Modding Einfache Analoge Temperaturanzeige ohne Microcontroller

pleio

Ensign
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Hi,

Ich wollte nur kurz meinen kleines Modding vorstellen für eine ganz einfache Umsetzung einer analogen Temperaturanzeige ohne Microcontroller oder ähnliches. Vielleicht kann ja der ein oder andere es für sein CaseMod gebrauchen :)


Was war die Idee?
Eine Analoge CPU-Temperaturanzeige im Schreibtisch um meine externe Customwasserkühlung im Auge zu behalten ohne immer rüber schauen zu müssen oder irgendwelche Overlays im Game zu haben.

Umsetzung
Man benötigt:
  • Analoges Voltmeter (0-10V)
  • Stromkabel
  • kaputten Lüfter oder halt irgendwas wo man sich den Lüfteranschluss für das Mainboard abmachen kann.
1. Das Stromkabel mit dem Voltmeter und dem Lüfteranschluss am Mainboard verbinden (Habe bei mir den CPU Fan genommen).
2. Im Bios den Lüfteranschluss von PWM auf DC umstellen.
3. Lüfterkurve in der Software so einstellen das die Volt, welche auf den Anschluss gegeben werden, mit der Temperatur übereinstimmen.

Klar ist das nicht auf das einzelne Grad genau aber das ist ja auch nicht der Sinn der Sache. Ich will wissen ob ich bei 25° rumdümpele, 45-50° beim spielen habe oder aber höher bin und da irgendwas nicht richtig ist :)
(Ergänzung: Genauigkeit im relevanten Bereich 20-60° um die 2-3°)

Kosten liegen je nachdem was man kauft oder eh noch da hat ~5-10€.

Beispiel für das Voltmeter:
Voltmeter.jpg


Fertige Umsetzung im Schreibtisch (mit verrosteter Blende):
Was noch kommt ist eine Lampe dahinter zur Beleuchtung und eventuell tausch ich irgendwann das Display gegen eines aus bei welchem statt Volt Temperatur steht aber für mich passt das so erstmal. 2 Volt sind 20°, 4 Volt 40° usw...
fertig.jpg


PS: Dies ist mein erster Modding Beitrag. Hoffe er ist hier richtig und passt von den Informationen her.
 
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Eigentlich eine recht coole Idee, finde ich!👍

Zwei Verbesserungsvorschläge:

  1. Ein Voltmeter mit kleinerem Messbereich nehmen, und mit einem einstellbaren Spannungsteiler kombinieren. So kannst Du die volle Skalenbreite nutzen.
  2. Ein Voltmeter mit wechselbarer Skala verwenden. Dann kannst Du Dir eine Temperaturskala statt Spannung ausdrucken und in's Voltmeter einklipsen. Dann hast Du eine echte Temperaturanzeige. Und wenn man es ganz auf die Spitze treiben will, könnte man mit einem Multimeter nachmessen wie genau das BIOS/UEFI die DC-Lüfterausgänge regeln kann. Je nachdem könnte die Temperaturanzeige dann wirklich ziemlich genau sein.
 
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Zu 2.
Okay..Vielleicht ist mein Satz "..eventuell tausch ich irgendwann das Display..." etwas irreführend.
Ich habe das vorhandene ja auch leicht angeraut und rosten lassen für den Effekt. Heißt ich kann es auch jetzt schon tauschen aber war zu faul mir da was schönes zu flexen/auszudrucken ^^

Von der Genauigkeit habe ich mit verschiedenen Lastscenarien gearbeitet um unterschiedliche Temperaturbereiche zu erreichen. Leerlauf, Prime etc. und dann die Lüfterkurve daran ausgerichtet.
Heißt aktuell bin ich im wichtigen Bereich (20-60°) auf ca. 2-3° genau mit der Anzeige. Darunter ist aus und darüber ist Problem und hab ich zum einmessen nicht ausprobiert :D

Zu 1.
Mit dem Spannungsteiler versteh ich nicht ganz was du meinst. Die Scala geht von 0-10 Volt, der Anschluss am Lüfter von 0- ~12 Volt. Die 10 Volt Scala hat den Vorteil das ich die Zahlen mit den Temp matchen kann. 2V > 20° bis 10V > 100° (hoffentlich theoretisch)

Ergänzung ()

Die Kiste ist mein Schreibtisch ^^ Hier werden noch Lampen als Hintergrundbeleuchtung eingebaut.
Und Staub gewischt ;)

WhatsApp Image 2020-08-08 at 09.10.21.jpeg
 
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pleio schrieb:
Zu 2.
Okay..Vielleicht ist mein Satz "..eventuell tausch ich irgendwann das Display..." etwas irreführend.
Ich habe das vorhandene ja auch leicht angeraut und rosten lassen für den Effekt. Heißt ich kann es auch jetzt schon tauschen aber war zu faul mir da was schönes zu flexen/auszudrucken ^^

Ich meinte, einige analoge Skaleninstrumente erlauben den Austausch der weissen Skalenplatte.
Da könntest Du Dir dann eine Temperaturskala ausdrucken, bei der dann passgenau die Temperatur statt eine Spannung zu lesen ist.



pleio schrieb:
Zu 1.
Mit dem Spannungsteiler versteh ich nicht ganz was du meinst. Die Scala geht von 0-10 Volt, der Anschluss am Lüfter von 0- ~12 Volt. Die 10 Volt Scala hat den Vorteil das ich die Zahlen mit den Temp matchen kann. 2V > 20° bis 10V > 100° (hoffentlich theoretisch)

Ein Spannungsteiler würde eben erlauben dass Du die Skala wirklich komplett linear nutzen kannst.
Damit könntest Du den kompletten Regelbereich von 0-12V benutzen.
Natürlich kann man das auch lösen indem man den Lüfteranschluss nie über 10V aussteuert...
 
Dumme Idee. Da wird ja garnicht die Temperatur gemessen sondern nur die Spannung
und das dann erst umgerechnet und "interpretiert".

Bessere Idee: ein klassisches Fieberthermometer mit angebrachten Temp.fühler.
Oder über rgb das Gehäuse erstrahlen lassen grün gelb rot je nach temp.

Ideen gibts ja viele und das hier ist zwar interessant, hat jedoch nichts direkt mit
temp. messen zu tun, vielmehr wird hier nur die Spannung gemessen welche das Board
auf den Lüfteranschluss gibt. Und dann soll man noch umständlich herausfinden wieviel
Volt eine gewisse Anzahl umdrehung am Lüfter erzeugen und entsprechend kühlt.
Lächerlich, hier von einer Temperaturanzeige zu sprechen.
Die Anzeige in Volt ist schon richtig aber alles andere was man daraus interpretiert ist nur schwammig
und unzuverlässig.
 
Das Mainboard steuert den Lüfter anhand der CPU Temperatur, mithilfe der Volt welche auf den Anschluss gegeben werden. Heißt zwischen 0 und 12 Volt max je nach Lüfterkurve.
Natürlich "Messe" ich nicht die Temperatur sondern die Volt auf dem Anschluss aber die stehen ja in einem festen Zusammenhang über die Kurve.
Das einstellen hat ca 10 Minuten gedauert. Also umständlich war das jetzt auch nicht unbedingt und die "Interpretation" damit ziemlich genau :)

Das klassische Fieberthermometer lässt sich schlecht an die CPU Temp koppeln (gerade bei einer Wasserkühlung)
und eine Temperaturanzeige per RGB Leds ist halt was komplett anderes als das was hier gewollt war.

Ansonsten gibt es viele Möglichkeiten eine Temperaturanzeige umzusetzen. Es gibt genauere und ungenauere, komplizierte und einfache...Dies ist nur eine weitere, einfache, rel. unkomplizierte und günstige Variante für ganz spezielle Fälle...eine Analoge Temperaturanzeige. Nicht mehr und nicht weniger.

Und es ist so zuverlässig wie man seinem Mainboard halt mit der Lüftersteuerung vertraut.
Ergänzung ()

@fram
Kann ich hier auch machen. Das Gehäuse hat hinten zwei Schrauben zum öffnen und das "Blättchen" vorne ist nur eingelegt. War zuerst auch der Plan aber mein Drucker wollte nicht und so hab ich es halt rosten lassen und wieder eingefügt. Auch hübsch und für meinen Zweck ausreichend.
 
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n1tro666 schrieb:
Dumme Idee. Da wird ja garnicht die Temperatur gemessen sondern nur die Spannung
und das dann erst umgerechnet und "interpretiert".
Joa, so funktioniert das im Allgemeinen. Daran ist nichts dumm, deine Idee macht es exakt gleich.
 
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