Einreise in die USA - Laptop sichern

Was willst du denn hören?
Die Lösung für dein Problem ist recht offensichtlich: du gibst ihnen keinen Zugriff auf dein echtes System, auf deinem Laptop installierst du ein stinknormales Windows und browst halt damit ein wenig etc., dass es im Fall der Fälle unauffällig ist.

Ob du dir dein echtes System nach der Einreise dann aus der Cloud ziehst oder es auf einem ausreichend großen Stick o.ä. im Koffer liegen hast, musst du wissen. Zur Verschlüsselung des Backups in beiden Fällen TrueCrypt oder VeraCrypt verwenden.

Die nicht feststellbare, heimliche Infizierung auf BIOS-Level kannst du natürlich nicht ausschließen. Woher willst du denn auch wissen, ob der Trojaner nicht schon ab Werk installiert ist? Wenn man wirklich so paranoid ist, muss man seine Hardware verbrennen und in den Wald ziehen.
 
Sichere wichtige Daten auf einer externen Festplatte und lege die Festplatte gut verpackt in den Koffer. Deine Daten kannst du ja von der Sicherung kopieren. Und wichtige Ereignisse werden von der Windows-Ereignisanzeige geloggt, falls der Beamter im Hinterzimmer deinen Laptop versucht, zu knacken.

Backup wie schon vom Vorredner verschlüsseln mit einem sicheren Passwort. Die Infizierung deines Laptops kann man nie ausschließen, daher auf Wunsch kannst du den Laptop, wenn du wieder zurück bist, neu aufsetzen.

Mit freundlichen Grüßen

NarutoUzumaki
 
An alle die sich da wirklich Sorgen machen. Ich gehe davon aus, dass Ihr keinerlei Hardware designed oder gebaut in USA habt und auch nichts, was in China zusammengebaut wurde. Selbstverständlich geht auch Euer gesamter Netzwerkverkehr ausschließlich über deutsche Router und Switche ( auch beim Provider), dann kann man Eure Bedenken selbstverständlich ernst nehmen..
 
Pat schrieb:
... Es gibt genug Recherche die zeigt dass die meisten dieser "Sicherheitsmassnahmen" "im Namen der Terrorbekämpfung" sowas von überhaupt gar nicht helfen gegen Terroranschläge. Du bist hier leider auf die Regierung (und zum Teil Massenmedien) reingefallen. Das sieht man ja auch bei der Deutschen Regierung: Massenüberwachung und neue Gesetze werden eingeführt mit der Begründung "alles gegen die Terroristen!". Na klar. ...

Alle Maßnahmen sind halt ein verzweifelter Versuch alles mögliche gegen Anschläge zu unternehmen, wie bei der IT-Sicherheit auch.
Sich auf die Tatsache "es gibt keine 100%ige Sicherheit" zu berufen ist wohl etwas zu einfach und auch verantwortungslos gegenüber der Bevölkerung, denn die verzeiht eher schlechte Maßnahmen als bewusst gar keine unternommenen.
Ich sage, und das ist ja offensichtlich, dass im Vorfeld schon Fehler gemacht wurden und die heutigen werden sich in ein paar Jahren so richtig bemerkbar machen.
 
Mal angenommen ich möchte verhindern, dass Daten auf oder vom Laptop herauf-/heruntergeladen werden. Dieses geht doch üblicherweise per Schnittstellen USB, (W)LAN etc. Wenn man dann die jeweiligen Treiber entfernt, was würde dann passieren? Ich hatte das schon bei einigen Laptops, dass ohne speziellen Treiber nichts ging, also keine Standard Win Treiben funktionieren dort. Und die richtigen Treiber könnte man irgengwo auf den Laptop speichen, um die später zu installieren. Ist das eine Möglichkeit - nur auf OS Ebene & BIOS Zugriffe mal ausgeschlossen?
 
Zuletzt bearbeitet: (Ergänzung)
Du kannst die USB-Ports einfach sperren, bzw. whitelisten. Diese Software wird oft bei Firmengeräten genutzt, dass keine fremden USB-Sticks angeschlossen werden können. Hier würde ich auch seitens der Zöllner keine Probleme erwarten, weil dieses Ihnen bekannt sein dürfte. Ein weiterer Grund, warum man sich keine ernsthaften Sorgen machen sollte - Nur im Film gibts die Universal-Sticks/Kästchen, die nach Anstecken innerhalb 10 Minuten selbstständig alle Daten herunterladen und eine unentdeckbare Backdoor installieren..Die Jungs gucken einfach mal schnell drüber und fertig ist.
 
@Pat: Wenn schon zitieren, dann bitte auch die mit der Aussage zusammenhängende Erklärung.

Pat schrieb:
Ja ich weis, das ist extrem unwahrscheinlich - aber darum geht es hier nicht - es geht um die Frage, ob dir echt egal ist wenn US Beamte deinen entsperrten Laptop für 20 Minuten haben und du keine Ahnung hast, was damit gemacht wurde. Sorry, das kann ich echt fast gar nicht glauben!

Doch, darum geht es. Um Wahrscheinlichkeiten, Absichten und Interessen. Welches Interesse haben die US-Behörden mir Spionagesoftware unterzujubeln wenn sie mich vorher schon über die Einreiseformulare durchleuchten konnten. Würde das nicht früher oder später herauskommen. Wäre ein solches Vorgehen legal? Und selbst wenn: Gäbe es bei Bekanntwerden nicht einen Shitstorm und entsprechende Konsequenzen, allein schon aus "Imagepflege"? Haben die Bundesbeamten nichts besseres zu tun als hunderttausende Geräte von zu 99,9% harmlosen Reisenden mit Malware zu infizieren?

Es grenzt schon an Paranoia wenn man sich in selbsterdachten Fantasieszenarien verliert, ohne mal über das wie und warum zu reflektieren. Dann hilft wirklich nur noch der Aluhut.
 
Zuletzt bearbeitet:
DocWindows schrieb:
Doch, darum geht es. Um Wahrscheinlichkeiten, Absichten und Interessen. Welches Interesse haben die US-Behörden mir Spionagesoftware unterzujubeln wenn sie mich vorher schon über die Einreiseformulare durchleuchten konnten.

Es geht denen um Industriespionage.
Wenn also die Einwanderungsbehörde herausgefunden hat, dass du für eine relevante Firma tätig bist, dann steigt die Wahrscheinlichkeit, auch dein Laptop mit einer Wanze zu versehen. Da nützt dann auch ein VPN zum Firmenserver nichts mehr, weil die Zugangsdaten dann ebenfalls abgeschnorchelt werden.

Am Besten kettet man sich das Laptop ans Handgelenk, damit der Beamte das Laptop nicht heimlich manipulieren kann.
 
@Bolko: Das wiederum halte ich für gar nicht mal so unwahrscheinlich. Sowohl China als auch die USA kennen bei der Bevorzugung Ihrer eigenen Wirtschaft keine Verwandten (oder besser "Freunde"). Aber großartige Firmengeheimnisse sollte man auch nicht wirklich auf dem Laptop durch die Gegend tragen
 
DocWindows schrieb:
Doch, darum geht es. Um Wahrscheinlichkeiten, Absichten und Interessen. Welches Interesse haben die US-Behörden mir Spionagesoftware unterzujubeln wenn sie mich vorher schon über die Einreiseformulare durchleuchten konnten. Würde das nicht früher oder später herauskommen. Wäre ein solches Vorgehen legal? Und selbst wenn: Gäbe es bei Bekanntwerden nicht einen Shitstorm und entsprechende Konsequenzen, allein schon aus "Imagepflege"? Haben die Bundesbeamten nichts besseres zu tun als hunderttausende Geräte von zu 99,9% harmlosen Reisenden mit Malware zu infizieren?

Ich gebe dir teilweise Recht aber selbst bei einer Wahrscheinlichkeit von 1% oder geringer darf ich mir doch trotzdem Gedanken darüber machen, dass falls die US Behörden das Ding in die Finger kriegen, ich gerne wissen würde was gemacht wurde, statt einfach dann wie ein nasser Hund dazustehen. Vorbeugen ist das Stichwort.

>> Wäre ein solches Vorgehen legal?

US Behörden haben bei nicht-US-Bürgern ziemlich viele Rechte, was sie machen dürfen. Aber selbst wenn's nicht legal ist: Die US Geheimdienste machen soviel illegales, was offensichtlich allen bekannt ist, und keinen kümmerts.

>> Gäbe es bei Bekanntwerden nicht einen Shitstorm und entsprechende Konsequenzen

Haste ja gesehen bei den ganzen Snowden-relevations: Klar gab es Shitstorms, aber die Massenmedien greifen das Thema nicht wirklich auf, redet ja schon wieder keiner mehr darüber, obwohl es eher schlimmer wird, als besser. Deutschland, Schweiz, UK, alle führen gerade neue Datensammelgesetze ein im Namen der Terrorbekämpfung und der Bevölkerung ist die legalisierung der Massenüberwachung egal und sie glaubt es hilft.
Hast ja gesehen was aus den ganzen NSA und auch BND Untersuchungsausschüssen geworden ist, verlaufen im Sand, kommt nix raus, etc. Obwohl soviel illegales begangen wurde und tagtäglich immernoch begangen wird. 99% der Leuten sind ihre Grundrechte scheissegal.

>> Haben die Bundesbeamten nichts besseres zu tun als hunderttausende Geräte von zu 99,9% harmlosen Reisenden mit Malware zu infizieren?

Da stimme ich zu :-)
 
... in die USA dürfen seitdem keine Elektronikgeräte in die Kabinen mitgebracht werden, die größer sind als ein Smartphone. ...

Halbherzig, siehe defekten Akku und was auch Smartphones anrichten können.
So etwas müsste nur separat und speziell verschickt werden dürfen.
 

Ähnliche Themen

1
Antworten
5
Aufrufe
1.022
1
Zurück
Oben