Einrichten der FTTH Hausverkabelung

powerschwabe

Banned
Registriert
Juli 2011
Beiträge
427
Ein Regionaler Anbieter baut bei uns nun Glasfaser mit FTTH aus. Leider sind die Infos vom Anbieter eher mäßig.

Habe ein 30 Jahres altes Haus, und damals leider fast keine Lehrrohre mit eingebaut.

Was wäre der beste Platz für die Glasfaseranschlussbox? Neben dem Hausanschluss von Strom und Telefon oder lieber in den Heizungsraum wo der Wasseranschluss sitzt?

Habe die Möglichkeit vom Keller über ein Leerrohr in das Erdgeschoss zu gelangen und vom Keller ins Dachgeschoss. Allerdings endet das Leerrohr im Erdgeschoss im Nirwana so daß ich von dort aus keine weitere Verkabelung vornehmen kann. Vom Dachgeschoss gehen ein paar wenige Leerrohr wieder ins Erdgeschoss.

Wo wird der am sinnvollsten der Konvertor hinter der Glasfaseranschlussbox und Router angebracht? Alles in den Keller oder dort wo Router später gebraucht wird?

Könnte ich z.B. den Konvertor und Router im Dachgeschoss platzieren und von dort mit Cat7 Kabeln alles weiter zu verteilen?

Könnte man die Kabel evtl. auch in das gleiche Leerrohr legen wo schon ein Stromkabel drin ist oder gibt es hier Störungen
 
LWL Kabel zu Strom - kein Problem.
Kupfer würde ich nicht machen, in Anbetracht in Zukunft zu erwartender Geschwindigkeiten.
Normal würde ich das Modem/den Konverter LWL<=>Kupfer im Keller lassen und oben den Router mit Kupfer anfahren, wenn keine strukturierte Verkabelung vorhanden ist. Dann aber bitte nicht zusammen mit dem Strom.
Du kannst auch das LWL hochlegen, aber dann steht da halt mehr Zeugs und wenn man die Dose beschädigt ist es aufwändiger zu reparieren als bei Kupfer.

*edit:
Den Routerstandort musst du selbst nach eigenem Ermessen wählen.
Er dient ja als zentrale Stelle fürs WLAN, also im Keller im Eck ist nicht so toll.
Zentral im Haus wäre ideal, wenn kein weiterer Accesspoint verwendet werden wird.
Bedenke auch Geräte, die einen festen Anschluss haben wollen/sollten. Dort muss mindestens ein Kabel hingelegt werden und ggf. dann noch ein Switch dahinter.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wo das Glasfasermodem sitzt ist relativ egal :) ideal wäre wenn von dort die Verteilung im Haus via LAN erfolgt
 
Bei mir kommt FTTB zum Einsatz. Im (Mehrfamilien-)haus wird es vom Keller per DSL weiterverteilt. Im eigenen Haus wird es dann aber wohl gleich Ethernet sein. Besondere Rücksicht auf das Medium Glas braucht man da nicht zu nehmen.

Gigabit wird noch eine Weile reichen. Seit 15 Jahren dümpelt 10G vor sich hin, weil es niemand dringend braucht. Es ist einfach sehr teuer. Ob es Glasfaser für den Heimbedarf gibt, kann ich mir kaum vorstellen. Es gab mal diese dicken Kunststoffasern, aber durchgesetzt hat sich das nicht und langsam war es obendrein.

Eine CAT6,7,...-Verkabelung ist ja aktuell schon auf 10GB aufgebohrt. Das wird noch lange reichen, auch für gräßere tägliche Backups. In 20 Jahren kann man ggf. immer noch das billige Kupferkabel durch Glas ersetzen.
 
mtbriderlm schrieb:
Wo das Glasfasermodem sitzt ist relativ egal :) ideal wäre wenn von dort die Verteilung im Haus via LAN erfolgt

Ja die Frage ist ob ich dann die Fritzbox in den Keller hänge und ins Dachgeschoss. Von der weiteren Verteilung her wäre im Dachgeschoss sinnvoller.

Oder kann ich auch den Router im Keller lassen, dann jeweils ein CAT7 Kabel ins Erdgeschoss und eines in Dachgeschoss und von dort aus immer irgendwie in die Einzelnen Zimmer CAT7 legen?
 
Kowa schrieb:
Es gab mal diese dicken Kunststoffasern, aber durchgesetzt hat sich das nicht und langsam war es obendrein.

Die mangelhafte Leistung der POF ebenso wie die hohen Kosten der Verbindungstechnik für Glasfasern war imA mit ein Grund dafür das die erste Welle FTTH bei uns so schnell verebt ist. Beide haben aber inzwischen starke Entwicklung durchgemacht. POF gehen mittlerweile bis 1 Gbit und 10 Gbit sind afaik in der Normung. Verbindungstechnik für Glasfaser ist bis auf die semi-professionelle Ebene mit bezahlbarer Ausrüstung runter gebrochen. Kupfer ist natürlich immer noch eine ganze Ecke billiger und die Wandler kosten in Summe eine Menge, aber ganz so einfach wie vor 10 Jahren ist die Entscheidung heute nicht.
 
Könnte ich den nach dem Router 2 Switch einrichten, jeweils einen pro Stockwerk oder wird noch etwas zusätzlich benötigt?

Glasfaserhausanschluss => Konvertor => Router => Switch
 
Das kann man machen, klar.
Nur Switch hinter Switch wird (je nach Bandbreitenanforderungen, zB NAS) irgendwann unperformant.
Router Port1 => Sw1
Router Port2 => Sw2
usw...
genau so ist es gedacht, wenn man dezentral switchen möchte :)
 
CAT7 Kabel würdet ihr nicht zu Stromkabel hin zulegen richtig? Oder in welchem Abstand?
Um was für ein Kabel handelt es sich grundsätzlich zwischen Anschlussbox und Konvertor?
 
"Vom Dachgeschoss gehen ein paar wenige Leerrohr wieder ins Erdgeschoss.
Wo wird der am sinnvollsten der Konvertor hinter der Glasfaseranschlussbox und Router angebracht?"

Klassische Leerrohre für Satelliten Empfang.

Das Glasfaser-Modem in den Keller. Von dort geht ja WAN ab. Also Netzwerkkabel zum DG verlegen und dort den Router platzieren. Dort ist auch die beste Ausleuchtung für das WLAN vorhanden. Von dort kann man je nach Bedarf dann das LAN verteilen. Dort werden ja auch die Telefone angeschlossen. Viele Router haben ja 4 LAN Ausgänge. Meist fällt aber einer weg, wg. WAN-Port, der ja benötigt wird. Ist bei den Fritzboxen ja der Fall.

Router auf keinen Fall in den Keller platzieren. Dann sind 2 Betondecken dazwischen und im DG kommt keine WLAN mehr an. Mit DECT (Schnurlos-Telefonen) genau das gleiche.

Wenn die Möglichkeit besteht, gleich vom Keller zum DG 2 LAN Kabel einziehen. Das 2. kann dann durchgeschleift werden, für das einzelne Leerrohr Keller/EG zum "Nirvanna". Dann hätte man so eine weitere Versorgung des EG mit LAN. Man hätte dann auch die Möglichkeit, LAN im Keller zu verteilen, wenn man das Kabel auftrennt und einen Switch dazwischen schaltet.

"Was wäre der beste Platz für die Glasfaseranschlussbox? Neben dem Hausanschluss von Strom und Telefon"

Ja genau dort. Dann kann man ggf. die Telefonkabel noch nutzen, falls erforderlich für LAN (bei 8 Adern) oder Telefon.

"CAT7 Kabel würdet ihr nicht zu Stromkabel hin zulegen richtig? Oder in welchem Abstand?"

Nein. Das ist Gang und gebe. Egal welcher Abstand. Wird in der Industrie auch so gemacht und da sind die Ströme größer die fließen.
Man muss auch nicht unbedingt CAT7 verlegen, 5e reicht für Wohnhäuser auch aus. Ist halt eine Kostenfrage. 50m CAT5e kosten ca. 16€, CAT7 kosten ca.100€. Auch mit CAT5e geht Gigabit-LAN.
Dran denken CAT7 ca. 8mmØ ist dicker, als CAT5e ca. 6mm Ø. Hängt von den Leerrohren ab, ob da schon was drin ist. Wenn da schon ein Coax-Kabel für Sat drin ist, wird es eng, je nach dem wie dick die Leerrohre sind.
Nicht vergessen einen Zugdraht mit einzuziehen für später, falls noch einmal was durchgezogen werden muss.
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin!

Komisch, bei Cat7 sehen alle nur dieses orange Kabel, so richtich schön steif und mit nem minimalen Biegeradius von 35 mm…..

https://www.netzwerkprodukte.glasfaserinfo.de/shop/product_info.php/products_id/1096

Das ist wunderbar zum nachträglichen durchziehen geeignet, ordentlich Flutschi nich vergessen.

Im übrigen gibt es schon LWL-Innenleitung mit zwei Fasern drin, und wer ne Brille putzen kann oder ein Ceran-Kochfeld mit dem geeigneten Pflegemittel polieren kann, der bekommt auch ne optische Verbindung zwischen GF-Ta (GlasfaserTeilnehmerAnschlussdose)und Glasfasermodem, auch ONT genannt, hin.

Ist kein Hexenwerk.

https://www.netzwerkprodukte.glasfaserinfo.de/shop/product_info.php/products_id/937

GrussGruss
 
Zurück
Oben