Bono35
Commander
- Registriert
- Juli 2015
- Beiträge
- 3.021
Moin zusammen!
Ich habe auf meinem System ein reproduzierbares Problem mit dem Idle-Verhalten der CPU nach Grafik-Last bzw. nach einem Wechsel des Windows-HDR-Status.
Kurz zum System:
Ich nutze einen Ryzen 9 7900X auf einem ASUS ROG Strix B650E-E Gaming, eine RTX 4070 (Treiber 591.86) und Windows 11.
Als Hauptmonitor verwende ich einen AOC Q27G3XMN (2560×1440, 180 Hz, Mini-LED, HDR). Zusätzlich ist ein zweiter 1440p-Monitor mit 165 Hz angeschlossen.
Das Problem äußert sich so:
Nach dem Beenden eines Spiels oder auch nach der Nutzung von GPU-beschleunigten Anwendungen (z. B. VEGAS Pro) geht die CPU nicht mehr in den tiefen Idle-Zustand zurück. Ein einzelner Core wird regelmäßig kurz aufgeweckt (Effective Clock ca. 200 MHz) und die Core-Spannung bleibt erhöht. Der VCore liegt dann typischerweise bei etwa 1,02 V bis über 1,08 V, statt wie im normalen Idle bei ca. 0,8–0,9 V.
Das Verhalten lässt sich auch ohne Spiel reproduzieren:
Allein das Ein- oder Ausschalten von Windows-HDR auf dem Desktop reicht bereits aus, um den Zustand auszulösen.
Wichtig dabei:
Es handelt sich nicht um echte CPU-Last. Die Kerne bleiben kühl (Core-Temperaturen um ca. 30–35 °C), nur das Package liegt im betroffenen Zustand ein paar Grad höher.
Weitere Beobachtungen:
– Das Problem ist stark zustandsabhängig und hängt offensichtlich am Grafik-/Display-Pfad.
– Es tritt sowohl mit dem Hauptmonitor als auch mit dem Zweitmonitor auf.
– Das Deaktivieren von G-SYNC ändert nichts.
– Ein Treiber-Reset (Win + Strg + Shift + B) behebt den Zustand nicht.
– Ein kompletter Neustart stellt den korrekten Idle-Zustand immer wieder her.
– Wenn Windows-HDR deaktiviert ist, reicht in vielen Fällen ein Ab- und wieder Anmelden am Benutzerkonto, um den Zustand zurückzusetzen nach 3D/GPU-Last.
– War HDR aktiv oder wurde HDR zuvor umgeschaltet, hilft Abmelden oft nicht mehr – dann ist ein Neustart nötig.
Zusätzlich ist mir aufgefallen:
Wenn das Problem aktiv ist und ich die Bildwiederholrate des Monitors von 180 Hz auf 120 Hz reduziere, wird der Effekt abgeschwächt. Der VCore sinkt dann auf etwa 0,9 V, allerdings bleibt weiterhin ein Core, der periodisch aufgeweckt wird. Das deutet für mich darauf hin, dass der zugrunde liegende Zustand weiterhin aktiv ist, nur mit geringerer Aktivität.
In LatencyMon taucht während des betroffenen Zustands überwiegend der NVIDIA-Treiber (nvlddmkm.sys) als aktiver Verursacher von DPCs auf.
Für mich sieht das Ganze nach einem Treiber- bzw. Windows-Grafik-Stack-Problem (WDDM / DWM, insbesondere im Zusammenhang mit HDR-State-Wechseln) aus und nicht nach einem Defekt der CPU oder einem allgemeinen Energie-/BIOS-Problem.
Mich würde interessieren, ob noch jemand ein ähnliches Verhalten beobachtet hat – insbesondere in Verbindung mit Windows-HDR, hohen Bildwiederholraten und Ryzen-7000-Systemen.
Ich freue mich auf Eurer Feedback und Eure Erkenntnisse. Das Problem habe ich bereits als Bug bei Nvidia und MS gemeldet. Es ist sicherlich nicht gravieren - aber ärgerlich.
Ich habe auf meinem System ein reproduzierbares Problem mit dem Idle-Verhalten der CPU nach Grafik-Last bzw. nach einem Wechsel des Windows-HDR-Status.
Kurz zum System:
Ich nutze einen Ryzen 9 7900X auf einem ASUS ROG Strix B650E-E Gaming, eine RTX 4070 (Treiber 591.86) und Windows 11.
Als Hauptmonitor verwende ich einen AOC Q27G3XMN (2560×1440, 180 Hz, Mini-LED, HDR). Zusätzlich ist ein zweiter 1440p-Monitor mit 165 Hz angeschlossen.
Das Problem äußert sich so:
Nach dem Beenden eines Spiels oder auch nach der Nutzung von GPU-beschleunigten Anwendungen (z. B. VEGAS Pro) geht die CPU nicht mehr in den tiefen Idle-Zustand zurück. Ein einzelner Core wird regelmäßig kurz aufgeweckt (Effective Clock ca. 200 MHz) und die Core-Spannung bleibt erhöht. Der VCore liegt dann typischerweise bei etwa 1,02 V bis über 1,08 V, statt wie im normalen Idle bei ca. 0,8–0,9 V.
Das Verhalten lässt sich auch ohne Spiel reproduzieren:
Allein das Ein- oder Ausschalten von Windows-HDR auf dem Desktop reicht bereits aus, um den Zustand auszulösen.
Wichtig dabei:
Es handelt sich nicht um echte CPU-Last. Die Kerne bleiben kühl (Core-Temperaturen um ca. 30–35 °C), nur das Package liegt im betroffenen Zustand ein paar Grad höher.
Weitere Beobachtungen:
– Das Problem ist stark zustandsabhängig und hängt offensichtlich am Grafik-/Display-Pfad.
– Es tritt sowohl mit dem Hauptmonitor als auch mit dem Zweitmonitor auf.
– Das Deaktivieren von G-SYNC ändert nichts.
– Ein Treiber-Reset (Win + Strg + Shift + B) behebt den Zustand nicht.
– Ein kompletter Neustart stellt den korrekten Idle-Zustand immer wieder her.
– Wenn Windows-HDR deaktiviert ist, reicht in vielen Fällen ein Ab- und wieder Anmelden am Benutzerkonto, um den Zustand zurückzusetzen nach 3D/GPU-Last.
– War HDR aktiv oder wurde HDR zuvor umgeschaltet, hilft Abmelden oft nicht mehr – dann ist ein Neustart nötig.
Zusätzlich ist mir aufgefallen:
Wenn das Problem aktiv ist und ich die Bildwiederholrate des Monitors von 180 Hz auf 120 Hz reduziere, wird der Effekt abgeschwächt. Der VCore sinkt dann auf etwa 0,9 V, allerdings bleibt weiterhin ein Core, der periodisch aufgeweckt wird. Das deutet für mich darauf hin, dass der zugrunde liegende Zustand weiterhin aktiv ist, nur mit geringerer Aktivität.
In LatencyMon taucht während des betroffenen Zustands überwiegend der NVIDIA-Treiber (nvlddmkm.sys) als aktiver Verursacher von DPCs auf.
Für mich sieht das Ganze nach einem Treiber- bzw. Windows-Grafik-Stack-Problem (WDDM / DWM, insbesondere im Zusammenhang mit HDR-State-Wechseln) aus und nicht nach einem Defekt der CPU oder einem allgemeinen Energie-/BIOS-Problem.
Mich würde interessieren, ob noch jemand ein ähnliches Verhalten beobachtet hat – insbesondere in Verbindung mit Windows-HDR, hohen Bildwiederholraten und Ryzen-7000-Systemen.
Ich freue mich auf Eurer Feedback und Eure Erkenntnisse. Das Problem habe ich bereits als Bug bei Nvidia und MS gemeldet. Es ist sicherlich nicht gravieren - aber ärgerlich.