elektrischer Schlag bei Router + Kabel

asi007

Cadet 2nd Year
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Juli 2005
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Hallo!

Ich hab wieder mal ein Problem, diesmal mit dem Netzwerk. Es sieht so aus: an einem Router hängen ein Laptop und ein PC. Beim Laptop funktioniert das Internet einwandfrei, jedoch spinnt es beim PC herum und seit gestern gehts gar nicht mehr. (Es hat aber alles bis vor kurzem funktioniert). Nun hab ich mir gedacht, dass es an den Kabeln liegt, das war früher schon ein paar Mal dass man nur ein bisschen wackeln müssen hat und dann ist es wieder gegangen. Tja, nun hats mich aber elektrisiert als ich das Kabel aus- und wieder eingesteckt hab (bei der Dose und beim Router). Das ist mir überhaupt noch nie passiert. Kann das sein dass da irgendwas defekt ist? Aber mit dem Laptop komme ich ja noch ohne Probleme ins Internet.

Danke schonmal für eure Antworten.
 
Hallo,

ist das Laptop denn über WLAN oder auch über LAN angebunden ?

Gruß

Chris
 
Über LAN. Kann es sein dass es an den Kabeln liegt? Oder geht der Router ein (hat schon einige Jahre auf dem Buckel).
 
Diese Geschichte mit dem Elektr. Schlag ist nicht so ganz witzig, denn sie deutet in Richtung eines Erde (GND) Null bzw. Phase Kurzschluß. Es sind zum Teil Geräte (Steckernetzteile etc.) nur mit zwei Leitungen (Phase, Null) angeschlossen und auch galvanisch (z.B. Trafo) am Netz angeschlossen, aber PCs dann wieder via 3 (plus Erde) Leitungen, wenn jetzt am PC z.B. eine Verbindung von Null nach Erde (wobei ja eigentlich dann ein vorhandener Fi-Schalter auslösen sollte) besteht, kann je nach den Verhältnissen (Teppich, Schuhe usw.) an jedem Kabel eine Spannung fühlbar (Schlag) sein. Es kann dann auch beim einstecken eines Kabel in einem anderen Gerät, mit intakter Erdung und ohne 'Kurzen' eine Haussicherung auslösen. Kleine Geräte wie z.B. Router sind vielfach innen mit einem leidenden Überzug (Erde) versehen, sodass man sogar an Gehäusen derartige Schläge in seltenen Fällen bekommen kann. In den Fällen, wo man so einen 'Schlag' verspürt, findet ein sog. Potentialausgleich statt, der sogar zu ernsthaften Gesundheitstörungen führen kann (ich bin selber in so einem Fall einmal vor längerer Zeit involviert gewesen).
Es ist allerdings nicht immer so einfach die eigentliche Ursache (bzw. das verursachende Gerät) auszumachen.
 
Danke für deine Antwort. Muss ich mir da jetzt sorgen machen dass da ein Gerät kaputt wird oder kann ich das einfach ignorieren?
 
Es kommt darauf an wie stark Du diesen Schlag empfindest (Netzteile enthalten oft eine kleine Schaltung um die 230V schon mal zu halbieren) und man lernt ja auch wann es auftritt und packt dann nicht mehr an diesen Stellen an. Ärgerlicher sind dann vielfach eher die Abstürze die dadurch auch produziert werden können.
Wenn Du z.B. feststellst, dass es immer beim einstecken des UTP Kabels vom PC in den Router (oder was auch immer) passiert könnte es weg sein, wenn der PC nicht via Netzkabel mit dem 230V~ Netz verbunden ist, dann wäre sehr wahrscheinlich auch das Netzteil des PCs die Ursaches des Problems.
Durch probieren von angeschlossenen Geräten (und damit ist die Verbindung mit dem 230V~ Netz gemeint) und angezogenen Verbrauchern könnte man es einkreisen, ist aber machmal schon etwas aufwendiger bis man das verursachende Gerät gefunden hat.
Wer es gewohnt ist ab und an mal 'vom Pferd getreten' zu werden, kann damit auch etwas besser umgehen :lol: Macht der Gewohnheit quasi.
 
Mueli schrieb:
Diese Geschichte mit dem Elektr. Schlag ist nicht so ganz witzig, denn sie deutet in Richtung eines Erde (GND) Null bzw. Phase Kurzschluß. Es sind zum Teil Geräte (Steckernetzteile etc.) nur mit zwei Leitungen (Phase, Null) angeschlossen und auch galvanisch (z.B. Trafo) am Netz angeschlossen, aber PCs dann wieder via 3 (plus Erde) Leitungen, wenn jetzt am PC z.B. eine Verbindung von Null nach Erde (wobei ja eigentlich dann ein vorhandener Fi-Schalter auslösen sollte) besteht, kann je nach den Verhältnissen (Teppich, Schuhe usw.) an jedem Kabel eine Spannung fühlbar (Schlag) sein. Es kann dann auch beim einstecken eines Kabel in einem anderen Gerät, mit intakter Erdung und ohne 'Kurzen' eine Haussicherung auslösen. Kleine Geräte wie z.B. Router sind vielfach innen mit einem leidenden Überzug (Erde) versehen, sodass man sogar an Gehäusen derartige Schläge in seltenen Fällen bekommen kann. In den Fällen, wo man so einen 'Schlag' verspürt, findet ein sog. Potentialausgleich statt, der sogar zu ernsthaften Gesundheitstörungen führen kann (ich bin selber in so einem Fall einmal vor längerer Zeit involviert gewesen).
Es ist allerdings nicht immer so einfach die eigentliche Ursache (bzw. das verursachende Gerät) auszumachen.


Ein bischen Falsch

-Erde Grün/gelb und Null blau haben das selbe Potential, zwischen beiden darf KEINE Spannung anliegen.
-Kurzschluss, direkte Verbindung zwischen Phase und Null/Erde = Sicherung raus
-Ein Trafo trennt das Netz vom Verbraucher, da keine leitende Verbindung zum Netz besteht.
-der unterschied zwischen 2 und 3 adrig, 2 adrig haben eine Schutzisolierung und 3 adrig einen Schutzleiter.
-Ein FI mist ob eine Stromdifferenz zwischen Phase und Null vorhanden ist und trennt bei differenz. So wird ein Körperschluss verhindert.
-Haussicherungen (Leitungschutzschalter) lösen in der Regel erst bei 16A aus. Das heist das Gerät/Kabel hat einen Kurzschluss oder du ziehst mehr als 3600W aus der Steckdose.
-Gesundheitsschäden treten erst über 500mA auf, die sind niemals durch statische Aufladungen in einem normalem Wohnumfeld zu erreichen.
-Weiß gerade wirklich nicht, wieso man ein Kunstoff Gehäuse mit leitendem Lack überziehen sollte und dann die ganze Geschichte Erden? Ein bischen teuer.

"....Potentialausgleich statt, der sogar zu ernsthaften Gesundheitstörungen führen kann (ich bin selber in so einem Fall einmal vor längerer Zeit involviert gewesen)."
Das hat mir komischerweise am besten gefallen, will aber nicht weiter drauf eingehen :evillol:



Mueli schrieb:
Es kommt darauf an wie stark Du diesen Schlag empfindest (Netzteile enthalten oft eine kleine Schaltung um die 230V schon mal zu halbieren) und man lernt ja auch wann es auftritt und packt dann nicht mehr an diesen Stellen an. Ärgerlicher sind dann vielfach eher die Abstürze die dadurch auch produziert werden können.
Wenn Du z.B. feststellst, dass es immer beim einstecken des UTP Kabels vom PC in den Router (oder was auch immer) passiert könnte es weg sein, wenn der PC nicht via Netzkabel mit dem 230V~ Netz verbunden ist, dann wäre sehr wahrscheinlich auch das Netzteil des PCs die Ursaches des Problems.
Durch probieren von angeschlossenen Geräten (und damit ist die Verbindung mit dem 230V~ Netz gemeint) und angezogenen Verbrauchern könnte man es einkreisen, ist aber machmal schon etwas aufwendiger bis man das verursachende Gerät gefunden hat.
Wer es gewohnt ist ab und an mal 'vom Pferd getreten' zu werden, kann damit auch etwas besser umgehen Macht der Gewohnheit quasi..

Welche Geräte arbeiten heute noch mit 110Volt? 12 Volt ist normal bei Kleingeräten.

@ asi007
Der restliche Lösungversuch hört sich recht gut an, nur würd ich es nicht mit der Körpermesstechnik machen. Benutze bitte ein Voltmeter um zu Prüfen ob an dem Netzwerkkabel eine hohe Spannung anliegt. Ansonsten überleg nochmal ob du etwas anderes angefasst hast oder nur vom Stecker eine gewischt bekommen hast.
 
Ich hatte mir schon gedacht, dass ein Elektriker oder dergl. es sicher besser erklären könnte, nur da sich bisher keiner zu Wort meldete, hatte ich mich etwas daran versucht.
Sicher kann kann ein Energie Elektroniker die Zusammenhänge um Erde und Null etc. besser erklären oder sollte es besser wissen.

Die Problematik um statische Aufladung und deren Entladung, die ja zu ähnlichen 'Gefühlen' :D führen können, hatte ich nat. glatt übersehen, wobei ich mir nicht so sicher bin ob das in obigem Fall zum tragen kommt, denn dies stellt man ja eher fest, wenn man ein Gerät berührt und nicht wenn Kabel oder Geräte verbunden werden, es sei denn man berührt einen leitenden Bereich. Kurzschlüsse kann man recht gut daran erkennen, dass bei der Herstellung von Verbindungen zwischen Geräten/Kabeln kleine Funken 'sprühen' (schon bei schwacher Beleuchtung zu sehen), nicht immer löst dann eine Sicherung aus (mein 'PC-Zimmer' ist z.B. mit einem C-Automaten abgesichert). Ich löse jedenfalls zu Hause wesentlich häufiger den FI aus als einen Automaten.

Das mittlerweile fast alle Geräte mit weniger als 230V~ betrieben werden ist klar, nur muß ich von dieser Spannung auch erst einmal 'runter' kommen. Ob jetzt wirklich alle Geräte einen Trafo (dann mit galvanischer Trennung) und nicht auch mal einen Spartrafo verwenden, weiß ich nicht, habe ich aber schon gesehen und zwar zuletzt in einem Steckernetzteil zu einem Videolimiter.

Was die Geschichte mit dem Leitlack in Gehäusen angeht, kann man es recht gut in Monitoren sehen, sie sind wenn sich in den letzten paar Jahren nichts geändert hat alle mit einem derartigen Überzug versehen und entweder am rückseitigen Teil des Gehäuses oder am Chassis selber mit einer Kupferfeder ausgestattet, die die Verbindung zwischen beiden Teilen herstellt.

Ich habe oft genug Service-Notes in den Fingern gehabt (ein Mechanismus um Fehler aus der Produktion auszumerzen und die installierte Basis 'up to date' zu halten und dies ganz besonders hinsichtlich der Sicherheit) wo gerade rund um diese Thematik immer wieder nachgebessert werden muß/mußte. Eine lästige Pflicht wo doch 'meine Welt' erst unterhalb von etwa 12V anfängt :lol: .

Die Problematik um das erwähnte Ereignis war, dass dieser Leitlack im Innern des Gehäuses auch nach außen führte und eine vom Hersteller vorgeschriebene Modifikation (gem. Service Note - ja sowas gab es bereits in den Urzeiten und auch in der Unterhaltungselektronik) nicht durch die Werkstatt durchgeführt wurde.
 
Vielen Dank für eure Antworten, ich hoffe ich habe alles verstanden ;) Also, ich werd dann mal versuchen herauszufinden welches Gerät das ist. Aber eines habe ich noch nicht verstanden: kann dieser Stromschlag auch Schuld daran sein dass beim PC das Internet nicht mehr geht? Es hat bis jetzt immer funktioniert, und ich habe auch an keiner Konfiguration was geändert.
 
ein FI (RCD) löst nicht bei einer stromdifferenz von phase und null aus, sondern wenn die summe aller teilströme von L1/N (L1,L2,L3/N) gegen PE nicht gleich null sind. mit dem N hat das absolut nichts zu tun, da bei einem körperschluss der strom zur erde fliesst (fußboden, etc.). der summenstromwandler "erkennt" dies und schaltet allpolig ab.

fertig.
 
Ich denke, dass durch ESD (elektrostatische Entladung) und Blitzeinwirkung sicher mehr abgeschossen wird als durch reine Kurzschlüsse. Da wir nicht wissen, was bei Dir genau vorligt ist Deine Frage schwer zu beantworten. Wenn sich allerdings ein Potential über eine Schaltung ausgleicht kann natürlich alles mögliche zerstört werden, zumal sich Sicherheiten wie z.B. Shottky-Dioden bei den derzeitigen hohen Frequenzen kaum noch verwenden lassen.
 
Wir sind ja schon meilen weit von Thema abgekommen:D

zero-bw schrieb:
ein FI (RCD) löst nicht bei einer stromdifferenz von phase und null aus, sondern wenn die summe aller teilströme von L1/N (L1,L2,L3/N) gegen PE nicht gleich null sind. mit dem N hat das absolut nichts zu tun, da bei einem körperschluss der strom zur erde fliesst (fußboden, etc.). der summenstromwandler "erkennt" dies und schaltet allpolig ab.

fertig.

Laut deiner Beschreibung fliest Strom auf dem PE! :lol:

So und jetzt erkläre mir mal wie der FI erkennt das der Strom über die Erde Fussboden/Schutzleiter abfliest. Guck dir bitte auch mal die Klemmen an einem FI an, wo er eingebaut ist und wie er denn von da PE (Erde) messen soll.

Kann es sein das in einem Fehlerfall eine stromdifferenz zwischen L und N anliegt. Da ja der Strom auf beiden der gleiche sein sollte, bei einem Fehler aber Strom über die Fussboden/Erde abfliest und nicht über N bzw. L. Dann löst der Summen Stromwandler wegen dieser differenz zwischen L und N aus.

jetzt ist es FERTIG und richtig :cool_alt:


@Mueli
Deine "Kurzschlüsse" sind einfach Netzteile mit Kondensatoren, die leer sind und beim einstecken ziehen die eine Menge Strom. Dadurch entstehen beim einstecken kleine überschlagsfunken und der FI kann auslösen, da eine Stromdifferenz zwischen den Leitern anliegt. ;)
 
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