Emailclient für Wenserver

WilmaImmer

Ensign
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hallo Leute,

ich bin am überlegen mir einen eigenen Emailserver einzurichten, aber bevor ich mich tiefergehend mit der Materie beschäftige würde ich gern erst mal in Erfahrung bringen, ob es gute Email-Clients gibt, die man auf seinem Webserver installieren kann, um sie dann per Domain im Browser zu starten, mit denen man dann über zB POP3 auf den Email-Server zugreifen kann.
Sowie es googlemail eigentlich schon anbietet, nur eben dass man das ganze nicht auf dem Googleserver installiert hat, sondern auf seinen eigenen.

Das ganze würde für mich nur einen Sinn machen, wenn das Interface gut, schnell und übersichtlich ist und eine gute Suchfunktion bietet, mit der man nach alten Emails suchen kann.

Leider habe ich nicht so richtig was aktuelles dazu gefunden.

Vielleicht könnt ihr mir weiterhelfen!

Vielen Dank!
 
Du suchst also ein Webmail-Client, ist das so richtig? Also wie zB bei GMX über den Browser auf die eigenen Mails zugreifen?
 
Ich habe bei mir Roundcube installiert und bin damit absolut zufrieden.

http://roundcube.net/

Ich muss aber dazu sagen, dass ich den nur nutze wenn in via Web mal kurz was nachschauen möchte. Ansonsten nutze ich einen lokal installierten Outlook.
 
Ich habe bei mir Roundcube installiert und bin damit absolut zufrieden.

Hab grad diese Liste gefunden:
http://www.noupe.com/ajax/10-ajax-webmail-clients.html

Bis jetzt gibt es wohl keine echte alternative zu Roundcube.

Wobei ich sagen muss, dass mein Eindruck, den ich über die Screenshots bekomme sehr gut ist!

Was ich mich gerade frage ist, in wie weit man seine Gmail Emails dahin exportieren kann?

Und was ich mich auch noch frage ist, wie sicher das ganze programmiert ist? Das ganze basiert anscheinend auf PHP.

Und frage ich mich auch ob die Spamfilter gut funktionieren?
 
Roundcube ist letztendlich nichts anderes als ein IMAP-Client, der auf einem Webserver installiert wird. Das heißt, deine Mails liegen nach wie vor bei Google und du nutzt deren Spamfilter.

Roundcube bietet dir nur eine andere Form des Zugriffs, genau wie ein lokal installierter Mail-Client es auch tut.

Und ja, Roundcube basiert auf PHP und MySQL. Das heißt, du brauchst entsprechenden Webspace auf dem du das dann installieren kannst. Ich bin z. B. bei All-Inkl und da kann man Roundcube über den integrierten Software-Installer mit ein paar Mausklicks installieren.

Daran sieht man aber auch, wofür solche Software eigentlich konzipiert ist: Für die Nutzung auf eigenen Servern/Webspaces, wenn man seine eigene Domain betreibt. Dann nämlich braucht man genau sowas, weil die vorinstallierten Webmailer bei den Anbietern meist nicht so gut sind.
 
Roundcube ist letztendlich nichts anderes als ein IMAP-Client, der auf einem Webserver installiert wird. Das heißt, deine Mails liegen nach wie vor bei Google und du nutzt deren Spamfilter.

Ich hab doch geschrieben, dass ich mir überlege einen Emailserver einzurichten..?
Nur darum hab ich den Thread gestartet..
 
WilmaImmer schrieb:
Ich hab doch geschrieben, dass ich mir überlege einen Emailserver einzurichten..?
Nur darum hab ich den Thread gestartet..

Und deine nächste Frage war die nach einem dazu passenden Mail-Client. Welche ich mit Roundcube beantwortet habe. :D

Wenn du einen eigenen Mail-Server mit neuer E-Mail Adresse betreibst, dann liegen die Mails natürlich dort und nicht mehr bei Google.
 
Wenn du einen eigenen Mail-Server mit neuer E-Mail Adresse betreibst, dann liegen die Mails natürlich dort und nicht mehr bei Google.

Genau das wünsch ich mir!
Vorallem seit man einen Rasberry Pi für ca. 40€ mit ca. 2 Watt Stromverbrauch als Server benutzen kann.

Ich schau mich dann mal danach um, wie aufwendig und sicher es ist, seinen eigenen Emailserver auf einem Rasberry zu installieren.

Vielen Dank soweit!
 
Bei der Variante musst du natürlich folgendes berücksichtigen:

- Du brauchst eine eigene Domain, an die die E-Mails gesendet werden. Steht der E-Mail Server bei dir zu Hause, musst du die DNS-Einstellungen der Domain bearbeiten (in dem Fall die MX-Records) und brauchst zu Hause eine feste IP-Adresse.

- Wenn du nur die Domain nimmst, ohne zusätzliche Services z. B. bei United Domains, dann musst du dich um die Spamfilter auf deinem eigenen Mail-Server selber kümmern.

- Wenn du nur einen E-Mail Server hast, musst du eine 24/7 Uptime gewährleisten, damit dir keine E-Mails verloren gehen, wenn der mal offline ist. Wobei man natürlich sagen muss, dass fast alle Mail-Server E-Mails in bestimmten Intervallen versuchen erneut zuzustellen in der Hoffung, dass der empfangende E-Mail Server dann wieder online ist.

In Anbetracht dieses Aufwandes könntest du vielleicht mal über folgende Alternative nachdenken:

Bau dir keinen eigenen Server daheim auf, sondern miete dir entsprechenden Webspace mit PHP und MySQL mit einer eigenen Domain, auf dem du dann Roundcube oder vergleichbare Lösungen installierst. Damit würdest du das ganze in ein Rechenzentrum outsourcen und der Aufwand wäre sehr viel geringer. Und es wäre ausfallsicherer.
 
Bau dir keinen eigenen Server daheim auf, sondern miete dir entsprechenden Webspace mit PHP und MySQL mit einer eigenen Domain, auf dem du dann Roundcube oder vergleichbare Lösungen installierst. Damit würdest du das ganze in ein Rechenzentrum outsourcen und der Aufwand wäre sehr viel geringer. Und es wäre ausfallsicherer.
Wobei die mails damit wieder in fremden Händen wären.

Edit: Ausserdem sehe ich gerade bei dem Provider all-inkl:
Hinweis: Beachten Sie bitte, dass der Posteingang eines E-Mail-Postfachs nicht grösser als 1 Gigabyte sein darf. Sie sollten daher Ihren Posteingang in regelmäßigen Abständen abrufen. IMAP Unterordner sind davon nicht betroffen.


Du brauchst eine eigene Domain, an die die E-Mails gesendet werden. Steht der E-Mail Server bei dir zu Hause, musst du die DNS-Einstellungen der Domain bearbeiten und brauchst zu Hause eine feste IP-Adresse.
Kann man das nicht auch ohne feste IP per dyn dns lösen? In meinem Fall zB hiermit: http://www.namecheap.com/products/freedns.aspx

- Wenn du nur die Domain nimmst, ohne zusätzliche Services z. B. bei United Domains, dann musst du dich um die Spamfilter auf deinem eigenen Mail-Server selber kümmern.
Ist das wirklich so kompliziert? Ich hätte gedacht, man würde dafür eine mehr oder weniger vordefinierte Liste bzw. vordefiniertes Script laden.

- Wenn du nur einen E-Mail Server hast, musst du eine 24/7 Uptime gewährleisten, damit dir keine E-Mails verloren gehen, wenn der mal offline ist. Wobei man natürlich sagen muss, dass fast alle Mail-Server E-Mails in bestimmten Intervallen versuchen erneut zuzustellen in der Hoffung, dass der empfangende E-Mail Server dann wieder online ist.
Wenn mein Email Server mal für ein paar Stunden im Jahr unerreichbar wäre, fände ich das nicht weiter wild.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn du Webspace mietest, sind die E-Mails so gesehen wieder in fremden Händen. Allerdings hast du da den Vorteil, dass du dir den Anbieter und damit auch die Server-Standorte selber aussuchen kannst.

All-Inkl war jetzt auch nur ein Beispiel von mir, weil ich da selber bin und sehr zufrieden mit dem Angebot und Support bin. Es gibt ja auch noch viele anderen Anbieter wie 1&1, Strato, Hetzner und wie sie nicht alle heißen. Dort sind die Einschränkungen womöglich nicht da oder in einem utopisch hohen Bereich.

Man kann auch DynDNS oder andere Anbieter nehmen, um einen Mail-Server daheim zu betreiben. Dann muss aber zuvor sicher wissen, ob die DNS-Einstellungen des Domain-Betreibers diese Konfiguration zulassen. Wenn nicht, dann findet der absendende Mail-Server unter deiner Domain keinen empfangenden Mail-Server und die E-Mail kann nicht zugestellt werden.

[EDIT]
Und du brauchst einen DynDNS Anbieter, der einen entsprechenden Client für das Server-OS anbietet oder sich über deinen Router aktualisieren lässt, damit eine Änderung deiner IP-Adresse auch übertragen werden kann.
[/EDIT]


Was die Komplextität angeht:

Neben der Installation des Betriebssystems (im Fall eines Raspberry wohl ein Linux) kommt noch die Installation des E-Mail Servers an sich und danach dessen Konfiguration. Und unter den letzten Punkt fällt dann die Installation eines Spam-Filter wie z. B. Spam-Assassin. Der muss anschließend natürlich auch konfiguriert werden, denn damit bist du für die Festlegung sämtlicher Parameter verantwortlich, ab wieviel Punkten eine E-Mail als Spam zu behandeln ist.

Und was noch dazu kommt: Du musst auch dafür sorgen, dass dieser E-Mail Server entsprechend abgesichert ist und nicht als Spam-Relay missbraucht werden kann. Denn immerhin ist er direkt aus dem Web über die entsprechenden Ports erreichbar. Falls der nicht abgesichert ist, kann es sein dass deine Domain sehr schnell auf den Blacklists anderer Spam-Lösungen auftaucht und du damit keine E-Mails mehr zuverlässig von dieser Domain versenden kannst.

Ich will dich damit nicht abschrecken und von dem Plan abbringen, denn die Idee ist natürlich gut, alles was eben geht unter den eigenen Einfluss zu bekommen. Aber wenn du das umsetzen willst, solltest du das vielleicht erstmal mit einer Test-Domain machen die du ohne Probleme wieder abstoßen kannst, und nicht mit der, unter der du dann für viele Jahre erreichbar sein willst.
 
Zuletzt bearbeitet:
Vielen dank für deine ausführliche Antwort!

Wenn man die Mails bei z.B. all-inkl liegen hat ist das Gefühl schon mal besser, als wenn man sie auf dem Google Server liegen hat.

Ich denke ich werde erst mal das Email Angebot meines Webhosters benutzen und auf dem dortigen Webserver Roundcube installieren, um das zuerst einmal darüber zu testen, bevor ich mich in die Home-Email-Server Materie stürze!

Danke noch mal!
 
daniel_m schrieb:
Man kann auch DynDNS oder andere Anbieter nehmen, um einen Mail-Server daheim zu betreiben. Dann muss aber zuvor sicher wissen, ob die DNS-Einstellungen des Domain-Betreibers diese Konfiguration zulassen. Wenn nicht, dann findet der absendende Mail-Server unter deiner Domain keinen empfangenden Mail-Server und die E-Mail kann nicht zugestellt werden.
Ich bezweifle, dass DynDNS wirklich zuverlässig funktioniert. DNS-Server cachen, und teilweise cachen sie lange. Wir haben letztens einen unserer MX-Records geändert und ich habe Stichproben-Requests an die Google DNS 8.8.8.8 und 8.8.4.4 geschickt. Der eine hatte den neuen Record nach 30 Minuten, der andere nach 3-4 Stunden.

Oh, und natürlich muss der Reverse DNS absolut korrekt sein. Ich habe so meine Zweifel, dass DynDNS-Dienste immer den richtigen RDNS haben. Ohne korrekten Eintrag im Reverse DNS landet man schneller auf 4 Dutzend Blacklists als einem lieb ist, hab ich letztens erst mit einem unserer eigenen Mailserver erlebt.


Wenn man unbedingt einen eigenen Mailserver betreiben will, dann sollte man sich einen kleinen VServer mieten und wasserdicht konfigurieren. Der hat dann wenigstens ne statische IP und genug Leistung, dass man da auch anderen Kram draufpacken kann, z.B. ne Owncloud, einen webbasierten Kalender,...
 
Das hört sich ja nicht gut an..

Schade dass das heut zu Tage noch so kompliziert ist...

Ich hoffe statische IPs werden mit IPv6 kostenlos! Hab das Geld dafür gerade nicht übrig.

Solange ich keine statische IP habe, muss ich das Anliegen wohl erst mal auf Eis legen :(
 
WilmaImmer schrieb:
Ich hoffe statische IPs werden mit IPv6 kostenlos! Hab das Geld dafür gerade nicht übrig.
Auch dann wird es wohl irgend einen Mechanismus geben, der den privaten IP-Bereich sperrt. Dass Mailserver keine Mails aus dem privaten IP-Bereich annehmen ist doch keine Schikane sondern schlichtweg ein wichtiger Antispam-Mechanismus. Wenn dem nicht so wäre könnte sonst jeder Kasper endlos Spammails verschicken.

Solange ich keine statische IP habe, muss ich das Anliegen wohl erst mal auf Eis legen :(
Ein kleiner feiner Linux-VServer bei Hetzner kost 7,90/Monat zzgl. für n paar Cent für ne Second Level Domain. Das muss es dir dann wohl schon wert sein.
 
Auch dann wird es wohl irgend einen Mechanismus geben, der den privaten IP-Bereich sperrt.
Fände ich sehr schade.
Ich finde jeder sollte die Möglichkeit haben, einen eigenen Emailserver am laufen zu haben, vorallem seit es Rechner mit 2 Watt Stromverbrauch für solche zwecke gebe.
IMHO, gehören Emails nicht in fremde Hände.
Wenn dem nicht so wäre könnte sonst jeder Kasper endlos Spammails verschicken.
Bei einer festen IP wäre es dann ja nicht sonderlich schwer entsprechende Person auf die Spamliste zu setzen.

Ein kleiner feiner Linux-VServer bei Hetzner kost 7,90/Monat zzgl. für n paar Cent für ne Second Level Domain. ...
So gesehen wären die 8 € im Monat für die Katz.
 
WilmaImmer schrieb:
Fände ich sehr schade.
Ich finde jeder sollte die Möglichkeit haben, einen eigenen Emailserver am laufen zu haben, vorallem seit es Rechner mit 2 Watt Stromverbrauch für solche zwecke gebe.
IMHO, gehören Emails nicht in fremde Hände.
Du glaubst gar nicht, durch wie viele Hände die Mail erst einmal geht auf ihrem Weg von A nach B. Wenn du deine Mails absichern willst, dann heißt die Antwort PGP und nicht "eigener Server".

Bei einer festen IP wäre es dann ja nicht sonderlich schwer entsprechende Person auf die Spamliste zu setzen.
Wie lang sollen die Blacklists da werden, wenn jeder Spammer Zugang zu sagen wir mal 1000 IPs hat? Und unrealistisch ist das mit IPv6 nicht...
Jeder Eintrag in der Blacklist muss verarbeitet werden und bremst das gesamte System aus.

So gesehen wären die 8 € im Monat für die Katz.
Warum? Du hast dann einen VServer, mit dem du allerlei Schindluder treiben kannst. Du kannst deine Webseite darauf hosten, du kannst Gameserver draufpacken, du kannst TS raufspielen, du kannst eine Owncloud aufsetzen, du kannst ihn zum Diaspora-Pod machen... oder du kannst Teile seiner Ressourcen weitervermieten und da z.B. die Webseiten deiner Kumpels hosten.
 
Daaron schrieb:
Warum? Du hast dann einen VServer, mit dem du allerlei Schindluder treiben kannst. Du kannst deine Webseite darauf hosten, du kannst Gameserver draufpacken, du kannst TS raufspielen, du kannst eine Owncloud aufsetzen, du kannst ihn zum Diaspora-Pod machen... oder du kannst Teile seiner Ressourcen weitervermieten und da z.B. die Webseiten deiner Kumpels hosten.

Schindluder ist das richtige Stichwort. Der wird nämlich getrieben wenn du keine Ahnung von Server Administration hast, und das kann teuer werden!
 
Dasselbe Problem hast du auch, wenn du dir mit einer festen IP (z.B. durch IPv6) einen Mailserver in die eigenen vier Wände stellst. Der einzige Unterschied ist hier die niedrigere Bandbreite.

Es sollte wohl klar sein, dass nicht jeder Piesepampel Serverdienste ins Netz stellen sollte. Eine gewisse Ausbildung gehört schlichtweg dazu.
 
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