Einreise in die USA - Laptop sichern

Ich finde das Thema allerdings auch sehr interessant und kritisch. Private Daten mal völlig ungeachtet.... Sollen die doch meine Kontakte sehen und anrufen. Die werdens schon merken wenn sie unerwünscht sind^^

Jedoch führe ich auch aus beruflichen Gründen immer einen Laptop, häufig auch noch ein Tablet, mit mir. Hier sind immer sehr vertrauliche Daten drauf.
Wie ist die Rechtslage? Müsste ich die Daten offenlegen? Müsste mein Arbeitgeber den Laptop vorab "anmelden" um der Kontrolle zu entgehen?
Weiß das jemand wie das läuft? Hatte schon jemand den Fall?
 
@pat: Die Jungs hier aus der Firma waren zuletzt Mitte April und auch dort gab es keine Probleme. Aber sonst wie wäre es mit nen einfachen "Keylogger" welchen Du Dir installierst?
 
DocWindows schrieb:
Schritt 1: Erstes Wort schreiben -> Volkswagen
Schritt 2: zurückspringen, 1 Schritt vorgehen zwischen V und o und dann das Datum mit immer einem Schritt Abstand einfügen. Ergebnis: V1o3l0k9s1w9a6g5en
Schritt 3: Wieder zurückspringen, 1 vorgehen und drittes Wort immer mit einem Schritt Abstand eingeben. Ergebnis: VH1aos3slo0k9s1w9a6g5en

Das kann man beliebig oft wiederholen und der Vorgang wird niemals komplizierter, das Passwort aber schon.


Das Problem dabei ist, dass ich nicht für jedes Einloggen nach dem Standby etc. drei Minuten brauchen will.
 
jo89 schrieb:
Wie ist die Rechtslage? Müsste ich die Daten offenlegen?

Die kurze Antwort ist: Ja, du bist ihnen total ausgeliefert. (Ausser du bist US Bürger). Du hast die Wahl zwischen alles tun, was sie verlangen, oder umzudrehen und wieder auszureisen: Du hast die Wahl! ;-)
Firmen haben aber meistens Protokolle dafür oder werden diese in den nächsten Wochen/Monaten aktualisieren, wie man sich dann verhalten soll etc.
Ergänzung ()

eselwald schrieb:
@pat: Die Jungs hier aus der Firma waren zuletzt Mitte April und auch dort gab es keine Probleme. Aber sonst wie wäre es mit nen einfachen "Keylogger" welchen Du Dir installierst?

Hast du da 'nen konkreten guten Vorschlag? Einen vertrauenswürdigen?
 
@pat: Leider habe ich das aktuell nicht. Aber das sollte Dir ggf. helfen wobei da natürlich alle gängigen Anti-Virus-Programme nen "Fehler" melden würden. Wie gesagt ich persönlich hatte da noch keine Probleme aber kann Dich durchaus verstehen.

Dort würde ich mich ggf. mal auf die Suche machen denn so "tragisch" wäre der Keylogger ja nicht für Dich selber.

Eventuell wäre ja das was für Dich:
http://www.chip.de/downloads/Refog-Personal-Monitor_44135033.html
 
Zuletzt bearbeitet:
das recht auf privatsphäre hast du zuhause, in deinen 4 wände. sobald du ausserhalb bist, verlierst du es. besonders in USA wo alle paar meter kamera aufgestellt sind, sollte die angst eines durchforstenen laptops als kleinstes problem darstellen. da wird sogar bei der einreise ein ganzes dossier plus foto und metrische daten von dir zur heimatschutzbehörde geschickt. und jedes telefon und beim benutzen von sim-karten wird dein standort mitgeloggt inkl. kreditkartenzahlung usw.. also nix von privatsphäre in usa.

zum loggen von laptops installiere ein keylogger, damit hast du sogar das passwort des zöllners, falls er daten abgleichen will.

sorry.... aber ich find das übertrieben paranoid, wenn sich jemand sorgen um seine laptopdaten macht und nach usa reist.
 
Ich war vor zwei Wochen in New York und habe mir wer weiß was ausgemalt, was die bei der Einreise jetzt veranstalten. Am Ende kam es ganz anders: Es war die schnellste Einreise aller Zeiten. Da ich bereits in den USA war konnte ich den ESTA Returning-Prozess nutzen. Ein Bild + Fingerabdrücke macht da (zumindest beim JFK) ein Automat. Vom Automat bekommen man einen Zettel und geht dann zum "Officer". 5-6 Fragen beantwortet und schon war ich durch. Hat 5min gedauert. Keiner wollte btw. irgendwas sehen. Ich würde mal sagen, die aktuelle Aufregung ist (zumindest für europäisch aussehende Personen) völlig übertrieben.
 
Ein Zweites Windows, Linux o.Ä.. mit TrueCrypt aufsetzen, wo alle wichtigen Dokumente drauf sind. Versteckte natürlich.. TrueCrypt bietet da auch Optionen.

Das erste Windows automatisch starten lassen. Sollte aber nicht komplett blank sein, damit es nicht auffällt.

Edit: Spätestens jetzt bist du auf jeden Fall auffällig :rolleyes:
 
Zuletzt bearbeitet:
jo89 schrieb:
Jedoch führe ich auch aus beruflichen Gründen immer einen Laptop, häufig auch noch ein Tablet, mit mir. Hier sind immer sehr vertrauliche Daten drauf.
Wie ist die Rechtslage? Müsste ich die Daten offenlegen? Müsste mein Arbeitgeber den Laptop vorab "anmelden" um der Kontrolle zu entgehen?
Weiß das jemand wie das läuft? Hatte schon jemand den Fall?

Ja, musst du. Bei uns in der Firma haben alle Laptops standardmäßig eine Festplattenverschlüsselung. Bei Dienstreisen in die USA werden diese extra entschlüsselt. Allerdings muss dann gem. Firmenrichtlinie alles vertraulich runter und auf verschlüsselte Server gelegt werden.

Pat schrieb:
Die kurze Antwort ist: Ja, du bist ihnen total ausgeliefert. (Ausser du bist US Bürger). Du hast die Wahl zwischen alles tun, was sie verlangen, oder umzudrehen und wieder auszureisen: Du hast die Wahl! ;-)

Ja. Eben. Du hast die Wahl. Du möchtest in die USA einreisen, also musst du dich auch an deren Einreisebestimmungen halten. Insofern verstehe ich deine Sorge, aber nicht die übertriebene Aufregung.
 
Zum Thema Passwort: an komplizierten Lösungen mangelt es offenbar nicht.
Ich werf dazu mal xkcd 936 ein. Ein (Offline-)Passwortmanager soll auch helfen.

Grundsätzlich finde ich das Bedrohungsszenario durchaus valide. Nur weil einigen hier so etwas noch nie widerfahren ist, heißt das nicht, dass es nicht passiert. Wohl nicht Touristen, aber doch Vertretern von bestimmten Firmen/Interessen/Journalisten/Politiker/Aktivisten usw.
Sollte das Gerät dann auch noch zur Untersuchung weggebracht werden, dann hätte sich das für mich an der Stelle erledigt, denn ich könnte diesem Gerät dann nicht mehr trauen.

Ich meide solche Situationen und habe es bisher immer so gelöst, dass ich die Daten verschlüsselt habe, jedoch im Grunde ein leeres System mitnehme. Wichtige Dinge erreiche ich per VPN in ein vertrauenswürdiges Netzwerk.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Burner87: Dazu muss man aber schon mal dort gewesen sein, wenn das der Fall ist geht es in der Tat sehr schnell. Ich denke auch das er sich wenig Zuviel verrückt macht aber seine "sorgen" sind ja für ihn berechtigt.
 
Burner87 schrieb:
Ich war vor zwei Wochen in New York und habe mir wer weiß was ausgemalt, was die bei der Einreise jetzt veranstalten. Am Ende kam es ganz anders: Es war die schnellste Einreise aller Zeiten. Da ich bereits in den USA war konnte ich den ESTA Returning-Prozess nutzen. Ein Bild + Fingerabdrücke macht da (zumindest beim JFK) ein Automat. Vom Automat bekommen man einen Zettel und geht dann zum "Officer". 5-6 Fragen beantwortet und schon war ich durch. Hat 5min gedauert. Keiner wollte btw. irgendwas sehen. Ich würde mal sagen, die aktuelle Aufregung ist (zumindest für europäisch aussehende Personen) völlig übertrieben.

Lass mich raten: Europäisch, helle hautfarbe, etc... ;-) Bin ich auch - hab also keine angst davor. Aber frag mal deine dunkelhäutigen Kollegen, wie es denen so geht, wenn sie über die Grenzen reisen. Viele Pakistanis erzählen mir zB dass sie JEDES mal gefilzt werden. Hab ich auch schon genug oft miterlebt, wenn man mit Kollegen "ausländischer Hautfarbe" reist.

Anyway das ist hier nicht das Thema: Deine Anekdote hilft wenig, ja es ist unwarscheinlich gefilzt zu werden, als "weisser" sowieso, <5% wahrscheinlich. Aber wenn dich die 1% trifft und du deinen Laptop hergeben musst, dann möchte ich wissen, was damit gemacht wurde. Darum geht es hier!
 
Ich kann die "Sorgen" des TE voll und ganz verstehen. Ganz im Gegensatz zu Äusserungen á la Mengo
..was hast du denn sooo wichtiges auf deinem Laptop was die nicht sehen dürfen?? Versteh den ganzen Aufwand nicht....
Ich weiß ja nicht, wie alt Du bist. Aber beschäftige Dich mal ein ganz kleines Stück mit jüngerer Geschichte (so die letzten 200 Jahre). Dann bekommst Du vllt. eine Ahnung davon, was passieren kann, wenn man mit dieser Einstellung durchs Leben geht. Sorry, für's OT, aber des musste jetzt sein.

BTT: Wenn ich in die USA einreisen "müsste", würde ich mein Lappi definitiv zu hause lassen. Eben weil man nicht weiss was die mit dem Ding anstellen, wenn die mit dem Teil für X Minuten verschwinden. Und mir ginge es weniger darum, was die da raus holen. Dem könnte man durch Daten löschen im Vorfeld, oder anderen Dingen ja noch vorbeugen.
Viel wichtiger ist es, was die da vllt. reinpacken.
Ich traue den Behörden (eigentlich egal welcher Nation) hier alle nur erdenklichen möglichen Schlechtigkeiten zu (Null Vertrauen). Man denke ja nur mal an die BRD, die mit der Installation von ELSTER gleich den "Bundestrojaner" mit auf dem Sys installiert haben vor einigen Jahren.

Klar, ich hab nix zu verbergen. Und es wäre auch nicht gegen das Gesetz, wenn ich meine gespreizte Rosette fotografiere und das Bild auf meinem Laptop speichere. Aber dennoch möchte ich selbst entscheiden, wer dieses Kleinod göttlicher Schöpfung sehen darf und wer nicht.

Gleiches gälte für Tablets und Smartphones. Ich würde nix mitnehmen.

Und es ist "obertraurig". Der "Staat" USA gibt sich gegenüber Ausländern inzwischen derart "feindlich" und misstrauisch. Ich muss bei der (ersten) Einreise meine Fingerabdrücke abgeben (wie ein Schwerverbrecher).
Und auf der anderen Seite sind die einzelnen Menschen in den USA so offen und freundlich gegenüber Besuchern aus dem Ausland.

Eine Reise in die USA ist ja nicht grade eine "Billig- Reise". Wenn's unbedingt sein müsste, würde ich mir vor Ort ein billiges Tablet holen um zu surfen.

Wenn die Reise beruflich ist, würde ich halt das Geschäftshandy/ - Laptop mitnehmen.

Und was den so oft zitierten "Alu- Hut" angeht:
"Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!" (Walter Ulbricht am 15. Juni 1961)
Die Leute, die im Vorfeld diesen Verdacht hatten, waren nach heutigem Sprachgebrauch auch alle "Alu- Hut- Träger".

Aber sei's drum....
 
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Regel nummero Uno beim Zoll: wenn du einen Zufällig rausziehst und der ist blütenweiss rein --> stimmt was nicht! Also volle Kontrolle durchziehen!

Außerdem mit der Fluggast Daten Übermittlung haben die eh all deine Daten die sie wollen bereits bevor du mit dem Flugzeug landest. Wirst du da bereits als "Risiko Person" eingestuft, fällst du durch solche Aktion erst recht auf.
 
Zuletzt bearbeitet:
Q-Marine schrieb:
dass ich nicht für jedes Einloggen nach dem Standby etc. drei Minuten brauchen will.

Tja, der ewige Kampf zwischen Komfort und Sicherheit.
In diesem konkreten Fall ist das aber auch gar nicht fürs Einloggen ins System gedacht, sondern eher für Onlineaccounts wo man Dateien lagert und Mails checkt. Wenn man das Gerät eh bei der Einreise entsperrt abgeben muss, macht auch das beste Passwort an dieser Stelle keinen Sinn.

Allerdings sehe ich auch kein wirkliches Problem den Laptop bei der Einreise untersuchen zu lassen.
Wenn ich geschäftlich unterwegs bin, liegen die wichtigen und vertraulichen Informationen nicht auf dem Laptop, sondern im Firmennetz. Da kommt man nur per VPN dran.
Wenn ich privat unterwegs bin, kann ich für wichtige Dinge eine Homecloud nutzen oder einen vertrauenswürdigen Speicherdienst in Europa. Sensibler als der Laptop ist da schon das Smartphone, aber auch dort kann ich Kontakte und Dateien ja online synchronisieren und für die Einreise die Sync-Einstellungen einfach löschen.

Ich halte es auch generell für unwahrscheinlich dass ein deutscher Staatsbürger mit ordentlich ausgefülltem APIS-Formular und einer ESTA-Genehmigung großartig gefilzt wird. Die machen da sicherlich schonmal ne Vorfilterung und machen sich nicht mehr Arbeit als nötig.
 
Zuletzt bearbeitet:
Pat schrieb:
...
Anyway das ist hier nicht das Thema: Deine Anekdote hilft wenig, ja es ist unwarscheinlich gefilzt zu werden, als "weisser" sowieso, <5% wahrscheinlich. Aber wenn dich die 1% trifft und du deinen Laptop hergeben musst, dann möchte ich wissen, was damit gemacht wurde. Darum geht es hier!

Kannst du dich noch an den 11. September erinnern?
Ein nächster wäre ungleich schlimmer. Ich würde auch jeden ohne Gnade filzen, wenn ich müsste.

Nachtrag:
Und ich hoffe, du weißt, dass davor die Einreise anders war,
also weißt du auch wem du diese Vorsichtsmaßnahmen zu "verdanken" hast,
jedenfalls nicht den USA.
 
Zuletzt bearbeitet:
...also weißt du auch wem du diese Vorsichtsmaßnahmen zu "verdanken" hast,
jedenfalls nicht den USA.
... who knows???
 
DocWindows schrieb:
Allerdings sehe ich auch kein wirkliches Problem den Laptop bei der Einreise untersuchen zu lassen.

Wow du hast also kein Problem damit (falls du "ausgewählt" werden würdest), deinen Laptop zu entsperren, ihn dann den US Beamten zu geben, sie verschwinden damit 20 Minuten in einen Hinterraum, und bringen ihn dann zurück. Dir wär total egal und du würdest nicht wissen wollen, was sie mit deinem System und deinen Daten angestellt haben? Dir wär auch egal wenn sie einen Virus in den EFI Bios eingespielt hätten, den du nicht mal mit einem kompletten System-wipe entfernen kannst? Wenn du denn überhaupt jemals rausfinden würdest, dass sie ihn drauf gemacht haben. Ja ich weis, das ist extrem unwahrscheinlich - aber darum geht es hier nicht - es geht um die Frage, ob dir echt egal ist wenn US Beamte deinen entsperrten Laptop für 20 Minuten haben und du keine Ahnung hast, was damit gemacht wurde. Sorry, das kann ich echt fast gar nicht glauben!


engine schrieb:
Kannst du dich noch an den 11. September erinnern?
Ein nächster wäre ungleich schlimmer. Ich würde auch jeden ohne Gnade filzen, wenn ich müsste.

Nachtrag:
Und ich hoffe, du weißt, dass davor die Einreise anders war,
also weißt du auch wem du diese Vorsichtsmaßnahmen zu "verdanken" hast,
jedenfalls nicht den USA.
Willst du damit sagen den Terroristen? Klar, zu einem grossen Grade schon - keine Terroristen, keine Anschläge. Aber so ganz stimmt diese Rechtfertigung dann halt doch nicht. Es liegt immernoch am jeweiligen Land selbst (US in diesem Falle), was es für Sicherheitsrichtlinien einführt. Es gibt genug Recherche die zeigt dass die meisten dieser "Sicherheitsmassnahmen" "im Namen der Terrorbekämpfung" sowas von überhaupt gar nicht helfen gegen Terroranschläge. Du bist hier leider auf die Regierung (und zum Teil Massenmedien) reingefallen. Das sieht man ja auch bei der Deutschen Regierung: Massenüberwachung und neue Gesetze werden eingeführt mit der Begründung "alles gegen die Terroristen!". Na klar.


Anyway ich hätte den Thread mal anders nennen sollen oder die Frage anders stellen sollen ;-) Das wollte ich hier gar nicht diskutieren, bin aber auch enorm geschockt von der Einstellung vieler hier.
Danke für den tollen Post @Hagen_67!
 
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