eigene NAS erstellen

hazir

Cadet 4th Year
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Dez. 2013
Beiträge
98
Hallo zusammen,

ich möchte mir eine NAS bauen und wollte fragen, ob die Hardware überdimensioniert wäre? und mir vielleicht doch eine SoC mit Intel Celeron N3150 ausreichen würde...

Was ich damit vorhabe:
Ich möchte alle meine Daten auf die NAS hochladen und von verschiedenen Endgeräten wie Smartphones, Tablets etc. zugreifen/abspielen

Der Grund weshalb ich mich für ein eigene Zusammenstellung entschieden habe ist, dass ich damit ein leistungsstärkeres System bekomme, im Gegensatz zu einer QNAP251+ oder Synology D216 Play und das so gut wie zum selben Preis.. Und ich bin unabhängig von der Herstellersoftware.

1 Intel Core i3-6100, 2x 3.70GHz, boxed (BX80662I36100)
1 Corsair ValueSelect SO-DIMM Kit 8GB, DDR3-1066, CL7 (CM3X8GSDKIT1066)
1 ASRock H110TM-ITX (90-MXB230-A0UAYZ)
1 Jou Jye Computer ENP-200 200W Mini-ITX

Ich dachte auch an eine SoC Intel Celeron N3150, wenn das natürlich von der Leistung her ausreichen sollte.
 
Hi,

muss / soll die NAS mit den Daten noch etwas anderes machen außer bereitstellen? Also z.B. Videos on the fly transcodieren für verschiedene Endgeräte?

Und ich bin unabhängig von der Herstellersoftware.

du hast aber im Umkehrschluß eben auch keine Software! Das solltest du Bedenken! Gerade QNAP und Synology haben sehr ausgereifte und umfangreiche Möglichkeiten mit ihrer Software

VG,
Mad
 
Erstens dein RAM ist falsch rausgesucht.
Du brauchst DDR4 - 2133!

Ich selber nutze ein DS215j und kann mich nicht beklagen.
Software ist super und immer aktuell.
Es ist praktisch und klein.

Ich würde, wenn ich selber ein NAS bauen würde, gleich auf RAID5 Konfiguration setzen.
 
die NAS muss eig. nicht transcodieren, weil meine Endgeräte so gut wie alles abspielen können und ich keine besonderen Formate habe.

Ja, aber ich denke, dass mit einer opensource software auch gut bedient wäre...
 
Hast aber mehr Platz und mehr Verbrauch!

Nutze lieber eine DS oder Qnap-Äquivalent und freue dich über perfekt abgestimmte Systeme inklusive Software.

Hast du dich schon einmal genauer mit NAS beschäftigt? YouTube oder Erfahrungsberichte gelesen?
 
Mir fällt eigentlich nur ein Szenario für ein reines NAS ein be welchem Selbstbau sinnvoll ist: zfs und deswegen Hardware mit ECC.
 
Ja, und sehe keine Nachteile. Ich kann auch die selbe Hardware von QNAP oder Synology bauen und hätte wahrscheinlich nur einen Nachteil, dass das Gehäuse nicht so Kompakt wäre...
 
Auch ohne ZFS ist ECC, wenn schon möglich Pflicht. Gerade bei den ganzen Software RAIDs. Gut geplant und gebaut ist man auch sparsamer als ein Synology oder Qnap (siehe Sig), aber die Software bleibt ein Gefrickel. Wenn man Lust und Zeit hat gerne, aber sonst? Nutze daher Xpenology, aber das ist auch bei jedem Update eine Zitterpartie, ob es noch läuft.
Und defntv nicht zu empfehlen, wenn auch aus dem Internet zugegriffen werden soll, da ea nicht selten zu Verzögerungen bei den Majorupgrades kommt, bis die Community einen Lader gebaut hat. (Die Lizenz von DSM spricht nichz gegen eine solche Verwertung wie bei Xpenology).

Bei der Hardware könnte man auch zu einem HP Microserver Gen8 greifen. Nur ist der nicht so ganz effizient im Leerlauf. Dafür sehr kompakt.

PS: Bevor der nächste Mod kommt: Es gibt einen angepinnten Sammelthread als Kaufberatung für NAS.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es kommt drauf an, was du mit dem NAS machen möchtest.
Wenn es reine Datenbereitstellung sein soll, dann reicht ein Celeron sicherlich aus. Selbst ein paar
Dienste bringen den jetzt nicht komplett aus der Bahn.

Natürlich ist ein Out-of-the-Box NAS als Synology und QNAP oder Zyxel in niedriger Preisklasse ebenso nutzbar, die Geräte sind halt genau auf das was sie tun sollen abgestimmt.

Wichtig ist dem Zusammenhang immer eine Backup-Strategie.
Aus meiner Sicht, durch eigene Erfahrung, viel wichtiger als eine NAS Planung.
 
hazir schrieb:
Ich kann auch die selbe Hardware von QNAP oder Synology bauen und hätte wahrscheinlich nur einen Nachteil, dass das Gehäuse nicht so Kompakt wäre...

Es gäbe da das Banana Pi. Bietet sogar im Vergleich noch bessere Hardware und Ausstattung als das Synology. Ist halt was für Bastler.
Als NAS OS nimmt man dann zB OpenMediaVault.
 
NAS selbstbauen? Dann mit ECC Support. Softwareseitig geht praktisch alles, je nach Anwendungsfall.

Als reines NAS OS fallen mir FreeNAS und OpenMediaVault ein, wobei FreeNAS das umfangreichere der beiden ist.

RAID: bevor du ein RAID aufbaust, lies dich bitte gründlich in die Materie ein, hier kann auch viel schief gehen. Generelle Empfehlungen bei RAID: Controllerkarte nutzen oder reines Softwareraid. Boardeigene Lösungen via UEFI sind auch nur Softwarelösungen, die aber weniger einfach auf andere Hardware migriert werden können. Softwareseitig gibt es einige gute Lösungen, ZFS und unRAID fallen mir spontan ein.

Stromverbrauch: Wird höher ausfallen als bei einem fertigen NAS-System. Allerdings hat man hier Einiges an Sparpotential, so dass man immer noch vernünftige Verbrauchswerte erreicht. Z.B. Platten im IDLE abschalten, System im Standby oder Ruhemodus und dann via WakeOnLan bei Bedarf hochfahren, Deaktivieren von ungenutzten Features des Boards (z.B. SoundChip), Undervolting.

Und wenn man das alles mal im Kopf durchgegangen ist, dann sollte man sich außerdem noch fragen, wieviel Platz man benötigt und wie schnell dieser voll sein wird. Stichwort Erweiterbarkeit. Reichen die SATA Ports des Boards aus? Brauchst du evtl. in der Zukunft mehr? Passt das ins Gehäuse?
Ich mein, rein vom von Dir gewählten Board gehen ja nur 2xSATA und eine mSata SSD. Und ohne PCI-E Slot ist da auch nicht viel mit Erweitern. Sprich den größten Vorteil eines Selbstbau-NAS verschenkst du damit ja bereits: kostengünstige Erweiterbarkeit.
 
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