Energie effizient nutzen um das Klima zu schützen?

CokeGuitarist

Lt. Junior Grade
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Also folgendes:
Meine klasse macht im Chemieunterricht im moment ein Projekt über den Klimawandel und ich habe das Thema Energieeffizienz abgekriegt.
ich wollte euch mal fragen was ihr für Vorschläge habt und eventuell eine kleine Diskussion anzetteln! (denkt nicht ich will es mir nur einfach machen und euch meine arbeit übernehmen lassen:D)

Ich habe selber schon mal ein paar allgemeine Stichwörter:

- Forschung um effizientere Techniken nutzen zu können
-Saprsamerer bzw. bedachterer Einsatz von Energie um sie nicht zu verschwenden
-Standardisierung von Energiemanagementsystemen wie z.b. computergesteuerte Beleuchtung oder Heizung, die von alleine so sparsam wie möglich schaltet


Also was sagt ihr?
ich bin über jede sinnvolle Antwort dankbar!:)
 
Also ich versteh jetzt unter Energieeffizienz etwas völlig anderes als du. In erster Linie ist das für mich die Funktion des maximalen Wirkungsgrads, also n = Nutzenergie / Aufwandsenergie.
Du könntest etwa zehn verschiedene Systeme heraussuchen, von Braunkohlekraftwerken, Solarkraftwerken, Ottomotoren bis hin zu allerlei technischen Erfindungen und eine grafische Übersicht machen, wie sich dessen Energieeffizienz über die Jahrzehnte verbessert hat und welche Auswirkungen das für die Umwelt hat.
Kleines Beispiel, dass ich aus Top Gear erfahren habe: Der TÜV hat Mercedes-Benz dafür gelobt, wieviele recycelte Materialien die neue S-Klasse verbaut hat.
Zum Schluß darf natürlich nicht fehlen, dass all diese neue, bessere Energieeffizienz fast wirkungslos ist, weil in aufstrebenden Länder wie China und Indien noch alte Technik verwendet wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich denke man könnte Energieeffizienz direkt in zwei Kategorien aufteilen.

Einmal neuere Technik, die vorhandene Energie effizienter nutzt. Sprich man spart in Zukunft Energie bei gleicher Leistung oder man verbraucht die gleiche Energie aber erreicht mehr Leistung. Dazu gibt es sicher unendlich viel Material, da im Grunde alles um uns herum vom Fortschritt betroffen ist und das meiste davon auch mit Energie zu tun hat.

Und dann die effiziente Nutzung der Energie durch den Menschen. Z.B. Licht einschalten, wenn es wirklich gebraucht wird etc. Also die Effizienz in den Köpfen der Menschen ankommen lassen, was völlig ohne neuere Technik umgesetzt werden kann. Dinge wie effizientes Lüften der Wohnung, Standby bei Geräten, Einstellung des Kühlschranks uvm.
Hier kann man ohne Nachteile zu erhalten Energie effizienter nutzen, wenn man weiß wie.
 
Nun ja Energieeffiziens ist auch wie gehe ich mit vorhandenem besser um. Die Vorredner/Schreiber haben ja schon einiges dazu geschrieben.
Anderes Beispiel ist aber auch das Autofahren. Fahre ich alleine verbrauche ich mehr Energie, fahre ich zu zweit oder dritt, ist die Effiziens der verbrauchten Energie höher, da ich ja statt nur moch auch noch 2 andere befödert habe. :)
Aber das hat ja nicht alles nur mit "Strom" und ko zu tun, sondern auch mit Wasser usw.
Wie wasche ich meine Wäsche, wasche ich sie bei 40° oder gar bei 60°? Wie viel verbrauch ich? Geh ich einen kompromiss aus Waschmittel und Temperatur ein?
Kurz um, das Thema Energieeffizienz ist eignetlich ein relativ weites Thema. Muss ich denn wirklich 20Minute Duschen oder mir im Sommer die Haare föhnen? Benutze ich den Wäschetrockner oder hänge ich sie lieber auf? Alles Dinge die dazu ebenso beitragen.
 
Du kaufst nix wovon Du weißt das die Energiemenge die zu Herstellung benötigt wurde so hoch ist das Du sie durch Dein ganzes Gespare nie wieder reinbekommst^^
 
Schön gesagt und wahr! Was bringt mir das Spaarsamste Auto, wenn die Herstellung dafür, mehr energie verbrauchte als ich je damit einspaaren könnte? :)
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator: (Komplettzitat entfernt, siehe Forenregeln ;))
Vielleicht passt Jevons' Paradoxon ja auch noch zu deinem Referat.

http://en.wikipedia.org/wiki/Jevons_paradox

Selbiges besagt, daß eine effizientere Nutzung einer Ressource dazu führen kann, daß deren Verbrauch gesteigert wird.

Increased energy efficiency tends to increase energy consumption by two means. Firstly, increased energy efficiency makes the use of energy relatively cheaper, thus encouraging increased use. Secondly, increased energy efficiency leads to increased economic growth, which pulls up energy use in the whole economy.

This does not imply that increased fuel efficiency is worthless. Increased fuel efficiency enables greater production and a higher quality of life. For example, a more efficient steam engine allowed the cheaper transport of goods and people that contributed to the Industrial Revolution. However, energy conservation cannot be achieved through increased efficiency alone.
 
Zunächst einmal verstehe ich Energieeffizienz so wie Odium, nämlich als Verhältnis von Output zu Input. Ich kann einen bestimmten Input definieren (z. B. in "Steinkohleeinheiten"), den ich preis- und mengenmäßig festlege. Dann schaue ich, mit welchem Verfahren sich mehr Output (= Energie) gewinnen lässt.

Das zuletzt aufgeführte "Paradoxon" scheint mir zu sehr konstruiert zu sein. Denn wenn sich z. B. die Inputpreise durch die Steigerung der Energieeffizienz verändern, kann ich sie nicht länger mit dem alten Modell zu alten Preisen vergleichen.

Man kann immer nur an einer (!) Schraube der Formel (Output/Input) gleichzeitig drehen, wenn man aussagekräftige Vergleiche anstellen will. Das bedeutet, ich kann den Output bei verschiedenen Verfahren messen, wenn ich den Input mengen- und preismäßig konstant halte. Sobald ich die Inputfaktoren verändere, ist es mit der Vergleichbarkeit vorbei.

Selbst wenn eine Effizienzsteigerung insgesamt zu einem höheren Verbrauch führt, so ist und bleibt die Nutzung laut Definition immer noch effizienter. Es besteht keine paradoxe Situation.

Paradox ist höchstens, dass man die Effizienzsteigerung als Ziel formuliert, obwohl man das Ziel richtigerweise anders formulieren müsste als "Senkung des Gesamtverbrauchs".
 
Zur Diskussion:

Gesamtverbrauch ist das Stichwort. Effizienz muss - egal in welchem Bereich - dort angestrebt werden, wo bisher hohe Verluste und ein hoher Anteil an Verbrauch stattfindet. In Deutschland bspw. flächendeckend bei der Heizenergie und dem Wärmeverlust aufgrund schlechter Isolierung. Bedingt durch überalterte Gebäude bzw. zu geringem Sanierungsanteil.

Trinkwasser wird gerne vergessen, dabei ist es das Zukunfts-Problem Nummer eins, nicht die Energie-Frage.

PKW stehen relativ gut da, wenn man deren Leistung mit einbezieht. LKWs hingegen ließen sich durch weitaus "effizienter" optimieren, weil dort der Aufwand weitaus höhere Einsparungen ermöglichen würde.

Atomkraftwerke kühlen bspw. in die Umgebung, obwohl deren Wärmeabgabe ganze Städte über Fernwärme beheizen könnte. Von den Zwischenlagern mit den Castoren ganz zu schweigen ;)

Ersatz durch neue Technologien und deren bessere "Effizienz" wirft die Müll- bzw. Entsorgungsfrage auf. Folglich muss jede Effizienz-Frage gleichzeitig die Entwicklung der "Landschaft an Gerätschaften" (privat und industriell) verfolgen.

Von der Alkalie-Batterie bis zum Atommüll gibt es eine riesige Spannweite an Fragen, die schnell die politische Dimension und die Rolle des Verbrauchers erreicht.

Kennt jemand noch den Öko-Knigge ? Diese Buch war einmal die "Bibel" jedes ökologisch bewußten Haushalts, heute wird zwar auf modernerem Niveau diskutiert, die Fragen und Antworten bleiben meist die gleichen: Reparieren und Weiternutzen alter Geräte schont den Neuverbrauch an Ressourcen, konterkariert durch den ongoing-Prozeß der Industrialisierung von Schwellenländern.

Auch muss die Effizienz-Frage stets von der Frage nach Wirtschalftlichkeit getrennt behandelt werden. Nicht ob es sich privat für den Konsumenten lohnt, sondern welche Auswirkungen es national hat auf die Grundlagen unserer Wettbewerbsfähigkeit und lietztlich der Basis unseres Wohlstandes. Das effiziente Öko-Auto macht also unsere Auto-Wirtschaft kaputt und treibt den Öl-Preis noch schneller noch höher, was die Armut in diesem Land noch weiter vergrößert. Ich weiß, sehr provokativ, soll ja zum Nachdenken anregen :D

Die Technik ist - da schließe ich mich den geäußerten Meinungen an - viel weiter als der Mensch. Die Energie-Effizienz war im 19. Jahrhundert größer als heute, behaupte ich. Zurück auf den Baum will keiner, aber die Technik-Dominanz von heute ist mir schon unheimlich. Meine Neugier treibt mich an, dieses Spiel mitzuspielen. Die Menschen verlieren den Bezug zur Natur, wissen nicht mehr, daß Milch von Kühen kommt und bekommen keinen Tennis-Arm, sondern einen Maus-Ellenbogen.

Vorschläge:

(0) Jeder Person wird ein CO2-Konto zugeteilt, kein Zwang sondern Anreiz und Berechtigung für Einsparung. Verwaltung über die lokale Gemeinde, ähnlich der Meldepflicht. Abstimmungsrecht bei CO2-Investitionen der Gemeinde inklusive.

(1) Jeder Haushalt erhält kostenlos von seinem Energieunternehmen (vom Staat subventioniert, von der Steuer abgesetzt) ein Strom-Messgerät. Symbolisch, praktisch, gut.

(2) Und einen detailierten, jährlichen CO2-Bericht über seinen tatsächlichen Verbrauch an Stom, Wasser und Heizenergie (vom jeweiligen "Händler" von dem er das bezieht). Wie bei der Rentenauskunft also.

(3) Jeder Haushalt erhält - subventioniert von der neu eingeführten flächendeckenden Straßen-Maut - eine Nutzungs-Berechtigung für alle öffentlichen Nahverkehrsmittel. Etwaige Zuschläge für lange Bahnfahrten/ICE werden vom CO2-Konto abgezogen, Flugreisen-Tickets werden drauf geschlagen, Benzin-Rechnungen über 5 Liter/km sowieso.

(4) Jeder CO2-Bilanz senkende Konsum/Investion kann, muss aber nicht dem CO2-Konto zufließen. Selbstbestimmung und Privatheit bleiben erhalten, ökologischer Konsum soll sich aber wieder - spürbar - lohnen.

Nach 5-10 Jahren Wirkungsdauer dieser drei Maßnahmen hat Deutschland kein CO2-Problem mehr. :evillol: Den Klimawandel wird es nicht verhindern, der ist und bleibt im vollen Gange. Aber es macht uns bereit für den nächsten Schritt.

Programm-Tipp:

Schauen Sie auch nächste Woche wieder vorbei bei doesntmatter-TV mit dem Thema: "Runter vom Baum und raus aus dem Forum, hier streamt das Leben ...". :king:
 
So paradox ist das mit dem Rohstoffverbrauch nicht.

Treibstoff: Immer teuerer, die Autos werden immer sparsamer, der Gesamtverbrauch steigt trotzdem enorm, weil sich immer mehr Leute Autos leisten können.
Weil Autofahren, im Verhältnis zum Einkommen, noch nie so billig war wie heute.

Strom: Immer teuerer, die Geräte immer sparsamer, der Verbrauch immer höher, weil jetzt neuerdings zu klassischen Haushaltsgeräten auch noch PCs und vor allem SCHLECHTE Klimaanlagen und gute aber stromintensive Wärmepumpen kommen.

Energiesparglühbirnen, auch ich verwende sie aus egoismus, aber:
Energie und Rohstoffintensive Herstellung, Elektronik verbaut, Leuchtgas, usw. > SONDERMÜLL, wie jede Neonröhre+Starter
Glühbirne: sehr billig, sehr umweltverträglich
Ich bin mir nicht sicher, was da jetzt unterm Strich besser für die Umwelt ist.
Eigentlich kommt es nur auf den Stromlieferanten drauf an!

Klima schützen= normale Glühlampe + "Grünen" Strom

Was einige Atomkraft und noch vielmehr normale Kraftwerke erübrigen würde: Klimaanlagen "verbieten", alle PCs mit Laptoptechnik ausstatten.
Wer sich im Sommer abkühlen will, der soll in den Weinkeller gehen! :-)
Seit ca. 2004 ist in Mitteleuropa der Stromverbrauch im Sommer höher als im Winter!
Diese "Raumklimageräte" sind der blanke Irrsinn.
 
Zuletzt bearbeitet:
PCs haben wirklich enormes sparpotential das stimmt. Grade die billigen office rechner mit ihren ineffizienten netzteilen und prozessoren ohne energiesparfunktionen könnten was bringen, aber auch genauso der verzicht auf 1000W Netzteile und quad sli. aber das muss jeder selbst für sich entscheiden.

Ich habe leider keine klima (weder im auto noch @home), aber wenn ich sie hätte würde ich sie nutzen, mein komfort ist mir wichtiger als die umwelt. klingt vielleicht egoistisch, ist aber so. Und so denken die meisten.

Das problem ist das energieeffiziente geräte viel mehr geld kosten als der made in china billigschrott, z.b. beträgt der unterschied zwischen nem 350W noname passiv pfc netzteil und nem vernünftigen seasonic mit 80+ zertifikat mehrere 100%! Energie sparen ist unterm strich leider sehr teuer. wenn im grossen stil gespart werden soll MUSS ein anreiz geschaffen werden, z.b. altes auto kostenlos oder mit kleinem aufpreis gegen neues sparsames tauschen, aber hier müsste der staat massiv subventionieren = steuereinnahmen gingen verloren.
Ist nicht einfach zu lösen das problem, genau wie die armut weltweit. theoretisch ist genug geld und nahrung für alle da, aber dann wären die superreichen nicht superreich sondern nur wohlhabend und das geht natürlich nicht, also gehts vielen weiterhin schlecht und die umwelt leidet... Das Problem ist auch schnell gefunden, nennt sich kapitalismus ;)
 
wazzup schrieb:
Das problem ist das energieeffiziente geräte viel mehr geld kosten als der made in china billigschrott, z.b. beträgt der unterschied zwischen nem 350W noname passiv pfc netzteil und nem vernünftigen seasonic mit 80+ zertifikat mehrere 100%! Energie sparen ist unterm strich leider sehr teuer.
...
... Das Problem ist auch schnell gefunden, nennt sich kapitalismus ;)

"Billig ist mir zu teuer" - war ein Sprichwort der älteren Generation, die es sich "nicht leisten" konnten, minderwertige Waren zu kaufen, weil damals - noch ganz selbstverständlich - langfristig kalkuliert wurde.

Sehe das gerade umgekehrt, die Investition in effiziente Geräte ist doch in wenigen Jahren wieder eingespart, angesichts zukünftiger Energie-Preise in immer kürzeren Laufzeiten. Bessere Hersteller-Qualität sorgt für weniger Reparaturen und ein besseres TCO-Verhältnis. Computer-Netzteile sind das beste Beispiel, Küchenherde, Waschmaschinen, Geschirrspüler auch, PKW weniger, weil da die Einkaufs-Preise kaum die Kilometer-Leistung wieder rausholen können.

Was benötigt wird ist gewisses Kapital, in Privathaushalten durch Sparen (kein Geld für billigen Gruscht) für jedermann anzuhäufen. Soll mal in der Schule gefördert werden, von mir aus anhand von Mobilfunk-Verträgen, wenn diese Thema bei den Jugendlichen funktioniert.

Das Problem ist kurzfristiges Denken (Geiz ist geil-Mentalität), Kapitalismus ist (leider) der Motor, der anscheinend die Denkfähigkeit verschlechtert, trotz Taschenrechner, Computer-Software haben die Menschen verlernt, über ein, zwei Jahre hinaus zu denken und einzukaufen. Dafür reicht doch schon ein Abakus, damit kann ja auch keiner mehr umgehen ... :lol:
 
Zum Jevons Paradox, anderswo hab ich gelesen, es hieße nur deswegen Paradox, weil Jevon zunächst ( intuitiv ) davon ausging das eine effizientere Nutzung zu Einsparungen führen müßte, er aber das Gegenteil beobachtet hat - und ihm das deshalb kontra intuitiv vorkam.

Ich denke man kann sich das auch vereinfacht so vorstellen.

Sehe das gerade umgekehrt, die Investition in effiziente Geräte ist doch in wenigen Jahren wieder eingespart,

Richtig :) - und was macht man mit dem eingesparten Geld ? Vielleicht ein Urlaub -> Verbraucht jede Menge Treibstoff. Oder man kauft sich ein paar andere schöne Dinge - deren Herstellung und Transport ebenfalls wieder Energie verbrauchen, zudem verdienen daran auch wieder andere ( Wirtschaftswachstum ) die sich dann weitere Dinge leisten ( die wiederum Ressourcen etc verbrauche )

Ich denke ehr das ist der Grund warum mehr Energieeffizienz ehr zu mehr Wohlstand führt, als zu einer Verminderung im Ressourcenverbrauch insgesamt.

Raseman schrieb:
Treibstoff: Immer teurer, die Autos werden immer sparsamer, der Gesamtverbrauch steigt trotzdem enorm, weil sich immer mehr Leute Autos leisten können.
Weil Autofahren, im Verhältnis zum Einkommen, noch nie so billig war wie heute.

Ein noch viel deutlicheres Beispiel - Computer ( wir sind doch hier in einem Computerforum :) )

Vergleich mal die heutigen Rechner, mit denen der 50er Jahre. Die waren teuer, haben Unmengen an Ressourcen bei der Herstellung gefressen ( Kleiderschrankgröße war da eher noch ein Kleinrechner ) Und Strom haben sie auch ohne ende gefressen. Die Rechenleistung erreichte nicht mal die eines 5€ Taschenrechners von heute.

Heute sind Computer im Vergleich zu damals hoch Effizient, verbrauchen deutlich weniger Ressourcen bei der Herstellung ( je Stück versteht sich ) und beim Betrieb, nur Vergleicht man den Gesamtverbrauch an Energie und Ressourcen von den paar 100 Geräten von damals mit den mehreren 100 Mio von heute - wer verbraucht wohl da mehr ?
 
Zuletzt bearbeitet:
MRM schrieb:
Richtig :) - und was macht man mit dem eingesparten Geld ? Vielleicht ein Urlaub -> Verbraucht jede Menge Treibstoff. Oder man kauft sich ein paar andere schöne Dinge - ...

Vergleich mal die heutigen Rechner, mit denen der 50er Jahre.
....
Vergleicht man den Gesamtverbrauch an Energie und Ressourcen von den paar 100 Geräten von damals mit den mehreren 100 Mio von heute - wer verbraucht wohl da mehr ?

Eingespartes Geld wird in Haushalten, die mit Geld umgehen können, gespart. Daß die Mehrheit dies nicht tut, habe ich auch schon beobachtet, das sind die, die dann jammern, das Geld reiche nicht. ;)

Ressourcen-Verbrauch damals vs. heute zu vergleichen, heißt auch die gesamte Waren- und Arbeitswirtschaft zu vergleichen. War Energieeinsatz damals noch teuer und Arbeitskraft billig, so hat sich das heute (als Anteil an den Kosten(Ausgaben) umgedreht. Energie ist billig geworden, Arbeit teuer.

Ich persönlich finde (bei anderen) Autofahren heute sehr teuer, wenn ich den realen Kilometerpreis der letzten 20 Jahre betrachte, trotz Benzineinsparung, schreibe das überwiegend dem gestiegenen Fahrzeug-Gewicht zu (wg. Sicherheits-Technik), Versicherung u.ä., nicht dem Spritpreis (das hätten die Ingenieure längst lösen können, wenn sie wollten), die möglichen Laufzeiten von PKW werden jedoch gar nicht mehr ausgenutzt, sondern neue Modelle erworben bevor man günstige Phasen der Haltungskosten erreicht, finanziell ein Unding, Zeichen und Ausdruck einer zunehmenden Spaßkultur an Mobilität als Selbstzweck.

MRM schrieb:
Heute sind Computer im Vergleich zu damals hoch Effizient, verbrauchen deutlich weniger Ressourcen bei der Herstellung ( je Stück versteht sich ) und beim Betrieb ...

Beim Spezialfall Computer kann ich nicht ganz zustimmen, wüßte gern den Unterschied zwischen Effizienz der Technik von derjenigen des Arbeitsmittel-Einsatzes unterschieden. Ein hoher Anteil heutiger Rechner weltweit wird für private Zwecke eingesetzt, ist es effizient, für Multimedia, Office und Internet einen (meist überdimensionierten) Allround-PC einzusetzen ? Kriterium wäre also die Frage: erwirtschaftet der private Einsatz die Kosten, kommt das Geld wieder rein ? Langlebigkeit - Wiederverkaufswert ? :(

Die Empfehlung, dafür einen SingleCore oder alternative Geräteprodukte einzusetzen, stößt auf Unverständnis, weil "ein bißchen mehr Investition" ein ungleich stärkeres Gesamtsystem bedeuten würde. Ein Phänomen, das sich auf andere Bereiche übertragen läßt (Telefon, Handies, Digitalkamera, TV, etc.), Genügsamkeit ist jedenfalls nicht mehr Kennzeichen unserer Zeit.
 
Sagen wir es einmal so:
Noch vor 20 Jahren gabe es EIGENTLICH(Quantität) weder PC noch Handy und schon gar keine Serverfarmen fürs Internet.

Das schockt:

In Deutschland könnten im Jahr 2010 drei Atomkraftwerke allein für den Betrieb des Internets laufen, errechnete das Wuppertal-Institut für Klima, Umwelt, Energie im Jahr 2003. Das entspräche einem Anteil von sechs Prozent am deutschen Gesamtstromverbrauch
 
Zuletzt bearbeitet:
Kurz: -Möglichst wenig Abwärme / unnütze Energie
-Energiegewinnung aus Abwäreme. Schau dir mal das an.
 
Interressant hierzu wäre vllt. auch am nächsen dienstag (der 27.) um 21Uhr auf WDR Quarks&Co: das Ende des Erdöls.

ist eigentlich immer interresant..
 
doesntmatter schrieb:
Ich persönlich finde (bei anderen) Autofahren heute sehr teuer, wenn ich den realen Kilometerpreis der letzten 20 Jahre betrachte, trotz Benzineinsparung, schreibe das überwiegend dem gestiegenen Fahrzeug-Gewicht zu (wg. Sicherheits-Technik), Versicherung u.ä., nicht dem Spritpreis (das hätten die Ingenieure längst lösen können, wenn sie wollten), die möglichen Laufzeiten von PKW werden jedoch gar nicht mehr ausgenutzt, sondern neue Modelle erworben bevor man günstige Phasen der Haltungskosten erreicht, finanziell ein Unding, Zeichen und Ausdruck einer zunehmenden Spaßkultur an Mobilität als Selbstzweck.

Entschuldige den schroffen Ton, aber das ist Unfug basierend auf Unwissenheit. Als einer dieser unwillige Ingenieuren möchte ich das eine oder andere gerne richtig stellen.
Der Punkt, dass Autofahren teurer geworden ist, geht völlig in Ordnung, aber das war es dann auch.

Die Benzineinsparung, hervorgerufen durch die Entwicklung der Motortechnik (Erhöhung des Wirkungsgrades) wird nicht annähernd von dem genannten Mehrgewicht vertilgt, auch wenn das in der Presse immer gern so dargestellt wird. Eher wird die Einsparung, wie oben richtig geschrieben, in Komfort umgesetzt. War vor 20 Jahren eine "Lichtmaschine" mit xxx W ausreichend, fordern heute Servoelektrische Lenkungen, Entertainmentsystem, Einparkhilfen, Fensterheber, usw. schon Leistung im kW Bereich. Und wer kauft denn schon ein Auto ohne eine Klimaanlage, die einige kW verschlingt.

Das Mehrgewicht für Sicherheitstechnik ist absolut gerechtfertigt. Wer schonmal die Erfahrung gemacht hat, ein Familienmitglied beinahe zu verlieren/oder zu verlieren wird mir beipflichten. In diesem Bereich gibt es keine Kosten-Nutzen Rechnung, was lohnt, und was nicht.

In Deutschland ist das durchschnittliche Alter eines PKWs mit 8,1 Jahren (2001 waren es 6,9) auf einem Rekordhoch. Und schaut man auf viele Parkplätze, vor allem in den neuen Bundesländern, denkt man oft, dass es eigentlich 12-15 Jahre sein müssten. Es gab immer Menschen, die sich Neuwagen anschaffen und vor dem Modellwechsel wieder verkaufen, um größere Wertverluste zu vermeiden. Rechnerisch ist das finanziell gesehen sogar sehr sinnvoll (Bsp. Werksleasing)!

Ein Wandel im Denken der Menschen hat dennoch stattgefunden. War man 1990 mit einem Golf III GT (90PS) noch hipp und sehr gut motorisiert, wird man der Tage mit einem Golf V 1.6 (115PS) nur noch müde belächelt. Das Empfinden für eine angemesse PS-Zahl hat sich deutlich nach oben korregiert, was sich, um den Kreis zu schließen, wiederum in den Kosten wiederspiegelt. Hat man 1990 für einen Opel Astra mit 1.8l 90PS rund 26.000DM bezahlt, kostet ein Golf Inflations und vor allem Ausstattungsbereinigt auch rund 14.000€.
Wenn man allerdings Leistung + Konfort will, hat das mehr gekostet, kostet es mehr, und wird es auch mehr kosten.

in diesem Sinne, gute Nacht
Quick
 
doesntmatter schrieb:
Eingespartes Geld wird in Haushalten, die mit Geld umgehen können, gespart. Daß die Mehrheit dies nicht tut, habe ich auch schon beobachtet, das sind die, die dann jammern, das Geld reiche nicht. ;)

Und was passiert mit dem gespartem Geld ? Du bringst es in der Regel zur Bank, wo es Zinsen gibt. Die Bank verleiht es dann an andere weiter, die sich dann entweder den Urlaub leisten, den du dir verkniffen hast, oder an eine Firma, die einen Kredit für den Bau einer neuen Fabrik benötigt ....

Einziger Ausweg, verbuddel es im Garten und lasse es dort verrotten - dann wird das Geld dem Wirtschaftskreislauf entzogen und kann keinen Schaden anrichten ... :)

Ressourcen-Verbrauch damals vs. heute zu vergleichen, heißt auch die gesamte Waren- und Arbeitswirtschaft zu vergleichen. War Energieeinsatz damals noch teuer und Arbeitskraft billig, so hat sich das heute (als Anteil an den Kosten(Ausgaben) umgedreht. Energie ist billig geworden, Arbeit teuer.

Der Energieeinsatz ist aber eben wegen der gestiegen Effizienz so günstig geworden, eben wegen der gestiegenen Effizienz, wird sie in immer mehr Bereichen eingesetzt.

Beim Spezialfall Computer kann ich nicht ganz zustimmen, wüßte gern den Unterschied zwischen Effizienz der Technik von derjenigen des Arbeitsmittel-Einsatzes unterschieden. Ein hoher Anteil heutiger Rechner weltweit wird für private Zwecke eingesetzt, ist es effizient, für Multimedia, Office und Internet einen (meist überdimensionierten) Allround-PC einzusetzen ? Kriterium wäre also die Frage: erwirtschaftet der private Einsatz die Kosten, kommt das Geld wieder rein ? Langlebigkeit - Wiederverkaufswert ? :(

Du verlierst dich in Detailfragen ;). Du kannst die Technik nicht vom Einsatz trennen, deswegen ja auch das Beispiel mit den 50ern, weil in einem so großen Maßstab wird das erst richtig deutlich. Du sprichst hier von Multimedia und Internet. Meist du, das würdest du auch tun, wenn die Entwicklung in den 50ern stehen geblieben wäre ? Wenn ein Computer ein raumfüllendes Transistormonster wäre, das ein paar Millionen kostet ? Wohl kaum ...
Erst die gestiegene Effizenz hat weitere Einsatzgebiete ermöglicht. Und die Masse der neuen Einsatzgebiete hat die Einsparungen pro Gerät überkompensiert. Hätten wir heute noch 50er Jahre Computer, es gäbe weltweit vielleicht ein paar tausend, in Forschungseinrichtungen, beim Militär usw, kein Privatmann käme je auf die Idee sich so etwas anzuschaffen, und allenfalls eine Handvoll von Firmen ...
 
Ich glaube das passt gut hier rein, geht um Chemie/Physik und neue Stromgewinnungsform.

Osmose-Kraftwerke

Riesige Flachbildfernseher, Computer en masse, Handys und MP3-Player für Jeden: Wir verbrauchen immer mehr Strom. Gerade in Zeiten des Klimawandels sind deshalb neue, „saubere“ Lösungen gefragt, um den unbändigen Energiehunger der Menschheit zu stillen. Für eine Revolution bei der Energieversorgung könnte vielleicht schon bald eine ungewöhnliche Methode sorgen, die gerade in Norwegen erprobt wird: Osmose-Kraftwerke.

http://www.scinexx.de/dossier-483-1.html

Geil oder, also wen das Stimmt mit 1,7Petawatt Pro wäre ja echt klasse.
 
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