet vor allem mit Krankenkassen zur tarifierung.
Das das funktioniert dürfte recht offensichtlich sein, denn es gibt im computer vision Bereich deutlich kompliziertere erkenner die funktionieren.
Eins der Probleme ist dabei das es natürlich auch false positives gibt. Nicht so extreme wie bei schwurbelnden LLMs, aber es sind halt prädiktive Modelle, die eine gewisse Wahrscheinlichkeitsverteilung haben.

Ich habe keine Lust random mehr für die Krankenkasse zu zahlen, Weil da ein muttermal an der falschen Stelle was im latent space eines Modells triggert. Ein Kuss mit meiner partnerin beim kegelklub die Krankenkasse und die Krankenkasse schaut schonmal ob da aus Liebe ein genetisches dumpster fire entstehen wird (mal maximal pessimistisch) und Tarifiert das entsprechend.

Ich finde den Standard den die gdpr bietet, dass solche prediktiven Modelle opt-in sind sehr gut.
Die zu schützen denen es wichtig ist, undvvor allem deren Überleben davon abhängt, hat imo Vorrang vor denen, denen es egal ist.
 
Ne, deswegen haben wir die dsgvo die uns bei korrekter Nutzung die Möglichkeit lässt selbst zu entscheiden welche technischen Dienstleistungen wir wie und von wem in Anspruch nehmen wollen
 
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Korrekt.
Darum ja dieser thread. Siehe Titel
 
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Du musst das anders sehen. Nahezu jedes deutsche Unternehmen nutzt die EU-Version von MS365 und sichert sich mit entsprechenden AV-Verträgen ab - diese stehen im Übrigen direkt zum Download bereit.

Damit bist Du rechtlich safe. Fertig, aus. Mehr musst Du nicht tun.
In die weitere Entscheidung sollte dann einfließen, dass man sich um Gottes Willen nicht selbst mit Hardware auseinandersetzen will und muss (Kosten!), und die Bedienbarkeit (nahezu jeder kennt sich mit Office aus).

Daher gibt es gar keine andere logische Lösung als MS365. Alles andere ist entweder teuer, rechtlich angreifbar, instabil oder vom Wald- und Wiesenhoster im Wuppertaler Keller betrieben.

Und nein, noch kein deutsches Unternehmen wurde gezwungen, MS365 rauszuwerfen.
 
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Wie man für einem Verein ein MS365 empfehlen kann ist mir ehrlich gesagt schleierhaft. Zumal die EU Data Boundary sich gerade erst in der Praxis bewähren muss, und nach wie vor Fragen offen bleiben.

Für einen DSGVO konformen Einsatz gibt es insbesondere für Nextcloud zahlreiche Anleitungen um Vereinen dies zu ermöglichen.
 
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Wenn man für einen Verein M365, Google oder ähnliches empfiehlt hat man

  • keine Ahnung
  • ist naiv
  • lebt in einer anderen Welt

anders ist das m . E. nicht zu erklären. Zur Not mal nach den Begriffen "EU Cloud Act" suchen
 
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Wir nutzen bei uns im Verein campai als Vereinssoftware, hauptsächlich für Mitgliederverwaltung, Platz- und Kursbuchungen und die Organisation von Ehrenamtlichen. Dort können unterschiedliche Nutzerrollen eingerichtet werden (z. B. Vorstand, Trainer, Admin), und jede Rolle bekommt individuell Berechtigungen, ähnlich wie bei Dropbox. LG
 
ifred schrieb:
Microsoft365, European Edition.

Vollkommen DSGVO-konform.
Wäre da nicht eine gewisse Gesetzgebung in den USA, die das ganze Lügen straft.
"Patriots Act" bzw. "Cloud Act"
ifred schrieb:
Auch wenn viele etwas anderes behaupten.
Ein Geisterfahrer? Blödsinn! Hunderte!
 
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Amerikanische Dienste können von jeder US Firma verlangen jegliche Daten, auch wenn sie im Ausland gespeichert sind, herauszugeben. Die Firma ist dabei zu Stillschweigen verpflichtet und darf nicht informieren. Allein das ist ein Nogo:

Hinzu kommt die Frage der Meta, Verbindungs und Bewegungsdaten. Wenn ich mich anmelde, eine Mail oder Datei verschicke oder z.B. in einer Gruppe an einer Videokonferenz teilnehme, fallen Daten an (wer, wer mit wem, von wo, wie lange etc) oder die Mail oder Datei wird zuerst über USA geroutet und EU ist lediglich Endspeicherort. Dabei werden immer persönliche Daten abgegriffen.

Hinzu kommt die offene Frage, wann kommt Schrems3. Diese Person hat bereits zweimal vor dem EuGH die Unrechtmäßigkeit der Verarbeitung persönlicher Daten in den USA oder durch US Firmen feststellen lassen. Wenn das wieder passiert (wovon ich mit Trump ausgehe) kann es sehr schnell passieren, dass man unter Zeitdruck von den US Anbietern weg muss.
 
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gea schrieb:
Amerikanische Dienste können von jeder US Firma
Noch hinzufügen, auch von deren ausländischen Töchteruntenehmen. Und nach US Gesetzen ist es bereits für alle diese Firmen strafbar, wenn sie sich durch E2E Verschlüsselung selbst davon aussperren. Auch dass kann dann schon Strafen nach sich ziehen.
 
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