Eigener Chef erpresst und unterstellt sachen in verbindung mit Kündingung

auf der trinkgeldkasse steht ein Zettel das man etwas rausnehmen darf aber es wieder reintuhen muss.
 
Auch wenn das Geld nicht der Geschäftsleitung gehört, kann sie Anzeige erstatten. Fraglich ist aber, wer Strafantrag stellen darf - der dürfte bei diesem geringen Wert erforderlich sein.

Grundsätzlich handelt es sich auch um Diebstahl, wenn das Geld unberechtigt, dh ohne Wissen und Wollen der weiteren Eigentümer, genommen wurde. Man kann allenfalls darüber reden, ob die subjektive Seite nicht erfüllt ist: wenn ich ein Buch "stehle", aber von Anfang an vorhabe, es gleich morgen zurückzugeben, handelt es sich nicht um Diebstahl - bei Geld könnte ich mir vorstellen, dass man eine vergleichbare Ausnahme macht. Streng genommen muss man natürlich festhalten, dass wohl kaum dieselben Geldstücke zurückgeführt werden sollen.

Das Verhalten könnte trotzdem straffrei sein, wenn man zugunsten des "Täters" einen Irrtum annimmt. Hält man den Irrtum für vermeidbar, kommt weiterhin eine mildere Würdigung in Frage.

Alles in allem würde ich, wenn das Kind auch schon in den Brunnen gefallen und meine Weste sonst rein ist, die strafrechtliche Seite nicht allzu sehr fürchten.
 
Wobei ne Anzeige nach meinem Verständnis nur gegen den Chef geht. Das Gericht bekommt die Leitung wegen einer Falschaussage dran. Ich würde so schnell es geht die Aneige in die Wege leiten und auch sofort drauf bestehen das die Aufnahmen sichergestellt werden. Wobei da dann vermutlich der Chef mit "hab ich gelöscht" kommen wird.

Aber das soll dir besser ein Profi und nicht ich als Laie beantworten was die sinnvollste Herangehensweise ist.
 
Ja aber Moment - die Trinkgeldsache is ja mehr oder weniger unabhängig von dem nicht bezahlten Gehalt so gesehen.

auf der trinkgeldkasse steht ein Zettel das man etwas rausnehmen darf aber es wieder reintuhen muss.
Davon würd ich auf jeden Fall schonmal UNAUFFÄLLIG n Foto machen.
Aber warum unterschreibst Du dann son scheiß? Da kann man Dir doch nix vorwerfen!

Es geht ja darum das der TE nen Geldeingang bestätigt hat, der nicht stattgefunden hat.
Wie gesagt im schlimmsten Fall hat der Chef alles entsprechend "verbucht".
Dann würd ich an seiner Stelle ne "Gegenklage" machen.
Hat er das nich, macht sich der TE mMn ner Steuerhinterziehung mitschuldig.
Wie gesagt ne Erpressung is ja nirgendwo dokumentiert.
Die Kameras zeigen wie sich Leute unterhalten und ne Geldempfang quittiert wird.
Wie die Dame sich un verhält weiß man nicht. Da sie aber bei der "Erpressung" stillschweigend daneben gestanden hat, seh ich da aber eher schlechte Karten.

Aber nimm die 100 Flocken in die Hand und geh zum Fachanwalt!!
 
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U-L-T-R-A schrieb:
Davon würd ich auf jeden Fall schonmal UNAUFFÄLLIG n Foto machen.
Aber warum unterschreibst Du dann son scheiß? Da kann man Dir doch nix vorwerfen!

Bin doch gekündigt und habe natürlich auch Hausverbot bekommen kann daher kein Foto von machen.
 
Dann schick n Kumpel hin der n Foto macht, oder is die Trinkgeldkasse nich offen vom Kundenbereich einzusehen?
Ideralerweise gehen 2 Leute. Einer lässt sich was geben wo der Kassierer weiter weg davon is bzw sich umdrehen muß um unten z.B ne Schachtel Kippen rauszukramen und der andere macht schnell n Foto.

Wie wurde die Kündigung denn begründet? Mit dem "Diebstahl"?
Das könnte man dann ja ggf anfechten - wobei ich in som Laden nich mehr arbeiten wollen würde, aber vll kann man unabhängig von dem unterschlagenen gehalt ne Abfindung oder so rausschlagen.

Aber dann haste ja nun Zeit - ab zum Anwalt!
 
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U-L-T-R-A schrieb:
Dann schick n Kumpel hin der n Foto macht, oder is die Trinkgeldkasse nich offen vom Kundenbereich einzusehen?
Ideralerweise gehen 2 Leute. Einer lässt sich was geben wo der Kassierer weiter weg davon is bzw sich umdrehen muß um unten z.B ne Schachtel Kippen rauszukramen und der andere macht schnell n Foto.
die trinkgeldkasse ist eher versteckt. aber die mitarbeiten würden denk ich im Falle eines Falles aussagen das es so ist und alles bestätigen. es sei denn der Chef erpresst sie in der Hinsicht auch
 
1) Ob es sich um Diebstahl handelt ist fraglich.
2) Es gibt kein "Aussage gegen Aussage".

Letztlich hängt dein weiteres Vorgehen von vielen Faktoren ab, z. B., wie viel Stress du dir geben kannst in Verbindung damit, wie viel dir das "verlorene" Geld bedeutet.


Grundsätzlich ist ein Anwalt, der auch bei der Anzeigeerstattung anwesend ist (und in jedem Gespräch mit der Polizei!), zu empfehlen.
 
@Idon
Aber dann nehmen wir die Trinkgeldkasse einfach mal raus.
Weil selbst bei unrechtmäßiger Entnahme hätte der TE nach meinem Verständnis Anrecht auf das Geld für seine geleistete Arbeit.
Darum gehts dem TE zumindest so wie ich das vertehe
Ob und wie man das nun durchsetzt bzw was man wie anzeigt, soll der Anwalt machen.
Ob man dann ggf die Kündigung auch noch anfechten kann sagt der Dir dann auch gleich.

Aber ich irgendwie das Gefühl, da liegt noch was im argen.
Weil wenn es so auf der Trinkgeldkasse steht, was hat man dann zu befürchten?
Wenn mein Chef so ankommen würde würd ich ihn auf das Schild hinweisen und die Sache is durch (sicherheitshalber noch schnell n Foto, nich das das Schild plötzlich weg is).
 
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Es geht hier ja nicht um das Trinkeld sondern um die Unterstellung er hätte aus der Tankstelle selbst öfters was mitgehen lassen und das er das auf Video hat.
 
@ZeT
Das is aber vermutlich nirgendwo dokumentiert und im Endeffekt (wenns nich der Kündigungsgrund war) egal.
Es wurde ja keine Anzeige erstattet.
Es geht eher darum das der TE unterschrieben hat sein Geld zu bekommen, was aber nicht der Fall war.
 
Der Grund weshalb er es nicht bekommen hat war doch die Aussage vom Chef das "er eine Anzeige wegen Diebstahl aufgibt wenn er nicht auf das Gehalt verzichtet".

Wenn er jetzt vor Gericht zieht um seine Unterschrift zurückzuziehen, dann müsste das ja im Umkehrschluss zu einer Anzeige des Chefs gegen ihn führen. Im Endeffekt hat der TE auf sein Gehalt verzichtet um der Anzeige aus dem Weg zu gehen. Anscheinend hat der Chef ja die Leitung als Zeuge das der TE freiwillig auf sein Gehalt verzichtet.
 
Diese "Begründung" hat er aber wohl nicht unterschrieben (ka wir wissen nich was auf dem Zettel stand).
Wenn - so wie es sich jetzt darstellt - die Entnahme rechtmäßig war, gäb es ja keine Grundlage für ne Erpressung.
Aber kA kommt halt drauf an was er unterschrieben hat und ob ggf der Diebstahl in der Kündigung auftaucht.
Für mich stell es sich so dar, er hat eingewilligt das Gehalt bar zu bekommen.
MWn komisch aber halt wenn Abgaben geleistet wurden (was wir nicht wissen) nicht strafbar.

Im Endeffekt hat der TE auf sein Gehalt verzichtet um der Anzeige aus dem Weg zu gehen.
Nein, er hat nicht verzichtet! Er hat abgenickt, dass geld bar zu bekommen (was aber nicht erfolgt ist).

Also bleibt einzig der Streitfall Geld bekommen, ja oder nein? Bzw warum wurde gekündigt, kann man das ggf anfechten.

Aber wie gesagt das soll n Fachanwalt machen ;)
 
Was steht denn überhaupt in der Kündigung? Warum wurdest du offiziell gekündigt?

Wegen Diebstahl? Muss da dann nicht auch eine entsprechende Anzeige vorliegen? Diese hat aber auch doch dein Chef nicht erstellt, weil du den Zettel unterschrieben hast.
 
war gerade bei der Polizei. sind zusammen hingefahren weil die stationsleitung noch da war da die Polizei angerufen hat und mit ihr telefoniert hat. dort angekommen war sie dann weg und meinte dann beim erneuten Anruf das sie Einkaufen wäre. kurze Zeit später noch ein Telefonat wo sie dann sagte sie hätte Feierabend und fährt nun nachhause. auf der Nachfrage der Polizei für die Video Überwachungs Videos hieß es dann nur die kameras wären kaputt. beim Telefonat wurde die von der Polizei gefragt ob ich denn das Geld erhalten hätte und sie hat natürlich gelogen und gesagt ich hätte es bekommen obwohl es nicht stimmt. einfach Lächerlich und das von einer Shell Tankstelle! bleibt mir nichts anderes übrig als den Weg über den Anwalt eine Anzeige zur erstatten
 
Naja nun sind se gewarnt, können ggf Beweise entsorgen bzw Aussagen absprechen.
Du hättest erst den Anwalt einschalten sollen!
 
er hat mich gezwungen das ich selbst kündigen fristlos und das ich angeblich das Geld bar erhalten habe....
 
Ja, aber was du unterschrieben hast? Auflösungsvertrag? Quittung mit der Summe die du angeblich erhalten hast?

Zumindest hat sich die Stationsleitung schon mal mit Unstimmigkeiten erkenntlich gezeigt. Chef sagt "hab alles auf Video" und sie sagt "Cam is kaputt". Und das auch noch zur Polizei. Könnte für dich sprechen.

Egal, sofort zum Fachanwalt und keine Zeit verschwenden. Wenn sich der Grüne noch an die Aussage "Cam putt" erinnert zieht bei Bedarf auch das mögliche Argument des Chefs "Band gelöscht" nicht.

Vertrödel keine Zeit, denn mir scheint das dir die Kohle nicht wirklich egal ist.
 
Ich denke es sieht eher schlecht für dich aus. Zwei Leute behaupten du hättest das Geld erhalten und haben als Nachweis noch deine Unterschrift. Du bist alleine und ohne einen Beweis.
Solange sich die beiden nicht verplappern, hast du sehr schlechte Karten. Denn Erpressung ist eine Straftat. Bei Straftaten gilt, unschuldig bis zum Beweis der Schuld.

Das wirste mit hoher Wahrscheinlichkeit als Lehrgeld abhaken müssen. Zukünftig nie etwas einfach unterschreiben.
 
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