E5-1620v2 vs. E3-1240v3

zorty

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Hallo zusammen,

ich möchte mir ein neues virtualisierungssystem bzw. gaming rig (aber eher sekundär) aufbauen.
Nun kann ich mich nicht enscheiden ob ich zum E3 oder zum E5 tendieren soll.
Preislich gesehen spielen beide in derselben liga. E5 hätte den Vorteil, dass ich auch RDIMM (nicht nur UDIMM) verwenden könnte und auch mehr als 32GB. Wobei mir 32GB momentan glaube ich für 3 parallel VMs reichen würden.
Zusätzlich hat der E5 einen höheren Grundtakt - aber auch eine höhere TDP. Da der E5 aber auf der "alten" Plattform basiert und zahlreiche neue Extensions (AVX2, TSI-NX, ..) nicht unterstützt bin ich jetzt etwas skeptisch ob das eine gute Wahl ist oder nicht. Siehe http://ark.intel.com/compare/75779,75462,75055. Außerdem hat der E3 den Speichercontroller auf dem Die, der E5 hat noch eine Ansteuerung mittels Quickpath. Ob der Controller bei den Xeons langfristig auch mit auf den Die wandert weiß ich nicht - und performance technisch gibt es ja noch keine Benchmarks zum E5 1620 v2 - oder ich habe zumindest keine gefunden.

Welche Plattform (1150 vs 2011) würdet ihr nehmen?
Kann evtl. jemand noch etwas zu den C2xx vs C6xx Chipsets sagen? Gibt es da Gründe den einen oder doch den anderen zu verwenden?
 
Mit dem E5-1620v2 kannst du keine RDIMMs verwenden.

Sockel 2011: Mehr als 32 GB RAM, 40 PCIe Lanes
Wenn davon für dich was relevant ist, dann nimm ein 2011 System. Wenn nicht, dann kannst du auch ein 1150er System bauen.
 
Plattform
1150 max. 32 GB (Haswell i5,i7 CPU mit Hyperthreading oder Xeon Haswell, PC-Mainboard H87, Z87 Chipsatz, UDIMM 4x 8 GB)
2011 max. 64 GB (Sandy / Ivy i7, PC-Mainboard mit X79 Chipsatz, UDIMM 8x 8 GB)

mehr Memory notwendig ->
Xeon Plattform, Server-Board, RDIMM Anzahl/Slots vom Mainboard abhängig, max. Einzelmodulgrösse (16 GB, 32 GB)

Plattform 1150 (Mainboard H87, Xeon CPU, 32 GB RAM) ist günstiger als Plattform 2012 (Mainboard X87, i7 CPU, 64 GB RAM).
Im Server-Bereich wird es dann schon entsprechend teuer :-(

Ja, in das ASUS Board können 8 Kingston ValueRAM LRDIMM 32GB verbaut werden, womit der max. Ausbau mit 8x 32 GB = 256 GB Memory erreicht wird (http://www.asus.com/Commercial_Servers_Workstations/Z9PAU8/#support_QVL).

Ach ja, und die CPU E5-1620v2 ist auch vom obigen ASUS Board unterstützt (http://www.asus.com/Commercial_Servers_Workstations/Z9PAU8/#support_CPU).
 
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zorty schrieb:
Wieso nicht? Der Memory Controller ist ja nicht in der CPU... wenn ich z.B. ein http://geizhals.at/de/asus-z9pa-u8-sockel-2011-90sb02i0-m0uay0-a840802.html hätte, müsste es doch gehen, nicht?

Nur mit einem E5-2600 oder E5-2600v2, sobald verfügbar und falls supportet. Und natürlich sitzt der Speichercontroller in der CPU! Die 1600er CPUs sind ja auch quasi nur i7 mit neuem Label, daher wird das nix mit RDIMMs.

Core i7/Xeon E5 + X79 = UDIMM ohne ECC
E5-1600 + C600 = UDIMM mit ECC
E5-2600 + C600 = RDIMM

Das entspricht Intels "You get what you pay for" Prinzip. Desktop, Entry Level Server/Workstation, Server/High End Workstation.
 
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lt. Intel ist aber
E5-1600 v2 Family bis 256 GB und
E5-2600 v2 Family bis 768 GB
definiert.

Soviel ich mich erinnere verkauft z. B. Dell auch Workstations mit E5-1620v2 und DDR3 RDIMM ...
 
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Das ist ja schön für Intel, wenn sie es so definieren :)

Mir wäre nicht bekannt, dass man mit einem 1600er Prozessor ein System mit 256 GB RAM auf die Beine stellen kann. Muss man ja aber auch nicht können, denn womöglich ist 256 GB sehr wohl das Maximum. Das heißt aber noch lange nicht, dass die dafür notwendige Hardware auch am Markt verfügbar ist.

Als die ersten SB CPUs samt Board kamen war auch von 32 GB die Rede. Blöd nur, dass die dafür notwendigen 8 GB UDIMMs zu der Zeit nicht verfügbar waren ;)

Die einzige Möglichkeit jetzt solche Systeme mit 256 GB RAM zu realisieren: Den Memory Controller der 2600er in den 1600ern nutzen. Ich bezweifel, dass das passiert, weil der Aufwand dafür zu groß wäre. Xeon UP waren schließlich schon praktisch immer umgelabelte Desktop CPUs.
256 GB ist im Moment eher das Maximum mit einer 2600er CPU auf einem Single Sockel 2011 Board, welches maximal 8 DIMM Slots hat. Da könnte man dann 8x32 GB mit LRDIMMs erreichen. Diese CPUs sind ja auch trotzdem mit 768 GB angegeben, weil das eben das Maximum ist was der Controller kann. Auf Dual 2011 Boards in größeren Formaten mit mehr DIMM Slots kann man das dann auch ausnutzen.

Soll heißen: Intel gibt die technisch theoretisch möglichen Maxima an, ohne Rücksicht auf praktische Machbarkeit!
 
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Aha, interessant :)
Also kann ich einen E5-1620 v2 auch nur mit UDIMM füttern - ggf. eben mit mehr als 32GB - sofern es denn DDR3 ECC RAM UDIMMs mit mehr als 8GB pro Modul geben würde.
 
Lenovo bietet den E5-16.. mit RDIMM an.
http://www.lenovo.com/shop/americas/content/pdf/system_data/s30_tech_specs.pdf

Also sollte es schon gehen.

Traurig genug daß man sich die Informationsschnipsel dazu zusammensuchen muß.

Aber du solltet dir erst mal klar werden wieviel RAM du benötigst und was du genau willst.
Weil momentan hat du teuer, teurer und ganz teuer im Angebot.

Weil wenn es bei 32GB bleibt brauchst du kein Server-System.
 
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Das erstaunt mich nun. Nach meinem Verständnis kann das nicht funktionieren. Und wenn diese Specs stimmen, dann verbauen die gerade bei den CPUs, die definitiv mit RDIMM umgehen können (E5-2620), UDIMM...:watt:

Mein E5-1620 auf den Supermicro X9 Boards läuft nicht mir RDIMM. Mein E5-2603 wiederum tuts auf den selben Boards natürlich mit RDIMM. Und was anderes würde ich eigentlich auch nicht erwarten.

edit:
http://shop.lenovo.com/ISS_Static/WW/EMEA/merchandising/pdf/de/S30_DS_DE.pdf

In diesem, anderen (:D), Datenblatt listet Lenovo NUR UDIMM als Zubehör für die S30 Systeme. Weiter unten steht dann was von RDIMM supportet, vielleicht bezieht sich das dann auf die Modelle mit E5-2620 CPU. Details dazu gibts aber nicht, auch keine Hinweis auf die vorkonfigurierten Modelle.
 
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Peiper schrieb:
Aber du solltet dir erst mal klar werden wieviel RAM du benötigst und was du genau willst.
Weil momentan hat du teuer, teurer und ganz teuer im Angebot.

Weil wenn es bei 32GB bleibt brauchst du kein Server-System.

Richtig. Wie bereits erwähnt reichen mir die 32GB - heute. Wie das in 2 Jahren aussieht weiß ich nicht. Abgesehen davon dass es da dann DDR4 geben sollte wäre es natürlich schön noch Erweiterungsmöglichkeiten zu haben. Und ob es dann 16GB-UDIMM-DDR3-Riegel gibt weiß ich ja auch nicht. Davon abgesehen hat noch keiner AVX2, TSX-NI kommentiert. Also Entwickler finde ich solche Erweiterungen ja immer total spannend - aber in einem real world scenario vermutlich(?) vernachlässigbar?...
 
Die 16GB Module sind schon in Arbeit.

Dann hättest du ja noch immer die normale Sockel 2011 Variante mit 64GB
Du müsstst dann halt auf ECC verzichten.

Oder eben das Server-Mainboard mit ECC-RAM.
Nur der RAM allein wäre schon 100€ Preisunterschied.
 
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Den Gedanken hab ich jetzt nicht durchschaut. 64 GB geht ja heute schon auf 2011 mit 8x8 GB UDIMM. Wenn man da ein C600 Board kauft, dann kann man auch ECC nutzen. In Zukunft sind dann 8x16 GB mit UDIMM möglich, je nach Plattform mit oder ohne ECC.

Zum Thema AVX: http://en.wikipedia.org/wiki/Advanced_Vector_Extensions

AVX sind halt die Vector Extensions bzw. AVX2 nur eine Erweiterung dazu. Die ganzen grundlegenden Features hättest du so oder so, es würden nur die AVX2 Erweiterungen fehlen. Ob dir das was bringt bzw. ob du merkst, wenn die fehlen? Tja, das weiß ich auch nicht. In vielen aktuellen Betriebssystemen ist es supportet und einige Compiler können das auch. Inwiefern das aber jetzt einen Unterschied macht, wenn man eine mit AVX/AVX2 kompilierte Applikation auf einer AVX CPU oder einer CPU ohne AVX laufen lässt, kann ich nicht sagen. Stark genutzt wird das wohl sowieso nur für wissenschaftliche/mathematische Berechnungen. Und die Raid Implementation im Linux Kernel profitiert performancemäßig davon. Hab ich da jetzt auch nur abgelesen, ist für mich auch reine Theorie.
Ich könnte im Moment nicht sagen, dass mir das auf meinem Sockel 2011 Hobel hier fehlen würde :D

TSX ist da schon interessanter, das ist die Hardware Implementation von Transactional Memory. Das hat Potenzial, imho das größte Potenzial im Bereich Arbeitsspeicher seit langem, aber noch spielt das kaum eine Rolle, zumindest für die meisten User. Dazu fehlt noch die Unterstützung in der breiten Masse, viele Core Haswells können das z.B. nicht. Die Xeons können es und es ist auch sehr sinnvoll, z.B. für Datenbanken. Aber die E3 CPUs sind jetzt auch noch nicht die richtigen Enterprise Mainstream CPUs, die in richtig großem Umfang genutzt werden. Das werden erst die Haswell-EP und die kommen nicht vor Ende 2014. Für dich dürfte TSX daher auch für die nächste Zeit keine Rolle spielen.

Man darf bei den ganzen CPU Erweiterungen nie vergessen, dass die ganze Software die auch nutzen muss. Sonst bringt das garnichts. Und gerade brandaktuelle Technologie wird selten sofort auf breiter Front unterstützt. Man denke nur zurück an die ersten Dual Core CPUs. Im Prinzip ja genau so eine Hardware Erweiterung und jetzt, ~8 Jahre später, ist multithreading für viele Entwickler scheinbar noch immer ein Fremdwort.
 
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Stimmt nicht ganz. TSX wird von allen nicht-k Core i5/i7 Haswells unterstützt.
TSX spielt nur bei paralleler Programmierung eine Rolle. Ich denke bei Virtualisierung eher vernachlässigbar, da dort verschiedene Prozesse unabhängig voneinander ablaufen.

AVX2 erweitert die AVX-Befehle um Ganzzahloperationen. Das ist vor allem für den Multimedia-Berech interessant. (Also Spiele, Audio- und Video-Bearbeitung)
 
Lunke schrieb:
Stimmt nicht ganz. TSX wird von allen nicht-k Core i5/i7 Haswells unterstützt.

Ne, da unterstützt eine ganze Latte kein TSX.

Habs, nur der Vollständigkeit halber, grad mal überflogen:

i7-4770K
i7-4770R

i5-4430
i5-4430S
i5-4440
i5-4440S
i5-4570R
i5-4670K
i5-4670R

Alle i3, Pentium, Celeron

Diese Modelle können alle kein TSX. Aber ich hab mal oben mein "alle" durch "viele" ersetzt.
 
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