Eigenbau-Router mit Topton N100

FatManStanding

Lieutenant
Registriert
Aug. 2021
Beiträge
761
Hi,

Modelle des Topton N100 (oder anderer Hersteller) sollen sich recht gut für einen Eigenbau-Router eignen. Soweit ich das sehe liegt der Stromverbrauch etwas über dem einer Fritzbox. Die meisten lassen sich wohl passiv kühlen. Es gibt die Möglichkeit mangelnde WLAN-Funktionalität über den M.2-Port nachzurüsten. Hier bin ich aber unsicher ob das auch ein "richtiges" WLAN eines Routers setzen kann. Der WLAN-Port soll ja im AP-Mode laufen. Gibt es da Beschränkungen wie Anzahl der Geräte, geringere Übertragungsgeschwindigkeit als bei richtigen Routern? Ich habe bisher lediglich herausbekommen, dass die gängigen Router-Software wie pfSense wohl Treiber-Probleme mit Realtek-WLAN haben aber besser mit Intel zusammenarbeiten.
 
Ein Router erstmal hat kein WLAN. Fritzbox und Co sind Multifunktionsgeräte bei denen verschiedene Sachen eingebaut/realisiert sind. Also beispielsweise sind Switch, Access Point, Druckerserver usw integriert, die aber nichts mit einem Router zu tun haben.
Da Router nichts mit diesen Funktionen selbst zu tun haben, wird auch übliche Software dafür mehr schlecht es recht nützlich sein.
 
Über so eine Lösung denke ich auch gerade nach, weil ich gerne IDS IPS hätte, aber das kochend heiße und/oder mit billigst Lüfter gekühlter Spielzeug von UniFi nicht möchte.
Du könntest doch ein Access Point dazu nehmen, dann hast du vernünftiges WLAN dazu.

Leider sind die Preise mit der "speicherkrise" fernab von Gut und Böse, hast du da ein gutes Angebot für ein passiv gekühlten N100 Router?
 
@OP Wenn du in Richtung All-in-One wie eine Fritzbox tendierst, wäre dann OpenWRT und deren Router One, die Banana Router Serie oder eins der umgeflashten Geräte interessanter?
 
Entweder der Eigenbau Router uebernimmt alle Funktionen oder ich lasse es. Noch zusätzlich einen Router hinzustellen halte ich für nicht sinnvoll. Mir gefallen die N100-Geraete weil es da viele mit 4 lan-ports gibt (teilweise sogar 2.5GB). Mein htpc und mein backup server laufen darüber.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Engaged
Flint 4 wäre auch noch All-in-One, wenn man mit 2 GB RAM auskommt bei dem was man am Ende machen möchte.

@FatManStanding hast du ein gutes Angebot mit 8GB ram z.b?

Gestern noch danach gesucht, aber Preise mit RAM sind ziemlich aggressiv, SSD habe ich hier noch fliegen, Riegel leider nicht.
 
Nein, ein konkretes Modell habe ich nicht. RAM habe ich noch da.

Das WLAN Problem scheint sich mit openwrt lösen zu lassen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Engaged
So selbst gebastelte Router mögen gut und nett sein. Hab ich auch eine weile gemacht.
Allerdings stell ich jetzt schon viele Jahre so lancom geräte auf und gut ist.
Etwas was mir besonders gefällt ist, ist das sich die oberfläche von dem Lanconfig in den Letzten Jahren nicht geändert hat. ist immer noch fast die gleiche als die Geräte noch Elsa hießen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Engaged
@FatManStanding Du hast da ein dickes Missverständnis bezüglich der Aliexpress N100 Boards mit den ganzen LAN Ports - der N100 SoC hat nicht genug PCIe Lanes, um all die Features direkt anzubinden - daher gibt es PCIe Switches, die brauchen Strom und können auch nicht zaubern, die Verbindung zum SoC bleibt ein Nadelöhr, wenn alles gleichzeitig läuft.

Hier ein Review eines ähnlichem Bretts: https://nascompares.com/review/topton-n100-10gbe-nas-motherboard-review-mw-n100-nas/

30W idle mit nur einer SSD, weder die mickrige PCIe3x1 Schnittstelle noch der 10GB Port (dürfte bei mehreren 2.5GB Port als Switch auch nicht anders sein) können voll ausgereizt werden.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Engaged
Die meisten, die so ein Topton Ding betreiben, haben dann meist für WLAN einen Access Point, da die meisten dann doch ein größeres Setup haben, weil es häufig ENthusiasten sind
Hatte auch mal so ein Ding im Betrieb, aber war mir am Ende zuviel Aufwand. Habe jetzt ein Unifi Fiber bei mir laufen, was mir die Funktionalitäten bietet, die ich bei der OPNSense genutzt habe
Ansonsten kann man im (englischen) Forum von Servethehome viel darüber nachlesen
 
Ich habe so ein n100 im Keller mit OPNSense, WLAN macht bei mir Unifi-Hardware.

CU
redjack
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Engaged
FatManStanding schrieb:
Noch zusätzlich einen Router hinzustellen, halte ich für nicht sinnvoll.
Vielleicht ein Missverständnis? Du schaltest den Router dann in den Modus Access-Point. Bzw. nimmst einen WLAN-Repeater im Modus Access-Point bzw. direkt einen WLAN-Access-Point. Oder meinst Du wegen Strom? Der extra Verbrauch ist gering, irgendwas um die drei Watt.
FatManStanding schrieb:
Machen wir es mal anders herum: Warum überhaupt einen Eigenbau-Router?
 
Dann stehen da ja 2 Geräte herum wo vorher eins war. Das ist schlicht unsinnig. Wenn man sowas umsetzt muss der Eigenbau-router auch die wlan-funktion übernehmen können. Man kauft ja auch keine 4 Autos, eins für jede Jahreszeit.
 
Du brauchst doch eh eine externe Antenne für deine m2 wifi Karte, dann würde ich eher so einen AP Pilz ala ubiquiti hin montieren und per Ethernet anschließen und hast keine Probleme mit Treibern usw.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Engaged
FatManStanding schrieb:
Dann stehen da ja 2 Geräte herum wo vorher eins war. Das ist schlicht unsinnig. Wenn man sowas umsetzt muss der Eigenbau-router auch die wlan-funktion übernehmen können
Wenn du das Ganze eh per OpenWRT realisieren willst, kauf dir doch einfach einen Gl inet Flint
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Engaged
FatManStanding schrieb:
Dann stehen da ja 2 Geräte herum wo vorher eins war. Das ist schlicht unsinnig.
Der Access Point kommt im normalfall an die Decke oder Wand.

Und ganz ehrlich willst du mit einer Laptop WLAN Karte dein ganzes Netzwerk versorgen?
Ich glaube ja nicht dass das so gut ist wie ein dedizierter AP.

Wie mein Vorredner schon sagt glinet wäre eine gute All-in-One anlaufstelle.

Und ein zweites Gerät hast du doch sowieso schon, du brauchst ja auch ein Modem. 😉
 
TL;DR: ein (gebrauchter) Router mit potenter CPU und OpenWRT-Installation inkl. Snort (IDS/IPS) ist das was du suchst.

FatManStanding schrieb:
Mir gefallen die N100-Geraete weil es da viele mit 4 lan-ports gibt (teilweise sogar 2.5GB). Mein htpc und mein backup server laufen darüber.

Zum Thema Bottleneck in der SoC-Verbindung und mangelnder WLan-Fähigkeit wurde ja schon was gesagt. Ich würde dazu noch erwähnen: solche Geräte mit mehreren Ports sind nice wenn man wahlweise verschiedene VLans/ getrennte Kabelnetze aufbauen möchte oder sowas wie Drucker oder eben Backup-Server/ Datenablage anbindet.

Im Gegensatz zu einem "richtigen"/ "ordentlichen" Switch oder Router mit seperatem ASIC welcher die Switch-Funktionalität mit minimalster Latenz und enormem Durchsatz ermöglicht muss dies bei einem umfunktionierten PC allerdings in Software gelöst/ emuliert werden und limitiert dabei (selbst bei ordentlicher Anbindung an die CPU) den maximalen Durchsatz, erhöht den Stromverbrauch und erzeugt zusätzliche Latenz. Wenn du bspw. im Heimnetz mit deinem HTPC oder Laptop von deinem Hauptrechner Games streamen möchtest o.ä. macht das den Unterschied zwischen "ich merke quasi keine Latenz" zu "schnelle Spiele sind unspielbar" aus.

Wenn du wirklich nur ein Gerät haben möchtest kommst du um eine spezialisierte Lösung mit Modem (sonst bleibt dein Router sowieso als Zweitgerät), potenter CPU (N100 gehört dazu, iwelche Uralt-ARM eher nicht) und dedizierten Switch-ASIC nicht herum. Klingt teuer, kann aber effektiv auch einfach ein gebrauchter 30€-Router sein auf dem du OpenWRT installieren kannst, mit einer potenten ARM-CPU kannst du bei OpenWRT per Snort sowohl IDS als auch IPS (braucht dann ordentlich CPU-Leistung) laufen lassen.

Wenn du nicht nur den Incoming/ Outgoing Internet-Traffic sondern auch das interne Netz mit IPS versorgen möchtest brauchst du allerdings sowieso ein zweites Gerät, bei 2,5GBit und mehr als einer Verbindung schafft das vermutlich weder der N100 noch die meisten ARM-Chips
 
Telekom MagentaZuhause
Zurück
Oben